Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen Psalm 130, 6
Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen   Psalm 130, 6

News

Hier informieren wir Sie durch aktuelle Berichte und News.
     

Flashmob in Kaufpassage will an die Bedeutung von Weihnachten erinnern

BREMEN. In einer Bremer Einkaufspassage bittet ein Mädchen um Hilfe. Menschen, die herbei eilen, erleben etwas Schönes. Ein Flashmob erfreut sie. Eben noch dachten die Besucher in der Einkaufspassage, ein Mädchen sei in Not geraten. Als aber einige dem Mädchen zur Hilfe eilen, entpuppt sich die Situation als weihnachtliche Überraschung. Für die Helfenden zelebriert der Chor als Weihnachts-Flashmob – mit Wunderkerzen und Seifenblasen – ein persönliches Dankeschön. Sängerinnen und Sänger stimmen live im Chor das Weihnachtslied „Feliz Navidad“ an. Alle sind gerührt. Der Videoclip, den der Künstler Chris Lass über Facebook geteilt hat, beruht auf einer Idee des Musikers im Zusammenhang mit seiner CD „Christmas Gospel“, die neuen Schwung in bekannte Weihnachtssongs bringen soll. Dahinter steht aber vor allem das Anliegen, möglichst vielen Menschen die Bedeutung des Weihnachtsfestes in Erinnerung zu rufen. Das Video wurde auf Facebook bereits über 300.000 Mal angeklickt. Schauen Sie doch einmal rein. Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=MIGrqxN8jCg&feature=youtu.be

Muslim-Rat hat keine Probleme mit unseren Weihnachtsmärkten

BERLIN. Immer wieder schlagen Einrichtungen, Werke und Medien in diesen Wochen vor, christliche Feste oder Traditionen so umzubenennen, dass Anders- oder Nichtgläubige sich nicht daran stören. Da soll der Sankt-Martins-Tag umbenannt werden, die städtische Weihnachtsbeleuchtung in „Winterlicht“. Statt Weihnachtsmarkt müsse es „Wintermarkt“ heißen – aus Rücksicht auf Andersdenkende. Jetzt hat der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, diese Diskussion „peinlich“ genannt und sagte im Domradio  Köln, ihn störe es „überhaupt nicht“, wenn er auf Advents- und Weihnachtsmärkte stoße. „Im Gegenteil. Das erinnert auch uns Muslime an Jesus, der ja als Prophet eine ehrenhafte Position innerhalb des Islams innehat.“ Der Jesus-Mutter Maria sei sogar ein ganzer Koran-Abschnitt gewidmet, erklärt er. Der christliche Bezug zu Weihnachten sei auf den Märkten „unübersehbar und klar“, meint er: „Aber dass man die Muslime sozusagen als Steigbügelhalter und als Argumentationsfolie benutzt, um solche Sachen zu ändern, ist nicht in Ordnung.“ Das kenne man bereits beim Martinszug. Sankt Martin sei ein Mann gewesen, der geteilt hat. „Das ist eine Wertvorstellung, die wir mit Christen teilen.“ Da müsse kein Name geändert werden. „Wir haben uns damals empört darüber gezeigt, dass man uns da zu solchen Diskussionen vereinnahmt.“ In seinem Buch „Was machen Muslime eigentlich an Weihnachten?“ habe er deutlich gemacht, dass man nicht alles abschaffen müsse. Die Muslime werden hier für Kampagnen missbraucht, um die ideologische Veränderungen voranzutreiben. (mk/livenet)

Aktion „Back to Church“: Kirchenferne gezielt zur Kirche eingeladen

KARLSRUHE. Damit wieder mehr Menschen den Gottesdienst besuchen, haben vier Kirchengemeinden in Rastatt bei Karlsruhe zum Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Adventssonntag die Aktion „Back To Church“ (Zurück in die Kirche) gestartet. Pfarrer Wenz Wacker von der Johannesgemeinde, der mit seinem Ältestenkreis die Idee für das Projekt hatte, beteiligte auch seine drei Rastatter Kollegen Albrecht Berbig (Petrusgemeinde), Gerd Stauch (Michaelsgemeinde) und Ulrich Zimmermann (Thomasgemeinde). Das Konzept stammt aus England. In Manchester forderte ein Pastor 2003 erstmals die Gottesdienstbesucher auf, am nächsten Sonntag jeweils mindestens einen neuen Besucher mitzubringen. Auch die Rastatter Pfarrer ermutigten ihre Leute am ersten Adventssonntag doch Nachbarn und Freunde einzuladen. Wacker gab im Vorfeld in seiner Gemeinde den Besuchern den Predigttext mit Fragen als Grundlage für Gespräche in die Hand. Eine Pfarrfrau entschloss sich, im Neubaugebiet bei den Anwohnern zu klingeln und sie einzuladen. Pfarrer Zimmermann schrieb Mitglieder seiner Gemeinde per E-Mail an. Ziel war es, Menschen zu erreichen, die den Kontakt zur Gemeinde verloren haben. „Es war sehr schön, Menschen im Gottesdienst zu sehen, die noch nie gekommen waren“, sagte Pfarrer Wacker erfreut. Das Foto zeigt die vier Pfarrer bei der Planung der Aktion.  (idea)

CVJM-Netzwerk Freiburg als Plattform für Angebote der Gemeinden

FREIBURG. Ende November fand in den Räumen der Matthäusgemeinde Freiburg die Gründung der CVJM-Gruppe Freiburg statt. Sie soll dabei helfen, die Jugendarbeit in den verschiedenen Gemeinden und Initiativen stärker zu vernetzen. Mit der Gründung bekommt der CVJM (Christliche Verein Junger Menschen) wieder eine Dependance im katholischen Freiburg. Zu den Initiatoren der Neugründung gehören unter anderem die Pfarrgemeinde Nord und die Personalgemeinde „dreisam3“. „Wir wollen keinen klassischen Verein“ erklärt Stadtmissionar Norbert Aufrecht. Es gehe darum, die Jugendarbeit in verschiedenen Gemeinden und Initiativen stärker zu vernetzen, Synergien zu nutzen und eine breitere Plattform für christliche Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene zu schaffen. Gemeindediakonin Verena Essig und Dr. Felix Böllmann, Ältester in der Pfarrei Südwest: „Oft fehlen vor Ort die Ehrenamtlichen, die eine Kindergruppe oder eine Freizeit anbieten können.“ Hier könne der CVJM eine Lücke schließen. (mk)

Graduierungsfeier auf St. Chrischona: 21 Hoffnungsträger erhielten Bachelor

BASEL. Hoffnungsträger sind die Absolventen des Theologischen Seminars St. Chrischona (tsc) 2016. Ihre Studienleistungen würdigte das Seminar bei der Graduierungsfeier Ende November im Tagungszentrum auf St. Chrischona (Basel). Die fünfzehn Bachelor-Absolventen der Theologie und sechs Bachelor-Absolventen der Gemeindepädagogik stehen im geistlichen Dienst an unterschiedlichen Orten in der Schweiz und in Deutschland, einer auch in Namibia. Gemeinsam mit Freunden, Verwandten und Wegbegleitern waren sie gekommen, um ihre offiziellen Urkunden zu empfangen. Achtmal wurde die Bestnote „First Class Honours Degree“ verliehen. Chrischona-Direktor René Winkler erklärte aber, dass der Wert eines Menschen nicht an seiner Leistungsfähigkeit hänge. Dennoch sei Leistung zu würdigen, wenn sie Zeichen der Anbetung Gottes sei. Er empfahl, den Studienerfolg als Gnade Gottes und als Auftrag für die Zukunft anzusehen. Neben den Absolventen wurde auch tsc-Dozent Dr. Werner Neuer an der Graduierungsfeier 2016 verabschiedet, allerdings in den Ruhestand. Der langjährige Ethik- und Dogmatik-Dozent betonte in seiner Festrede, dass er seinen theologischen Weg als staunende Entdeckungsreise weiterführen will. (mk)

Festschrift zum Abschied von tsc-Dozent Dr. Werner Neuer

BASEL. Pfarrer Dr. Werner Neuer ist im internationalen Maßstab der bekannteste Dozent und theologische Autor des Theologischen Seminars Chrischona (tsc) auf St. Chrischona bei Basel. Nach Erreichen des 65. Lebensjahres wurde er Ende November von Kollegen, Freunden und Studenten in den Ruhestand verabschiedet. Aus diesem Anlass ist auch eine Festschrift erschienen. Neuers Arbeitsschwerpunkte Dogmatik und Ethik deutet bereits der Titel an. „Erkennen und Lieben in der Gegenwart Gottes“, heißt die Publikation, an der namhafte Theologen und Kirchenleiter mitgewirkt haben. tsc-Dozent Dr. Stefan Felber hob bei der Feier deren Interdisziplinarität und Interkonfessionalität hervor: „Es haben Vertreter aller theologischen Disziplinen mitgeschrieben, darunter evangelisch-lutherische, evangelisch-freikirchliche und römisch-katholische Theologen.“ Neuer hat mehr als 250 theologische Publikationen veröffentlicht. Besonders bekannt wurde seine Biographie über Prof. Adolf Schlatter (Tübingen). Für Neuers Impulse bedankte sich auch Kardinal Schönborn. „Werner Neuer hat mich auf Adolf Schlatter neugierig gemacht, und seither ist dieser Meister der Auslegung des Wortes Gottes nicht von meiner Seite gewichen“, schreibt der Erzbischof von Wien in der Festschrift (www.lit-verlag.de, ISBN 978-3-643-80227-9) im LIT Verlag. (mk)

