Paulus ruft den Christen zu: „Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst.“ 1. Korinther-Brief des Apostels Paulus, Kapitel 6, Vers 19
Paulus ruft den Christen zu:„Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist,der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst.“ 1. Korinther-Brief des Apostels Paulus, Kapitel  6, Vers 19 

News

Hier informieren wir Sie durch aktuelle Berichte und News.
     

Picknick des Jugendkongresses „Christival“ im Schlosspark Karlsruhe

KARLSRUHE. Mit einem Sendungsgottesdienst endete der fünftägige Jugendkongress „Christival“ Anfang Mai in Karlsruhe. Unter dem Motto „Jesus versöhnt“ kamen in der Messe und an anderen Orten rund 15.000 Teilnehmer zu 480 Einzelveranstaltungen mit biblischer Wegweisung zusammen. Tausende versammelten sich auch am letzten Abend im Schlossgarten zum Picknick in unzähligen Kleingruppen. Für jede Gruppe waren Christen aus der Stadt und der Region verantwortlich, die Essen und Getränke mitbrachten. Teppiche waren ausgelegt. Die jungen Leute saßen darauf, boten im Park bei sommerlichem Wetter ein beeindruckendes Bild. Im Schlussgottesdienst rief Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg (Lüdenscheid) dazu auf, sich mit Gott versöhnen zu lassen und selbst zum Botschafter seiner Liebe zu werden, das Evangelium „hinauszutragen in unser Land und weit darüber hinaus“. Mehr Tagesgäste als erwartet kamen zu den Angeboten, Dauerteilnehmer aus Nachbarländern wie Frankreich, Niederlande, Österreich und Schweiz. Insgesamt waren 20 Nationalitäten vertreten, auch 50 Flüchtlinge, die mit deutschen Jugendgruppen angereist sind. Einige Teilnehmer haben auch Kinderprogramme in Flüchtlingsunterkünften mitgestaltet. Andere suchten die Seelsorge oder ließen für sich beten oder sich segnen. Viele Jugendliche erkannten, dass die „alten Texte“ der Bibel „hochaktuell“ in unsere Welt und in ihr persönliches Leben hineinsprechen. Das fröhliche Festival hat auch die Karlsruher Bürger herausgefordert, über den christlichen Glauben tiefer nachzudenken. Die Medien haben die Botschaft dieser Tage werbend ins ganze Land getragen. Stadt und Polizei stellten den Teilnehmern ein gutes Zeugnis aus. Anerkennendes Lob kam auch vom Oberbürgermeister und von der badischen Landeskirche, die mitwirkte. (mk)

Stuttgarter Konferenz für Weltmission: Die weltweite Gemeinde wächst

STUTTGART. Während sich in Deutschland die evangelische Kirche selbst demontiert, wächst weltweit die Gemeinde Gottes rapide, sagte der Direktor der Entwicklungsdienste „Christliche Fachkräfte International“ und „Hilfe für Brüder“, Ulrich Weinhold (Foto), bei der Konferenz für Weltmission am Fest Christi Himmelfahrt in Stuttgart. Vor rund 1.000 Besuchern bezeichnete er kirchliche Beschlüsse, gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu trauen, als „ein Erdbeben, das die Säulen der Kirche zerreißt“. Gottes Wort werde so beschädigt, obwohl die Bibel zum Heil und zur Orientierung dienen solle. Als Beispiele für das Wachstum der Christenheit nannte er den Himalaya-Staat Nepal und China. In Nepal habe sich die Zahl der Christen auf 375.000 verdreifacht. In China gebe es 130 Millionen Christen bei steigender Tendenz. „Hilfe für Brüder“, das die Verbreitung des Evangeliums fördert, hat eine Bibelübersetzung in der Tigrai-Sprache im Norden Äthiopiens mitfinanziert, von der schon 57.000 Exemplare verteilt wurden. Ein Missionar berichtete, dass zurzeit 65 Evangelisten in den Slums von Nairobi (Kenia) ausgebildet werden. Sie sollen mit Hilfe von Posaunenchören bald das Evangelium im Südsudan, im Kongo, in Kenia und im Tschad verbreiten. Zum Abschluss der Stuttgarter Konferenz wurden zwölf Entwicklungshelfer, drei Praxis-Studenten und 35 Kurzzeit-Helfer ausgesandt. (mk)

