Mei­ne Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Ret­ter ge­wor­den. 2. Mose 15,2
Mei­ne Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Ret­ter ge­wor­den.  2. Mose 15,2

News

Hier informieren wir Sie durch aktuelle Berichte und News.
     

Kommunikativer Erlebnisgarten des Lebenszentrums Adelshofen eröffnet

ADELSHOFEN. Rund 250 kleine und große Gäste feierten mit dem Lebenszentrum Adelshofen (LZA) die Eröffnung seines Erlebnisgartens. Mit erlebnispädagogischen Stationen wie Niederseilgarten, Teamwippe oder Kletterwand sollen hier vor allem Konfirmandengruppen, Jugendkreise und Schulklassen in dem völlig umgestalteten parkähnlichen Garten des Zentrums ihre Teamfähigkeit und gegenseitiges Vertrauen einüben. Nach dem Open-Air-Gottesdienst zum Thema „Entdecke, was in dir steckt“ von Ortspfarrer Martin Moehring stellte der technische LZA-Leiter Martin Hauber das große Projekt vor und dankte den vielen Freunden, die dieses Werk begleitet und unterstützt haben. „Unsere Vision ist es, dass Jugendliche das Miteinander einüben, sich gegenseitig unterstützen und so in ihrer Persönlichkeit wachsen“, erklärte LZA-Jugendreferent Christoph Kaiser. Den Abschluss der zweistündigen Erlebnis-Einheit bildet die „Gartenkirche“ mit Barfußrundweg zur Reflektion und Besinnung. Dabei werden auch Fragen aufgeworfen wie „Was gibt mir Halt?“ und „Wofür bin ich dankbar?“ mit Bezug zum Glauben und der Einladung zum Vertrauen auf Gott. Auf dem Beachvolleyballfeld kann das Erleben dann sportlich ausklingen. LZA-Leiter Br. Matthias Böker hob die gute Zusammenarbeit der Handwerker mit den vielen ehrenamtlichen Helfer hervor und erklärte, dass der Erlebnisgarten eine zeit- und jugendgemäße Sprache sei, um zu erfahren, dass Gott uns zusammengestellt hat und Gaben zu gemeinsamen Lösungen gibt. (mk)

Der französische Fußballstar Yohan Cabaye bekennt sich zum christlichen Glauben

PARIS. In der französischen Traditionszeitung „Le Parisien“ bekannte sich der französische Fußballstar Yohan Cabaye zum christlichen Glauben. Bald kommt er auf 50 Einsätze für das Nationalteam Frankreichs, daneben schnürt er die Fußballschuhe für Crystal Palace. Bereits im Alter von 18 Jahren trat Cabaye 2004 für den OSC Lille an und trug 2005 zum Vizetitel von Lille bei. Danach gehörte er zur Startelf. Bis 2011 folgten 191 Duelle in der Liga 1, bei denen ihm 31 Tore gelangen. Im letzten dieser Jahre erfreute er sich auch des Pokal-Sieges. Nach diesem Double erfolgte sein Wechsel zu Newcastle United, später trumpfte er mit Paris Saint-Germain auf. Und nun steht er bei Crystal Palace (London) unter Vertrag. Als Mittelfeldspieler absolvierte er 47 Länderspiele für Frankreich. Wenig bekannt war, dass er sich zum christlichen Glauben bekennt. Im Vorfeld zur Euro 2016 änderte sich dies: In der gewichtigen Zeitung „Le Parisien“ erklärte er jetzt: „Ich kann nicht ohne meinen Glauben leben.“ Dies bezeugt auch ein Jesus-Tattoo auf seinem rechten Arm. In einer schwierigeren Phase war Cabaye zum Glauben gekommen und hat sich taufen lassen. Seither hat er immer eine Bibel bei sich. Neben ihr liest er auch Bücher, welche die Evangelien bzw. die Geschichte von Jesus erklären. Zu ihm betet er und lässt sich von seinen Worten inspirieren. „Je mehr man in den Evangelien liest, desto mehr versteht man“, so Cabaye. (mk)

LKW-Aufschrift: „Jesus hat jede Menge Anhänger!“

Trucker-Kirche kümmert sich um Lkw-Fahrer aus ganz Europa

KIRCHHEIM UNTER TECK. Sonntags herrscht Fahrverbot für die meisten Lastwagen. Auf dem Autohof an der A8 nach Kirchheim unter Teck steht Ekkehart Fischer auf einem Lastwagenanhänger und predigt. Der 70-jährige Gründer der „Trucker-Church“, der „Kirche für LKW-Fahrer“, kommt einmal pro Jahr auf diesen Autohof. Dann tut er, was er am liebsten tut: von Gottes Liebe erzählen. An jedem letzten Sonntag im Monat – das nächste Mal am 26. Juni – sind ansonsten andere ehrenamtliche Mitarbeiter bei Trucker-Andachten im Einsatz. Fischer kennt das Truckerleben. Er war bis zu seiner Pensionierung als Unternehmensberater für Fuhrunternehmen tätig. Er erlebte die finanzielle Not, den enormen psychischen Leistungsdruck für die Fahrer, und deren Einsamkeit. Sie kommen aus vielen verschiedenen Nationen haben aufgrund ihrer Arbeitsbedingungen „nie die Chance, die Botschaft von Gottes Liebe in der Kirche zu hören“, so Fischer. Er will das ändern und geht deshalb zu ihnen auf die Rastplätze und Autohöfe. Seine Teams helfen im Notfall auch ganz konkret mit dem Geldbetrag für den Besuch der Toilette oder einen Kaffee. Ehrenamtliche beten für einen von Kreuzschmerzen geplanten Fahrer aus Litauen und erleben staunend, wie der nach Jahren erstmals schmerzfrei und fröhlich aus dem Fahrerhaus steigt. „Solche Erlebnisse machen auch uns Mut“, sagt Fischer. Sein Kirchen-Truck hat eine Plane, auf der zu lesen ist „Jesus hat jede Menge Anhänger“. Davor sitzen rund 60 Fahrer aus allen Herren Ländern und lauschen der Geschichte vom Vater und seinen Söhnen aus dem Lukasevangelium. Helfer übersetzen die Predigt in die jeweiligen Heimatsprachen der an Biertischen sitzenden Gäste. Darunter sind Deutsche, Polen, Letten, Russen und Albaner. Fischer ist dankbar für die Chance, an dieser Stelle einen Gottesdienst feiern zu können und seelsorgerlichen Dienst zu tun. Er beruft sich auf das „allgemeine Priestertum aller Gläubigen“ der Reformatoren und hat auch schon mal ein Paar getraut. Aber außerhalb der verfassten Kirche stehen oder eigene Ortsgemeinden gründen will er nicht. „Wenn einer sein Leben Gott anvertraut, braucht er die Gemeinschaft von Christen“, so Fischer. (nach epd)

Im Nordschwarzwald öffnet jetzt Deutschlands erste „Café-Kapelle“

BAD LIEBENZELL. Die Idee ist bislang einzigartig in Deutschland: Das „Café Monbachtal“ bei Bad Liebenzell im Nordschwarzwald bietet neben leckeren Kaffee- und Kuchenspezialitäten bald auch eine Kapelle an, in der die Gäste die Stille genießen und neue Kraft schöpfen können. Die Einweihung ist am Sonntag, 10. Juli, um 14.30 Uhr. Hinter dem Angebot steht der Gedanke, dass Gäste eines christlichen Cafés in diesem idyllischen Schwarzwaldtal wohl mehr wollen, als nur eine Schwarzwälder Kirschtorte und einen Cappuccino genießen. Die Kapelle lädt ein, zur Ruhe zu finden, so Armin Jans, Leiter der Christlichen Gästehäuser Monbachtal, zu denen das Café gehört. Den Anstoß für die Kapelle gaben die Autobahnkirchen. Dort können Autofahrer kurz anhalten, zur Ruhe kommen und mit Gott in Verbindung treten, erklärte Jans. Das Angebot der Café-Kapelle richte sich auch an die vielen Wanderer, die ins Monbachtal kommen. In der Kapelle soll auch ein kleines Heft mit Impulsen zum Nachdenken aufliegen, mit Gebeten und einer Anleitung zur Stille. Bei der Einweihungsfeier werden auch der Liebenzeller Bürgermeister und der Gemeindepfarrer mitwirken. (mk)