Irak: Chaldäische Christen feierten in Erbil ein fröhliches „Rückkehrfest“

ERBIL. Mit einem „Rückkehrfest“ haben Tausende von Christen in der nordirakischen Großstadt Erbil den Sieg über die Terrorbewegung „Islamischer Staat“ (IS) gefeiert. Die Militärs haben zahlreiche, einst christliche Dörfer bei Stadt Mossul und in der Ninive-Ebene zurückerobert. Sie waren vor zwei Jahren vom IS besetzt worden. Die meisten der dort lebenden Christen waren geflohen. Das „Rückkehrfest“ mit Unterstützung der chaldäischen Kirche dauerte sechs Stunden. Die vertriebenen Christen sollten durch die Feier ermutigt werden, in ihre größtenteils zerstörten Dörfer zurückzukehren und sie wieder aufzubauen. „Wir glauben, dass es noch Hoffnung für den Irak gibt“, sagte der Leiter eines Hilfswerks. Einige Geistliche der chaldäischen Kirche sind bereits in ihre Dörfer in der Ninive-Ebene zurückkehrt. Sie haben auf ihren Kirchen neue Kreuze errichtet und hoffen, dass alle Bewohner wieder zurückkehren. Schon bald soll unter freiem Himmel eine Abendmahlsfeier stattfinden. Doch viele Vertriebene haben noch Angst und sind in Sorge, dass islamistische Gruppen sie erneut bedrängen könnten. (idea)

Nach zwei Jahren IS-Pause läuteten in Mossul zum Advent wieder die Glocken

MOSSUL. Zum Advent läuteten in der Region Mossul wieder einige Glocken. Zwei Jahre blieben sie aufgrund der IS-Schreckensherrschaft still. Der Islamische Staat wollte das Christentum eliminieren. Aber der christliche Glaube hat hier tiefe Wurzeln. Christen leben in dieser Region seit dem ersten Jahrhundert. Nun hoffen sie auf Weihnachten. Dann soll der letzter IS-Rückzugsort im Irak wieder zurückerobert sein. Lauter Jubel in der Stadt Bashiqa, rund 15 Kilometer nördlich von Mosul, als kürzlich ein neues Kreuz auf die Kirche aufgesetzt wurde. Das alte hatten IS-Anhänger zerstört. Noch sind nicht alle Minen beseitigt, aber die Menschen warten geduldig auf den großen Tag der Befreiung. Vor zwei Jahren flohen die Menschen vor dem IS-Terror ins kurdische Gebiet. In den Flüchtlingslagern fanden viele zum persönlichen Glauben an Jesus Christus. Blüht das Christentum nach zwei Jahrtausenden meist nur ritueller Frömmigkeit jetzt wieder neu auf? Das vom IS-Chef in Mosul ausgerufene „Kalifat“, das Teile des Irak und von Syrien umfasst, geht immer mehr zu Ende. Noch toben heiße Kämpfe zur Rückgewinnung der Stadt. Doch die brutale Verfolgung wird nicht das letzte Wort haben. Es keimt adventliche Hoffnung. Das Foto zeigt die Kirche von Mossul. (mk)

Christen, nutzt die Advents- und Weihnachtszeit mit guten Signalen!

MARBURG. Die Stiftung Marburger Medien bietet wieder wunderschöne Produkte zum Weitergeben in der Advents- und Weihnachtenzeit an. Mit diesen kleinen Impulsen können Christen kleine Lichter der Freude und Hoffnung entfachen. Gerade in diesen Tagen sind viele Herzen sehr offen und dankbar für einen kleinen Impuls der Ermutigung. Nutzen Sie die Begegnung mit Menschen in Ihrem Umfeld, auf dem Weihnachtsmarkt oder in der Sportgruppe, im Supermarkt und an der Kasse, bei Begegnungen in der Stadtbahn oder auf der Straße, bei Feiern oder im Krankenhaus. Schauen Sie einmal rein in das Angebot im Internet (www.marburger-medien.de) und bestellt Sie einige der ansprechenden Kärtchen, welche anderen die Botschaft von Advent und Weihnachten verständlich machen. (mk)

Familienrituale zum  Bühnenjubiläum von Kindermusiker Daniel Kallauch

STUTTGART. Seit einem Vierteljahrhundert singt, albert und spielt sich der christliche Kindermusiker Daniel Kallauch (53) in die Herzen von Kindern und Eltern. Unzählige Auftritte in Kirchen und Stadthallen machten ihn mit seinem Spaßvogel, der Handpuppe Willibald, bundesweit bekannt. „Einfach spitze, dass du da bist“ oder „Ein Volltreffer bist du“ sind zum Liedgut für Kindergruppen geworden. Zum 25-jähriges Bühnenjubiläum will der Kinderliedermacher ein neues Projekt starten und mit seiner Frau Anke christlichen Eltern helfen, den Glauben mit ihren Kindern noch besser zu teilen. Kallauchs haben sich bei 15 Familien umgehört, wie diese ihren Glauben als Familien über das Tisch- und Abendgebet hinaus praktizieren. Alle Befragten wünschten sich eine regelmäßige Zeit dafür, aber nur bei einer einzigen gehörte so ein Ritual tatsächlich zum Familienleben dazu. „Die Verantwortung für das Glaubensleben der Kinder wird heute schnell auf die Gemeinde geschoben“, so Daniel. Dabei gingen viele christliche Familien gar nicht mehr jeden Sonntag in die Kirche. Und wenn doch, dann in unterschiedliche Gottesdienste, einen für die Kinder, einen für die Erwachsenen. So entstand jetzt ein Buch mit CD, Titel:  „Wenn Familien beten“, eine Art Familien-Liturgie mit geistlichen Einheiten, Bibeltexten, Liedern und Gebeten, die jedes Kind mitbeten und mitsingen kann. „Kinder lieben Rituale“, so Daniel. Anke ist überzeugt: „Wir müssen mehr tun, als Kindern bloß eine Kinderbibel in die Hand zu drücken.“ Link zur Homepage: www.danielkallauch.de. (mk)

700 Besucher in Adelshofen bei der Kommunitätsfeier 2016

EPPINGEN. Die Einführung der neuen Leitenden Kommunitätsschwester Martina Luschnat sowie der Entpflichtung ihrer Vorgängerin Schwester Dora Schwarzbeck, die nach zehnjährigem Dienst diese Aufgabe jetzt in jüngere Hände legte, bestimmte Jahresfeier 2016 der Ev. Kommunität Adelshofen im dortigen Lebenszentrum mit 700 Gästen unter dem Motto „Gemeinsam wachsen zu Christus“. Christen müssten zuerst fragen, was der Gemeinschaft dient, sagte Gemeindepfarrer Martin Moehring in der Festpredigt. Wo Menschen spürten, dass sie „angenommen und willkommen sind“, wachse eine Gemeinde. Kirchengemeinden müssten „Lebensgemeinschaften“ sein, nicht bloß Dienstgemeinschaften. Orte, wo man lerne, generationsübergreifend wir miteinander zu leben, betonte der 54-Jährige in seiner Predigt. „Die Aufgaben einer Leitungsperson ist es, die Ohrfeigen und die Blumensträuße entgegen zu nehmen. Und Gott sorgt dafür, dass es im rechten Maß bleibt“, meinte Sr. Dora schmunzelnd vor ihrer Entpflichtung. Dekan Hans Scheffel (Sinsheim) dankte ihr für ihren Einsatz im Kirchenbezirk Kraichgau. Dozent Manfred Baumert, Leiter des Theologischen Seminars, nannte die Theologin eine „Dozentin mit Herz und Humor, mit Nähe zu Gott und zugleich zu den Menschen“. Mit einem Sketsch über ihre Hilfsbereitschaft und Spontaneität wurde die neue Leitenden Schwester Martina Luschnat vorgestellt. Sie verstehe sich als „Innenministerin“, die für die Anliegen ihrer Mitschwestern da ist, ließ die aus Wuppertal stammende, auch handwerklich begabte Christin wissen. Mitschwester Meike ermutigte die „breit begabte und unkonventionelle Frau“ für den Weg in die größere Verantwortung. Mit feierlicher Verpflichtung und Segnung wurde die 50-Jährige in ihre Aufgabe eingeführt. (mk)

Trendwende: Ein Drittel der Finnen glaubt wieder an Gott

HELSINKI. Seit Jahren ist die Zahl der Finnen gesunken, die noch an den Gott der Bibel glauben. Vor vier Jahren lag die Zahl bei 27 Prozent. Erfreulicherweise ist die Zahl der Gläubigen jetzt wieder etwas gestiegen und liegt bei 33 Prozent. Neben diesen 33 Prozent glauben weitere 19 Prozent der finnischen Bevölkerung an die Existenz eines Gottes. Zehn Prozent wissen nicht, ob sie an einen Gott glauben sollen oder nicht. Auch die Anzahl an Atheisten ist leicht gewachsen, von 21 auf 23 Prozent. Offiziell gehören drei Viertel der Einwohner in Finnland zur lutherischen Kirche, eine der beiden Landeskirchen der Nation. Die zweite und kleinere ist die finnisch-orthodoxe Kirche. Darum sind auch die meisten Kinder getauft. Doch nur zehn Prozent der Finnen besuchen monatlich einen Gottesdienst, weitere 15 Prozent an festlichen Tagen. 45 Prozent gehen zu Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. Wirtschaftliche und politische Entwicklungen holen derzeit viele Bürger aus Gleichgültigkeit heraus. Auch gesellschaftliche Entwicklungen und die Flüchtlingskrise, wachsender Einfluss des Islam sowie die Übernahme der Krim durch Russland haben dazu geführt, dass manche Finnen denken, dass Europa verändere sich rapide. Das Interesse an Gott und Kirche nimmt daher zu. (mk)