Chef der Bundesagentur für Arbeit erhält christlichen „Vordenker-Preis“

NÜRNBERG. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit und Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Frank-Jürgen Weise, erhält im Herbst den „Vordenker-Preis 2016“ des christlichen Finanzberatungsunternehmens Plansecur. Der bekennende Christ engagiert sich unter anderem bei ProChrist und ist ein „Macher“ im besten Sinn des Wortes, so die Jury. Als Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit sei es ihm gelungen, aus einer „schwerfälligen Behörde einen modernen Dienstleister zu formen“. Als Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sei er für „das praktische Gelingen der aktuell größten gesellschaftspolitischen Herausforderung unseres Landes“ verantwortlich. Für seine Erfolge bei dieser Aufgabe gebühre ihm höchster Respekt. Weise absolvierte eine Offiziersausbildung und ein BWL-Studium und arbeitete dann in der freien Wirtschaft. Seit 2004 ist er Vorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, seit Herbst 2015 leitet er das BAMF. Der „Vordenker-Preis 2016“ wird Ende Oktober in Frankfurt verliehen. (pro)

AB-Gemeinschaftstag: Tiefer Riss seit Synoden-Beschluss in Baden

KARLSBAD. Der Beschluss, gleichgeschlechtliche Partner kirchlich zu trauen, habe zu einem tiefen Riss innerhalb der badischen Landeskirche und zu deren Gemeinschaftsverbänden geführt, hieß es beim landesweiten Gemeinschaftstag des Ev. Gemeinschaftsverbandes AB im Bibelheim „Bethanien“ in Langensteinbach bei Karlsruhe am 1. Mai. Das Kürzel „AB“ steht für das Augsburgische Bekenntnis (1530) der Reformation. Wie der AB-Vorsitzender Achim Kellenberger (Foto) sagte, stehe die derzeitige Bibelauslegung der Badischen Kirche in fundamentalem Widerspruch zum Verständnis des AB-Verbandes. Der Beschluss stehe im Widerspruch zur der Barmer Theologischen Erklärung (1934), die zu den Grundlagen der badischen Kirche gehört. Dort heißt es in These 3: „Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden und politischen Überzeugungen überlassen.” Wie Kellenberger bekanntgab, soll die Bildung von Personalgemeinden  jetzt stärker gefördert werden. Der durch die Erweckungsbewegung in Baden um Pfarrer Aloys Henhöfer (1789–1862) im Jahr 1849 entstandene „AB-Verein“ ist mit 180 Gemeinschaften, 15 Gemeinden und 120 Hauskreisen der älteste pietistische Verband im Bereich der badischen Kirche. (mk)

Zwei große christliche Kliniken in Karlsruhe haben fusioniert

KARLSRUHE. Unter dem Namen „ViDia – Christliche Kliniken Karlsruhe“ haben sich zwei beliebte und bekannte christliche Kliniken in Karlsruhe verbündet. Am 2. Mai wurde der Fusionsvertrag unterzeichnet zwischen den katholischen St. Vincentius-Kliniken und dem evangelischen Diakonissenkrankenhaus Karlsruhe-Rüppurr. Die gemeinsame Zukunft ist damit notariell besiegelt. Seit Anfang 2015 führten die beiden Häuser miteinander Gespräche über einen Zusammenschluss. Mit dem anstehenden Eintrag in das Handelsregister wurde die Fusion nun auch rechtlich vollzogen. Die Marken St. Vincentius-Kliniken und Diakonissenkrankenhaus bleiben natürlich weiterhin erhalten, ihre Kompetenzen werden jedoch für eine noch bessere Patientenversorgung gebündelt. So werden etwa die HNO-Kliniken nach Fertigstellung des Neubaus in der Steinhäuserstraße zusammengelegt. Auch die beiden Augenkliniken sollen an einem Standort zusammengeführt werden und ab 2019 in das Gebäude der Frauenklinik der St. Vincentius-Kliniken in der Edgar-von-Gierke-Straße 2 einziehen. Durch die Fusion fallen einige finanzielle Sorgen weg, und die christlichen Kliniken bleiben mit ihrem Profil und einem größeren Gewicht in der badischen Metropole erhalten. Darüber freuen wir uns und gratulieren mit herzlichen Segenswünschen! (mk)