Große Nachfrage: Nothelfer sind „Feuer und Flamme“ für die neue Feuerwehrbibel

KARLSRUHE. Auf große Nachfrage stößt die Feuerwehrbibel „Voller Einsatz“ der Christlichen Feuerwehr-Vereinigung (CFV). Sie ist im vergangenen Jahr in einer Auflagenhöhe von 6.000 Exemplaren erschienen, inzwischen aber vergriffen. Deshalb wurde eine zweite Auflage von 8.000 Exemplaren gedruckt und auf einer Feuerwache kürzlich vorgestellt, teilte der CFV-Vorsitzende, Brandoberamtsrat Bernd Kramp (Karlsruhe), mit. „Es war schon immer unser Wunsch, für unsere Feuerwehrkollegen Gottes Wort mit einer ‚Feuerwehrbibel’ weiterzugeben“, sagte er. Die Ausgabe enthält das Neue Testament, Psalmen sowie Erfahrungsberichte von Feuerwehrleuten. Produziert wurde das 674-seitige Werk von der Deutschen Bibelgesellschaft (Stuttgart). Die Ausgabe wird allen interessierten Mitarbeitern der Freiwilligen Wehren, der Berufs-, und Werksfeuerwehren, des Rettungsdienstes und der Notfallseelsorge kostenlos angeboten. „Bei Verteileinsätzen erhalten wir immer wieder die Rückmeldung, dass die Bibel von den Feuerwehrleuten regelrecht aus den Händen gerissen wird“, berichtete Kramp erfreut. Mehrere Leser hätten erklärt, dass sie sich durch die Bibel neu mit dem christlichen Glauben beschäftigten. Bei der Weitergabe der Bibel hätten die Mitarbeiter außerdem immer wieder für die Interessenten gebetet. Die CFV wurde 2010 gegründet. Sie versteht sich als Netzwerk, das Feuerwehrleute im christlichen Glauben stärkt. Die Vereinigung unterhält Gebetsgruppen, beteiligt sich an Gottesdiensten und organisiert Freizeiten. (nach idea)

CVJM Baden: „Schlosstag“ mit Rückblick auf 25 Jahre „Schloss“-Geschichte

KRAICHTAL. „Soli Deo Gloria - Allein Gott die Ehre“ steht auf einer alten Steintafel in der Toreinfahrt zum „Lebenshaus“ (LH) des CVJM Baden in Unteröwisheim (Kraichtal bei Bruchsal). Dieses alte Motto ist auch das Anliegen und die Zielrichtung des CVJM Baden, sagt LH-Leiter Georg Rühle. Vor 25 Jahren, im Jahr 1991, hat der CVJM Baden den Bau als Brandruine von der Stadt Kraichtal gekauft und das Risiko der Restaurierung gewagt. Rund 100.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden sind beim Wiederaufbau geleistet worden, so Rühle bei der Jubiläumsfeier. Das mächtige und beeindruckende Bauwerk wird von den CVJM-Mitgliedern liebevoll und etwas stolz „Schloss Unteröwisheim“ genannt. Einst diente der Bau als „Pfleghof“ (Fronhof) zur Versorgung des Klosters Maulbronn. Durch den Bau zweier neuer Gebäude sind jetzt 120 Übernachtungsplätze, Seminarräume nebst dem großen Gewölbekeller als Veranstaltungsraum vorhanden. Rund 700 Gästen feierten das Jubiläum im Schlosshof unter freiem Himmel. Talkgäste ließen die Geschichte noch einmal lebendig werden. Die Lebenshausarbeit, die CVJM-Sekretär Hermann Kölbel und seine Frau Ruth bereits vor 30 Jahren begonnen haben, gibt dem CVJM-Zentrum eine große Ausstrahlung. Mehr als 250 junge Leute konnten bisher bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr hier mit den für die LH-Arbeit vom CVJM angestellten Hauptamtlichen mitleben, mitarbeiten und erfahren, was lebendiger Glaube ist. Für Friedrich Bladt, Vorsitzender des CVJM Baden, ist dies das „Herzstück der CVJM-Arbeit“ in Baden. Den Abschluss des Jubiläums bildete ein Dankgottesdienst. (mk)

Bundesweiter Pfarrfrauenbund feierte sein 100-jähriges Jubiläum

BURBACH. Viele Pfarrfrauen nutzen auch heute noch die Chance, das Leben in ihren Gemeinden engagiert mitzugestalten, sagte die Vorsitzende des Pfarrfrauenbundes, Renate Karnstein (rechts im Bild mit der langjährigen Vorsitzenden Ingeborg Fischer), in einem Interview anlässlich der Feier zum 100-jährigen Jubiläum in Burbach bei Siegen. Schwerpunkte der Arbeit seien nach wie vor die seelsorgliche Begleitung, das gemeinsame Gebet und die Fürbitte. In regionalen Kreisen fänden regelmäßige Begegnungen statt: „Wir bieten einen geschützten Raum zum persönlichen Austausch. Karnstein zufolge ist im Pfarrhaus zwischen Privatem und Beruflichem häufig nur schwer zu trennen. Das Büro befinde sich meistens im selben Haus, der Pfarrer sei in Notsituationen immer ansprechbar: „Es ist für die Familie nicht immer leicht, damit umzugehen.“ So sieht Karnstein es als Chance, sich bei den Treffen über die Herausforderungen durch Familie, Gemeinde und Gesellschaft auszutauschen. Das Bild der Pfarrfrau habe sich, so Karnstein, jedoch stark gewandelt. Heute seien Pfarrfrauen meist berufstätig. Dennoch brächten sich viele mit ihren Gaben in die Gemeindearbeit ein. Den Festvortrag bei der Tagung hielt Theologieprofessor Hans-Joachim Eckstein. Zum Pfarrfrauenbund gehören rund 700 Ehefrauen von Pfarrern sowie Pfarrwitwen. (mk)

Mit 22.000 Teilnehmern das größte Blechbläsertreffen der Welt:

Deutscher Ev. Posaunentag 2016 in Dresden motivierte zum Lob Gottes

DRESDEN. Mehr als 22.000 Teilnehmer, 4.000 Chöre aus 10 Ländern kamen zum 2. Deutschen Evangelischen Posaunentag vom 3. bis 5. Juni nach Dresden. Mehr als 30.000 Gäste waren sonntags beim Schlussgottesdienst im Stadion, darunter viele aus der Stadt. Auf dem Rasen von Fußball-Zweitligist „Dynamo Dresden“ spielt jetzt Tausende von Bläsern. Ihre Instrumente glitzerten in der Sonne. Viele schützten sich durch Schirme, Hüte oder Papierkappen. Es war ein beeindruckender Gottesdienst: Gewaltig erfüllten die Posaunen das riesige Stadion. Gespielt wurden Klassiker wie „Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“ und „Wohl denen, die da wandeln“, aber auch neuere Stücke. Die Bürger der Elbestadt waren beeindruckt. Endlich wieder einmal positive Schlagzeilen. Die musikalische Inbesitznahme der sächsischen Landeshauptstadt mit mehr als 50 Konzerten war nicht überhörbar. Schon morgens um 9 Uhr wurde an 100 Orten, in Fußgängerzonen und auf Plätzen, ein „Danke für diesen guten Morgen“ angestimmt. Ja, Posaunen sind Weckrufinstrumente, quasi Antidepressiva, die schwere Gedanken vertreiben. Wer diesen Gottesdienst nicht wenigstens im MDR-Fernsehen erlebt hat, kann dieses mächtige Glaubenszeugnis kaum fassen. „Lobet Gott mit Trompeten und Posaunen!“ heißt es in der Bibel. Der badische Altbischof Ulrich Fischer forderte als Obmann der Bläser dazu auf, die Botschaft des Evangeliums in die Herzen hineinzublasen. „Wir müssen ausposaunen, worüber wir so staunen“, erinnerte der keineswegs „alte“, sondern vielmehr jugendlich-dynamische Fischer an das Motto-Lied des bundesweiten Posaunentreffens. Gottesdienste müssten lebendiger und frischer werden, hieß es in der Festpredigt. Zu den Ehrengästen zählte auch CVJM-Präses Karlheinz Stengel aus dem badischen Wilferdingen. (mk)