Kirchliche Studie: Migrationsgemeinden erobern die Schweiz

ST. GALLEN. Laut einer Studie des Pastoralsoziologischen Instituts in St. Gallen gibt es mehr als 600 christliche Migrationsgemeinden in der Schweiz, welche die ganze Schweiz evangelisieren und eine gewaltige Integrationsarbeit leisten. Evangelikale aus Nigeria oder Sri Lanka, Katholiken aus Italien, Orthodoxe aus Eritrea leben in diesen Gemeinden nach ihrer heimatlichen Tradition, teilen Besuchern ihre Glaubenserfahrungen mit Wer sich in der Schweiz fremd fühlt, findet hier ein Stück Heimat. Die Gemeinden mit ihren Netzwerken unterstützen Migranten in alltäglichen Herausforderungen und wichtigen Lebensfragen, in der Wohnungs- oder Arbeitssuche sowie bei medizinischen Fragen. Für viele Kontaktarme sind diese Gemeinden kleine Rettungsinseln. Die Studie gibt Auskunft über Mitglieder, Strukturen und Konfessionen der 370 Migrationsgemeinden verschiedener Konfessionen. Mehr als 100 der Gemeinden sind schon seit der Jahrtausendwende gegründet worden, wurde festgestellt. Der „Gründungsboom“ liege quer zum Tendenz der Schließung von Kirchen und der Fusion von Kirchgemeinden und Pfarreien. Auch gebe es große Unterschiede unter den Gemeinden. Die Konfessionen, Sprachen, Nationalitäten seien bunt gemischt. Die Mehrzahl der Migrationsgemeinden sind evangelisch, haben aber nicht sehr viele  Mitglieder. Die größten Migrationsgemeinden sind katholisch mit mehrere tausend Mitgliedern. An den Volkskirchen haben die Migranten kein Interesse. Sie sind ihnen zu sehr angepasst an den Zeitgeist und wenig lebendig im Glauben. Viele der Migrationsgemeinden sind missionarisch und tragen zur Evangelisierung der Schweiz wesentlich bei. Dies fordert die einheimischen Kirchen heraus. (mk)

Deutsche  Bahn benannte einen ICE mit dem Namen „Martin Luther“

BERLIN. Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums benannte die Deutsche Bahn jetzt einen ICE-Zug mit dem Namen „Martin Luther“. Den Zug der neuen vierten ICE-Generation zieren Name und Konterfei des Reformators. An der Feier im Berliner Hauptbahnhof nahmen Bahnchef Rüdiger Grube und Reformationsbotschafterin Margot Käßmann teil. Der ICE „Martin Luther“ ist der erste Zug der Bahn, der nach einer Persönlichkeit benannt ist. Bislang trugen die ICEs nur Städtenamen. Der ICE „Martin Luther“ sei ein besonderer Zug für einen besonderen Mann zu einem außergewöhnlichem Jubiläum, meinte der Bahnchef. Die Reformation sei ein Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung, dessen Jubiläum wohl Hunderttausende nach Deutschland und Wittenberg ziehen werden. Als offizieller Mobilitäts- und Logistikpartner des Vereins „Reformationsjubiläum e.V.“ unterstützt die Bahn (DB) auch die zahlreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr. Für die offizielle Namensgebung enthüllten Grube und Käßmann den auf den Zug gedruckten Namen und das Konterfei Martin Luthers. Einer der Höhepunkte der Partnerschaft und des Jubiläums wird der Festwochenende mit Gottesdienst am 27. und 28. Mai 2017 in der Lutherstadt Wittenberg sein. Für die Anreise schafft die Deutsche Bahn mit 120 Sonderzügen quasi eigens ein S-Bahnnetz für einen Tag. In Wittenberg entsteht außerdem ein „Grüner Bahnhof“, der im Dezember 2016 eingeweiht wird. Er wird durch Geothermie und Photovoltaik energieautark versorgt und enthält auch eine Regenwasser-Aufbereitung. Hier der Link zum Zug-Video: www.youtube.com/watch?v=-4H7-X8fxK8. (mk)

Strategietagung für Pastoren im Konferenzzentrum von St. Chrischona

BASEL. Rund 650 Pastoren und Leiter in Gemeinden nahmen an der dreitägigen Strategietagung 2016 im Konferenzzentrum auf St. Chrischona oberhalb von Basel teil. Herausforderndes Thema: „Wie werde ich Kulturarchitekt meiner Gemeinde?“ Gemeinsam arbeiteten sie daran, wie die Kultur ihrer Gemeinde so zu gestaltet ist, dass die Gemeindeglieder geistlich gefördert werden. Chrischona-Direktor René Winkler verwies darauf, dass die Christen nach der Weisung des Apostels Paulus wie Jesus duften sollen (2. Korinther 2, 15), um den „Wohlgeruch“ seiner Botschaft der Liebe in allen Lebensbereichen zu verbreiten. Wachstum und Blühen einer Gemeinde lasse sich nicht an Gottesdienstbesuchern, Gemeindehaus, Veranstaltungen, Gemeindebudget oder am Pastor ablesen. „Die kleinen Dinge entscheiden ganz viel“, so Winkler. Für ihn ist wichtig, dass eine Gemeinde ihre Mitglieder für ihr Engagement in Beruf, Politik, Familie und Gesellschaft segnet und sendet. Fertige Konzepte gab es nicht, aber Entwicklungen wurden angestoßen. Ein erfahrener Pastor empfahl, Programme oder Veranstaltungen zurückzufahren oder gar zu streichen. Heiß diskutierten die Gemeindeleiter, welche Impulse sie vor Ort umsetzen wollen. Manche wollen einen Neustart wagen, andere offener werden oder einfach mehr Zeit miteinander verbringen. So bleibt es spannend, was die „Kulturarchitekten“ jetzt zuhause alles anstoßen werden. (mk)

BILD-Journalist: „Christen, bekennt euch öffentlich zu eurem Glauben!“

KASSEL. BILD-Journalist Daniel Böcking hat die Christen dazu aufgerufen, öffentlich über ihren Glauben zu sprechen: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, wandte er sich bei einer Journalisten-Tagung in Kassel gegen die Sprachlosigkeit vieler Christen. Er sieht es als eine Verpflichtung an, über den Glauben zu reden und dabei die Unterschiede der Religionen nicht auszublenden. Der christliche Glaube habe Einzigartigkeit. Das müsse betont werden. Es sei an der Zeit, dass die Christen sich zutrauten, ihren Glauben zu bekennen. Viele trügen ihn in sich, redeten aber nicht darüber. Böcking sieht es kritisch, wie sich Christen teils öffentlich über Kleinigkeiten streiten. Das hindere eine positive Ausstrahlung. Der Journalist wünscht sich zum Christfest, dass eine „Welle“ des christlichen Glaubens und christliche Liebe durch unser Land rollt. (mk)

Jemen: Scheichs finden zu Jesus und helfen verfolgten Christen

SANAA. Der Jemen ist das Land mit der größten Anzahl einheimischer Christen auf der gesamten Arabischen Halbinsel. Noch heute ist das Land stolz auf die biblische Königin von Saba. Derzeit ist es für Christen schwer, öffentlich zu werden. Doch hinter verschlossenen Türen geschehen geistliche Aufbrüche. Die  einheimischen Christen, vom Westen weitgehend vergessen, sind mutig und sehr aktiv. Dennoch wächst die Untergrundgemeinde. Mehr als Dreitausend bekennen sich mittlerweile zum christlichen Glauben, einige in Gebieten, in denen man es nicht erwartet. Es gäbe regelmäßig Taufen in den über das Land verteilten Gemeinden. Sie lassen sich nicht unterkriegen und zeigen große Leidensbereitschaft. Scheichs und Stammesleiter, die Christen geworden sind, helfen ihnen bei der Flucht. Sie sind über Stammesgrenzen hinweg vernetzt und haben Zugang zu vielen Gebieten, zu denen die UNO und andere keinen Zugang haben. (mk)

Rolf Hille: Gebet verbindet mit Gott – Bibellesen gibt inneren Halt

PFORZHEIM. Nicht um eine zeitgemäße Botschaft ging es bei der Reformation Martin Luthers (1483-1546), sondern darum, dass das Evangelium „schriftgemäß“ nach der Bibel verkündigt wird, sagte Prof. Dr. Rolf Hille (Heilbronn) bei der Reformationsfeier am 6. November in der Stadtkirche Pforzheim vor 600 Besuchern. Luther habe zwar die Bibel in eine zeitgemäße Sprache übersetzt, aber ihre Botschaft nicht dem Zeitgeist angepasst, betonte Hille, der die Protestanten in der „Versuchung“ sieht, sich dem Mainstream anzupassen, und dazu aufrief, wieder regelmäßig in der Bibel zu lesen, um Gott und sein Willen besser kennenzulernen. In Krisen könne ein Christ nur durchhalten, wenn er auf Gottes Wort höre. Bibel und Gebet gäben den Menschen inneren Halt in den Herausforderungen des Lebens. Wer bewusst sündige, begehe nicht zuerst einen moralischen Verstoß, sondern bestreite den Herrschaftsanspruch von Jesus Christus und wolle Gott für alles Böse in der Welt zur Rechenschaft ziehen, so Hille. Doch nicht Gott sondern der Mensch müsse sich sagen lassen, und zwar von Gott, was gut und was böse sei. Die reformatorische Frage nach dem „gnädigen Gott“ sei keineswegs „überholt“. Im Glauben angefochtene Christen bräuchten das tägliche Hören auf die tröstenden Zusagen der Bibel. Neue Freude am durch Martin Luther wiederentdeckten „Evangelium von der Gnade Gottes“ wünschte Hille seiner Kirche zum Reformationsjubiläum. Rechts im Bild: Pfarrer Martin Kugele (Bretten), der sich bei Rolf Hille für die klare reformatorische Predigt bedankte. (mk)