Lutherischer Bischof: „Christen, lasst euch von der Mission nicht abhalten!“

GREIFSWALD. Christen dürfen die Mission nicht aufgeben, denn sie seien dazu von Gott in diese Welt gesandt, betonte der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald) in seinen „Informationen“ für die Mitglieder der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Für evangelische Christen stellte er klar: „Wir sind nicht frei, um des lieben interreligiösen Friedens willen auf Mission, die allen Menschen gilt, zu verzichten.“ Dies müsse besonders heute in einer Zeit, in der die Frage nach der Wahrheit gerne ausgeklammert werde, deutlich herausgestellt werden. Die Mission bleibe auch künftig von zentraler Bedeutung für den christlichen Glauben. Bei ihr geht es laut Abromeit nicht um ein „Rechthabenwollen“, sondern um Treue zum Auftrag Jesu Christi. Der Bischof rief die aktiven Gemeindeglieder auf, das Evangelium in „kleinen Geschichten“ zu erzählen. Denn es sei interessant und nicht verwerflich, wenn Christen ihren Mitmenschen sagten, was ihrem Leben einen festen Halt und ein Fundament gebe. (mk)

100 Jahre Gästezentrum „Schönblick“: Weltoffen, aber verbunden mit einer Liebe zur Bibel

SCHWÄBISCH GMÜND. „Zu einer lebendigen Volkskirche gehört dazu, dass sie sich auch mit den Themen des Pietismus auseinandersetzt. Deshalb ist es mir wichtig mitzufeiern, wenn Pietisten ein großes Jubiläum begehen“, sagte die Präses der EKD-Synode, Irmgard Schwaetzer (im Bild links), vor der Presse bei der Feier zum 100-jährigen Jubiläum des Christlichen Gästezentrums „Schönblick“ in Schwäbisch Gmünd, Stammhaus des pietistischen Gemeinschaftsverbandes „die Apis“ in der württembergischen Kirche. Schwaetzer zeigte sich beeindruckt vom Konzept des Gästezentrums, auch junge Familien einzubinden, damit sie körperlich und geistlich gestärkt werden. Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) hat die Einmischung pietistischer Kreise in den Streit um den Bildungsplan des Landes gelobt. Im unmittelbaren Gespräch über die vorgesehene „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ sei man zwar nicht in allen Punkten zum Konsens gelangt, so Bauer beim Festakt, aber die Gesellschaft brauche Menschen, die ihre Vorstellungen von einem glücklichen Leben dialogfähig und kompromissbereit einbrächten; der Staat dürfe diese Vorstellungen nicht vorgeben, betonte die Ministerin. Nach Ansicht von Landesbischof Frank Otfried July (rechts im Bild) ist es dem Pietismus mit dem „Schönblick“ gelungen, Tradition und Moderne zu verbinden. Der Apis-Vorsitzende Steffen Kern nannte Weltoffenheit und Liebe zur Bibel das Herzstück des Pietismus. Der „Schönblick“ wurde mitten im Ersten Weltkrieg als Erholungsheim eröffnet. Besonders durch den jetzigen Direktor Martin Scheuermann und seine Frau Christine, die 1998 die Leitung übernahmen, entwickelte sich das Werk (www.schoenblick.de) zum größten evangelischen Tagungszentrum im deutschsprachigen Europa. Im letzten Jahr haben 65.000 Gäste auf dem „Schönblick“ übernachtet, weitere 65.000 kamen als Tagesbesucher. (idea/epd)