„Operation Transit“: Christen überreichen Nordafrikaner an den Fähren eine Bibel

MARSEILLE/MALAGA. Hunderte von Bibeln erreichen jeden Tag die für das Evangelium verschlossenen Länder Nordafrikas, weil Christen in Spanien, Frankreich und Italien mehrsprachige Bibeln und Materialien an Reisende verteilen, die in den Sommerferien ihre Familien in Nordafrika besuchen. Nicht wenige nehmen es dankbar an. Die in Europa arbeitenden Nordafrikaner nutzen den Sommer, um ihr Heimatland zu besuchen, meisten mit dem Auto. Sie setzen mit einer Fähre von einer der Hafenstädte über nach Nordafrika. Christen vor Ort nutzen dies, um so Schriften nach Nordafrika zu bringen. „Wir verteilen zweisprachige Neue Testamente, den Jesusfilm und den Videofilm ‚Magdalena‘, Kinderbücher und das Buch ‚Mehr als ein Zimmermann‘ von Josh McDowell“, so Al Stahl, Leiter von „Operation Transit“, Die Päckchen werden verteilt, während die Fahrer in der Autoschlange vor den Fähren warten. Dabei kommt es immer wieder zu guten Gesprächen. Manche Verteiler können die Sprache der Reisenden sprechen. Ihr Dienst läuft in einigen Häfen ganze 24 Stunden, in anderen nur tagsüber. Erfreuliches Ergebnis: Mehr als 40.000 Buchpakete wurden auf diese Weise bereits im letzten Jahr verteilt. Das Interesse der Nordafrikaner wächst, berichtete Al Stahl. „Gerade gestern standen Männer aus vier verschiedenen Autos beisammen und sich unterhielten, jeder von ihnen nahm ein Paket an.“ Natürlich lehnen auch viele ab. Dennoch ist der Einsatz lohnend. Durch Muslime und sogar Atheisten kommt so Gottes Wort nach Nordafrika, wo es ihr Leben verändern kann, aber auch das Leben ihrer Familien und Nachbarn. (mk)

Operation Josua 2016: 130.000 Neue Testamente für 530 Dörfer und Städte

SINSHEIM. Seit dem Start der „Operation Josua“ im Jahr 2004 waren 2.671 Christen aus aller Welt in Griechenland unterwegs und haben mehr als 800.000 Neue Testamente und christliche Schriften an den Türen weitergegeben. Auch in diesem Sommer sind wieder Christen auf den Inseln und dem Festland unterwegs, um Gottes Wort in modernem Griechisch in Häuser und Herzen zu tragen. Bischöfe der Orthodoxen Kirche haben das Neue Testament autorisiert und sogar Grußworte in die Bibeln eindrucken lassen. Das hat im letzten Jahr sehr geholfen, um Türen zu öffnen. Durch „Operation Josua“ ist Neues gewachsen. Beispielsweise gibt es jetzt Haus- und Bibelkreise auf dem Peloponnes, die regelmäßig von einer Gruppe junger griechischer Mitarbeiter betreut werden. Jetzt steht der nächste Bibelverteil-Einsatz an, die neunte „Operation Josua“: Vom 6. bis 14. Juli wollen die Teams mehr als 500 Städte und Dörfer im Norden Griechenlands an der bulgarisch-albanischen Grenze mit 130.000 Neuen Testamenten beschenken. Gesucht werden noch Spenden für die Literaturpakete: Unkosten 2,50 Euro pro Tüte. Die DMG in Sinsheim hilft: www.dmgint.de/helfen.html, Stichwort P-30613. Begleiten auch Sie im Gebet diese Aktion. (www.operationjoshua.org)

Kirchen auf Baden-Württemberg-Gartenschau laden zum Glauben ein

ÖHRINGEN. Mit über 400 Veranstaltungen beteiligen sich Kirchen und landeskirchliche Gemeinschaftsverbände an der baden-württembergischen Landesgartenschau in Öhringen (bei Heilbronn). Auf dem 30 Hektar großen Gelände werden bis zum 9. Oktober rund 750.000 Besucher erwartet. Die Angebote der Christen stehen unter dem Motto „Kreuz + mehr“. Der Besinnungsweg „Grenzenlos“ mit sieben Stationen beispielsweise vermittelt Impulse zu einer lebendigen Gottesbeziehung. Dort können Zettel mit Gebeten beschriftet und in Stämme gesteckt werden. An der Station „Godly Play“ werden Geschichten von Gott und den Menschen spielerisch vermittelt. Darüber hinaus gibt es eine Ausstellung mit Kreuzesdarstellungen. Die christlichen Angebote befinden sich in einem aus Holzpalisaden gebildeten Kreuz. Der nach oben und zu den Seiten offene Kirchenraum besteht aus 280 Baumstämmen. Um 15 Uhr gibt es dort täglich eine zwanzigminütige Andacht. Der Gemeinschaftspastor der pietistischen Süddeutschen Gemeinschaft in Öhringen, Carsten Pantle, berichtete bereits, dass jeweils bis zu 100 Besucher kommen. Die Andachten seien somit eine „hervorragende missionarische Möglichkeit“. Jeden Sonntag findet zudem um 10 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst statt. Kirchenkonzerte werden sonntagabends angeboten, unter anderem am 17. Juli mit dem Liedermacher Albert Frey und seiner Frau, der Sängerin Andrea Adams-Frey (Wüstenrot bei Heilbronn). An jedem Tag stehen Christen für Gespräche zur Verfügung. Insgesamt arbeiten rund 300 Ehrenamtliche mit. (idea), (www.laga2016.de)

SAT-7: Das größte TV-Netzwerk für Nahost seit 20 Jahren auf Sendung

SINSHEIM. Von anfangs zwei Stunden auf 840 Stunden pro Woche, von einem 24-Stunden-Satellitenkanal auf fünf davon, von einer zu heute drei Sprachen, und das alles in nur 20 Jahren: Die Entwicklung des christlichen Fernsehsenders SAT-7 in Nikosia auf Zypern kann sich sehen lassen. 1996 wurde das erste zweistündige Programm in arabischer Sprache ausgestrahlt. Heute verfolgen Millionen Menschen im Nahen Osten und Nordafrika die Sendungen: neben Arabisch auch in Türkisch und Farsi. SAT-7 feierte jetzt diesen Meilenstein mit einem großen Festival in Ägypten, zu dem neben 700 Gästen auch Vertreter der ägyptischen Regierung und Kirchenführer vieler Konfessionen geladen waren. Gründer Dr. Terence Ascott erinnerte an die ersten Jahre, an anfängliche Skepsis: „Die Regierungen im Nahen Osten werden christliches Fernsehen nicht erlauben, die Finanzierung dieses Projektes ist unmöglich“, habe es geheißen. Heute sorgen 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, dass SAT-7 für 840 Stunden die Woche professionell auf Sendung ist. „Was wir erlebt haben, ist ein einziges Wunder“, so Ascott. Er würdigte den Mut arabischer Christen, vor laufender Kamera ihren Glauben zu bezeugen. Die erste Sendung entstand in einem nur stundenweise angemieteten Studio, kaum Personal. Aber die Mitarbeiter hatten eine Vision: Sie wollten die Arabische Welt mit Gottes Liebe bekanntmachen, die christlichen Minderheit dort unterstützen. Inzwischen gibt es auch einen christlichen Kinderkanal in arabischer Sprache. (tv)

Christustage mit froher Gemeinschaft, Ermutigung und biblischer Orientierung

MANNHEIM. Mehr als 9.000 evangelische Christen haben in Baden-Württemberg am Fronleichnamstag (26. Mai) an den 16 regionalen Christustagen unter dem Motto „Jesus – unser Friede“ teilgenommen. Peter Hahne sprach vor 1.300 Gästen in Leinfelden bei Stuttgart, Ulrich Parzany ging auf der Langensteinbacher Höhe bei Karlsruhe auf aktuelle Auseinandersetzungen in Theologie und Kirche ein. Zu den mehr als 30 Referenten gehören auch der Vorsitzende der badischen Christus-Bewegung, Pfarrer Lothar Mößner (Schriesheim), der beim Christustag in Ihringen bei Freiburg über „Kirche sein – auf welchem Kurs?“ ein Seminar hielt, und der stellvertretende CBB-Vorsitzende, Pfarrer Jürgen Lauer, Studienassistent am Friedrich-Hauß-Studienzentrum für Theologiestudierende in Heidelberg, der die Botschaft des Propheten Jeremia (Kapitel 29) in ihrer Herausforderung für die Gegenwart hervorhob. Beim Christustag auf der Langensteinbacher Höhe bei Karlsruhe erinnerte Parzany daran, dass die Bibel die maßgebende Norm und Autorität für den Protestantismus ist. Sein Vortrag wurde über Lifestream im Internet übertragen. Bei den vier badischen Treffen wurde ein „Wort zur Orientierung“ verlesen und als Faltblatt mitgegeben. Auch der neue Rundbrief der Christus-Bewegung Baden (www.cbb-baden.de) war schnell vergriffen. Darin war die gemeinsame Erklärung badischer Gruppen und Verbände zur umstrittenen Entscheidung der badischen April-Synode abgedruckt. CBB-Vorsitzender Mößner warb für stärkerer Vernetzung bekennender Christen und zeigte Alternativen des Handelns auf. Zur frohen Gemeinschaft gehörte auch eine Pause der Begegnung mit Info- und Imbissständen. Weitere badische Christustage waren in der St.-Martinskirche in Gochsheim bei Bretten und in der Paul-Gerhardt-Kirche in Mannheim mit FHSZ-Studienleiter Udo Zansinger und dem Direktor der Liebenzeller Mission, Pfarrer Detlef Krause. Chöre, Bläser und Musikgruppen wirkten an allen Orten mit, gut besucht waren auch die Christustage für Kinder. (mk)

