Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander. Markus 9, 50
Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander. Markus 9, 50

News

Hier informieren wir Sie durch aktuelle Berichte und News.
     

Ferienangebot: Kinderbibeltreffen an den Nordseestränden

BENSERSIEL. In den Sommermonaten laden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bibellesebundes die Kinder an den Stränden der Nordsee zum sogenannten „kibi-Ferientreff“ ein. Mit Handpuppen, lustigen Liedern, Theaterstücken, Spielen und viel Spaß bieten die ehrenamtlichen Teammitglieder ein abwechslungsreiches Programm am Vormittag und begeistern die Kids auch mit biblischen Geschichten in modernen Form. Bei ungünstiger Witterung ist das Angebot im Kirchenzelt, wo die Kinder hinterher auch miteinander die Bibel lesen können. In oder um das Zelt wird jeden Abend ein Tagesschluss mit Liedern und einer Gute-Nacht-Geschichte angeboten. Der überkonfessionelle Bibellesebund arbeitet mit der „Kirche unterwegs“ an den Stränden zusammen - dieses Jahr an sieben Orten mit 119 Ehrenamtlichen. Das Wetter ist wunderbar. In Bensersiel wirkt eine Jugendgruppe mit sieben Personen mit. In Dornumersiel sprechen sogar einige Kinder und Erwachsene kurze Gebete nach der Gute-Nacht-Geschichte. Auf Wangerooge startete der kibi-Ferientreff am ersten Tag mit 20 Kindern, am folgenden waren es fast 40. Eine Mitarbeiterin:„Ich bin immer wieder überrascht und begeistert, wie gut Vierjährige und Zehnjährige zusammen spielen können. Jeden Tag haben wir nach der biblischen Geschichte einige Sätze gesammelt, die die uns ermutigen. Wichtig fanden die Kinder: Jesus ist hilfsbereit. Man kann ihm vertrauen. Wir können ihn um Dinge bitten. Wir können ihm Fragen stellen." (www.kibi-ferientreff.de)

Deutsche Allianzkonferenz eröffnet: Christsein ist Mannschaftssport

BAD BLANKENBURG. Mit dem Aufruf an Christen, geistliche Gemeinschaft über Gemeindegrenzen hinweg zu pflegen, hat die Jahreskonferenz der Deutschen Ev. Allianz am 27. Juli im thüringischen Bad Blankenburg begonnen. Christsein sei ein Mannschaftssport, sagte der frühere Generalsekretär des Gnadauer Verbandes, Theo Schneider (Wittenberg) vor den 1.200 Besuchern des ersten Abends. Unter dem Thema „Freispruch für alle“ geht es dieses Jahr um Texte aus dem Römerbrief des Apostels Paulus. Christsein erfordert laut Schneider (Foto) das Miteinander und den Austausch von Christen und Gemeinden in Ost und West unseres Vaterlandes. Schneider: „Keine Gemeinde sollte allein in ihrer Ecke spielen!“ Es sei ein Grundgedanke der Evangelischen Allianz, dass die Gemeinschaft unter Christen innerlich reich und froh mache. Schneider sprach über die letzte Verantwortung vor Gott: „Wir gehen alle dem Tag entgegen, an dem die Karten auf den Tisch kommen.“ Dann würden alle Menschen nach ihrem Leben gefragt werden. Daran lasse die Bibel keinen Zweifel. Bestehen könne nur, wer auf Jesus und das Evangelium vertraue. Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) bezeichnete in einem schriftlichen Grußwort den christlichen Glauben als einen „wichtigen Anker, der unserer Gesellschaft Halt gibt“. Er freue sich, dass die Allianz in Thüringen, dem Kernland der Reformation, ihre Zentrale habe. Das Programm der Konferenz, die bis zum 31. Juli dauert, umfasst Seminare, Bibelarbeiten und Vorträge zu Glaubensfragen und gesellschaftspolitischer Verantwortung. (nach idea)

BILD-Reporter Daniel Böcking schrieb über seine Bekehrung zu Jesus

BERLIN. „Ich glaube an Jesus. So richtig. Mit Herz und Verstand und Bibel und allem, was zum Christsein dazugehört“, schrieb BILD-Reporter Daniel Böcking dieser Tage in BILD-Online. „Eigentlich nicht außergewöhnlich“, meinte er: „Schließlich sind auf dem Papier über die Hälfte aller Deutschen christlich.“ Doch ein Glaubensbekenntnis gelte „in den Zeiten von Terror, Islamismus und ISIS nicht gerade als cool oder hip“, so der Pressemann, der vor drei Jahren erst zu Jesus fand: „Ich bin Christ. Glücklich. Vollzeit. In dieser Zeit von Terror und Gewalt möchte ich von meinem Weg zum Glauben erzählen, statt mein Christ-Sein schamvoll zu verschweigen… Immer wieder missbrauchen Terroristen den Namen Gottes für ihre Anschläge. Angst und Unsicherheit wachsen. Doch mein Glaube umarmt das Leben, statt vor diesen Irren zu kuschen. Er gibt mir alles, um trotzdem getrost und zuversichtlich zu sein.“ Im Jahr 2010 war Böcking als Reporter nach dem vernichtenden Beben (316 000 Tote) in Haiti, kurz danach bei der Loveparade in Duisburg, als 21 Menschen in der Massenpanik zerquetscht wurden, dann hauste er über einen Monat lang neben einem Minen-Schacht im Norden Chiles und wartete gemeinsam mit den Angehörigen auf die Rettung von 33 verschütteten Bergleuten. „Trauer, Leid, Hilfe, Hoffnung, Rettung – in all diesen Situationen begegnete mir der Glaube an Gott. In gemeinsamen Gebeten von Helfern und Opfern, im gegenseitigen Trost untereinander. Auch in der Trauer. Mir kam in den Sinn: Wenn du an Gott glaubst, dann darf das nicht nur nebenher passieren. Wenn die Jesus-Botschaft von Frieden, Vergebung und Erlösung stimmt, dann solltest du dein ganzes Leben danach ausrichten. Ich begann, in der Bibel zu lesen, mit Christen zu reden, ehrlich zu beten (statt nur das „Vater unser“ herunterzuleiern). Man kann sagen: Ich probierte den Glauben aus – und lernte Jesus kennen. Es dauerte noch drei Jahre, eh ich ihn zum Mittelpunkt meines Lebens machte, zum Wichtigsten, zu meinem Kompass. Die Zeit seitdem erlebe ich wie ein Wunder.“ Böcking schließt: „Aus der Bibel habe ich gelernt: Es gibt das Böse auf der Welt – und Gott hat keine Freude daran. Die christliche Antwort sollte nicht Verzweiflung sein oder verschüchtertes Schweigen. Sondern Hoffnung, Hilfe und Gebet… Die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod tröstet mich. Terror und Gewalt machen mich nicht ängstlich… Wut und Angst sind nicht das, was Jesus von Christen fordert. Er gibt und will Mut und Zuversicht. Und er will Vertrauen. Meines hat er.“ Über seinen Weg zum Glauben berichtet Daniel Böcking ausführlich in seinem im August erscheinenden Buch „Ein bisschen Glauben gibt es nicht - Wie Gott mein Leben umkrempelt“ im Gütersloher Verlagshaus. (mk)

Mehr als 500 junge Leute beim Jugend-Mission-Event in Sinsheim

SINSHEIM. Die klare und kräftige Tenorstimme des 18-jährigen Tom Schutte gefiel den 500 jungen Gästen auf dem Buchenauerhof bei Sinsheim und sorgt für Standing Ovations. Auf der Bühne präsentierte Tom mit 17 der 38 neuen Kurzzeit-Mitarbeiter des christlichen Hilfswerkes DMG-interpersonal eine neunstimmige A-Cappella-Variation mit gregorianischen Gesang und modernen Barbershopklängen (Foto), Highlight des Wochenendes am 23./24. Juli im DMG-Zentrum: Der Jugend-Missions-Event (JuMi 2016) für 15- bis 25-Jährige gab Impulse für ein Christsein mit Weltverantwortung. Tom Schutte möchte ein Straßenkinderprojekt in Tansania unterstützen. Die krasse Armut und das Projekt haben ihn angesprochen. Ein Song im Radio (du gehst in die falsche Richtung) wurde für ihn zum Ruf Gottes, bekannte er. Die meisten Einsatzstellen für Freiwillige werden staatlich gefördert, so ein Mitarbeiter, ehe sich die 38 jungen Kurzzeitmitarbeiter vorstellten: 15 bleiben in Europa, von Frankreich bis Georgien, acht gehen in Hilfsprojekte nach Asien, zehn nach Afrika und fünf nach Amerika. Sie helfen Flüchtlingen, Behinderten und Kindern, unterrichten als Hilfslehrer im Slum, beispielsweise in Namibia. Jugendreferent Tobias Kley (Heilbronn) fordert die JuMi-Teilnehmer auf, zielstrebig zu leben. Er leitet eine Jugendhilfe für Flüchtlinge und Migranten in Österreich und Deutschland. Bildbericht unter www.dmgint.de/JuMi im Internet. (theo)