„Vergebungshelden“ als Vorbilder für 5.200 Kinder bei Kindermissionsfest

BAD LIEBENZELL. Was ein „Vergebungsheld“ ist, erfuhren 5.200 Kinder in Bad Liebenzell bei zwei parallelen Kindermissionsfesten der Liebenzeller Mission mit identischem Programm. Das Motto „Vergebungsheld“ wurde gewählt, weil der Umgang mit Streit und Ärger für Kinder ein wichtiges Thema ist, hieß es. Es sei wichtig, sich mit anderen zu versöhnen und nach einem Streit zu vergeben. Auch dieses Jahr gab es wieder ein aufwändig gestaltetes Bühnenprogramm mit Actionspielen, fetziger Musik und einem extra für das Fest geschriebenen Theaterstück. In den Szenen wurden drei Schulkinder von älteren Schülern gehänselt und beleidigt. Sie schmieden einen fiesen Racheplan, der aber scheitert. Die drei Kinder bemerkten, dass ihr Racheplan der falsche Weg ist und vergaben ihren Mitschülern. In der Mittagspause erfreute eine riesige Spielstraße mit mehr als 50 Stationen. Missionare aus Papua-Neuguinea, Bangladesch und Ecuador berichteten später, was sie zum Thema „Vergebung“ in ihren Einsatzländern erlebt haben. Auch in diesem Jahr reisten viele Kinder wieder mit ihren Eltern oder mit Kindergottesdienst-Mitarbeitern oder Jungschargruppen aus dem ganzen Bundesgebiet sowie einigen Nachbarländern an. Rund 200 ehrenamtliche Mitarbeiter halfen im Vorfeld und an den beiden Veranstaltungstagen mit. (ck)

Seit dem Syrienkrieg ist die Nachfrage nach Bibeln enorm gestiegen

DAMASKUS. In Syrien, wo seit fünf Jahren ein Krieg tobt, ist die Nachfrage nach Bibeln stark gestiegen. Das berichtete die Deutschen Bibelgesellschaft (Stuttgart). Vor Beginn des blutigen Konflikts im 2010 habe die Syrische Bibelgesellschaft knapp 15.000 Exemplare der Heiligen Schrift verbreitet. 2014 seien dort fast 159.000 Bibeln weitergegeben worden. Der Leiter der Syrischen Bibelgesellschaft sagte: „Der Hunger der Christen nach der Heiligen Schrift ist in den unruhigen Zeiten, die wir hier erleben, noch größer geworden. Die letzten fünf Jahre waren für alle Syrer traumatisch, aber ganz besonders für die Christen. Jede Familie weiß eine traurige Geschichte zu erzählen. In dieser hoffnungslosen Zeit wenden sich die Menschen Gottes Wort zu, das ihnen Trost und neuen Mut spendet.“ Die Bibelverbreitung erfolgt über Buchläden, Klöster, Kirchen und freiwillige Helfer. Der Bibelladen in der Hauptstadt Damaskus blieb während des ganzen Krieges geöffnet. In den Laden von Aleppo ist eine Rakete in die zweiten Etage eingeschlagen, wo sich die Buchhandlung befindet, explodierte aber nicht und richtete so keinen großen Schaden an. Dennoch sind die Mitarbeiter dort gefährdet. Auf dem Weg zur Arbeit lauern Scharfschützen. Auch der Bibeltransport in abgelegenen Gegenden ist riskant. Die Busse geraten nicht selten zwischen die Fronten. (mk)

Christen engagieren sich in der Nothilfe im Erdbebengebiet von Ecuador

QUITO. Christen engagieren sich in der Nothilfe im Erdbebengebiet von Ecuador. Ganze Dörfer entlang der Küstenregion sind zerstört, berichtet ein Entwicklungshelfer von „Hilfe für Brüder International“. Besonders betroffen ist die Provinz Manabí. Im Stadtzentrum von Portoviejo sieht es schrecklich aus. Viele Häuser sind komplett eingestürzt, überall liegen Trümmerhaufen. Ein technischer DMG-Missionar in Quito koordiniert mit Ärzten medizinische Nothilfe-Einsätze. Auch viele christliche Gemeinden sind betroffen: Kirchen sind eingestürzt, Gläubige gestorben. Viele campierten noch im Freien wegen der Nachbeben, weit über 20.000 Menschen sind obdachlos. Inzwischen erreichen die Hilfslieferungen immer besser die betroffene Zone, Straßen sind wieder passierbar. Zwei DMG-Missionare sind mit nationalen Teams unterwegs und verteilen Hilfsgüter, finanziell unterstützt von „DMG Interpersonal“ in Sinsheim (Baden). Die evangelischen Gemeinden in der Stadt Loja helfen beim Packen der Lastwagen mit Trinkwasser, Nahrung, Kleidung und anderen Hilfsgütern. Spenden erbittet die DMG (www.DMGint.de) in Sinsheim und „Hilfe für Brüder“ (www.gottes-liebe-weltweit.de) in Stuttgart. (mk)