Picknick des Jugendkongresses „Christival“ im Schlosspark Karlsruhe

KARLSRUHE. Mit einem Sendungsgottesdienst endete der fünftägige Jugendkongress „Christival“ Anfang Mai in Karlsruhe. Unter dem Motto „Jesus versöhnt“ kamen in der Messe und an anderen Orten rund 15.000 Teilnehmer zu 480 Einzelveranstaltungen mit biblischer Wegweisung zusammen. Tausende versammelten sich auch am letzten Abend im Schlossgarten zum Picknick in unzähligen Kleingruppen. Für jede Gruppe waren Christen aus der Stadt und der Region verantwortlich, die Essen und Getränke mitbrachten. Teppiche waren ausgelegt. Die jungen Leute saßen darauf, boten im Park bei sommerlichem Wetter ein beeindruckendes Bild. Im Schlussgottesdienst rief Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg (Lüdenscheid) dazu auf, sich mit Gott versöhnen zu lassen und selbst zum Botschafter seiner Liebe zu werden, das Evangelium „hinauszutragen in unser Land und weit darüber hinaus“. Mehr Tagesgäste als erwartet kamen zu den Angeboten, Dauerteilnehmer aus Nachbarländern wie Frankreich, Niederlande, Österreich und Schweiz. Insgesamt waren 20 Nationalitäten vertreten, auch 50 Flüchtlinge, die mit deutschen Jugendgruppen angereist sind. Einige Teilnehmer haben auch Kinderprogramme in Flüchtlingsunterkünften mitgestaltet. Andere suchten die Seelsorge oder ließen für sich beten oder sich segnen. Viele Jugendliche erkannten, dass die „alten Texte“ der Bibel „hochaktuell“ in unsere Welt und in ihr persönliches Leben hineinsprechen. Das fröhliche Festival hat auch die Karlsruher Bürger herausgefordert, über den christlichen Glauben tiefer nachzudenken. Die Medien haben die Botschaft dieser Tage werbend ins ganze Land getragen. Stadt und Polizei stellten den Teilnehmern ein gutes Zeugnis aus. Anerkennendes Lob kam auch vom Oberbürgermeister und von der badischen Landeskirche, die mitwirkte. (mk)

Stuttgarter Konferenz für Weltmission: Die weltweite Gemeinde wächst

STUTTGART. Während sich in Deutschland die evangelische Kirche selbst demontiert, wächst weltweit die Gemeinde Gottes rapide, sagte der Direktor der Entwicklungsdienste „Christliche Fachkräfte International“ und „Hilfe für Brüder“, Ulrich Weinhold (Foto), bei der Konferenz für Weltmission am Fest Christi Himmelfahrt in Stuttgart. Vor rund 1.000 Besuchern bezeichnete er kirchliche Beschlüsse, gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu trauen, als „ein Erdbeben, das die Säulen der Kirche zerreißt“. Gottes Wort werde so beschädigt, obwohl die Bibel zum Heil und zur Orientierung dienen solle. Als Beispiele für das Wachstum der Christenheit nannte er den Himalaya-Staat Nepal und China. In Nepal habe sich die Zahl der Christen auf 375.000 verdreifacht. In China gebe es 130 Millionen Christen bei steigender Tendenz. „Hilfe für Brüder“, das die Verbreitung des Evangeliums fördert, hat eine Bibelübersetzung in der Tigrai-Sprache im Norden Äthiopiens mitfinanziert, von der schon 57.000 Exemplare verteilt wurden. Ein Missionar berichtete, dass zurzeit 65 Evangelisten in den Slums von Nairobi (Kenia) ausgebildet werden. Sie sollen mit Hilfe von Posaunenchören bald das Evangelium im Südsudan, im Kongo, in Kenia und im Tschad verbreiten. Zum Abschluss der Stuttgarter Konferenz wurden zwölf Entwicklungshelfer, drei Praxis-Studenten und 35 Kurzzeit-Helfer ausgesandt. (mk)

Chef der Bundesagentur für Arbeit erhält christlichen „Vordenker-Preis“

NÜRNBERG. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit und Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Frank-Jürgen Weise, erhält im Herbst den „Vordenker-Preis 2016“ des christlichen Finanzberatungsunternehmens Plansecur. Der bekennende Christ engagiert sich unter anderem bei ProChrist und ist ein „Macher“ im besten Sinn des Wortes, so die Jury. Als Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit sei es ihm gelungen, aus einer „schwerfälligen Behörde einen modernen Dienstleister zu formen“. Als Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sei er für „das praktische Gelingen der aktuell größten gesellschaftspolitischen Herausforderung unseres Landes“ verantwortlich. Für seine Erfolge bei dieser Aufgabe gebühre ihm höchster Respekt. Weise absolvierte eine Offiziersausbildung und ein BWL-Studium und arbeitete dann in der freien Wirtschaft. Seit 2004 ist er Vorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, seit Herbst 2015 leitet er das BAMF. Der „Vordenker-Preis 2016“ wird Ende Oktober in Frankfurt verliehen. (pro)

AB-Gemeinschaftstag: Tiefer Riss seit Synoden-Beschluss in Baden

KARLSBAD. Der Beschluss, gleichgeschlechtliche Partner kirchlich zu trauen, habe zu einem tiefen Riss innerhalb der badischen Landeskirche und zu deren Gemeinschaftsverbänden geführt, hieß es beim landesweiten Gemeinschaftstag des Ev. Gemeinschaftsverbandes AB im Bibelheim „Bethanien“ in Langensteinbach bei Karlsruhe am 1. Mai. Das Kürzel „AB“ steht für das Augsburgische Bekenntnis (1530) der Reformation. Wie der AB-Vorsitzender Achim Kellenberger (Foto) sagte, stehe die derzeitige Bibelauslegung der Badischen Kirche in fundamentalem Widerspruch zum Verständnis des AB-Verbandes. Der Beschluss stehe im Widerspruch zur der Barmer Theologischen Erklärung (1934), die zu den Grundlagen der badischen Kirche gehört. Dort heißt es in These 3: „Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden und politischen Überzeugungen überlassen.” Wie Kellenberger bekanntgab, soll die Bildung von Personalgemeinden  jetzt stärker gefördert werden. Der durch die Erweckungsbewegung in Baden um Pfarrer Aloys Henhöfer (1789–1862) im Jahr 1849 entstandene „AB-Verein“ ist mit 180 Gemeinschaften, 15 Gemeinden und 120 Hauskreisen der älteste pietistische Verband im Bereich der badischen Kirche. (mk)

Zwei große christliche Kliniken in Karlsruhe haben fusioniert

KARLSRUHE. Unter dem Namen „ViDia – Christliche Kliniken Karlsruhe“ haben sich zwei beliebte und bekannte christliche Kliniken in Karlsruhe verbündet. Am 2. Mai wurde der Fusionsvertrag unterzeichnet zwischen den katholischen St. Vincentius-Kliniken und dem evangelischen Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr. Die gemeinsame Zukunft ist damit notariell besiegelt. Seit Anfang 2015 führten die beiden Häuser miteinander Gespräche über einen Zusammenschluss. Mit dem anstehenden Eintrag in das Handelsregister wurde die Fusion nun auch rechtlich vollzogen. Die Marken St. Vincentius-Kliniken und Diakonissenkrankenhaus bleiben natürlich weiterhin erhalten, ihre Kompetenzen werden jedoch für eine noch bessere Patientenversorgung gebündelt. So werden etwa die HNO-Kliniken nach Fertigstellung des Neubaus in der Steinhäuserstraße zusammengelegt. Auch die beiden Augenkliniken sollen an einem Standort zusammengeführt werden und ab 2019 in das Gebäude der Frauenklinik der St. Vincentius-Kliniken in der Edgar-von-Gierke-Straße 2 einziehen. Durch die Fusion fallen einige finanzielle Sorgen weg, und die christlichen Kliniken bleiben mit ihrem Profil und einem größeren Gewicht in der badischen Metropole erhalten. Darüber freuen wir uns und gratulieren mit herzlichen Segenswünschen! (mk)