Klartext vom Bischof: „Kirche ist, wo Menschen von Christus ergriffen sind

MAGDEBURG. Kirche ist nicht dort, wo über sie geredet wird, sondern da, wo Menschen von Christus und seinem Evangelium ergriffen sind, ihm vertrauen und gemeinsam die Gnade und Barmherzigkeit Gottes bezeugen. Dies sagte der Vorsitzende der Ökumene-Kommission der kath. Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Gerhard Feige (Magdeburg), am 4. November in einem ökumenischen Gottesdienst anlässlich der Generalsynode der Vereinigten Ev.-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der Vollversammlung der Union Ev. Kirchen (UEK) in der katholischen Kathedrale St. Sebastian in Magdeburg. Mutiger Klartext vom einem katholischen Bischof, der nicht „Feige“ sondern „Mutig“ heißen müsste. Dabei ging es ihm nicht um  Profilierung, sondern um die heilsam Wahrheit. Christen müssten sich gegenseitig im Lichte Jesu Christi zu betrachten, sagte er. Dazu gehöre es auch, neidlos zu benennen, was man aneinander schätze. Für Feige ist die stark biblisch orientierte Frömmigkeit praktizierender evangelischer Christen, die Bedeutung der Konfirmationssprüche, der Tageslosungen, der Bibelkreise und Bibelarbeiten. Auch die Musik bewundert er in der evangelischen Kirche. Davon profitierten mittlerweile auch katholische Gemeinden, sagte er. Gerne würde man auch Choräle von Paul Gerhardt (1607–1676) singen. (idea)

Wie Asylanten per Umweg über den Friedhof eine Gemeinde fanden

ERLANGEN. In der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Erlangen (Baptisten) wurden fünf iranische Flüchtlinge getauft. Zwei von ihnen sind auf ungewöhnliche Weise zu ihr gestoßen. Die beiden hatten bereits in ihrer Heimat Kontakt zu Christen gehabt und suchten in Erlangen als Asylbewerber eine Gemeinde. In einer lutherischen Kirche in der Nähe ihrer Unterkunft fanden sie aber keinen Anschluss. Niemand beachtete sie. Deshalb haben sie sich an einem Sonntagmorgen auf den Weg in Richtung Innenstadt gemacht, um eine andere Kirche zu suchen. Allerdings sind sie zunächst auf dem Zentralfriedhof gelandet, denn sie hielten die Trauerhalle für ein Kirchengebäude. Weil diese jedoch verschlossen war, zogen sie enttäuscht weiter. Direkt gegenüber vom Hauptportal des Zentralfriedhofs befindet sich eine Baptistengemeinde, die von den Suchenden allerdings nicht als „Kirche“ erkannt wurde. Die Iraner hielten das Gemeindezentrum für einen Kindergarten. Weil dort aber zahlreiche Menschen hineinströmten, gingen auch sie hinein, um sich nach einem Gottesdienst zu erkundigen. Sie wurden dort fündig und waren so positiv berührt, dass sie am nächsten Sonntag gleich sechs weitere Iraner mitbrachten. Das war vor neun Monaten. Die Gemeinde hat ihnen Deutschunterricht erteilt. Außerdem nutzten sie Übersetzungen im Gottesdienst und beteiligten sich an Glaubenskursen in der Farsi-Sprache. Ihre Geschichte ist die gute Botschaft des Monats November. (mk)

LZA: Fast 1.000 bei „ChurchNight“ mit Lob Gottes und wegweisenden Impulsen

EPPINGEN. Fast 1.000 junge Leute nahmen an der „ChurchNight“ zum Reformationstag im Lebenszentrum Adelshofen (Eppingen/Kraichgau) teil. Die Gottesrufhalle war total überfüllt, weitere 200 Interessenten mussten wieder heim. Die „Outbreakband“ spielte Lobpreislieder auf hohem musikalischen Niveau mit meist deutschen Texten, so dass alle mitsingen konnten und wirklich in den Lobpreis Gottes hineingeführt wurden. Der Abend bot kein Konzert nur zum Hören, sondern wollte die Herzen anrühren und die jungen Leuten mitnehmen zu Gott. Jugendreferent Tobias Kley rief dazu auf, nach den Weisungen von Jesus zu leben, nicht bloß den frommen Event zu pflegen, sondern Gott die Führung über das eigene Leben zu überlassen. Ein eindrückliches Anspiel verdeutlichte dies. Im Gartengelände entdeckten die Jugendlichen den Niederseilgarten  und spielten begeistert Gummistiefel-Volleyball oder Flutlicht-Fußball. Andere sangen Lieder am Lagerfeuer oder besuchten die Info- und Imbissstände. Junge FSJ-ler vomLebenszentrum erzählten von ihren Erfahrungen im Glauben. Gerne wahrgenommen wurde auch das Angebot eines Gebetes für persönliche Sorgen und Probleme. Deutschlandweit besuchten mehr als 100.000 Jugendliche eine „ChurchNight“. Die Kirchennacht wollte jungen Menschen das Anliegen der Reformation vermitteln. (mk)

Badischer Studientag zur Ehe mit wegweisenden Impulsen für Christen

PFINZTAL. Auf großes Interesse stieß der der Studientag „Ehe und andere Lebensformen – biblisches Zeugnis und gesellschaftliche Wirklichkeit“ des Netzwerks evangelischer Christen in Baden (NeCiB) mit der badischen Christus-Bewegung (CBB), in Pfinztal bei Karlsruhe. Diplom-Theologe Martin Leupold vom Weißen Kreuz erläuterte mit Powerpoint das Thema sachkundig und verständlich. Er bat darum, bei Kritik an der Homosexualität immer auch an jene zu denken, die einen „Konflikt“ damit haben. Kritik aus dem Schmollwinkel heraus verändere nichts. Es genüge nicht zu sagen: „Das geht nicht!“ Die Gemeinde sei seelsorgerlich gefordert und brauche eine offene, respektvolle Sprache über diese Dinge. Nicht jeder, der eine Veränderung seiner Prägung wolle, erfahre dies. Voreilige Ausgrenzung stehe im Kontrast zur Weisung des Apostels „Einer trage des andern Last“ (Galater 6, 2). Das Alte und Neue Testament brandmarke zwar widergöttliches Verhalten, aber weniger die Person als die Sache. Leupold, der auch die Gender-Bewegung streifte, rief die Christen dazu auf, sich am politischen Prozess argumentativ zu beteiligen. Moralisch auf die göttlichen Gebote zu verweisen bewirke nichts. Es brauche eine werbende Sprache für Gottes Ordnungen im gegenseitigen Respekt. Christen könnten andern sagen, was an der Ehe gut ist. Der Verständnishorizont kirchenferner Menschen müsse stärker beachtet werden. Ermutigendes Bonmot: „Gott ist noch nicht am Ende, weil derzeit ein paar mehr Leute nicht mehr mit ihm zu tun haben wollen!“ In den Gruppen ging es auch um die Frage, wie junge Menschen wieder für die Ehe zu begeistern sind. Dass die traditionelle Ehe trotz vieler Brüche und massiver ideologischer Attacken noch einen so großen Stellenwert besitzt, sieht Leupold in der großen Kraft dieser von Gott gestifteten Schöpfungsordnung. Nur der Stifter des Ehebundes könne kompetente Auskunft über ein beglückendes Miteinander geben. (mk)

Hansjörg Kopp wird neuer Generalsekretär des CVJM Deutschland

KASSEL. Mit überwältigender Mehrheit hat die Mitgliederversammlung des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) in Deutschland den 44-jährigen Theologen Hansjörg Kopp aus Esslingen in Baden-Württemberg für das Amt des Generalsekretärs berufen. Er wird das Amt im März 2017 antreten. Koop arbeitet derzeit noch als Bezirksjugendpfarrer sowie auf einer Sonderpfarrstelle mit dem Schwerpunkt „milieusensible Jugendarbeit“ in Württemberg und hat die Leidenschaft, den christlichen Glauben authentisch zu bezeugen. Auch ist er Coach und systematischer Berater. „Ich möchte dem ursprünglichen Auftrag des CVJM neue Aufmerksamkeit schenken und junge Menschen für ein Leben im Glauben an Jesus Christus begeistern“, sagte Kopp bei seiner Vorstellung vor den Delegierten. CVJM-Präses Karl-Heinz Stengel (Wilferdingen) ist „davon überzeugt, dass Hansjörg Kopp mit seinen Gaben und Erfahrungen alles mitbringt, um den CVJM in die Zukunft zu führen.“ Er wird die inhaltliche Arbeit des CVJM in Deutschland leiten. Kopp ist verheiratet und hat drei Kinder. Das Foto zeigt (v.l.n.r.): Präses Karl-Heinz Stengel, Generalsekretär Hansjörg Kopp, Ehefrau Ann-Katrin Kopp sowie die Kinder Emma, Anna und Peter. (mk)

Peter Hahne: Wir Christen brauchen „Bekennermut“ wie Martin Luther

LÜNEBURG. Die evangelischen Kirchen sollen angesichts des kommenden Lutherjahres 2017 den „Bekennermut“ ihres Reformators neu entdecken, sagte der Fernsehjournalist Peter Hahne (Berlin) in einem Festvortrag bei einem „Klosterkammertag“ in der evangelisch-lutherischen Kirche St. Michaelis in Lüneburg. Fortwährende Entschuldigungen „akademischer Bedenkenträger“ zu Martin Luthers (1483–1546) historischen Fehlern seien überflüssig. Als Journalist sei er dankbar für den Reformator, der damals den Buchdruck als modernes Massenmedium für das Evangelium von Jesus Christus genutzt habe. Hahne zufolge kommt es in Zukunft darauf an, christliche Feiertage und Traditionen lebendig zu erhalten. Eine „Pseudotoleranz“ gefährde die kirchliche Existenz: „Wer aus falscher Rücksicht in Schulen und Kindergärten auf Nikolaus und Sternsinger verzichtet, Weihnachtsmärkte zu Wintermärkten macht und die Krippe samt Liedern verschämt verbirgt, legt die Axt an die Wurzeln unserer Identität.“ Hahne würdigte die Arbeit der Klosterkammer, die selbstständige öffentlich-rechtliche Stiftungen verwaltet. Sie leiste mehr als den bloßen Erhalt alter Gebäude. Hahne: „Sie füllt die alten Bauten mit neuem Leben und lässt die Steine sprechen, wo Christen oft feige schweigen.“ Zu den Gästen des Tages zählten die niedersächsische Justizministerin, Anke Niewisch-Lennartz (Grüne), und der Oberbürgermeister der Hansestadt Lüneburg, Ulrich Mädge (SPD), sowie zahlreiche Bundes- und Landtagsabgeordnete sowie Landräte. (idea)

Prof. Hans-Joachim Eckstein: Gott ist allein durch Christus zu finden!