CVJM Baden: Gestohlener Auto-Anhänger mit großem Zelt wieder da

KRAICHTAL. Eine verrückte Geschichte: Vor zweieinhalb Monaten wurde vom Parkplatz des badischen CVJM-Lebenshauses „Schloss Unteröwisheim“ (Kraichtal brei Bretten) ein überdachter Anhänger über Nach gestohlen. Ein großes Veranstaltungszelt lag darin. Gesamtschaden: rund 20.000 Euro. Die Polizei machte den Leitern des CVJM-Zentrums keine Hoffnung. Die Versicherung zahlte auch nicht. Es blieb nur das Gebet. Nach Wochen wurde auch dieses spärlicher. Und dann die Überraschung: Am Morgen des 19. Juli stand der Anhänger plötzlich wieder auf dem Parkplatz. Nicht ordentlich geparkt, nur schnell abgehängt. Aber er war wieder da. Einfach so. Mitsamt dem Zelt. Erfreut und bewegt hat das Schloss-Team dieses Wunder angenommen und spontan mit allen gefeiert, die gerade zu Gast waren. Viele Christen im Land freuen sich mit dem CVJM Baden über diese schöne Gebetserfahrung, auch wenn das Zelt für die Sommerkonzerte im Schlosshof (siehe Termine) vielleicht nicht benötigt wird. (www.cvjmbaden.de)

Französische Christen: „Nur Gott kann Herzen ändern und Frieden schaffen!“

NIZZA. Evangelikale Christen in Frankreich rufen nach dem Anschlag in Nizza zum Gebet auf. Damit ist auch die Hoffnung verbunden, dass Menschen durch die Ereignisse aus ihrer Gleichgültigkeit gegenüber Religiösem herausfinden. Daniel Liechti, Vizepräsident des evangelikalen Dachverbandes „Conseil National des Evangéliques de France“ (CNEF) und Leiter von France Mission, hat den Angehörigen der Opfer sein Beileid ausgesprochen. Der CNEF, das französische Pendant zur Deutschen Evangelischen Allianz, empfiehlt besondere Gebetszeiten für die Familien, die Angehörigen, die Hilfs- und Polizeikräfte in den Gottesdiensten. Der Schock sitze tief nach dem dritten großen Attentat im Land binnen weniger Monate, so Liechti. Frankreich sei erschüttert. „Wir müssen erkennen, dass nur Gott wirklichen Frieden schaffen und Herzen verändern kann.“ Viele Franzosen seien aufgewühlt und spürten, dass es bei den Anschlägen um einen tieferen Sinn geht, dass man nicht alles durch Organisation und Staat lösen könne. Das Land sei in einer großen Unruhe. „Viele sind unschlüssig, wie man sich gegenüber dem Islam verhalten soll“, sagte Liechti. Die CNEF rief dazu auf, den berechtigten Zorn gegen den Mörder nicht in Hass umschlagen zu lassen. Auch Jeanott Gauggel von „France pour Christ“ äußerte die Hoffnung, dass die angespannte Situation die Gleichgültigkeit vieler Menschen für geistliche Fragen aufbricht. Man bete, dass Politiker und Bevölkerung wieder offener werden und nach Gott fragen. (nach pro)

Frankreichs Vizepräsident der Imame trat zurück:

„Wir müssen die Wahrheit sagen: Islam und Islamismus nicht mehr zu unterscheiden!“

NIMES. Der Vizepräsident der Imame Frankreichs ist wenige Stunden nach dem blutigen Attentat von Nizza zurückgetreten. „Inzwischen ist es schwer, den Islam vom Islamismus zu unterscheiden.“ Mit dieser Begründung gab Hocine Drouiche, der Imam von Nimes, seinen Rücktritt bekannt. „Ich hoffe, dass in den Moscheen über das Attentat gesprochen wird und nicht über Dinge, die nichts damit zu tun haben.“ Drouiche, der auch Kandidat für den Posten des Imams an der Großen Moschee von Paris war, teilte der Öffentlichkeit mit, dass er alle Ämter mit sofortiger Wirkung niederlege. Bereits nach dem Attentat auf die Konzerthalle Bataclan in Paris im November 2015 hat er die islamische Gemeinschaft in Europa gewarnt, sie müsse sich bewusst werden, dass der islamische Extremismus in seine Reihen eingedrungen sei. Die Muslime hätten bislang keinen wirklichen Einsatz gezeigt, eine Lösung für das große Problem der Radikalisierung und des Hasses zu finden. In einer Stellungnahme schrieb auch der katholische Bischof von Passau, Stefan Oster, er wünsche sich von allen friedliebenden Muslimen, dass sie gemeinsam „gegen den Wahnsinn“ aufstehen. Er frage sich, wo die Protagonisten des friedlichen Islams seien: „Wann endlich kommt der kollektive, der große gemeinsame Aufschrei aller friedliebenden und wirklich ihrem Gott ergebenen Muslime der Welt, dass sie ihren Glauben nicht länger im Namen von Terroristen missbrauchen lassen wollen?“ Je weniger sie sich engagierten, desto mehr lassen sie es laut Oster zu, dass „stündlich der Verdacht weiter befeuert wird, dass der Islam eine Religion ist, die der Welt Angst macht und ihr nicht den Frieden bringt“. (mk/idea)

Badische Kirche bereitet eine „Luther-Zeitreise mit allen Sinnen“ vor

KARLSRUHE. Für das 500-jährige Reformationsjubiläum 1517 laufen auch in Baden die Vorbereitungen an. Ein Nachbau jener Türe der Wittenberger Schlosskirche, an welche die 95 Thesen genagelt wurden, steht derzeit mit weiteren Kulissenteilen wie der Wartburg oder Luthers Studierstube in einer Halle bei Karlsruhe. Hier laufen die Vorbereitungen für die interaktive Ausstellung „Mensch Luther“. Die „Zeitreise mit allen Sinnen“ zeigt das Leben und Wirken von Martin Luther – vom 15. Mai bis zum 28. Juli 2017 in der Schlosskirche Pforzheim und vom 17. September bis zum 20. November in der Matthäuskirche Karlsruhe. Sie will verständlich zeigen, was Martin Luther vor 500 Jahren beschäftigt und bewegt hat, sagt der Projektentwickler Lutz Barth. Begleiter in historischen Gewändern führen durch die Kulissen und lassen Luthers Leben eindrucksvoll Revue passieren (www.sinnenpark.de). Rund 130 große Kulissenteile werden dafür gebaut. Ein Burgtor mit Zugbrücke ist ebenso dabei wie ein mittelalterlicher Markt, ein Schatzraum und eine begehbare Bibel. Hörszenen und zahlreiche Spezialeffekte sorgen bei den einstündigen Führungen für die notwendige Auflockerung. „Gerne hätten wir das Projekt auch noch an weiteren Standorten gezeigt“, sagt Axel Ebert, Leiter der Missionarische Dienste in Baden, aber die räumlichen und zeitlichen Anforderungen seien am Ende wohl zu hoch gewesen. In Pforzheim sei Projekt gut aufgehoben, denn die Melanchthonstadt Bretten sei nicht weit davon entfernt, meinte der stellvertretende Stadtdekan Jens Adam. (mk)

Neue britische Premierministerin: Der christliche Glaube ist ein Teil von mir

LONDON. Der christliche Glaube spielt für die zukünftige britische Premierministerin Theresa May nach eigenen Angaben eine wichtige Rolle. Die bisherige Innenministerin übernahm am 13. Juli das Amt von David Cameron. Die 59-Jährige gehört der Konservativen Partei und der anglikanischen Kirche an. Gegenüber der BBC sagte sie, der christliche Glaube sei ein Teil von ihr. Doch sollten Politiker nicht so viel über ihren Glauben reden wie in den USA. Laut „Christian Post“ setzte sich May 2012 für eine Einschränkung des Abtreibungsgesetzes ein mit der Begründung, dass in der 24. Woche geborene Babys überlebensfähig seien. Ferner hat sie dafür gestimmt, dass die Beihilfe zur Selbsttötung (assistierter Suizid) in Großbritannien verboten bleibt. Wie May sagte, habe sie nie aus Ehrgeiz oder um der Ehre willen hohe Ämter angestrebt. Das jüdische Magazin „Tachles“ (Zürich) bezeichnete sie als überzeugte Anhängerin des Staates Israel. May gilt als ruhiger und „weniger auf Schaulaufen“ ausgerichteter Typ. Sie ist verheiratet und hat keine Kinder. Im Vorfeld des „Brexit“-Referendum hatte sie sich für einen Verbleib in der Europäischen Union ausgesprochen. May ist nach Margaret Thatcher (1925–2013) die zweite Frau an der Spitze der britischen Regierung. (nach idea)