Lutherischer Bischof: „Christen, lasst euch von der Mission nicht abhalten!“

GREIFSWALD. Christen dürfen die Mission nicht aufgeben, denn sie seien dazu von Gott in diese Welt gesandt, betonte der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald) in seinen „Informationen“ für die Mitglieder der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Für evangelische Christen stellte er klar: „Wir sind nicht frei, um des lieben interreligiösen Friedens willen auf Mission, die allen Menschen gilt, zu verzichten.“ Dies müsse besonders heute in einer Zeit, in der die Frage nach der Wahrheit gerne ausgeklammert werde, deutlich herausgestellt werden. Die Mission bleibe auch künftig von zentraler Bedeutung für den christlichen Glauben. Bei ihr geht es laut Abromeit nicht um ein „Rechthabenwollen“, sondern um Treue zum Auftrag Jesu Christi. Der Bischof rief die aktiven Gemeindeglieder auf, das Evangelium in „kleinen Geschichten“ zu erzählen. Denn es sei interessant und nicht verwerflich, wenn Christen ihren Mitmenschen sagten, was ihrem Leben einen festen Halt und ein Fundament gebe. (mk)

„Vergebungshelden“ als Vorbilder für 5.200 Kinder bei Kindermissionsfest

BAD LIEBENZELL. Was ein „Vergebungsheld“ ist, erfuhren 5.200 Kinder in Bad Liebenzell bei zwei parallelen Kindermissionsfesten der Liebenzeller Mission mit identischem Programm. Das Motto „Vergebungsheld“ wurde gewählt, weil der Umgang mit Streit und Ärger für Kinder ein wichtiges Thema ist, hieß es. Es sei wichtig, sich mit anderen zu versöhnen und nach einem Streit zu vergeben. Auch dieses Jahr gab es wieder ein aufwändig gestaltetes Bühnenprogramm mit Actionspielen, fetziger Musik und einem extra für das Fest geschriebenen Theaterstück. In den Szenen wurden drei Schulkinder von älteren Schülern gehänselt und beleidigt. Sie schmieden einen fiesen Racheplan, der aber scheitert. Die drei Kinder bemerkten, dass ihr Racheplan der falsche Weg ist und vergaben ihren Mitschülern. In der Mittagspause erfreute eine riesige Spielstraße mit mehr als 50 Stationen. Missionare aus Papua-Neuguinea, Bangladesch und Ecuador berichteten später, was sie zum Thema „Vergebung“ in ihren Einsatzländern erlebt haben. Auch in diesem Jahr reisten viele Kinder wieder mit ihren Eltern oder mit Kindergottesdienst-Mitarbeitern oder Jungschargruppen aus dem ganzen Bundesgebiet sowie einigen Nachbarländern an. Rund 200 ehrenamtliche Mitarbeiter halfen im Vorfeld und an den beiden Veranstaltungstagen mit. (ck)

Seit dem Syrienkrieg ist die Nachfrage nach Bibeln enorm gestiegen

DAMASKUS. In Syrien, wo seit fünf Jahren ein Krieg tobt, ist die Nachfrage nach Bibeln stark gestiegen. Das berichtete die Deutschen Bibelgesellschaft (Stuttgart). Vor Beginn des blutigen Konflikts im 2010 habe die Syrische Bibelgesellschaft knapp 15.000 Exemplare der Heiligen Schrift verbreitet. 2014 seien dort fast 159.000 Bibeln weitergegeben worden. Der Leiter der Syrischen Bibelgesellschaft sagte: „Der Hunger der Christen nach der Heiligen Schrift ist in den unruhigen Zeiten, die wir hier erleben, noch größer geworden. Die letzten fünf Jahre waren für alle Syrer traumatisch, aber ganz besonders für die Christen. Jede Familie weiß eine traurige Geschichte zu erzählen. In dieser hoffnungslosen Zeit wenden sich die Menschen Gottes Wort zu, das ihnen Trost und neuen Mut spendet.“ Die Bibelverbreitung erfolgt über Buchläden, Klöster, Kirchen und freiwillige Helfer. Der Bibelladen in der Hauptstadt Damaskus blieb während des ganzen Krieges geöffnet. In den Laden von Aleppo ist eine Rakete in die zweiten Etage eingeschlagen, wo sich die Buchhandlung befindet, explodierte aber nicht und richtete so keinen großen Schaden an. Dennoch sind die Mitarbeiter dort gefährdet. Auf dem Weg zur Arbeit lauern Scharfschützen. Auch der Bibeltransport in abgelegenen Gegenden ist riskant. Die Busse geraten nicht selten zwischen die Fronten. (mk)

Christen engagieren sich in der Nothilfe im Erdbebengebiet von Ecuador

QUITO. Christen engagieren sich in der Nothilfe im Erdbebengebiet von Ecuador. Ganze Dörfer entlang der Küstenregion sind zerstört, berichtet ein Entwicklungshelfer von „Hilfe für Brüder International“. Besonders betroffen ist die Provinz Manabí. Im Stadtzentrum von Portoviejo sieht es schrecklich aus. Viele Häuser sind komplett eingestürzt, überall liegen Trümmerhaufen. Ein technischer DMG-Missionar in Quito koordiniert mit Ärzten medizinische Nothilfe-Einsätze. Auch viele christliche Gemeinden sind betroffen: Kirchen sind eingestürzt, Gläubige gestorben. Viele campierten noch im Freien wegen der Nachbeben, weit über 20.000 Menschen sind obdachlos. Inzwischen erreichen die Hilfslieferungen immer besser die betroffene Zone, Straßen sind wieder passierbar. Zwei DMG-Missionare sind mit nationalen Teams unterwegs und verteilen Hilfsgüter, finanziell unterstützt von „DMG Interpersonal“ in Sinsheim (Baden). Die evangelischen Gemeinden in der Stadt Loja helfen beim Packen der Lastwagen mit Trinkwasser, Nahrung, Kleidung und anderen Hilfsgütern. Spenden erbittet die DMG (www.DMGint.de) in Sinsheim und „Hilfe für Brüder“ (www.gottes-liebe-weltweit.de) in Stuttgart. (mk)

„Oasentag für Frauen“ im Lebenszentrum Adelshofen über „Wert(e).Voll.Leben“

EPPINGEN. Mutter Naomi und ihre Schwiegertöchter im Alten Testament, die Seligpreisungen im Neuen Testament und wie alltagsnah ein Glaube mit persönlicher Beziehung zu Jesus Christus aussehen kann, das kam beim „Oasentag für Frauen“ im Lebenszentrum Adelshofen mit Autorin Nicola Vollkommer zur Sprache. Rund 400 Frauen lauschten den erfrischenden Impulsen der lebensfrohen Referentin, die biblisch begründet und auf humorvolle Weise zum Perspektivwechsel ermutigte. „Kennen Sie das, wenn man an der Kasse steht, und die andere Schlange immer schneller ist, vor allem dann, wenn man wechselt? Bei Gott steht man nicht in der falschen Schlange. Wenn Plan B nicht funktioniert, dann komm zurück zu Plan A, das ist: zurück zu Jesus!“, überraschte und ermutigte die in Leicester (Mittelengland) geborene Pädagogin, die in Tübingen wohnt, wo ihr Mann als Pastor wirkt, während sie an der Freien Ev. Schule Reutlingen unterrichtet. Wie der Wechsel in die richtige Reihe praktisch aussehen kann, wenn eine Frau den Eindruck hat, sie selbst komme etwas zu kurz und noch einen Stapel Bügelwäsche vor sich hat, schilderte Nicola Vollkommer eindrucksvoll mit ihrem Gebetsprogramm bei der Familienwäsche: „Beim Hemd meines Mannes: Herr, segne seine Predigten. Beim Schlafanzug meiner Tochter: Herr, schenke ihr ruhigen Schlaf.“ Umrahmt wurde der Tag mit dem Thema „Wert(e).Voll.Leben“ vom Oasentag-Team des Lebenszentrums. (mk)

Buntes DMG-Jahresfest: Missionare sind Hoffnungsträger für Krisenregionen

SINSHEIM. „Mission beugt Fluchtgründen vor!“ betonte der Direktor des christlichen Missions- und Hilfswerkes „DMG interpersonal“, Dr. Detlef Blöcher (Foto) beim DMG-Jahresfest am 24. April auf dem Buchenauerhof (Sinsheim). Extremes Elend, Bürgerkrieg und Gewalt herrsche in vielen Ländern. Die  Hoffnungslosigkeit treibe die Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen, sich Schleppern anzuvertrauen und die riskante Überfahrt zu wagen. „Darum ist es heute nötiger denn je, Missionare und christliche Entwicklungshelfer zu entsenden“, erklärte Blöcher den 900 Gästen des Jahresfestes. Menschen müssten in ihrer Heimat eine Zukunft sehen und ihr Land aufbauen: „Dazu tragen Missionare maßgeblich bei. Sie sind Hoffnungsträger, bauen Schulen auf, helfen medizinisch, unterstützen Randgruppen, geben Frauen Würde und bringen den Menschen die Botschaft der Liebe Gottes.“ Das verbessere das Leben der Menschen und vermittle ihnen Hoffnung, sodass sie sich nicht mehr zu einer Flucht gezwungen sehen, so Blöcher. Die bedürftigsten Länder seien meist die Regionen der Welt, wo das Evangelium noch nicht bekannt sei. Die DMG erlebe derzeit eine ermutigende Gegenbewegung: „Mission kommt zurück in unser Land!“. Erfahrene Missionare von ausländischen Partnern wollten nach Deutschland, um die Kirchen hierzulande in ihren Aufgaben zu unterstützen, mutlose Gemeinden zu stärken, Kirchenferne mit Jesus bekannt zu machen und Flüchtlinge mit Gottes Liebe zu beschenken. Der DMG lägen zahlreiche Anfragen vor. In wenigen Tagen komme ein Team von Christen aus Nahost nach Berlin, um die Araber mit dem Evangelium von Jesus bekanntzumachen. (tv)