WITTENBERG. Eine Rückbesinnung auf das reformatorische „Solus Christus“ (Allein Christus) in der Ev. Kirche hat der Neutestamentler Prof. Hans-Joachim Eckstein (Tübingen) zum Reformationsjubiläum 2017 gefordert. Er beobachte, dass die Kirchenleitungen vieles anbieten, aber Jesus Christus komme kaum noch vor. Man spreche allgemein von Gott, dem Gott der „abrahamitischen Religionen“, sagte er in der Lutherstadt Wittenberg bei einer Tagung des Verbandes „Christen in der Wirtschaft“ (CiW) mit der IVCG. Bei dem dreitägige Treffen mit rund 450 Teilnehmern empfahl der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein den Kirche mehr Zurückhaltung bei Verlautbarungen zu politischen Themen. „Ich kenne viele, die wegen politischer Äußerungen von Bischöfen aus der Kirche ausgetreten sind, aber niemanden, der deswegen eingetreten ist“, so der einstige Vize-Präses der EKD-Synode. Er bekannte, dass er jeden Tag mit der Lektüre der Bibelworte der Herrnhuter Losungen beginne. Für die Politik bete er um die richtigen Entscheidungen. Auch Dankgebete seien wichtig, wenn etwas gut verlaufen ist. Wer bete, wisse: „Nicht ich bin der Allerhöchste, sondern ich bin dem Allerhöchsten verantwortlich.“ Eckstein unterstrich dies und verwies darauf, dass Gott nur durch Jesus Christus zu finden ist. (mk)

Badische Herbstsynode: Landeskirche investiert verstärkt in die Jugendarbeit

BAD HERRENALB. Die badische Landeskirche will verstärkt in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen investieren, beschloss die Herbsttagung ihrer Synode in Bad Herrenalb bei Karlsruhe. Drei weitere Jugendkirchen sollen entstehen. Anlaufstellen gibt es bereits in Mannheim, in der Ortenau, in Pforzheim und Wertheim. Auch die Konfirmandenarbeit soll mit gemeindeübergreifenden Angeboten ausgebaut werden. Auf positive Resonanz stießen bislang das Sportprojekt KonfiCup sowie die KonfiCamps des CVJM zur Vorbereitung auf die Konfirmation. Angesichts des Rückgangs der Zahlen im Theologiestudium will die Landeskirche verstärkt um Nachwuchs für den Pfarrberuf werben. Ein Synodaler verwies darauf, dass von den derzeit rund 1.000 Pfarrer und Pfarrerinnen in Baden bis 2030 etwa 200 in den Ruhestand gehen. Wie vom theologischen Friedrich-Hauß-Studienzentrum (FHSZ) der Christus-Bewegung Baden in Schriesheim bei Heidelberg zu hören war, konnte FHSZ-Studienleiter Pfr. Udo Zansinger zum Herbstsemester 18 neue Studierende im „Hauß“ begrüßen, davon 14 Männer. Damit hat FHSZ im Vergleich zur Theologischen Fakultät in Heidelberg jetzt mehr Männer als Frauen. Die 23 motivierten Studenten stehen 21 Studentinnen gegenüber. Zu Beginn des Semesters wurden sie in einer Wochenendrüste im Odenwald (Archivbild) auf das Semesterthema „Islam“ eingestimmt. (mk)

Besonderes Konzert: Kirchenlieder einmal mit volkstümlicher Musik

KNITTLINGEN. Als Weltpremiere war es angekündigt, das Konzert mit Bianca App und der Oberpfälzer Grenzgangmusik in der St. Leonhardskirche in Knittlingen bei Bretten. In dieser Zusammenstellung sei eine solche Veranstaltung noch nie dagewesen, erklärte die Kirchengemeinde. Bianca App, die Frontfrau der Gesangstruppe „Die Schäfer“ (Bretten), stellte den 300 Gästen in der vollbesetzten Kirche ihre zweite Seite vor und präsentierte mit ihren Musikanten zum ersten Mal ein „Kirchenstubenkonzert“ mit volkstümlicher „Musik. Zwar gebe es viele Menschen, die Volksmusik hörten, meinte der Gemeindepfarrer in seiner Begrüßung, doch habe es in seiner Kirche bislang noch nie ein Konzert für volksmusikalische Kirchenlieder gegeben. App stand an diesem Abend das erste Mal auch mit dem Traumschiffpianisten Waldemar Grab als Überraschungsgast auf der „Bühne“ vor dem Altar. Nach einem gemeinsam gesungenen Gebet nahmen sie die Zuhörer mit auf eine „kleine Seelenreise“, wie sie es nannten. Grab erzählte zwischendurch von den Höhen und Tiefen in seinem Leben, gewann als fröhlicher Christ die Herzen. Bianca gab Einblick in die Lieder ihrer neuen CD, auf der sie mit Cornelia Gurdan und der Oberpfälzer Grenzmusik alte Kirchenlieder im volksmusikalischen Stil zu Gehör bringt. Ihr Album „Vom Morgen bis zum Abend“ bietet bekannte Lieder aus dem evangelischen Gesangbuch, neu interpretiert in volkstümlicher Weise. Lieder wie „Gott ist gegenwärtig“, „In dir ist Freude“, „Meine Zeit steht in deinen Händen“ oder auch „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ sind zu hören. (mk)

Badische Synodale standen nachts Schlange für die neue Lutherbibel

BAD HERRENALB. Eine Glocke hat am 19. Oktober, um 10.30 Uhr den Verkaufsstart der neuen Lutherbibel auf der Frankfurter Buchmesse eingeläutet. Die Mitglieder der badischen Landessynode waren bereits um Mitternacht schon Schlange gestanden. Während der Herbsttagung in Bad Herrenalb startete der Verkauf der Lutherbibel 2017 bereits um 0 Uhr nachts. „Morgenandacht mit Luther, Abendandacht mit Lutherbibel und um Mitternacht die neuen Bibel selbst in den Händen halten, was will man mehr?“, mischte sich der Synodalpräsident unter die Wartenden. Die Interessenten hatten die Wahl zwischen 14 verschiedenen Ausgaben der revidierten Lutherbibel. Ihre Neugier war groß. „Ich will mich später erinnern können, dass ich in der ersten Minute dabei war“, meinte ein Synodaler aus Freiburg kurz vor Mitternacht. Die Geschäftsführerin der Bad. Landesbibelgesellschaft und der Bibelgalerie Meersburg, Synodalin Thea Groß (links im Bild), freute sich über das große Interesse der Synodalen an der Bibel. Ein schönes Highlight im Stress vieler bürokratischer Tagesordnungspunkte. Die Synodalen hatten die Wahl zwischen 14 verschiedenen Ausgaben der revidierten Lutherbibel – auf Wunsch mit von Prominenten gestalteten Schmuckschubern. Auch Fußballtrainer Jürgen Klopp hat einen Schuber gestaltet und sein persönliches Bibelzitat beigesteuert. Die neue Luther-Bibel gibt es im Buchhandel oder unter www.die-bibel.de als App. Sie ist bis zum Reformationstag 2017 gratis. (mk)

Badischer Altbischof Ulrich Fischer auf der Spöcker Henhöfer-Kanzel:

Einfache Glaubenslieder geben den Menschen einen inneren Halt

STUTENSEE-SPÖCK. In einem festlichen Gottesdienst zum 20-jährigen Bestehen des Senioren-Bläserkreises Karlsruhe-Land in der Henhöfer-Kirche Spöck (Stutensee bei Karlsruhe) hielt der badische Altbischof Ulrich Fischer eine zum Glauben einladende Predigt. Der begeisterte Posaunist und Obmann der evangelischen Posaunenarbeit reihte sich mit ein in das Gotteslob der Bläser im Wechselklang mit der singenden Gemeinde, ehe er den Paul-Gerhardt-Choral „Ich singe dir mit Herz und Mund“ entfaltete. Dabei betonte er, dass christliches Singen und Musizieren eine Sache des Herzens sei, ein Ausdruck ihres Glaubens. Den christlichen Glauben bezeichnete er als eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Das menschliche Herz brauche Gott als Gegenüber des Vertrauens. Der Choral des großen protestantische Liederdichters, der in Zeiten des 30-jährigen Kriegs schlimmstes Leid erfahren habe, zeige beispielhaft, dass es gerade in schwierigen Zeiten des Lebens die einfachen Lieder sind, die den Menschen einen inneren Halt geben. Paul Gerhardt habe existenzielle Fragen der Menschen aufgegriffen und weise hin auf Gott , dem wir Leid und Elend, Entbehrung und Not im Gebet bringen dürfen. Sein Lied besinge Gott als den Geduldigen und Barmherzigen, der die Schuld des sündigen Menschen in den Tiefen des Meeres versenken wolle. Dieses wunderbare Bild für Gottes Vergebungsbereitschaft stehe im Zentrum der lutherischen Theologie, erinnerte Fischer seine Kirche im Blick auf das Reformationsjubiläum. Die Frage von Schuld und Vergebung müsse auch heute klar im Zentrum jedes evangelischen Gottesdienstes stehen, forderte der dynamische Altbischof eindringlich. (mk)