Henhöferheim Neusatz: Freundestag offenbarte „verborgene Schätze“

BAD HERRENALB. Um „Verborgene Schätze“ ging es beim Freundestag 2016 des Henhöferheims Neusatz (Bad Herrenalb bei Karlsruhe). Auch das Henhöferheim sei ein „verborgener Schatz“, bei dem für Leib und Seele viel zu finden sei, bemerkte Pfarrer Hartmut Bärend aus Berlin beim Open-Air-Gottesdienst auf der Wiese hinter dem christlichen Freizeitheim. In seiner Predigt setzte er die biblische Erzählung vom „Schatz im Acker“ in den Alltag um. Mitarbeitende und Freunde des Hauses wirkte in Lesungen und Gebeten mit, berichteten von wertvollen Erfahrungen in den letzten Tagen und Wochen. Einige Besucher hatten große Gläser mit gesammelten Restmünzen mitgebracht, die sie seit dem vorigen Treffen gesammelt haben. In Eimern wurde dieser „Schatz“ auf einer Wage gewogen. Eisele freute sich über die Renovierung des geistlichen Zentrums und dass zum Freundestag der neue Empfangstresen bereits installiert werden konnte. Im August bleibt das Heim, benannt nach dem großen badischen Erweckungsprediger Aloys Henhöfer, für den Bau eines neuen Haupteingangs mit einladendem Empfangsbereichs geschlossen. Erfreut berichtete Eisele über eine zufriedenstellende Belegung mit Gästen. Dank der Spenden konnte ohne Verluste gewirtschaftet werden, doch wünscht sich Eisele noch regelmäßige Förderer, um die Gästebetreuung durch ein Ehepaar für die geistliche und seelsorgerliche Begleitung zu finanzieren. Unter Beifall wurde Hauswirtschaftsleiterin Christine Lauer für ihr 25-jähriges Engagement gedankt. Lothar Eisele überreichte ihr einen Blumenstrauß und einen Gutschein. (mk)

CVJM-Badentreff 2016: Neuer „Aufwind“ für 1.300 junge Leute

KARLSDORF. Der CVJM-Badentreff verbindet Traditionelles mit Neuem, so Projektleiter Albrecht Röther in Karlsdorf bei Bruchsal, wo der christliche Treff zum achten Mal an der Altenbürghalle stattfand. Vertreter der Kirche und des Gemeinderates waren gekommen und grüßten. Für Bürgermeister Sven Weigt ist die Arbeit des CVJM eine „wertvolle Investition in junge Menschen“. Hier wird in einer jugendgemäßen Form ohne Vorbehalte über den Glauben an Jesus Christus gesprochen, erklärte CVJM-Sekretär Röther: „Hier erfährt man Grundlegendes. Hier erleben Jugendliche, dass sie mit ihren Anliegen nicht alleine sind. Sie finden Freunde, erleben christliche Gemeinschaft und feiern miteinander Gottesdienst.“ Interessante Workshops informieren, Musik und Gesang entspannen, biblische Impulse wollen fundieren. „Es lohnt sich mit diesem Jesus zu leben“ ermutigte Andreas Boppart aus der Schweiz. Der in Kairo geborene Michel Youssif berichtete aus seiner arabisch-deutschen Gemeinde in Hannover und von seinem Wirken unter Migranten. In einem Workshop ging es um „echte Liebe“ abseits von großen Worten. Miteinander wurde auch darüber nachgedacht, wie Selbstachtung gewonnen und gelebt wird, wie mit Mobbing, Beleidigungen und Provokationen umzugehen ist. Spaß und Spiel, Sportliches, Kreatives und Integratives - und anderes mehr bestimmten das bunte Programm des sonnigen Wochenendes unter dem Motto „Aufwind“.  (mk/art)

Kreationisten haben in Kentucky die biblische Arche Noah nachgebaut

WILLIAMSTOWN. Am 7. Juli wurde im US-Bundesstaat Kentucky ein riesiger Nachbau der Arche Noah für Besucher eröffnet. Das Projekt in der Nähe von Williamstow im Norden von Kentucky ist aus Tannenholz gebaut, sieben Stockwerke hoch und 152 Meter lang – und damit das größte freistehende Holzbauwerk der Welt. „Da würde das Weiße Haus zweimal reinpassen“, schreibt eine Zeitung über das Projekt Arche (https://arkencounter.com). Die Arche hat knapp 100 Millionen Euro gekostet und soll viele anlocken. Verantwortlich ist Ken Ham, Präsident von „Answers in Genesis“, welche die Bibel-Aussagen über Gott als Schöpfer der Welt ernst nimmt. Der „New York Times“ sagte er: „Wir bauen die Arche nicht als Entertainment. Es ist nicht wie Disney oder Universal, nur dazu da, dass Leute sich amüsieren. Es hat eine religiöse Bedeutung. Wir sind Christen und wollen die christliche Botschaft verbreiten.“ Ham zitiert die Bibel, nach der die Erde damals „voller Frevel“ war und Gott vor 4000 Jahren die Sintflut schickte. Gefahren sieht Ham auch aktuell: „Wir werden immer mehr wie in Noahs Tagen, weil wir unsere Kultur immer mehr säkularisieren.“ Eigentlich sollten viele echte Tiere ins Schiff, aber das wurde zu aufwändig. Nun gibt es nur kleine Tiere sowie Tierstatuen. Spott der Medien fehlt nicht, denn die riesige Arche ist „tausend Kilometer vom Meer entfernt“ und kann nicht schwimmen. (mk)

Waghalsige Autobahn-Aktion eines Oberkirchenrates rettet ein Menschenleben

DARMSTADT. Dank seines beherzten Eingreifens hat ein Oberkirchenrats auf der Autobahn A 5 bei Bad Homburg einer 32-jährigen Frau vermutlich das Leben gerettet. Dass er in den Medien nun als Held gefeiert werde, sei ihm gar nicht recht, sagte der in der Kirchenverwaltung in Darmstadt arbeitende Theologe Sönke Krützfeld. Er habe von Kindheit an gelernt, Menschen in Not zu helfen. Auf einer Dienstfahrt nach Marburg sei ihm aufgefallen, dass ein Wagen vor ihm auf der dreispurigen Autobahn plötzlich von rechts nach links ausscherte, gegen einen Betonpfeiler prallte, leicht abhob und weiterfuhr. Er selbst habe abbremsen müssen, um mit dem Fahrzeug nicht zusammenzuprallen. Dabei habe er festgestellt, dass der Kopf der Fahrerin auf der Seite lag und sie möglicherweise bewusstlos gewesen sei. Er habe dann ihr Auto rechts überholt, sich mit seinem Wagen davorgesetzt, vorsichtig abgebremst und beide Fahrzeuge so zum Stillstand gebracht. Sein Kleinwagen wurde bei der Aktion nur leicht beschädigt. Die Frau habe nicht sprechen können. Krützfeld: „Sie war wie weggetreten.“ Drei junge Männer in einem Wagen hinter dem Kirchenmann stoppten ebenfalls und sicherten die Unfallstelle, ein LKW-Fahrer benachrichtigte Polizei und Rettungsdienste. Zu fünft habe man sich dann um die Frau gekümmert. Die Frau wurde ins Krankenhaus nach Bad Homburg gebracht, wo sie nach eineinhalb Stunden wieder wohlauf war. Krützfeld empfindet es als Geschenk Gottes, dass er in dieser Situation keine Angst hatte. Er dankte für Gottes gnädige Bewahrung. Sein Handeln ist übrigens ein schönes Bild für den Dienst eines Pfarrers, zu dem auch die „Lebensrettung“ von Seelen für Gottes Ewigkeit gehört. (mk)

Autor Josef Müller erzählte bei badischem Männertag seine bewegte Lebensgeschichte

PFINZTAL. Es war ein Highlight – der Christliche Männertag 2016 im badischen Pfinztal bei Karlsruhe. Männer aller Generationen und Konfessionen trafen sich im „Obsthof Wenz“ im Orteil Söllingen, um den aus Talkshows bekannten Autor Josef Müller (Buch „Ziemlich bester Schurke“) zu hören, Gespannt saßen sie zwischen Obstkisten und Apfelbäumen, der eine frisch konfirmiert, der andere mitten im Leben oder schon im Ruhestand, und verfolgten interessiert die Geschichte des einst kriminellen Bayern im Rollstuhl. Der humorvolle Christ (60) gewann mit seiner Lebensgeschichte schnell die Herzen. „Gier frisst Gehirn“, warnte er. „Die Jahre im Gefängnis haben mir sehr gut getan. Ich hatte zuvor alles, aber wurde in meinem Herzen nicht glücklicher durch Geld und auch Alkohol und Kokain halfen nichts“, gestand Müller ein, „Die Sehnsucht blieb – und sie wurde erst gestillt als ich Gott kennengelernt habe.“ Je weiter er im Neuen Testament geblättert habe, umso mehr habe er die neue Freiheit entdeckt und trotz äußerlichem Gefängnis gefunden – auch den „eigentlichen“ Reichtum: „Jeder hat einen Zugang zu Gott, meiner war eben so. Mir ging es noch nie so gut“, erklärte er und machte den Männern Mut zu einer lebendigen Beziehung im Glauben: „Du musst dafür nicht erst am Boden sein, mach das Ding!“ Beeindruckt von solch einer Kehrtwende nahmen die Männer manchen guten Rat des Autors mit für ihren Alltag. Umrahmt von Musik der jungen Remchinger Band „Bandwurm“ führte Rainer Zilly mit Freunden durch das Programm, das neben einem gemeinsamem Frühstück und Mittagessen viele Gelegenheiten zum Gespräch und für Begegnungen bot. (mk)