Betroffenheit über Beschluss von Trauungen für gleichgeschlechtliche Partnerschaften

BAD HERRENALB. Auf große Betroffenheit ist der Beschluss der badischen Landessynode gestoßen, gleichgeschlechtliche Partnerschaften kirchlich zu trauen. Seit 2003 galt in Baden die Regelung, dass die geistliche Begleitung solcher Lebensgemeinschaften in der Seelsorge stattfindet. Die nun viel weitergehende Trauung wird als Amtshandlung auch ins Kirchenbuch eingetragen. Lehnt der zuständige Pfarrer diese Trauung ab, muss der Dekan einen anderen Seelsorger mit dem Gottesdienst beauftragen. Gemeindeleitungen dürfen homosexuellen Partnern aber aus Gewissensgründen die Benutzung einer Kirche für eine Trauung nicht verbieten. Die Christus-Bewegung Baden bedauert die Entscheidung. Sie breche fundamental mit dem „klaren Zeugnis der Bibel“. Dies gelte nicht nur für das Ehe-Ethos, sondern auch für die Lehre vom Menschen, sagte deren Vorsitzender, Pfarrer Lothar Mößner (Foto) in einer Stellungnahme. Mit diesem Beschluss stell sich die Synode „gegen geltende Überzeugungen in der weltweiten Ökumene, und sie stößt Tausende von engagierten Gemeindegliedern in badischen Kirchengemeinden vor den Kopf.“ Eine Abwanderung bibeltreue Gemeindeglieder ist für Mößner zu befürchten. Die landeskirchlichen Gemeinschaften haben Stellungnahmen angekündigt. (www.cbb-baden.de)

Ecuador: Zwei DMG-Missionare organisieren mit in der Nothilfe vor Ort

QUITO. Der technische DMG-Missionar Hermann Schirmacher in Quito koordiniert mit Kollegen die medizinischen Nothilfeeinsätze nach dem großen Erdbeben in Ecuador. Er ist mit vier Ärzten im Krisengebiet im Einsatz. Die Arbeit wird mit dem Gesundheitsministerium abgesprochen. Viele Familien haben alles verloren. Sein Kollege Christian Waidelich in der Nothilfe schreibt: „Allein in der Provinz Manabí gab es weit über 500 Tote. Immer noch kommt es zu schweren Nachbeben. Auch viele christliche Gemeinden sind betroffen: Kirchen sind eingestürzt, Gläubige gestorben. Die Menschen campieren immer noch im Freien wegen der Nachbeben, weit über 20.000 sind obdachlos geworden. Mancherorts herrscht unerträglicher Gestank von verwesenden Leichen und gärenden Lebensmitteln. Jetzt wurde auch noch Alarm gegeben wegen Zyka-Virus und Dengue-Fieber. Gleichzeitig erreichen die Hilfslieferungen immer besser die betroffene Zone, es sind Straßen wieder passierbar. Einige Dörfer sind noch von der Außenwelt abgeschnitten. Zwei Missionare sind mit nationalen Teams unterwegs und verteilen Hilfsgüter, finanziell unterstützt von der DMG. Die christlichen Gemeinden in Stadt Loja sammeln eifrig und packen mit an. Lastwagen mit Trinkwasser, Nahrung, Kleidung und anderen Hilfsgütern sind von hier aus bereits im Erdbebengebiet angekommen.“ Gemeinsam mit einem Pastor will Christian Waidelich mehrere Baueinsätze ab der zweiten Maiwoche koordinieren und Unterkünfte für Obdachlose bauen. (www.DMGint.de/Ecuador)

„Hilfe für Brüder International“ – auch im Erdbebengebiet von Ecuador

STUTTGART. Ganze Dörfer entlang der Küstenregion liegen in Schutt und Asche, berichtet der Entwicklungshelfer Martin Henrich von „Hilfe für Brüder International“ (hfb) aus dem Erdbebengebiet in Ecuador. Knapp ein Jahr nach dem verheerenden Beben in Nepal erschütterte am Abend des 16. April  ein Erdbeben mit der Stärke 7,8 den Westen Ecuadors. Betroffen ist insbesondere die Provinz Manabí. Eine der beiden hfb-Freiwilligen, die in der Region im Kurzzeiteinsatz sind, schreibt: „Meiner Gastfamilie und mir geht es gut. Dafür bin ich Gott unglaublich dankbar. Im Inneren unseres Hauses ist vieles kaputt, aber das Gebäude ist nicht beschädigt. Seit kurzem haben wir auch wieder Strom. Wenn man durch das Stadtzentrum von Portoviejo fährt: Es sieht einfach schrecklich aus. Mehrere Häuser sind komplett eingestürzt, überall liegen Trümmerhaufen, die Straßen haben riesige Risse.“ Zwei Tage nach dem Beben berichten die Nachrichten von 272 Toten und über 2.500 Verletzten. Die Bevölkerung, die generell um die tägliche Gefahr von Erdbeben und Vulkanausbrüchen weiß, steht unter Schock. Mit zwei langjährigen Partner-Kirchen ist „Hilfe für Brüder International“ aktuell in Verbindung, um schnell Nothilfe leisten zu können. Danke, wenn auch Sie diese Nothilfe mit unterstützen, finanziell und im Gebet. Spenden erbittet Hilfe für Brüder International (Schickstraße 2, 70182 Stuttgart, Telefon 0711 210210, Web: www.gottes-liebe-weltweit.de) auf ihr Konto bei der Ev. Bank (IBAN DE89 5206 0410 0000 4156 00, BIC GENODEF1EK1) mit dem Stichwort „Projekt 5133 - Nothilfe Ecuador“. (mk)

Deutscher Evangelist in Indonesien: Große Offenheit für das Evangelium

JAKARTA. Eine große Offenheit für die christliche Botschaft beobachtet der Evangelist und Publizist Alexander Seibel (Wetzlar) unter jungen Menschen in Indonesien. Seibel bereiste das südostasiatische Land zwei Wochen lang und hielt an einer Universität Seminare und Vorträge. Mit zahlreichen Studenten habe er über das Evangelium sprechen können, sagte er nach seiner Rückkehr. „Man muss bei Asiaten nicht betonen, dass die Bibel Gottes Wort ist.“ Bibelkritik sei ihnen fremd. Gott sei selbstverständlich Schöpfer des Himmels und der Erde. Für viele Studenten sei zudem die Botschaft von Liebe und Vergebung sowie der Möglichkeit einer persönlichen Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott anziehend. Seibel: „Die Frage, wie man einen gnädigen Gott bekommt, die vor 500 Jahren die Reformation bewirkte, ist für diese Menschen viel aktueller als im neuheidnischen, antichristlichen Europa.“ Wie Seibel weiter berichtete, stößt die biblische Botschaft in dem islamisch dominierten Land aber nicht überall auf Gegenliebe. Mitunter würden Christen auch angefeindet. Die indonesische Regierung hat die Polizeikräfte aufgestockt, um Kirchen vor möglichen Anschlägen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) zu schützen. Der Einsatz konzentrierte sich vor allem auf die Provinz Nordsumatra. Dorthin waren im Oktober tausende Christen geflohen, nachdem es in der benachbarten Provinz Aceh zu teils schweren Ausschreitungen gegen kirchliche Einrichtungen gekommen war. Zudem hatten Hunderte muslimischer Extremisten von den Regierungsbehörden verlangt, sämtliche Kirchen im Regierungsbezirk Aceh Singkil zu schließen. Sie forderten die Bevölkerung dazu auf, alle Kirchengebäude zu zerstören, die über keine offizielle Baugenehmigung verfügen. Das sind etwa 80 Prozent aller Gebetsstätten im Land, darunter zumeist Moscheen, aber auch Kirchen. „Wir werden nicht aufhören, Christen zu jagen und Kirchen niederzubrennen“, heißt es in einer von muslimischen Extremisten verbreiteten Nachricht. (idea)