Der neue Dekan von Pforzheim-Land sucht die Nähe zur Gemeinde

NEULINGEN. Der neue Dekan von Pforzheim-Land sucht die Nähe zu den Menschen. „Nicht alle Erwartungen werden Sie erfüllen können, doch wichtig ist die Verkündigung von Gottes Wort“, sagte ihm der badische Landesbischof, der die Amtseinführung von Dr. Christoph Glimpel in der voll besetzten Dorfkirche von Göbrichen vornahm, einem kleinen Teilort von Neulingen bei Pforzheim. Hier muss der Theologe nebst seinem fordernden Amt noch als kluger Seelsorger wirken, um die alteingesessen Bürger im alten Ortskern nebst den jungen Familien in den Neubaugebieten mit dem Evangelium zu erreichen und zusammenzuführen. „Ein großes Aufgabenfeld erwartet Sie hier“, meinte auch der Bischof, der den neuen „Chef“ des heute nicht mehr so stark vom Pietismus geprägten Kirchenbezirks ermunterte, wegweisende Impulse zum geistlichen Gemeindeaufbau zu geben. Die Herzlichkeit und der Humor des frommen Theologen habe die Bezirkssynode in ihrer Überzeugung bestärkt, dass er der Richtige für den Bezirk sei. Die Notiz im Göbricher Gemeindebrief, dass bald ein neuer „Kapitän“ komme, griff Glimpel auf und bemerkte schmunzeld, dass er gerne das Kirchenschiff aus dem Jahre 1507 steuere, das im Vergleich zur großen Stadtkirche seiner vorigen Gemeinde Schiltach im Schwarzwald zwar klein sei, aber fein. Beim anschließenden Empfang in der idyllischen Pfarrscheuer verwies die Vorsitzende der Bezirkssynode, Irmgard Endlich, auf die schwierige Konstellation beider Ämter hin. Pfarrer und Dekan zugleich sein, sei nicht beliebt. „Doch gerade dies war mit ein Grund, warum Pfarrer Glimpel hierher wollte, um in einer Gemeinde sein zu können und dennoch den Überblick im Dekanat zu haben“, so Endlich. „Wir sind Menschen, die gerne auf dem Lande leben und fühlen uns hier wohl“, ergänzte lächelnd der neue Dekan, der mit seiner Ehefrau Josefine und den Kindern Sarah (13), Anna (14) und Samuel (8) schon etwas heimisch in Göbrichen geworden ist. (mk)

125 Jahre Stadtmission Pforzheim: Glaubwürdiges Christsein mit Wort und Tat

PFORZHEIM. Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus unterschiedlichsten Kulturen und Ländern nennen sie ihre zweite Heimat, ihre zweite Familie: die Pforzheimer Stadtmission (PSM). Das pietistische Glaubenswerk, das mit die Slogan „Menschen für Christus gewinnen und Christen für ein Leben mit Jesus begeistern“ innerhalb der badischen Landeskirche wirkt, feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen und präsentierte in einem Jubiläumsfest sein vielfältiges Wirken. Das PSM-Familienzentrum sei heute eines er erfolgreichsten Familienzentren in der Goldstadt, sagte Oberbürgermeister Gert Hager in seinem Grußwort. Hier werde der Glaube auch in Taten umgesetzt. Man kümmere sich um Nichtsesshafte und andere schwache Mitglieder der Gesellschaft. Das Familienzentrum trage zur Integration von Migranten bei. Stadt-Dekanin Christiane Quincke dankte der PSM. Sie gebe Christen und Nichtchristen inneren Halt, Geborgenheit, Hoffnung und Orientierung, eine geistliche Heimat. Ihr Status einer selbstständigen Gemeinde erlaube den Stadtmissionare, auch Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Bestattungen vorzunehmen. PSM-Vorsitzender Hansgerd Gengenbach freute sich über wachsenden Zulauf. Der sonntägliche Gottesdienstbesuch habe sich auf 700 Teilnehmer erhöht, die Zahl der Hauskreise stieg auf 30. Finanziert werden die fünf Stadtmissionare, drei Jugendreferenten und der Referent für Musik und Kunst aus Spenden. Sie werden unterstützt durch 350 Ehrenamtliche. Im Jubiläumsgottesdienst trat Musikreferent Jan Wörner (Foto) mit Kindern, Streichern und dem SingGospel-Chor auf. (mk)

AB-Gemeinschaftstag: Sich durch Bedrängnisse nicht entmutigen lassen

KARLSBAD. Über die Christus-Nachfolge in bedrängten Zeiten sprach der Leiter des Hilfswerks „Christlicher Hilfsbund im Orient“, Dr. Andreas Baumann, beim Gemeinschaftstag des badischen Gemeinschaftsverbandes AB im Bibelheim „Bethanien“ in Karlsbad-Langensteinbach bei Karlsruhe. Der Theologe und Missionswissenschaftler, dessen Hilfsbund Christen im Nahen Osten in ihrer in ihrer bedrängten Situation ganzheitlich unterstützt, rief die badischen Pietisten dazu auf, sich durch Schwierigkeiten und Bedrängnisse nicht entmutigen zu lassen, sondern sich trotz aller Schwachheit von Gott zum Dienst für das Reich Gottes gebrauchen zu lassen, mit anzupacken im Einsatz für die bedrängten Mitchristen. Auch schwierige Zeiten im Christenleben könnten so zu Segenszeiten werden. In verfahrenen Situationen helfe es, wenn Christen füreinander beteten. Gott sei ein liebender Vater, dem nichts entgleite und seine Kinder nicht überfordere. Rund 300 Erwachsene und 50 Teenies und Kinder besuchten die Angebote des Gemeinschaftstages. (mk)

Konferenz zum Bibelverständnis: Jesus ist ohne die Bibel nicht zu haben

HAIGER. Bei der Dillenburger Bibelkonferenz 2016 im mittelhessischen Haiger zeigte sich der Geschäftsführer der Christlichen Verlagsgesellschaft, Hartmut Jaeger (Foto), vor den 500 Teilnehmern betroffen, dass das reformatorische Prinzip „Sola Scriptura - Allein die Schrift“ in den Kirchen im Vorfeld des 500-jährigen Reformationsjubiläums zunehmend infrage gestellt werde. Die Heilige Schrift werde weithin nicht mehr als das verbindliche Wort Gottes angesehen, sondern als zeitbedingtes Bekenntnis gläubiger Menschen. Die These „Jesus ja, Bibel nein“ sei der der große Irrtum auch vieler frommer Christen heute. Übersehen werde, dass eine tiefe Einheit zwischen der Person Jesu und dem biblischen Wort bestehe. Kritik übte Jaeger an dem stark beworbenen Buch „Reformation des Herzens“ (SCM, Bundesverlag Witten). Darin sei der Schöpfungsbericht nur noch Poesie. Wer ihn infrage stelle, stelle auch Jesus infrage, so Jäger. (mk)

Frank-Jürgen Weise (65) – Deutschlands oberster Arbeitsvermittler ist bekennender Christ

NÜRNBERG.  Er ist Chef von mehr als 100.000 Mitarbeitern: Frank-Jürgen Weise (Nürnberg), Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit (seit 2004) und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (seit 2015). Am 8. Oktober vollendete Deutschlands oberster Arbeitsvermittler sein 65. Lebensjahr. Was in den Berichten säkularer Medien über den gebürtigen Sachsen oft nicht steht: Weise ist engagierter Christ. Auf die Frage, was ihm der Glaube bedeute, sagte er einmal in einem idea-Interview: „Ich glaube, dass es selbst in ganz weltlichen Dingen, also im Job, meine Aufgabe ist, Jesus Christus nachzufolgen.“ Gott habe den Menschen mit Jesus gezeigt, an wem sie sich orientieren können: „Und bei manchen Themen, bei denen ich Zweifel habe, frage ich mich: Was hätte Jesus getan?“. Weise ist auch Kuratoriumsmitglied der Aktion ProChrist. Die Finanzberatungsgesellschaft Plansecur (Kassel) verlieh ihm den Preis „Vordenker 2016“. Begründung der Jury: Ihm sei es als Chef der Bundesagentur gelungen, „aus einer höchst schwerfälligen Behörde einen modernen Dienstleister zu formen, der den hohen Ansprüchen der Kunden und den herausfordernden Ansprüchen der Träger gerecht wird“. Im Frühjahr 2017 wird Weise offiziell in den Ruhestand treten. Allerdings will er sich nicht zur Ruhe setzen, sondern weiter an führenden Stellen sich verantwortlich einbringen. (idea)

Bekenntnis von Bayerns Minister Markus Söder: „Ich glaube an Jesus Christus“

KEMPTEN. Der bayerische Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Dr. Markus Söder, hat sich über seinen christlichen Glauben geäußert: „Ich bekenne, dass ich an Gott und Jesus Christus glaube.“ Wie der landeskirchliche Protestant in einem Podiumsgespräch (links im Bild) zum Thema „Wohin entwickelt sich unsere Gesellschaft?“ im Theater in Kempten (Allgäu) sagte, gibt ihm sein Glaube Kraft und Hoffnung. Vor rund 500 Besuchern räumte Söder ein, dass sein Glaube viele Jahre verschüttet gewesen sei. Als er ihn wiederentdeckt habe, habe er angefangen, regelmäßig zu beten. In seinem Ministerium habe er sich deshalb eine kleine Kapelle eingerichtet. Wie Söder weiter sagte, habe er wenig Zeit, die Bibel zu lesen. Deshalb höre er sie bei Dienstreisen häufig als Hörbuch. So erhalte er immer wieder Impulse, die seinen Alltag und seine Politik prägten. Der Nürnberger Polizeipräsident Roman Fertinger (rechts) wies bei dem Podium die Auffassung zurück, der christliche Glaube solle auf das Privatleben beschränkt bleiben. Immer wieder erlebe er in seinem Polizeialltag, dass Gott bewahrend eingreife. Fertinger hat durch den Kontakt zum Lebenszentrum Adelshofen zum lebendigen Glauben gefunden. Bildmitte: Baptistenpastor Stefan Vatter (Kempten), der das Podium leitete. (idea)