Badisches Evangelisten-Ehepaar ist im Alter wieder bundesweit aktiv

BAD LIEBENZELL. Nach fünf Jahren Leitung in der Studien- und Lebensgemeinschaft der Liebenzeller Mission geht das bekannte Evangelisten-Ehepaar Klaus-Dieter und Ulrike Mauer wieder zurück in die missionarische Basisarbeit in Deutschland. Klaus-Dieter Mauer kam 1973 direkt nach dem Abitur nach Bad Liebenzell, wo er am Theologischen Seminar studierte. Anschließend war er bis 1983 LGV-Pastor im Bezirk Stuttgart, die meiste Zeit seines Berufslebens jedoch als Reiseevangelist zwischen Berlin, Basel, Flensburg und Salzburg unterwegs. In dieser Zeit war er 18 Jahre lang auch Leiter der Zeltmission und absolvierte einen Master of Arts in Missiologie über die Akademie für Weltmission an der Columbia International University in den USA und anderes mehr. Bei der Verabschiedung sagte Mauer: „Aus der Evangelisation kommend durften meine Frau Ulrike und ich diejenigen prägen, die selbst einmal Pastoren und Missionare werden. Für so vieles sind wir in den letzten Jahren dankbar, denn wir waren nicht nur Mentoren, sondern haben in der Studentenschaft auch so manch neue Freunde gewonnen. Nun gehen wir selbst wieder in den Einsatz für die Menschen. Darauf freue ich mich, denn ich bin von Herzen Evangelist.“ Seit dem 1. Juli befindet sich das Ehepaar Mauer zurück im Evangelisationsdienst und wohnt in Remchingen bei Pforzheim. (mk)

TSA-Aussendungsfeier 2016 in Adelshofen: „Werbefläche sein für Gott“

ADELSHOFEN. Vier Absolventen wurden bei der diesjährigen Aussendungsfeier des Theologischen Seminars Adelshofen (TSA) verabschiedet. Unter dem Motto „Orientierungspunkt“ stellten sie sich den Gästen in der großen Halle des Lebenszentrums im badischen Kraichgau vor. In seiner Festpredigt rief Dozent Br. Manfred Kiel (34) die Absolventen auf, eine „Werbefläche für Gott“ zu sein und den Menschen zu zeigen, „wer Gott ist“. Schuldekan Gunnar Kuderer ermutigte dazu, auch auf solche Menschen zuzugehen, „die gleichgültig sind und denen sich die Frage nach dem Lebenssinn nicht stellt.“ Vor der feierlichen Sendung ergriff Schulleiter Dr. Manfred Baumert das Wort und unterstrich, dass vor der beruflichen Aufgabe die Gabe Gottes komme: „Gott ist jemand, der zuerst gibt, er ist der Segnende.“ Abschließend zitierte er aus einem Gespräch mit seiner Frau: „Jetzt kenne mer se renne losse.“ In einer weiteren Feier wurden vier TSA-Absolventen nach ihrer Weiterbildung im Akademischen Aufbau- und Masterstudium von der University of South Africa graduiert (Foto oben). Leiter Manfred Baumert konnte als Betreuer von Friedbert Kirsch für seine Masterarbeit eine hohe Auszeichnung der Universität persönlich überreichen. Die pastorale Studie zu Familienprägungen und ehelicher Zufriedenheit von Friedbert Kirsch hatte den Titel „Der Einfluss der Herkunftsfamilie und dessen Auswirkung auf eine spätere Paarbeziehung“. (mk)

Olympische Sommerspiele: Seelsorger begleiten Sportler nach Brasilien

FRANKFURT. Deutsche Sportlerinnen und Sportler bei den Olympischen Sommerspielen und den Paralympics können auf geistlichen Beistand zurückgreifen. Die Kirchen schicken Seelsorger mit nach Brasilien. Schon in diesen Tagen erhalten die Athleten eine Broschüre mit biblischen Texten, Gebeten und Meditationen. „Wer die Anspannung und Hektik der Spiele kennt, weiß, wie wichtig Augenblicke der Ruhe und Besinnung sind, um neue Kräfte zu sammeln“, heißt es in dem Impulsheft „Mittendrin“, das die Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele (5. bis 21. August) und den Paralympics (7. bis 18. Sept.) in Rio de Janeiro begleitet. Die vier Seelsorger bieten Gottesdienste und Einzelgespräche an. Olympische Spiele seien mehr als Sportereignisse, so die Kirchen und verweisen auf die doppelte Seite Brasiliens: Neben Stränden, wertvollen Naturschutzgebieten und Sambagruppen seien auch die Armenviertel Favelas Teil des Landes. Beide Kirchen hätten dort eigene Projekte. Gemeinden und missionarische Gruppen sind bei den olympischen Spielen im Einsatz, um das Evangelium zu verbreiten und zum Glauben einzuladen. (mk)

Hilde Mosebach erhielt Goldene CVJM-Nadel für jahrzehntelangen Einsatz

KRAICHTAL. Die liebevoll „Schloss-Oma“ genannte Seniorin Hilde Mosebach (Bildmitte) in Unteröwisheim bei Bruchsal, nicht nur bei badischen CVJM-ern bekannt, erhielt für ihr langjähriges Wirken im CVJM-Lebenshaus „Schloss Unteröwisheim“ die Goldenen Nadel des CVJM-Weltbundes. „Sie hat in kleinen Dingen und im Verborgenen Großes bewirkt“, sagte der Vorsitzende des CVJM Baden, Friedrich Bladt (links im Bild), bei der Verleihung für ihre langjährige Mitgliedschaft und Mitarbeit im CVJM sowie für besonders herausragende Verdienste im CVJM-Landesverband. Die rüstige 83-Jährige sei noch immer eine feste Säule im Team des CVJM-Lebenshauses, eine fröhliche Christin, die „seit vielen Jahren für die CVJM-Arbeit die Hände faltet und betet, aber auch mit ihren Händen zupackt und mithilft, damit die große Arbeit im Schloss weitergeht“. Hilde Mosebach hat rund 25 Tonnen Kartoffeln geschält, 26.000 Äpfel geschnitten und 25.000 Salatköpfe geputzt, beschrieb Lebenshausleiter Georg Rühle (rechts) ihr Wirken in der Schlossküche für die Bewohner und die Gäste. „Dabei hatte und hat sie aber immer noch Zeit und Ohren für die Sorgen und Nöte der anderen, insbesondere der jungen Menschen, die im Jahresteam ein Freiwilliges Soziales Jahr verbringen.“ Weil ihr junge Menschen schon immer am Herzen lagen, hat sie mit ihrer Familie sogar einen CVJM in der nahen Pfalz gegründet, wo sie einst wohnte. Hilde Mosebach war zeitlebens mit dem CVJM verbunden und hat nach der Gründung des Lebenshauses den Sprung über den Rhein gewagt ins badische Unteröwisheim, um hier mitzuarbeiten. Ein herzliches Dankeschön mit Segenswünschen auch von „hoffen + handeln“ an unsere engagierte und vorbildliche Leserin! (mk/art)

Schwäbischer Pfarrer nutzt Whatsapp zur Handy-Seelsorge

PFORZHEIM. Whatsapp ist auf der Mehrzahl deutscher Mobiltelefone installiert. Über 35 Millionen Anwender in der Bundesrepublik verzeichnet dieser Dienst, dessen Nutzer untereinander Nachrichten, Bilder und andere Dateien austauschen. Doch wie viele Seelsorger sind offiziell auf dieser Plattform zu erreichen? Der bekannte schwäbische Tüftler und Pfarrer Christian Tsalos aus Heimsheim bei Pforzheim sieht hier in der kirchlichen Kommunikation noch eine Riesenlücke. Er nutzt seit Jahren die moderne Technik, um Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Deshalb hat er im Internet die „Whatsapp-Seelsorge“ ins Leben gerufen. Dabei brauchte er nur ein ausrangiertes Smartphone und die kostenlose SIM-Karte. Seitdem steht seine Whatsapp-Nummer unter www.whatsappseelsorge.de im Internet. Wer Rat braucht, kann sich darüber an den Gemeindepfarrer wenden. Eigentlich wollte Tsalos nie zu Whatsapp. Aber als er das letzte Mitglied in seiner Familie war, das diesen Dienst noch nicht verwendete, stieg der Druck erheblich. Und als er dann noch vor einem halben Jahr sah, dass fast alle seiner Konfirmanden und deren Eltern auf diesem Weg kommunizierten, wurde ihm klar, dass er sich dem gerade als Pfarrer nicht entziehen kann. „Wir können als Kirche die Leute nicht zu alten Kommunikationsformen zwingen, wenn sie bereits neue Formen verwenden“, findet er. Vor rund zwei Monaten hat der Theologe sein Angebot gestartet – vorerst nur regional für seine Gemeinde. (mk)