Ex-Ministerpräsident Teufel sprach in der Stadtmission über sein Christsein

PFORZHEIM. Wenn Jesus nicht auferstanden wäre, gäbe es kein Christentum, gab der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Erwin Teufel (Spaichingen bei Rottweil), bei einem Abendgottesdienst der Pforzheimer Stadtmission zu bedenken. Mit der Osterbotschaft stehe und falle der ganze christliche Glaube, sagte der CDU-Politiker, der von 1991–2005 an der Spitze des Bundeslandes stand. In einer Gesprächsrunde mit Stadtmissionar Uli Limpf nannte der heute 76-Jährige als eine der prägendsten Kindheitserinnerungen die täglichen Gebete für die Rückkehr seines Vaters aus dem Zweiten Krieg, die auch erhört wurden. Sehr stark beeindruckt habe ihn vor allem seine Mutter, eine „einfache, aber sehr gescheite Bäuerin“. Sie brachte ihn auch zur Politik, weil sie ihm Bücher über den Zweiten Weltkrieg kaufte. „Man muss sich in einer Demokratie aktiv einbringen, dass so etwas in Zukunft verhindert wird“, sei ihm dabei klar geworden, so Teufel. Er ermutigte Jugendliche, sich ehrenamtlich zu engagieren. Als Jungscharleiter beispielsweise lerne man, zu organisieren und vor anderen zu reden. Dass er als Politiker tätig sein konnte, verdanke er aber auch seiner Frau, die ihm den Rücken freihielt. Zur Frage, warum er Christ sei, sagte Teufel, er sei als Kind in diesem Glauben erzogen worden und immer mehr hineingewachsen. Täglich habe er Morgen-, Tisch- und Abendgebete miterlebt. Auch der kirchliche Kindergarten habe ihm Impulse gegeben. Glauben könne man nur in einer Gemeinschaft leben. Deshalb besuche er jeden Sonntagmorgen mit der Familie den Gottesdienst. (idea)

Gesundheitskongress: Trösten von Kranken ebenso wichtig wie heilen

KASSEL. Kranke zu trösten ist ebenso wichtig wie sie zu heilen, das weiß Pastor Heinrich Christian Rust (Braunschweig) aus seelsorgerlicher Erfahrung. Der Theologe sprach beim 5. Christlichen Gesundheitskongress in Kassel zur Frage „Was tun, wenn die Heilung ausbleibt?“. Für Rust muss in den christlichen Gemeinden auch die „Tröstekompetenz“ gefördert werden. Kranke Menschen brauchten den Zuspruch des Wortes Gottes und sollten körperliche und soziale Nähe erleben. Trost würde erfahrbar in der Gemeinschaft mit anderen Christen, etwa durch Hausbesuche. Im Gebet mit Kranken habe auch die Klage vor Gott ihren festen Platz. Nach Rusts Worten gilt Gottes Liebe nicht nur den Gesunden, sondern ebenso den Menschen, die durch Krankheit und Vorboten des Todes gekennzeichnet sind. Kranke könnten in gleicher Weise gesegnet sein wie Gesunde. Der Segen Gottes lasse sich nicht vorrangig über die Erfahrung von Gesundheit definieren. Rust forderte auch die Mediziner, Therapeuten, Seelsorger und Begleitpersonen von chronisch Kranken auf, seelsorgerlich zu begleiten. Besonders notwendig sei dies für Angehörige, die in der häuslichen Pflege tätig sind. Sie seien häufig über längere Zeit starken Belastungen ausgesetzt und bräuchten die Unterstützung der Gemeinde. (idea)

Experten prognostizieren Christen in Syrien und dem Irak eine düstere Zukunft

BERLIN. In 30 Jahren wird es in Ländern wie Syrien oder dem Irak wohl kaum noch Christen geben. Diese Einschätzung äußerte der Leiter Weltkirche und Migration der Deutschen Bischofskonferenz, Ulrich Pöner (Bonn), in Berlin auf einer Tagung des Arbeitskreises „Christinnen und Christen in der SPD“ und der SPD-Bundestagsfraktion zum Thema „Die Welt ist aus den Fugen geraten – Friedensethische Grundsätze und politische Verantwortung im 21. Jahrhundert“. Auch der Bundesvorsitzende der Aramäer in Deutschland, Daniyel Demir (Heidelberg), zeigte sich besorgt, dass die Nahe Osten bald christenfrei seien könnte. Dabei seien Christen seit Jahrtausenden ein wichtiger Bestandteil der Zivilbevölkerung. Sollte sich das ändern, würde diesen Ländern etwas von ihrer „kulturellen Identität“ verloren gehen. Der Islam hat seit seiner Gründung vor 1.300 Jahren das Ziel, Christen aus dem Mittleren Osten zu vertreiben, sagte der syrisch-orthodoxe Bischof für die Schweiz und Österreich, Dionysos Isa Gürbüz (Arth/Schweiz) gegenüber der Schweizer Zeitung „Tages-Anzeiger“ (Zürich). Der Genozid an den Christen habe im 7. Jahrhundert im Dunkeln angefangen. Heute finde er im Scheinwerferlicht der Medien statt. Es sei naiv zu glauben, dass sich die muslimischen Flüchtlinge in Europa anpassen und mit den Christen in Frieden zusammenleben. Gürbüz glaubt, dass die Anzahl kinderreicher Muslime schnell wachsen werde und es dann auch hier Verfolgung geben könne: „Was heute im Nahen Osten geschieht, wird auch hier in Europa passieren.“ Damit wolle nicht zum Hass aufrufen. Ihn habe nur die 1.300-jährige Geschichte der Verfolgung gelehrt, Muslimen nicht zu trauen. Sein Geburtsland bezeichnete der aus der Osttürkei stammende Gürbüz als „der Christen Feind“. Hätten an der Grenze zu Syrien zu Beginn des Jahrhunderts noch 230.000 Aramäer gelebt, so seien es heute praktisch keine mehr. (idea)

Klarstellung von Papst Franziskus: „Zu einer Familie gehören Mann und Frau“

ROM. „Die Freude der Liebe, die in den Familien gelebt wird, ist auch die Freude der Kirche“, beginnt das päpstliche Lehrschreiben „Amoris Laetitia“ (Die Freude der Liebe), das der Vatikan am 8. April 2016 veröffentlicht hat. In neun Kapiteln fasst das Kirchenoberhaupt seine Schlussfolgerungen aus den Bischofssynoden der letzten beiden Jahre auf 260 Seiten zusammen. Die Kirche müsse zwar die große Vielfalt familiärer Situationen anerkennen, die einen gewissen Halt bieten könnten: „Doch die eheähnlichen Gemeinschaften oder die Partnerschaften zwischen Personen gleichen Geschlechts ... können nicht einfach mit der Ehe gleichgestellt werden.“ Der Papst legt Wert darauf, dass jeder Mensch in seiner Würde geachtet wird. Die Synode von 2015 habe aber festgehalten, dass zwischen homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes für Ehe und Familie keine Analogien ( = Übereinstimmungen) hergestellt werden könnten. Franziskus übte auch „heilsame Selbstkritik“: Die Kirche habe die Bedeutung der Fortpflanzung für die Ehe überbetont und ein übertriebenes theologisches Ideal von ihr vertreten. Bei der Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Eucharistie plädiert er dafür, sie im Einzelfall gewissenhaft zu prüfen. Es müsse mehr seelsorgerlicher Raum für Gewissensentscheidungen geben. Der Papst beschäftigt sich ferner mit der Gender-Ideologie. Sie leugnet für Franziskus die Unterschiede von Mann und Frau und stellt eine Gesellschaft ohne Geschlechterdifferenz in Aussicht. Es sei beunruhigend, dass versucht werde, solche Ideologien als einzige Denkweise durchzusetzen. Man dürfe sie nicht akzeptieren: „Verfallen wir nicht der Sünde, den Schöpfer ersetzen zu wollen! Wir sind Geschöpfe, wir sind nicht allmächtig.“ (mk)

Transplantationsmediziner: Ich spreche mit Patienten über Jesus Christus

KASSEL. „Ich spreche mit Patienten über Christus“, bekannte der Transplantationsmediziner Prof. Dr. Eckhard Nagel (Bayreuth) im Ev. Wochenmagazin „ideaSpektrum“ vom 13. April. Nagel ist Direktor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth, Mitglied des Ethikrats und einer der Hauptreferenten beim 5. Christlichen Gesundheitskongress vom 14. bis 16. April in Kassel. Sterben sei ein Teil des Lebens, betonte Nagel. Deshalb müsse ein Arzt, der einem christlichen Menschenbild folge, dem Sterbenden auch als Therapeut begegnen. Denn neben dem körperlichen müsse auch das seelische Leiden des Patienten aufgefangen werden. Dazu gehöre auch, ihm in seiner Angst und bei seinem Ringen um das Leben beizustehen sowie die „Hindernisse des körperlichen, geistigen und seelischen Abschiednehmens wahrzunehmen“. Vor diesem Hintergrund sei es für die Patienten wichtig zu wissen, woran ihr behandelnder Arzt glaube, so Nagel. Deswegen spreche er mit ihnen nicht nur über das Sterben, sondern auch von seinem Glauben „an das von Christus erlöste Leben nach dem Tod“. (idea)