Israel, eines der trockensten Länder der Welt, hat jetzt Wasser im Überfluss

TEL AVIV. Sechzehn Kilometer südlich von Tel Aviv lässt die neue Sorek-Entsalzungsanlage staunen. Darin sind zwei Beton-Sammelbecken, so groß wie zwei Fußballfelder. Aus dem Sand ragt ein riesiges Rohr aus dem das Wasser in die Becken fließt. Das Rohr ist so groß, dass ein Mensch aufrecht hindurch laufen könnte, wäre es nicht angefüllt mit Wasser aus dem Mittelmeer, das von der 1,6 Kilometer entfernten Küste hierher gepumpt wird. Das Auffangbecken ist mit mehreren Metern Sand angefüllt, durch den das Meerwasser durchsickert, bevor es bei einer enormen Fertigungshalle angelangt. In dieser Halle wird das Salzwasser zu so viel Trinkwasser umgewandelt, dass damit 1,5 Millionen Menschen versorgt werden können. Die Entsalzung in der weltweit größte Umkehrosmose-Anlage ist die Rettung für das in früheren Jahren immer wieder von Dürre bedrohte Land Israel. Jetzt verzeichnet es sogar einen Wasser-Überschuss. Diese Kehrtwende wurde möglich durch landesweite Kampagnen, mit dem knappen Wasservorkommen sparsam umzugehen und sie wieder zu verwenden. Am meisten jedoch haben eine Reihe neuer Entsalzungsanlagen dazu beigetragen. Israel erhält jetzt 55 Prozent seines Trinkwassers durch Entsalzungsanlagen. Kaum zu glauben, dass dadurch eines der trockensten Länder der Welt zu einem Wasser-Giganten wurde. (mk)

Nach dem Wirbelsturm in Haiti sind christliche Hilfswerke voll im Einsatz

PORT-AU-PRINCE. Nur wenige Tage nachdem der Wirbelsturm auf Haiti schwere Schäden angerichtet hat, haben christliche Hilfswerkebereits viele Tonnen Hilfsgüter ins Land gebracht. Expertenteams vor Ort koordiniern die Nothilfe. Der Hurrikan hat eine Schneise der Zerstörung auf der Karibikinsel hinterlassen. Über 800 Menschen starben, über 100.000 wurden obdachlos. Unter den zerstörten Gebäuden ist auch eine Kirche (s. Foto). Die Vereinten Nationen bauen Notunterkünfte für 340.000 Menschen. Es handelte sich um die schwerste Naturkatastrophe auf Haiti seit dem verheerenden Erdbeben von 2010. Aus Deutschland entsandte die christliche Hilfsorganisation „humedica“ ein medizinisches Team, das sich um Verletzte und Kranke kümmert. „Die Lage der Menschen ist dramatisch“, sagte ein Sprecher, der zur Fürbitte für die Menschen und Helfer aufrief. Denn viele Familien haben sich von dem schweren Erdbeben 2010 noch nicht erholt und jetzt wieder alles verloren. Der Hurrikan vernichtete Ernten und zerstörte die Häuser von Tausenden Familien. Die Lebensgrundlage vieler Menschen ist bedroht. Haiti gilt als das ärmste Land Lateinamerikas. Von den 9,6 Millionen Einwohnern hängen etwa 70 Prozent dem dämonischen Voodoo-Kult an. (mk)

Gottes Eingreifen erlebt: Staubsturm schützte Konvertiten vor Verfolgern

BERN. Nach einer Taufe wurden 50 Christen im Nahen Osten von Muslimen angegriffen. Die Flucht im Bus war fast unmöglich, doch dann geschah ein Wunder: Es war ein fröhlicher Taufgottesdienst am Sonntag, 2. Oktober 2016. Die 24 Christen, die vom Islam konvertiert waren, wollten ihren Glauben in einem Taufgottesdienst unter freiem Himmel öffentlich bezeugen. Etwa 50 Leute, die Taufkandidaten inbegriffen, fuhren gemeinsam mit einem Bus an den Ort der Taufe. Als der Bus mit ihnen wieder zurückfahren wollte und gerade losfuhr, waren plötzlich mehrere Autos mit militanten Islamisten hinter ihnen und schossen mit Gewehren auf den Bus. Irgendwie mussten die geheimen Infos über den Taufgottesdienst auch an die Falschen gelangt sein. Vermutlich war geplant, die Konvertiten während der Taufe im Wasser zu töten, doch die Taufe war schneller als geplant zu Ende und alle befanden sich bereits wieder auf dem Heimweg, als die wütenden Verfolger auftauchten. „Wir wussten nicht, was wir tun sollten, und so beteten wir einfach und baten den Jesus um seinen Schutz“, berichtet der Pastor. „Der junge Busfahrer fuhr so schnell er konnte, doch die Muslime folgten uns genauso schnell. Die Leute dachten, dass sie alle getötet würden.“ Plötzlich sahen die Christen, wie sich hinter ihnen ein riesiger Staubsturm aufbaute und ihnen folgte. „Zuerst hatten wir noch mehr Angst. Wir dachten, wir könnten dem Sturm nicht entkommen und die Muslime würden uns festhalten. Doch, Gott sei Dank, durften wir alle erleben, wie Jesus uns in diesem Sturm begegnete. Er hat uns gerettet! Denn mit einem Mal waren die Verfolger-Autos verschwunden. Wir hörten zwar noch einige Schüsse, doch die Autos waren nicht mehr zu sehen.“ So entkam der Bus auf wundersame Weise den Verfolgern und die Konvertiten durften erleben, wie Gott eingegriffen, ihr Gebet erhört und sie beschützt hat. (mk/livenet)

Trotz des großen Exodus sind die Kirchen in Syrien immer voll

DAMASKUS. Manchmal sei es zu viel, um es mit dem menschlichen Hirn zu erfassen, was in den Gegenden geschieht, in denen er aufgewachsen ist, sagt Ibrahim. In all dem Leid würden Muslime jedoch fragend, weil Christen ihnen helfen. Obschon viele Christen wegziehen, sind die Kirchen stets voll. Sie führen Projekte für Menschen durch, die alles verloren haben. „Eine Gemeinde hat zum Beispiel eine kleine Schreinerei eröffnet, die 40 Leuten eine Arbeitsstelle gibt“, sagt der junge Syrer Ibrahim (Name geändert) bei seinem Besuch in der Schweiz. „Diese Werkstatt hilft 40 Familien, die dadurch nicht mehr auf Essenspakete angewiesen sind. Das bringt ihnen ihre Würde zurück.“ Die Männer arbeiten und bringen ihre Familien selbst durch, in dieser Kultur ist das wichtig, dass sie nicht betteln müssen. „Es gibt viele solche Unternehmen, eine Apotheke, eine Milchproduktionsstätte und anderes.“ Und noch etwas hat Ibrahim festgestellt: „Einige wenige Flüchtlinge kehren mittlerweile zurück, weil sie in Syrien – und auch im Irak – wirtschaftlich gesehen die besseren Voraussetzungen vorfinden, als beispielsweise in Jordanien oder im Libanon.“ Es gibt Gegenden, die stabil sind, wo Kirchen funktionieren und solche Projekte möglich sind. Der Krieg ist nicht überall gleich stark. Was derzeit abläuft, ist ein Wunder. Mitten im Krieg kommen Menschen näher zu Gott. Manche sagen, dass sie alles verloren, aber Gott gewonnen haben. Tausende Personen mit muslimischem Hintergrund finden zu Christus, auch in Flüchtlingslagern gibt es viele von ihnen, hunderte von Gruppen. Ein Pastor sagt, dass die Hälfte seiner Gemeinde gegangen ist, aber jeden Sonntag ist der Gottesdienst voll. Viele haben Narben, aber sie sehen die Liebe Christi, die Güte der Gemeinde und fragen: „Warum helft ihr uns, wir sind nicht Christen.“ Eine Muslimin, die in der Moschee nichts erhielt, wollte eigentlich nicht in der Kirche um Hilfe bitten, das sei beschämend. Doch als es eng wurde, ging sie dennoch hin, und war überrascht, dass sie monatlich unterstützt wurde. (mk/livenet)

Männertag 2016 im Lebenszentrum Adelshofen: „Was macht Männer stark?“

ADELSHOFEN. „Es war ein toller, interessanter und inputreicher Männertag in diesem Jahr“, mailte erfreut ein Besucher nach dem Treffen am 3. Oktober ins Lebenszentrum Adelhofen. Es war der 30. Männertag des evangelischen Zentrums im Kraichgau. „Sei stark!“ lautete das Thema, das Stefan Kuhn entfaltete. „Was macht uns wirklich stark?“, fragte der 35-jährige Familienvater aus Stuttgart die Runde der 150 interessiert zuhörenden Männer und verwies anhand von Psalm 84 auf die Kraft Gottes, seine Nähe. Bei den Workshops ging es um den Umgang mit dem anderen Geschlecht, um die Gestaltung des Ehealltags und den Umgang mit Versagen. Es sei gar nicht so einfach, sich auch einmal zu entschuldigen, waren sich die Männer einig. Einige trugen auf der Bühne einen eingeübten Gospelsong vor. „Stark sein – die Realität!“, hieß es in der Runde mit Bruder Hubert Weiler, der betonte: Im Christsein geht es nicht um Appelle wie „Reiße dich doch einmal zusammen“ oder „Strenge dich an!“, sondern um die Erfahrung, dass Gott zu innerer Stärke befähige, zu Treue, Freundlichkeit und Geduld. Wenn Gott etwas erwarte, gebe er auch die Voraussetzungen dazu, so Hubert Weiler ermutigend. Mit einem Acapella-Medley von fünf Mitarbeitern des Lebenszentrums klang der Männertag 2016 aus. (mk)