„Oasentag für Frauen“ im Lebenszentrum Adelshofen über „Wert(e).Voll.Leben“

EPPINGEN. Mutter Naomi und ihre Schwiegertöchter im Alten Testament, die Seligpreisungen im Neuen Testament und wie alltagsnah ein Glaube mit persönlicher Beziehung zu Jesus Christus aussehen kann, das kam beim „Oasentag für Frauen“ im Lebenszentrum Adelshofen mit Autorin Nicola Vollkommer zur Sprache. Rund 400 Frauen lauschten den erfrischenden Impulsen der lebensfrohen Referentin, die biblisch begründet und auf humorvolle Weise zum Perspektivwechsel ermutigte. „Kennen Sie das, wenn man an der Kasse steht, und die andere Schlange immer schneller ist, vor allem dann, wenn man wechselt? Bei Gott steht man nicht in der falschen Schlange. Wenn Plan B nicht funktioniert, dann komm zurück zu Plan A, das ist: zurück zu Jesus!“, überraschte und ermutigte die in Leicester (Mittelengland) geborene Pädagogin, die in Tübingen wohnt, wo ihr Mann als Pastor wirkt, während sie an der Freien Ev. Schule Reutlingen unterrichtet. Wie der Wechsel in die richtige Reihe praktisch aussehen kann, wenn eine Frau den Eindruck hat, sie selbst komme etwas zu kurz und noch einen Stapel Bügelwäsche vor sich hat, schilderte Nicola Vollkommer eindrucksvoll mit ihrem Gebetsprogramm bei der Familienwäsche: „Beim Hemd meines Mannes: Herr, segne seine Predigten. Beim Schlafanzug meiner Tochter: Herr, schenke ihr ruhigen Schlaf.“ Umrahmt wurde der Tag mit dem Thema „Wert(e).Voll.Leben“ vom Oasentag-Team des Lebenszentrums. (mk)

Buntes DMG-Jahresfest: Missionare sind Hoffnungsträger für Krisenregionen

SINSHEIM. „Mission beugt Fluchtgründen vor!“ betonte der Direktor des christlichen Missions- und Hilfswerkes „DMG interpersonal“, Dr. Detlef Blöcher (Foto) beim DMG-Jahresfest am 24. April auf dem Buchenauerhof (Sinsheim). Extremes Elend, Bürgerkrieg und Gewalt herrsche in vielen Ländern. Die  Hoffnungslosigkeit treibe die Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen, sich Schleppern anzuvertrauen und die riskante Überfahrt zu wagen. „Darum ist es heute nötiger denn je, Missionare und christliche Entwicklungshelfer zu entsenden“, erklärte Blöcher den 900 Gästen des Jahresfestes. Menschen müssten in ihrer Heimat eine Zukunft sehen und ihr Land aufbauen: „Dazu tragen Missionare maßgeblich bei. Sie sind Hoffnungsträger, bauen Schulen auf, helfen medizinisch, unterstützen Randgruppen, geben Frauen Würde und bringen den Menschen die Botschaft der Liebe Gottes.“ Das verbessere das Leben der Menschen und vermittle ihnen Hoffnung, sodass sie sich nicht mehr zu einer Flucht gezwungen sehen, so Blöcher. Die bedürftigsten Länder seien meist die Regionen der Welt, wo das Evangelium noch nicht bekannt sei. Die DMG erlebe derzeit eine ermutigende Gegenbewegung: „Mission kommt zurück in unser Land!“. Erfahrene Missionare von ausländischen Partnern wollten nach Deutschland, um die Kirchen hierzulande in ihren Aufgaben zu unterstützen, mutlose Gemeinden zu stärken, Kirchenferne mit Jesus bekannt zu machen und Flüchtlinge mit Gottes Liebe zu beschenken. Der DMG lägen zahlreiche Anfragen vor. In wenigen Tagen komme ein Team von Christen aus Nahost nach Berlin, um die Araber mit dem Evangelium von Jesus bekanntzumachen. (tv)