Kommunikativer Erlebnisgarten des Lebenszentrums Adelshofen eröffnet

ADELSHOFEN. Rund 250 kleine und große Gäste feierten mit dem Lebenszentrum Adelshofen (LZA) die Eröffnung seines Erlebnisgartens. Mit erlebnispädagogischen Stationen wie Niederseilgarten, Teamwippe oder Kletterwand sollen hier vor allem Konfirmandengruppen, Jugendkreise und Schulklassen in dem völlig umgestalteten parkähnlichen Garten des Zentrums ihre Teamfähigkeit und gegenseitiges Vertrauen einüben. Nach dem Open-Air-Gottesdienst zum Thema „Entdecke, was in dir steckt“ von Ortspfarrer Martin Moehring stellte der technische LZA-Leiter Martin Hauber das große Projekt vor und dankte den vielen Freunden, die dieses Werk begleitet und unterstützt haben. „Unsere Vision ist es, dass Jugendliche das Miteinander einüben, sich gegenseitig unterstützen und so in ihrer Persönlichkeit wachsen“, erklärte LZA-Jugendreferent Christoph Kaiser. Den Abschluss der zweistündigen Erlebnis-Einheit bildet die „Gartenkirche“ mit Barfußrundweg zur Reflektion und Besinnung. Dabei werden auch Fragen aufgeworfen wie „Was gibt mir Halt?“ und „Wofür bin ich dankbar?“ mit Bezug zum Glauben und der Einladung zum Vertrauen auf Gott. Auf dem Beachvolleyballfeld kann das Erleben dann sportlich ausklingen. LZA-Leiter Br. Matthias Böker hob die gute Zusammenarbeit der Handwerker mit den vielen ehrenamtlichen Helfer hervor und erklärte, dass der Erlebnisgarten eine zeit- und jugendgemäße Sprache sei, um zu erfahren, dass Gott uns zusammengestellt hat und Gaben zu gemeinsamen Lösungen gibt. (mk)

LKW-Aufschrift: „Jesus hat jede Menge Anhänger!“

Trucker-Kirche kümmert sich um Lkw-Fahrer aus ganz Europa

KIRCHHEIM UNTER TECK. Sonntags herrscht Fahrverbot für die meisten Lastwagen. Auf dem Autohof an der A8 nach Kirchheim unter Teck steht Ekkehart Fischer auf einem Lastwagenanhänger und predigt. Der 70-jährige Gründer der „Trucker-Church“, der „Kirche für LKW-Fahrer“, kommt einmal pro Jahr auf diesen Autohof. Dann tut er, was er am liebsten tut: von Gottes Liebe erzählen. An jedem letzten Sonntag im Monat – das nächste Mal am 26. Juni – sind ansonsten andere ehrenamtliche Mitarbeiter bei Trucker-Andachten im Einsatz. Fischer kennt das Truckerleben. Er war bis zu seiner Pensionierung als Unternehmensberater für Fuhrunternehmen tätig. Er erlebte die finanzielle Not, den enormen psychischen Leistungsdruck für die Fahrer, und deren Einsamkeit. Sie kommen aus vielen verschiedenen Nationen haben aufgrund ihrer Arbeitsbedingungen „nie die Chance, die Botschaft von Gottes Liebe in der Kirche zu hören“, so Fischer. Er will das ändern und geht deshalb zu ihnen auf die Rastplätze und Autohöfe. Seine Teams helfen im Notfall auch ganz konkret mit dem Geldbetrag für den Besuch der Toilette oder einen Kaffee. Ehrenamtliche beten für einen von Kreuzschmerzen geplanten Fahrer aus Litauen und erleben staunend, wie der nach Jahren erstmals schmerzfrei und fröhlich aus dem Fahrerhaus steigt. „Solche Erlebnisse machen auch uns Mut“, sagt Fischer. Sein Kirchen-Truck hat eine Plane, auf der zu lesen ist „Jesus hat jede Menge Anhänger“. Davor sitzen rund 60 Fahrer aus allen Herren Ländern und lauschen der Geschichte vom Vater und seinen Söhnen aus dem Lukasevangelium. Helfer übersetzen die Predigt in die jeweiligen Heimatsprachen der an Biertischen sitzenden Gäste. Darunter sind Deutsche, Polen, Letten, Russen und Albaner. Fischer ist dankbar für die Chance, an dieser Stelle einen Gottesdienst feiern zu können und seelsorgerlichen Dienst zu tun. Er beruft sich auf das „allgemeine Priestertum aller Gläubigen“ der Reformatoren und hat auch schon mal ein Paar getraut. Aber außerhalb der verfassten Kirche stehen oder eigene Ortsgemeinden gründen will er nicht. „Wenn einer sein Leben Gott anvertraut, braucht er die Gemeinschaft von Christen“, so Fischer. (nach epd)

Im Nordschwarzwald öffnet jetzt Deutschlands erste „Café-Kapelle“

BAD LIEBENZELL. Die Idee ist bislang einzigartig in Deutschland: Das „Café Monbachtal“ bei Bad Liebenzell im Nordschwarzwald bietet neben leckeren Kaffee- und Kuchenspezialitäten bald auch eine Kapelle an, in der die Gäste die Stille genießen und neue Kraft schöpfen können. Die Einweihung ist am Sonntag, 10. Juli, um 14.30 Uhr. Hinter dem Angebot steht der Gedanke, dass Gäste eines christlichen Cafés in diesem idyllischen Schwarzwaldtal wohl mehr wollen, als nur eine Schwarzwälder Kirschtorte und einen Cappuccino genießen. Die Kapelle lädt ein, zur Ruhe zu finden, so Armin Jans, Leiter der Christlichen Gästehäuser Monbachtal, zu denen das Café gehört. Den Anstoß für die Kapelle gaben die Autobahnkirchen. Dort können Autofahrer kurz anhalten, zur Ruhe kommen und mit Gott in Verbindung treten, erklärte Jans. Das Angebot der Café-Kapelle richte sich auch an die vielen Wanderer, die ins Monbachtal kommen. In der Kapelle soll auch ein kleines Heft mit Impulsen zum Nachdenken aufliegen, mit Gebeten und einer Anleitung zur Stille. Bei der Einweihungsfeier werden auch der Liebenzeller Bürgermeister und der Gemeindepfarrer mitwirken. (mk)

CVJM Baden: „Schlosstag“ mit Rückblick auf 25 Jahre „Schloss“-Geschichte

KRAICHTAL. „Soli Deo Gloria - Allein Gott die Ehre“ steht auf einer alten Steintafel in der Toreinfahrt zum „Lebenshaus“ (LH) des CVJM Baden in Unteröwisheim (Kraichtal bei Bruchsal). Dieses alte Motto ist auch das Anliegen und die Zielrichtung des CVJM Baden, sagt LH-Leiter Georg Rühle. Vor 25 Jahren, im Jahr 1991, hat der CVJM Baden den Bau als Brandruine von der Stadt Kraichtal gekauft und das Risiko der Restaurierung gewagt. Rund 100.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden sind beim Wiederaufbau geleistet worden, so Rühle bei der Jubiläumsfeier. Das mächtige und beeindruckende Bauwerk wird von den CVJM-Mitgliedern liebevoll und etwas stolz „Schloss Unteröwisheim“ genannt. Einst diente der Bau als „Pfleghof“ (Fronhof) zur Versorgung des Klosters Maulbronn. Durch den Bau zweier neuer Gebäude sind jetzt 120 Übernachtungsplätze, Seminarräume nebst dem großen Gewölbekeller als Veranstaltungsraum vorhanden. Rund 700 Gästen feierten das Jubiläum im Schlosshof unter freiem Himmel. Talkgäste ließen die Geschichte noch einmal lebendig werden. Die Lebenshausarbeit, die CVJM-Sekretär Hermann Kölbel und seine Frau Ruth bereits vor 30 Jahren begonnen haben, gibt dem CVJM-Zentrum eine große Ausstrahlung. Mehr als 250 junge Leute konnten bisher bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr hier mit den für die LH-Arbeit vom CVJM angestellten Hauptamtlichen mitleben, mitarbeiten und erfahren, was lebendiger Glaube ist. Für Friedrich Bladt, Vorsitzender des CVJM Baden, ist dies das „Herzstück der CVJM-Arbeit“ in Baden. Den Abschluss des Jubiläums bildete ein Dankgottesdienst. (mk)

Bundesweiter Pfarrfrauenbund feierte sein 100-jähriges Jubiläum

BURBACH. Viele Pfarrfrauen nutzen auch heute noch die Chance, das Leben in ihren Gemeinden engagiert mitzugestalten, sagte die Vorsitzende des Pfarrfrauenbundes, Renate Karnstein (rechts im Bild mit der langjährigen Vorsitzenden Ingeborg Fischer), in einem Interview anlässlich der Feier zum 100-jährigen Jubiläum in Burbach bei Siegen. Schwerpunkte der Arbeit seien nach wie vor die seelsorgliche Begleitung, das gemeinsame Gebet und die Fürbitte. In regionalen Kreisen fänden regelmäßige Begegnungen statt: „Wir bieten einen geschützten Raum zum persönlichen Austausch. Karnstein zufolge ist im Pfarrhaus zwischen Privatem und Beruflichem häufig nur schwer zu trennen. Das Büro befinde sich meistens im selben Haus, der Pfarrer sei in Notsituationen immer ansprechbar: „Es ist für die Familie nicht immer leicht, damit umzugehen.“ So sieht Karnstein es als Chance, sich bei den Treffen über die Herausforderungen durch Familie, Gemeinde und Gesellschaft auszutauschen. Das Bild der Pfarrfrau habe sich, so Karnstein, jedoch stark gewandelt. Heute seien Pfarrfrauen meist berufstätig. Dennoch brächten sich viele mit ihren Gaben in die Gemeindearbeit ein. Den Festvortrag bei der Tagung hielt Theologieprofessor Hans-Joachim Eckstein. Zum Pfarrfrauenbund gehören rund 700 Ehefrauen von Pfarrern sowie Pfarrwitwen. (mk)