Bischof zum Tag der Einheit: Frieden nie allein das Werk von Menschen

DRESDEN. Das Symbol des Christentums, das Kreuz, hält Himmel und Erde zusammen, betonte Landesbischof Dr. Carsten Rentzing (Dresden) am 3. Oktober im Festgottesdienst zum Tag der Deutschen Einheit in der Dresdner Frauenkirche. Nach Rentzings Worten öffnet der horizontale Balken des Kreuzes die Arme für die Welt. Das könne allerdings schnell zur Überforderung führen. Deshalb sei der vertikale Balken ebenso wichtig, denn er richte den Blick empor zu Gott. Diese Blickrichtung sei heilsam, denn Frieden sei nie allein Werk des Menschen, sondern vielmehr ein Geschenk Gottes. Am Gottesdienst nahmen neben dem Bundespräsidenten und der Kanzlerin auch Mitglieder des Bundestages und Ministerpräsidenten der Länder teil. Ungeachtet aktueller Probleme sah Bundestagspräsident Norbert Lammert am Tag der deutschen Einheit viel Grund zum Danken. „Vieles ist uns gelungen, manches offenbar besser als anderen“, sagte er beim Festakt in der Dresdner Semperoper. „Wir leben in Verhältnissen, um die uns fast die ganze Welt beneidet.“ Die Deutschen dürften daher durchaus „etwas mehr Selbstbewusstsein und Optimismus zeigen“. Denn sie lebten so zusammen, wie es ganze Generationen zuvor nur träumen konnten: „In Einigkeit und Recht und Freiheit“. (mk)

Nach 4 Jahren: Wiedereröffnung der renovierten Schlosskirche in Wittenberg

WITTENBERG. Nach jahrelangen Restaurierungsarbeiten ist die Schlosskirche in Wittenberg am 2. Oktober mit einem Festgottesdienst feierlich wiedereröffnet worden. Die dänische Königin Margrethe II. erinnerte an die engen Beziehungen der Reformatoren um Luther zum dänischen Königshaus. Es sei ihr eine „überaus große Freude“, an der Wiedereröffnung teilzunehmen. Margrethe II. hatte für die renovierte Kirche einen neuen Altarbehang, ein Antependium, entworfen und das zentrale Motiv, die Lutherrose, selbst gestickt. Als Oberhaupt der Lutherischen Volkskirche Dänemarks pflanzte die Königin symbolisch eine Blumenesche im Luthergarten der Stadt. Dort stehen 500 Bäume, für die Kirchen aus aller Welt und aller Konfessionen die Patenschaft übernommen haben. Die Schlosskirche, in der Martin Luther und Philipp Melanchthon begraben liegen, ist ein zentrales Symbol der Reformation. Mit ihrer Pickelhaube auf dem Dach ist sie weltweit berühmt. Grund der der acht Millionen Euro teuren Sanierung: Wittenberg ist im Jahr 2017 der zentrale Ort des 500. Reformationsjubiläums. Am Hauptportal der Kirche hat Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 berühmten Thesen angeschlagen. (mk)

Internationale Konferenz: Viele fromme Protestanten denken noch „katholisch“

HAMBURG. Auch viele evangelikale Christen denken katholischer, als ihnen selbst bewusst ist, meinte Andy Mertin von der evangelisch-reformierten Freikirche „Arche“ (Hamburg) in einem Interview. Bei einer internationalen Konferenz in seiner Hamburger Kirche mit mehr als 1.000 Teilnehmern sagte er, dies betreffe vor allem die Haltung zur Rechtfertigung des Menschen vor Gott. Für die Reformatoren habe gegolten: „Allein aus Gnade“. Viele Fromme heute wollten aber an ihrem Heil selbst mitwirken, entweder durch ihr Tun oder ihren Willen. Damit entsprächen sie eher der römisch-katholischen Vorstellung von der Mitwirkung zur ewigen Seligkeit. Mit dem Thema „Allein aus Gnade – das Herz reformierten Glaubens“ wollte die Konferenz die reformatorischen Grundwahrheiten wieder neu ins Bewusstsein rufen. (idea)

Reformationsgedenken: „Luther“ verweist die badische Kirche auf die Bibel

BRETTEN. Im Melanchthonhaus Bretten hat die badische Landeskirche am 30. September das Reformationsjubiläum 2017 für Baden eröffnet und ihre Kampagne „Ich bin so frei“ vorgestellt. Mit mehr als 4.000 Veranstaltungen soll in den Gemeinden an den Beginn der Reformation vor 500 Jahren erinnert und danach gefragt werden, was die reformatorischen Botschaft für uns heute bedeutet. Der Schirmherr der Kampagne, Minister Wolfgang Schäuble, erinnerte in einer Video-Botschaft daran, dass der Staat von Grundlagen lebt, die er sich selbst nicht geben kann. Im Blick auf das von Martin Luther der Amtskirche entgegengehaltene „Priestertum aller Gläubigen“ meinte Schäuble aber auch etwas schelmisch: „Ich nehme mir die Freiheit, die Kirche auch mal zu kritisieren“. In Anwesenheit kirchlicher Repräsentanten rief der Minister die Ev. Kirche dazu auf, Mut zu ihren eigenen Standpunkten zu haben und sich zur von Luther hochgehaltenen Bibel und den reformatorischen Bekenntnissen zu stellen. Die von rund 80 Theologen überarbeitete neue Lutherbibel wurde vorgestellt und soll in christlichen Häusern und Kreisen wieder heimisch. Damit Gemeindeglieder wieder bibelmündig und bibelkundig werden, ist tägliche Lektüre ratsam. Diplom-Pädagoge Lutz Barth vom Sinnenpark Bibel schlüpfte in die Rolle von Martin Luther und wies in einer Spielszene auf die vor ihm liegende Bibel hin. Damit erinnerte er daran, was die Glaubensgrundlage der Ev. Kirche und aller Protestanten ist. Mit seinem Team stellte Barth sein neues Programm „Mensch Luther - eine lebendigen Zeitreise“ vor. Link zu weiteren Infos unter www.reformation-baden.de im Internet. (mk)

Ausgabe Dez. 2016 / Jan. 2017

Badische Landeskirche:

 

Am 3. Dez. um 19 Uhr Festliches Adventskonzert mit Brass in der Ev. Kirche Eutingen (Pforzheim-Stadt) mit fünf versierten Jungbläsern: vom brillanten Barockklang über große romantische Melodien bis hin zum jazzigen Groove. (www.ev-kirche-eutingen.de)

Am Sonntag, 4. Dez. um 17 Uhr Weihnachtsoratorium „Jauchzet, ihr Himmel“ in der Lutherkirche Karlsruhe. Am Montag, 5. Dez., läuten um 19.30 Uhr zum Ökumenischen Hausgebet im Advent in Baden-Württemberg, Thema „Fürchte dich nicht!“ (www.ack-bw.de)

 

Am 9. Dez. um 19.30 Uhr Musik zur Reformationszeit unter dem Thema „Ein feste Burg ist unser Gott“ mit dem Ensemble für Frühe Musik (Karlsruhe) und dem Leistungschor Songcircle Eggenstein (Leitung: Clemens Ratzel) in der Gedächtnishalle des Melanchthonhauses in Bretten.

 

(www.ekiba.de)

 

 

Henhöferheim Neusatz:

 

Vom 27. Dez. bis 1. Jan. Freizeit zum Jahreswechsel mit Doris und Matthias Uhlig (AMD Baden) mit Bibelarbeiten am Vormittag aus dem Matthäusevangelium unter dem Thema „Begleitet durch Gottes Barmherzigkeit“.

 

(www.henhoeferheim.de)


Lebenszentrum Adelshofen:

Vom 2.-6. Jan. Seminar für die Arbeit unter Kindern und Teenagern sowie mit Jugendlichen, gemeinsame Basis-Module mit Interessengruppen zum Thema „Fit für Gott!“, Referenten: Br. Stefan Heidorn, Christoph Kaiser, Br. Manfred Kiel und Studierende des Theologischen Seminars Adelshofen. Gastreferent ist Vasili Konstantinidis (München) zum Thema „Film und Andacht“. Anmeldung erforderlich.


(www.lza.de)

 

CVJM-Landesverband Baden:

Am 17. Dez. von 14.30 Uhr bis 17.15 Uhr Café Lebenshaus mit Geschichten und Flötenmusik, mit Liedern zum Mitsingen, alles zur Einstimmung in die Advents- und Weihnachtszeit im „Schloss Unteröwisheim“.

Am Samstag, 25. Febr., von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr Kurs zur Selbstverteidigung und Persönlichkeitsentwicklung im CVJM-Marienhof bei Offenburg mit Lukas Dittus, christlicher Trainer für Selbstverteidigung, Nahkampf und Gewaltprävention, Wiederholung am Donnerstag, 2. März, von 9.30 - 15.30 Uhr im CVJM-Marienhof bei Offenburg.

 

(www.cvjmbaden.de)

 

Seelsorgezentrum „Haus Frieden“ in Steinen:


Vom 5.-11. Dez. Adventsfreizeit mit Friedhelm und Inge Schröder über das biblische Buch „Josua“ und das „Geheimnis des Sieges im Glauben. Vom 19.-27. Dez. Weihnachtsfreizeit mit besinnlichen Tagen in froher Gemeinschaft.

Vom 2.-8. Jan. Neujahrsfreizeit mit Pastorin Erika Urecht aus Thun, vom 9.-15. Jan. Woche mit „Ehe-Fitness-Training“ unter Leitung des erfahrenen Pfarrer-Ehepaares Klaus-Peter und Marie-Luise Vieweger aus Lörrach, die in der seelsorgerlichen Beratung von Paaren und Familien tätig waren.


(www.haus-frieden.de)

 

Aufgegriffen:
Gnadenbringende
Weihnachtszeit

„Wir leben in einer gnadenlosen Zeit“, meinte ein Freund am Telefon und bat mich, doch ein paar Zeilen dazu zu schreiben. Er war betroffen, wie man heute miteinander umgeht. Sichtbar werde dies etwa im Straßenverkehr. Autofahrer negieren Hindernisse am Straßenrand, trotzen dem Gegenverkehr die Vorfahrt ab. Zuhause ist es wohl nicht anders. Wo das Verantwortungsbewusstsein fehlt, auch die letzte Verantwortung vor Gott, da wird der Mensch zum Gott, kehrt dicker Egoismus ein. Weihnachten als Fest der Liebe verkommt so noch mehr zum egoistischen Konsumrausch...

 

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