CVJM Baden: Digitaler Jugendmitarbeiterkongress ganz „vorbildl.ICH“

KRAICHTAL. „B.I.S.S.“ heißt der digitale Jugendmitarbeiterkongress des CVJM Baden im CVJM-Lebenshaus (Kraichtal). In diesem Jahr ging es um das Vorbild-sein mit der Parole „vorbildl.ICH“. CVJM-Generalsekretär Matthias Kerschbaum entfaltete das Thema vor den rund 160 Teilnehmern im „Schloss Unteröwisheim“ (Foto). CVJM-Sekretär Ralf Zimmermann: „Durch die Nutzung der modernen Kommunikationsmöglichkeiten, der ‚Digital Transformation‘, wollen wir das Netzwerk unter den Mitarbeitern in der Jugendarbeit stärken!“ Zimmermann war mit seinem jungen Team für die vier Tage verantwortlich. „B.I.S.S. ist eine ganzheitliche Mitarbeiterschulung, die Leib, Seele und Geist umfasst“, betonte er. Die vier Großbuchstaben stehen für „Bibel, Inspiration, Specials (Seminare) und Service“. Die „Digitale Transformation“ des Kongresses vernetzte die Teilnehmer vor Ort mit vielen Mitarbeitern im badischen Land, die per Live-Stream und Chat sowie einer Bildergalerie verbunden waren. Sie konnten sich mit einer App, die ein Mitarbeiter dafür entwickelt hat, sogar an bestimmten Punkten einklinken. Die Inhalte des Kongresses gingen auf diese Weise zeitgleich ins ganze Land, zeigte sich Ralf Zimmermann erfreut. Landesweit käme so in den CVJMs ein Erfahrungsaustausch zustande. Zum Kongress gehörten auch praxisnahe Seminare, Sport und Spiel, die Lektüre von Bibeltexten (auch in Kleingruppen) sowie ein Gottesdienst und fröhliche Festlichkeit. Ein Highlight war die Begegnung mit internationalen Gästen. Ihre Erfahrungsberichte, darunter über ein Schulprojekt an der türkisch-syrischen Grenze, gaben wegweisende Impulse. (mk)

Südosteuropa: Jugendliche kommen über Sportangebote in Kontakt mit Jesus

STUTTGART. Vor zehn Jahren begann in Moldawien (Südosteuropa) die Sportarbeit des Missionsbundes „Licht im Osten“ (Stuttgart). Eine Gruppe von Christen traf sich regelmäßig auf dem Sportplatz in einem Stadtpark, um Volleyball zu spielen. Dabei luden sie Jugendliche, die im Park herumlungerten, zum Mitspielen ein. Christliche Lieder wurden bald gesungen, und einige erzählten von Jesus Christus und seiner Bedeutung für ihr Leben. Kontakte zu den Teens aus dem Park entstanden. Einem professionellem Volleyballspieler, der in dieser Zeit zum Glauben kam, legte es Gott aufs Herz, durch eine missionarische Sportarbeit junge Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Seither leitet Alexander Pulew diese christliche Sportarbeit mit seiner Frau Mascha, die selbst durch die ersten Spiele im Park zum Glauben gekommen ist. Heute gibt es nicht nur Volleyball-Angebote, sondern auch für Fußball, Radfahren und andere Sportarten. Ganze Trainingseinheiten laufen inzwischen. Dazu kommen viele Jugendliche, die noch nie das Evangelium von Jesus Christus gehört haben. Zu jeder Trainingsrunde gehört neben der sportlichen Leistung auch das gemeinsame Bibellesen und das Durcharbeiten eines Glaubenskurses, der von „Licht im Osten“ unter dem Titel „Christsein konkret“ verfasst wurde. Auf diese Weise kommen junge Leute mit Jesus Christus in Kontakt und finden eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. So werden aus Verlierern der Gesellschaft dann Sieger des Lebens. (mk)

Moldawien: Gläubige Lehrer vermitteln biblische Werte in öffentlichen Schulen

KISCHINJOWIN. In Moldawien gibt es Ethikunterricht an öffentlichen Schulen. Das nutzen gläubige Lehrer und erzählen Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament in den Grundschulen. Durch biblische Personen und deren Leben vermitteln sie so das Evangelium. In den höheren Klassen sprechen die Lehrer über die Folgen eines ausschweifenden Lebens, über die Gefahren des Rauchens, des Alkohol- und Drogenkonsums, über die Folgen von Sexualkontakten und den Umgang mit HIV, auch die Kriminalität und die Gefahr, Opfer von Menschenhandel zu werden. Sie geben den Schülern gute Anleitung zur individuellen Lebensgestaltung und verweisen dabei auf christliche Werte. Die Unterrichtsstunden werden an verschiedenen Orten im Land gehalten. Immer mehr Anfragen gehen ein, weil viele Schüler ins Nachdenken über ihr Leben kommen. Sie äußern sich dankbar für die Denkanstöße, die sie aus dem Unterricht mitnehmen, auch für das authentische Vorbild ihrer Lehrerinnen und Lehrer. (mk)

Ausgabe Juni / Juli 2016

DMG-Interpersonal, Sinsheim:
 

Am 23./24. Juli Jugend-Missions-Event mit Tobias Kley mit Übernachtung im Gelände des Buchenauerhof (Sinsheim) unter dem Motto: „Die Welt liegt dir zu Füßen.“ Für ungewöhnliche Sportaktivitäten sorgt SRS (Sportler ruft Sportler). Infos und Anmeldung: www.jumi.online

(www.DMGint.de)

 

Seelsorgezentrum „Haus Frieden“ in Steinen:

 

Vom 1.-3. Juli Wochenende mit der Bibel unter dem Thema „So macht Gott Mut“ mit Pfarrer Winrich Scheffbuch (Stuttgart), vom 4.-7. Juli Woche der biblisch-reformatorischen Botschaft zum Reformationsjubiläumsjahr 2017 mit Prälat em. Dr. Hans Pfisterer (Heidelberg) unter dem Motto „Was wirklich zählt! Glaube und Leben im Horizont“.

 

Am 10. Juli um 9.30 Uhr Israel-Gottesdienst mit Pfr. Martin Rösch vom Israelwerk AMZI (St. Chrischona) zum Thema Israels Wiederherstellung. Beobachtungen in der Bibel, in der Geschichte und in der Gegenwart“. Vom 11.-16. Juli Studientage zu den Wundern des Propheten Elisa im zweiten Buch der Könige mit Gunter und Andrea Keine, langjährige Mitarbeiter der Fackelträger (Leiter der Klostermühle). Am Sonntag, 24. Juli, Haus-Frieden-Tag mit Hartmut Steeb (Stuttgart), Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz.

 

(www.haus-frieden.de)

 

Pforzheimer Stadtmission:

Vom 31. Juli bis 6. August KidsCamp - Zeltlager für Jungs und Mädchen auf dem Dobel (Nordschwarzwald) unter dem Motto „Planet Lumoo - Deine Reise durchs Weltall!“. Eingeladen sind alle Jungs und Mädchen im Alter von 7 bis 11 Jahren.

(www.pforzheimer-stadtmission.de)

 

Aufgegriffen:
Konzilien können irren

Die Synode der Badischen Landeskirche hat beraten und beschlossen: Jetzt können homosexuelle Paare getraut werden. Selten wurde ein Beschluss so rasch den Pfarrämtern mitgeteilt wie dieser. Wir fühlten uns erinnert an Schabowskis legendäre Bemerkung zur Grenzöffnung: „Ab sofort, unverzüglich.“ Und kaum ein Beschluss ruft so viele Irritationen und Fragen hervor wie dieser.
Zum Beispiel: Warum wird eine so wichtige Frage in der Landessynode behandelt und entschieden, ohne dass vorher ein Beratungsprozess in den Gemeinden, Bezirkssynoden und unter den Pfarrern stattfindet? Hat man Angst vor der Basis? Immerhin bedeutet eine solche Trauung den eklatanten Bruch mit biblischen Aussagen, bisher geltender Ethik, der zweitausendjährigen Tradition der Kirche und der ökumenischen Gemeinschaft.

 

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