„Operation Transit“: Christen überreichen Nordafrikaner an den Fähren eine Bibel

MARSEILLE/MALAGA. Hunderte von Bibeln erreichen jeden Tag die für das Evangelium verschlossenen Länder Nordafrikas, weil Christen in Spanien, Frankreich und Italien mehrsprachige Bibeln und Materialien an Reisende verteilen, die in den Sommerferien ihre Familien in Nordafrika besuchen. Nicht wenige nehmen es dankbar an. Die in Europa arbeitenden Nordafrikaner nutzen den Sommer, um ihr Heimatland zu besuchen, meisten mit dem Auto. Sie setzen mit einer Fähre von einer der Hafenstädte über nach Nordafrika. Christen vor Ort nutzen dies, um so Schriften nach Nordafrika zu bringen. „Wir verteilen zweisprachige Neue Testamente, den Jesusfilm und den Videofilm ‚Magdalena‘, Kinderbücher und das Buch ‚Mehr als ein Zimmermann‘ von Josh McDowell“, so Al Stahl, Leiter von „Operation Transit“, Die Päckchen werden verteilt, während die Fahrer in der Autoschlange vor den Fähren warten. Dabei kommt es immer wieder zu guten Gesprächen. Manche Verteiler können die Sprache der Reisenden sprechen. Ihr Dienst läuft in einigen Häfen ganze 24 Stunden, in anderen nur tagsüber. Erfreuliches Ergebnis: Mehr als 40.000 Buchpakete wurden auf diese Weise bereits im letzten Jahr verteilt. Das Interesse der Nordafrikaner wächst, berichtete Al Stahl. „Gerade gestern standen Männer aus vier verschiedenen Autos beisammen und sich unterhielten, jeder von ihnen nahm ein Paket an.“ Natürlich lehnen auch viele ab. Dennoch ist der Einsatz lohnend. Durch Muslime und sogar Atheisten kommt so Gottes Wort nach Nordafrika, wo es ihr Leben verändern kann, aber auch das Leben ihrer Familien und Nachbarn. (mk)

Operation Josua 2016: 130.000 Neue Testamente für 530 Dörfer und Städte

SINSHEIM. Seit dem Start der „Operation Josua“ im Jahr 2004 waren 2.671 Christen aus aller Welt in Griechenland unterwegs und haben mehr als 800.000 Neue Testamente und christliche Schriften an den Türen weitergegeben. Auch in diesem Sommer sind wieder Christen auf den Inseln und dem Festland unterwegs, um Gottes Wort in modernem Griechisch in Häuser und Herzen zu tragen. Bischöfe der Orthodoxen Kirche haben das Neue Testament autorisiert und sogar Grußworte in die Bibeln eindrucken lassen. Das hat im letzten Jahr sehr geholfen, um Türen zu öffnen. Durch „Operation Josua“ ist Neues gewachsen. Beispielsweise gibt es jetzt Haus- und Bibelkreise auf dem Peloponnes, die regelmäßig von einer Gruppe junger griechischer Mitarbeiter betreut werden. Jetzt steht der nächste Bibelverteil-Einsatz an, die neunte „Operation Josua“: Vom 6. bis 14. Juli wollen die Teams mehr als 500 Städte und Dörfer im Norden Griechenlands an der bulgarisch-albanischen Grenze mit 130.000 Neuen Testamenten beschenken. Gesucht werden noch Spenden für die Literaturpakete: Unkosten 2,50 Euro pro Tüte. Die DMG in Sinsheim hilft: www.dmgint.de/helfen.html, Stichwort P-30613. Begleiten auch Sie im Gebet diese Aktion. (www.operationjoshua.org)

Kirchen auf Baden-Württemberg-Gartenschau laden zum Glauben ein

ÖHRINGEN. Mit über 400 Veranstaltungen beteiligen sich Kirchen und landeskirchliche Gemeinschaftsverbände an der baden-württembergischen Landesgartenschau in Öhringen (bei Heilbronn). Auf dem 30 Hektar großen Gelände werden bis zum 9. Oktober rund 750.000 Besucher erwartet. Die Angebote der Christen stehen unter dem Motto „Kreuz + mehr“. Der Besinnungsweg „Grenzenlos“ mit sieben Stationen beispielsweise vermittelt Impulse zu einer lebendigen Gottesbeziehung. Dort können Zettel mit Gebeten beschriftet und in Stämme gesteckt werden. An der Station „Godly Play“ werden Geschichten von Gott und den Menschen spielerisch vermittelt. Darüber hinaus gibt es eine Ausstellung mit Kreuzesdarstellungen. Die christlichen Angebote befinden sich in einem aus Holzpalisaden gebildeten Kreuz. Der nach oben und zu den Seiten offene Kirchenraum besteht aus 280 Baumstämmen. Um 15 Uhr gibt es dort täglich eine zwanzigminütige Andacht. Der Gemeinschaftspastor der pietistischen Süddeutschen Gemeinschaft in Öhringen, Carsten Pantle, berichtete bereits, dass jeweils bis zu 100 Besucher kommen. Die Andachten seien somit eine „hervorragende missionarische Möglichkeit“. Jeden Sonntag findet zudem um 10 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst statt. Kirchenkonzerte werden sonntagabends angeboten, unter anderem am 17. Juli mit dem Liedermacher Albert Frey und seiner Frau, der Sängerin Andrea Adams-Frey (Wüstenrot bei Heilbronn). An jedem Tag stehen Christen für Gespräche zur Verfügung. Insgesamt arbeiten rund 300 Ehrenamtliche mit. (idea), (www.laga2016.de)

SAT-7: Das größte TV-Netzwerk für Nahost seit 20 Jahren auf Sendung

SINSHEIM. Von anfangs zwei Stunden auf 840 Stunden pro Woche, von einem 24-Stunden-Satellitenkanal auf fünf davon, von einer zu heute drei Sprachen, und das alles in nur 20 Jahren: Die Entwicklung des christlichen Fernsehsenders SAT-7 in Nikosia auf Zypern kann sich sehen lassen. 1996 wurde das erste zweistündige Programm in arabischer Sprache ausgestrahlt. Heute verfolgen Millionen Menschen im Nahen Osten und Nordafrika die Sendungen: neben Arabisch auch in Türkisch und Farsi. SAT-7 feierte jetzt diesen Meilenstein mit einem großen Festival in Ägypten, zu dem neben 700 Gästen auch Vertreter der ägyptischen Regierung und Kirchenführer vieler Konfessionen geladen waren. Gründer Dr. Terence Ascott erinnerte an die ersten Jahre, an anfängliche Skepsis: „Die Regierungen im Nahen Osten werden christliches Fernsehen nicht erlauben, die Finanzierung dieses Projektes ist unmöglich“, habe es geheißen. Heute sorgen 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, dass SAT-7 für 840 Stunden die Woche professionell auf Sendung ist. „Was wir erlebt haben, ist ein einziges Wunder“, so Ascott. Er würdigte den Mut arabischer Christen, vor laufender Kamera ihren Glauben zu bezeugen. Die erste Sendung entstand in einem nur stundenweise angemieteten Studio, kaum Personal. Aber die Mitarbeiter hatten eine Vision: Sie wollten die Arabische Welt mit Gottes Liebe bekanntmachen, die christlichen Minderheit dort unterstützen. Inzwischen gibt es auch einen christlichen Kinderkanal in arabischer Sprache. (tv)

Christustage mit froher Gemeinschaft, Ermutigung und biblischer Orientierung

MANNHEIM. Mehr als 9.000 evangelische Christen haben in Baden-Württemberg am Fronleichnamstag (26. Mai) an den 16 regionalen Christustagen unter dem Motto „Jesus – unser Friede“ teilgenommen. Peter Hahne sprach vor 1.300 Gästen in Leinfelden bei Stuttgart, Ulrich Parzany ging auf der Langensteinbacher Höhe bei Karlsruhe auf aktuelle Auseinandersetzungen in Theologie und Kirche ein. Zu den mehr als 30 Referenten gehören auch der Vorsitzende der badischen Christus-Bewegung, Pfarrer Lothar Mößner (Schriesheim), der beim Christustag in Ihringen bei Freiburg über „Kirche sein – auf welchem Kurs?“ ein Seminar hielt, und der stellvertretende CBB-Vorsitzende, Pfarrer Jürgen Lauer, Studienassistent am Friedrich-Hauß-Studienzentrum für Theologiestudierende in Heidelberg, der die Botschaft des Propheten Jeremia (Kapitel 29) in ihrer Herausforderung für die Gegenwart hervorhob. Beim Christustag auf der Langensteinbacher Höhe bei Karlsruhe erinnerte Parzany daran, dass die Bibel die maßgebende Norm und Autorität für den Protestantismus ist. Sein Vortrag wurde über Lifestream im Internet übertragen. Bei den vier badischen Treffen wurde ein „Wort zur Orientierung“ verlesen und als Faltblatt mitgegeben. Auch der neue Rundbrief der Christus-Bewegung Baden (www.cbb-baden.de) war schnell vergriffen. Darin war die gemeinsame Erklärung badischer Gruppen und Verbände zur umstrittenen Entscheidung der badischen April-Synode abgedruckt. CBB-Vorsitzender Mößner warb für stärkerer Vernetzung bekennender Christen und zeigte Alternativen des Handelns auf. Zur frohen Gemeinschaft gehörte auch eine Pause der Begegnung mit Info- und Imbissständen. Weitere badische Christustage waren in der St.-Martinskirche in Gochsheim bei Bretten und in der Paul-Gerhardt-Kirche in Mannheim mit FHSZ-Studienleiter Udo Zansinger und dem Direktor der Liebenzeller Mission, Pfarrer Detlef Krause. Chöre, Bläser und Musikgruppen wirkten an allen Orten mit, gut besucht waren auch die Christustage für Kinder. (mk)

Picknick des Jugendkongresses „Christival“ im Schlosspark Karlsruhe

KARLSRUHE. Mit einem Sendungsgottesdienst endete der fünftägige Jugendkongress „Christival“ Anfang Mai in Karlsruhe. Unter dem Motto „Jesus versöhnt“ kamen in der Messe und an anderen Orten rund 15.000 Teilnehmer zu 480 Einzelveranstaltungen mit biblischer Wegweisung zusammen. Tausende versammelten sich auch am letzten Abend im Schlossgarten zum Picknick in unzähligen Kleingruppen. Für jede Gruppe waren Christen aus der Stadt und der Region verantwortlich, die Essen und Getränke mitbrachten. Teppiche waren ausgelegt. Die jungen Leute saßen darauf, boten im Park bei sommerlichem Wetter ein beeindruckendes Bild. Im Schlussgottesdienst rief Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg (Lüdenscheid) dazu auf, sich mit Gott versöhnen zu lassen und selbst zum Botschafter seiner Liebe zu werden, das Evangelium „hinauszutragen in unser Land und weit darüber hinaus“. Mehr Tagesgäste als erwartet kamen zu den Angeboten, Dauerteilnehmer aus Nachbarländern wie Frankreich, Niederlande, Österreich und Schweiz. Insgesamt waren 20 Nationalitäten vertreten, auch 50 Flüchtlinge, die mit deutschen Jugendgruppen angereist sind. Einige Teilnehmer haben auch Kinderprogramme in Flüchtlingsunterkünften mitgestaltet. Andere suchten die Seelsorge oder ließen für sich beten oder sich segnen. Viele Jugendliche erkannten, dass die „alten Texte“ der Bibel „hochaktuell“ in unsere Welt und in ihr persönliches Leben hineinsprechen. Das fröhliche Festival hat auch die Karlsruher Bürger herausgefordert, über den christlichen Glauben tiefer nachzudenken. Die Medien haben die Botschaft dieser Tage werbend ins ganze Land getragen. Stadt und Polizei stellten den Teilnehmern ein gutes Zeugnis aus. Anerkennendes Lob kam auch vom Oberbürgermeister und von der badischen Landeskirche, die mitwirkte. (mk)

Stuttgarter Konferenz für Weltmission: Die weltweite Gemeinde wächst

STUTTGART. Während sich in Deutschland die evangelische Kirche selbst demontiert, wächst weltweit die Gemeinde Gottes rapide, sagte der Direktor der Entwicklungsdienste „Christliche Fachkräfte International“ und „Hilfe für Brüder“, Ulrich Weinhold (Foto), bei der Konferenz für Weltmission am Fest Christi Himmelfahrt in Stuttgart. Vor rund 1.000 Besuchern bezeichnete er kirchliche Beschlüsse, gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu trauen, als „ein Erdbeben, das die Säulen der Kirche zerreißt“. Gottes Wort werde so beschädigt, obwohl die Bibel zum Heil und zur Orientierung dienen solle. Als Beispiele für das Wachstum der Christenheit nannte er den Himalaya-Staat Nepal und China. In Nepal habe sich die Zahl der Christen auf 375.000 verdreifacht. In China gebe es 130 Millionen Christen bei steigender Tendenz. „Hilfe für Brüder“, das die Verbreitung des Evangeliums fördert, hat eine Bibelübersetzung in der Tigrai-Sprache im Norden Äthiopiens mitfinanziert, von der schon 57.000 Exemplare verteilt wurden. Ein Missionar berichtete, dass zurzeit 65 Evangelisten in den Slums von Nairobi (Kenia) ausgebildet werden. Sie sollen mit Hilfe von Posaunenchören bald das Evangelium im Südsudan, im Kongo, in Kenia und im Tschad verbreiten. Zum Abschluss der Stuttgarter Konferenz wurden zwölf Entwicklungshelfer, drei Praxis-Studenten und 35 Kurzzeit-Helfer ausgesandt. (mk)

Lutherischer Bischof: „Christen, lasst euch von der Mission nicht abhalten!“

GREIFSWALD. Christen dürfen die Mission nicht aufgeben, denn sie seien dazu von Gott in diese Welt gesandt, betonte der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald) in seinen „Informationen“ für die Mitglieder der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Für evangelische Christen stellte er klar: „Wir sind nicht frei, um des lieben interreligiösen Friedens willen auf Mission, die allen Menschen gilt, zu verzichten.“ Dies müsse besonders heute in einer Zeit, in der die Frage nach der Wahrheit gerne ausgeklammert werde, deutlich herausgestellt werden. Die Mission bleibe auch künftig von zentraler Bedeutung für den christlichen Glauben. Bei ihr geht es laut Abromeit nicht um ein „Rechthabenwollen“, sondern um Treue zum Auftrag Jesu Christi. Der Bischof rief die aktiven Gemeindeglieder auf, das Evangelium in „kleinen Geschichten“ zu erzählen. Denn es sei interessant und nicht verwerflich, wenn Christen ihren Mitmenschen sagten, was ihrem Leben einen festen Halt und ein Fundament gebe. (mk)

„Vergebungshelden“ als Vorbilder für 5.200 Kinder bei Kindermissionsfest

BAD LIEBENZELL. Was ein „Vergebungsheld“ ist, erfuhren 5.200 Kinder in Bad Liebenzell bei zwei parallelen Kindermissionsfesten der Liebenzeller Mission mit identischem Programm. Das Motto „Vergebungsheld“ wurde gewählt, weil der Umgang mit Streit und Ärger für Kinder ein wichtiges Thema ist, hieß es. Es sei wichtig, sich mit anderen zu versöhnen und nach einem Streit zu vergeben. Auch dieses Jahr gab es wieder ein aufwändig gestaltetes Bühnenprogramm mit Actionspielen, fetziger Musik und einem extra für das Fest geschriebenen Theaterstück. In den Szenen wurden drei Schulkinder von älteren Schülern gehänselt und beleidigt. Sie schmieden einen fiesen Racheplan, der aber scheitert. Die drei Kinder bemerkten, dass ihr Racheplan der falsche Weg ist und vergaben ihren Mitschülern. In der Mittagspause erfreute eine riesige Spielstraße mit mehr als 50 Stationen. Missionare aus Papua-Neuguinea, Bangladesch und Ecuador berichteten später, was sie zum Thema „Vergebung“ in ihren Einsatzländern erlebt haben. Auch in diesem Jahr reisten viele Kinder wieder mit ihren Eltern oder mit Kindergottesdienst-Mitarbeitern oder Jungschargruppen aus dem ganzen Bundesgebiet sowie einigen Nachbarländern an. Rund 200 ehrenamtliche Mitarbeiter halfen im Vorfeld und an den beiden Veranstaltungstagen mit. (ck)

Seit dem Syrienkrieg ist die Nachfrage nach Bibeln enorm gestiegen

DAMASKUS. In Syrien, wo seit fünf Jahren ein Krieg tobt, ist die Nachfrage nach Bibeln stark gestiegen. Das berichtete die Deutschen Bibelgesellschaft (Stuttgart). Vor Beginn des blutigen Konflikts im 2010 habe die Syrische Bibelgesellschaft knapp 15.000 Exemplare der Heiligen Schrift verbreitet. 2014 seien dort fast 159.000 Bibeln weitergegeben worden. Der Leiter der Syrischen Bibelgesellschaft sagte: „Der Hunger der Christen nach der Heiligen Schrift ist in den unruhigen Zeiten, die wir hier erleben, noch größer geworden. Die letzten fünf Jahre waren für alle Syrer traumatisch, aber ganz besonders für die Christen. Jede Familie weiß eine traurige Geschichte zu erzählen. In dieser hoffnungslosen Zeit wenden sich die Menschen Gottes Wort zu, das ihnen Trost und neuen Mut spendet.“ Die Bibelverbreitung erfolgt über Buchläden, Klöster, Kirchen und freiwillige Helfer. Der Bibelladen in der Hauptstadt Damaskus blieb während des ganzen Krieges geöffnet. In den Laden von Aleppo ist eine Rakete in die zweiten Etage eingeschlagen, wo sich die Buchhandlung befindet, explodierte aber nicht und richtete so keinen großen Schaden an. Dennoch sind die Mitarbeiter dort gefährdet. Auf dem Weg zur Arbeit lauern Scharfschützen. Auch der Bibeltransport in abgelegenen Gegenden ist riskant. Die Busse geraten nicht selten zwischen die Fronten. (mk)

Deutscher Evangelist in Indonesien: Große Offenheit für das Evangelium

JAKARTA. Eine große Offenheit für die christliche Botschaft beobachtet der Evangelist und Publizist Alexander Seibel (Wetzlar) unter jungen Menschen in Indonesien. Seibel bereiste das südostasiatische Land zwei Wochen lang und hielt an einer Universität Seminare und Vorträge. Mit zahlreichen Studenten habe er über das Evangelium sprechen können, sagte er nach seiner Rückkehr. „Man muss bei Asiaten nicht betonen, dass die Bibel Gottes Wort ist.“ Bibelkritik sei ihnen fremd. Gott sei selbstverständlich Schöpfer des Himmels und der Erde. Für viele Studenten sei zudem die Botschaft von Liebe und Vergebung sowie der Möglichkeit einer persönlichen Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott anziehend. Seibel: „Die Frage, wie man einen gnädigen Gott bekommt, die vor 500 Jahren die Reformation bewirkte, ist für diese Menschen viel aktueller als im neuheidnischen, antichristlichen Europa.“ Wie Seibel weiter berichtete, stößt die biblische Botschaft in dem islamisch dominierten Land aber nicht überall auf Gegenliebe. Mitunter würden Christen auch angefeindet. Die indonesische Regierung hat die Polizeikräfte aufgestockt, um Kirchen vor möglichen Anschlägen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) zu schützen. Der Einsatz konzentrierte sich vor allem auf die Provinz Nordsumatra. Dorthin waren im Oktober tausende Christen geflohen, nachdem es in der benachbarten Provinz Aceh zu teils schweren Ausschreitungen gegen kirchliche Einrichtungen gekommen war. Zudem hatten Hunderte muslimischer Extremisten von den Regierungsbehörden verlangt, sämtliche Kirchen im Regierungsbezirk Aceh Singkil zu schließen. Sie forderten die Bevölkerung dazu auf, alle Kirchengebäude zu zerstören, die über keine offizielle Baugenehmigung verfügen. Das sind etwa 80 Prozent aller Gebetsstätten im Land, darunter zumeist Moscheen, aber auch Kirchen. „Wir werden nicht aufhören, Christen zu jagen und Kirchen niederzubrennen“, heißt es in einer von muslimischen Extremisten verbreiteten Nachricht. (idea)

Gesundheitskongress: Trösten von Kranken ebenso wichtig wie heilen

KASSEL. Kranke zu trösten ist ebenso wichtig wie sie zu heilen, das weiß Pastor Heinrich Christian Rust (Braunschweig) aus seelsorgerlicher Erfahrung. Der Theologe sprach beim 5. Christlichen Gesundheitskongress in Kassel zur Frage „Was tun, wenn die Heilung ausbleibt?“. Für Rust muss in den christlichen Gemeinden auch die „Tröstekompetenz“ gefördert werden. Kranke Menschen brauchten den Zuspruch des Wortes Gottes und sollten körperliche und soziale Nähe erleben. Trost würde erfahrbar in der Gemeinschaft mit anderen Christen, etwa durch Hausbesuche. Im Gebet mit Kranken habe auch die Klage vor Gott ihren festen Platz. Nach Rusts Worten gilt Gottes Liebe nicht nur den Gesunden, sondern ebenso den Menschen, die durch Krankheit und Vorboten des Todes gekennzeichnet sind. Kranke könnten in gleicher Weise gesegnet sein wie Gesunde. Der Segen Gottes lasse sich nicht vorrangig über die Erfahrung von Gesundheit definieren. Rust forderte auch die Mediziner, Therapeuten, Seelsorger und Begleitpersonen von chronisch Kranken auf, seelsorgerlich zu begleiten. Besonders notwendig sei dies für Angehörige, die in der häuslichen Pflege tätig sind. Sie seien häufig über längere Zeit starken Belastungen ausgesetzt und bräuchten die Unterstützung der Gemeinde. (idea)

Südosteuropa: Jugendliche kommen über Sportangebote in Kontakt mit Jesus

STUTTGART. Vor zehn Jahren begann in Moldawien (Südosteuropa) die Sportarbeit des Missionsbundes „Licht im Osten“ (Stuttgart). Eine Gruppe von Christen traf sich regelmäßig auf dem Sportplatz in einem Stadtpark, um Volleyball zu spielen. Dabei luden sie Jugendliche, die im Park herumlungerten, zum Mitspielen ein. Christliche Lieder wurden bald gesungen, und einige erzählten von Jesus Christus und seiner Bedeutung für ihr Leben. Kontakte zu den Teens aus dem Park entstanden. Einem professionellem Volleyballspieler, der in dieser Zeit zum Glauben kam, legte es Gott aufs Herz, durch eine missionarische Sportarbeit junge Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Seither leitet Alexander Pulew diese christliche Sportarbeit mit seiner Frau Mascha, die selbst durch die ersten Spiele im Park zum Glauben gekommen ist. Heute gibt es nicht nur Volleyball-Angebote, sondern auch für Fußball, Radfahren und andere Sportarten. Ganze Trainingseinheiten laufen inzwischen. Dazu kommen viele Jugendliche, die noch nie das Evangelium von Jesus Christus gehört haben. Zu jeder Trainingsrunde gehört neben der sportlichen Leistung auch das gemeinsame Bibellesen und das Durcharbeiten eines Glaubenskurses, der von „Licht im Osten“ unter dem Titel „Christsein konkret“ verfasst wurde. Auf diese Weise kommen junge Leute mit Jesus Christus in Kontakt und finden eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. So werden aus Verlierern der Gesellschaft dann Sieger des Lebens. (mk)

Moldawien: Gläubige Lehrer vermitteln biblische Werte in öffentlichen Schulen

KISCHINJOWIN. In Moldawien gibt es Ethikunterricht an öffentlichen Schulen. Das nutzen gläubige Lehrer und erzählen Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament in den Grundschulen. Durch biblische Personen und deren Leben vermitteln sie so das Evangelium. In den höheren Klassen sprechen die Lehrer über die Folgen eines ausschweifenden Lebens, über die Gefahren des Rauchens, des Alkohol- und Drogenkonsums, über die Folgen von Sexualkontakten und den Umgang mit HIV, auch die Kriminalität und die Gefahr, Opfer von Menschenhandel zu werden. Sie geben den Schülern gute Anleitung zur individuellen Lebensgestaltung und verweisen dabei auf christliche Werte. Die Unterrichtsstunden werden an verschiedenen Orten im Land gehalten. Immer mehr Anfragen gehen ein, weil viele Schüler ins Nachdenken über ihr Leben kommen. Sie äußern sich dankbar für die Denkanstöße, die sie aus dem Unterricht mitnehmen, auch für das authentische Vorbild ihrer Lehrerinnen und Lehrer. (mk)

Ausgabe Aug. / Sept. 2016

DMG-Interpersonal, Sinsheim:
 

Am 23./24. Juli Jugend-Missions-Event mit Tobias Kley mit Übernachtung im Gelände des Buchenauerhof (Sinsheim) unter dem Motto: „Die Welt liegt dir zu Füßen.“ Für ungewöhnliche Sportaktivitäten sorgt SRS (Sportler ruft Sportler). Infos und Anmeldung: www.jumi.online

(www.DMGint.de)

 

Seelsorgezentrum „Haus Frieden“ in Steinen:

 

Vom 1.-3. Juli Wochenende mit der Bibel unter dem Thema „So macht Gott Mut“ mit Pfarrer Winrich Scheffbuch (Stuttgart), vom 4.-7. Juli Woche der biblisch-reformatorischen Botschaft zum Reformationsjubiläumsjahr 2017 mit Prälat em. Dr. Hans Pfisterer (Heidelberg) unter dem Motto „Was wirklich zählt! Glaube und Leben im Horizont“.

 

Am 10. Juli um 9.30 Uhr Israel-Gottesdienst mit Pfr. Martin Rösch vom Israelwerk AMZI (St. Chrischona) zum Thema Israels Wiederherstellung. Beobachtungen in der Bibel, in der Geschichte und in der Gegenwart“. Vom 11.-16. Juli Studientage zu den Wundern des Propheten Elisa im zweiten Buch der Könige mit Gunter und Andrea Keine, langjährige Mitarbeiter der Fackelträger (Leiter der Klostermühle). Am Sonntag, 24. Juli, Haus-Frieden-Tag mit Hartmut Steeb (Stuttgart), Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz.

 

(www.haus-frieden.de)

 

Pforzheimer Stadtmission:

Vom 31. Juli bis 6. August KidsCamp - Zeltlager für Jungs und Mädchen auf dem Dobel (Nordschwarzwald) unter dem Motto „Planet Lumoo - Deine Reise durchs Weltall!“. Eingeladen sind alle Jungs und Mädchen im Alter von 7 bis 11 Jahren.

(www.pforzheimer-stadtmission.de)

 

Aufgegriffen:
Konzilien können irren

Die Synode der Badischen Landeskirche hat beraten und beschlossen: Jetzt können homosexuelle Paare getraut werden. Selten wurde ein Beschluss so rasch den Pfarrämtern mitgeteilt wie dieser. Wir fühlten uns erinnert an Schabowskis legendäre Bemerkung zur Grenzöffnung: „Ab sofort, unverzüglich.“ Und kaum ein Beschluss ruft so viele Irritationen und Fragen hervor wie dieser.
Zum Beispiel: Warum wird eine so wichtige Frage in der Landessynode behandelt und entschieden, ohne dass vorher ein Beratungsprozess in den Gemeinden, Bezirkssynoden und unter den Pfarrern stattfindet? Hat man Angst vor der Basis? Immerhin bedeutet eine solche Trauung den eklatanten Bruch mit biblischen Aussagen, bisher geltender Ethik, der zweitausendjährigen Tradition der Kirche und der ökumenischen Gemeinschaft.

 

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