Betroffenheit über Beschluss von Trauungen für gleichgeschlechtliche Partnerschaften

BAD HERRENALB. Auf große Betroffenheit ist der Beschluss der badischen Landessynode gestoßen, gleichgeschlechtliche Partnerschaften kirchlich zu trauen. Seit 2003 galt in Baden die Regelung, dass die geistliche Begleitung solcher Lebensgemeinschaften in der Seelsorge stattfindet. Die nun viel weitergehende Trauung wird als Amtshandlung auch ins Kirchenbuch eingetragen. Lehnt der zuständige Pfarrer diese Trauung ab, muss der Dekan einen anderen Seelsorger mit dem Gottesdienst beauftragen. Gemeindeleitungen dürfen homosexuellen Partnern aber aus Gewissensgründen die Benutzung einer Kirche für eine Trauung nicht verbieten. Die Christus-Bewegung Baden bedauert die Entscheidung. Sie breche fundamental mit dem „klaren Zeugnis der Bibel“. Dies gelte nicht nur für das Ehe-Ethos, sondern auch für die Lehre vom Menschen, sagte deren Vorsitzender, Pfarrer Lothar Mößner (Foto) in einer Stellungnahme. Mit diesem Beschluss stell sich die Synode „gegen geltende Überzeugungen in der weltweiten Ökumene, und sie stößt Tausende von engagierten Gemeindegliedern in badischen Kirchengemeinden vor den Kopf.“ Eine Abwanderung bibeltreue Gemeindeglieder ist für Mößner zu befürchten. Die landeskirchlichen Gemeinschaften haben Stellungnahmen angekündigt. (www.cbb-baden.de)

Ecuador: Zwei DMG-Missionare organisieren mit in der Nothilfe vor Ort

QUITO. Der technische DMG-Missionar Hermann Schirmacher in Quito koordiniert mit Kollegen die medizinischen Nothilfeeinsätze nach dem großen Erdbeben in Ecuador. Er ist mit vier Ärzten im Krisengebiet im Einsatz. Die Arbeit wird mit dem Gesundheitsministerium abgesprochen. Viele Familien haben alles verloren. Sein Kollege Christian Waidelich in der Nothilfe schreibt: „Allein in der Provinz Manabí gab es weit über 500 Tote. Immer noch kommt es zu schweren Nachbeben. Auch viele christliche Gemeinden sind betroffen: Kirchen sind eingestürzt, Gläubige gestorben. Die Menschen campieren immer noch im Freien wegen der Nachbeben, weit über 20.000 sind obdachlos geworden. Mancherorts herrscht unerträglicher Gestank von verwesenden Leichen und gärenden Lebensmitteln. Jetzt wurde auch noch Alarm gegeben wegen Zyka-Virus und Dengue-Fieber. Gleichzeitig erreichen die Hilfslieferungen immer besser die betroffene Zone, es sind Straßen wieder passierbar. Einige Dörfer sind noch von der Außenwelt abgeschnitten. Zwei Missionare sind mit nationalen Teams unterwegs und verteilen Hilfsgüter, finanziell unterstützt von der DMG. Die christlichen Gemeinden in Stadt Loja sammeln eifrig und packen mit an. Lastwagen mit Trinkwasser, Nahrung, Kleidung und anderen Hilfsgütern sind von hier aus bereits im Erdbebengebiet angekommen.“ Gemeinsam mit einem Pastor will Christian Waidelich mehrere Baueinsätze ab der zweiten Maiwoche koordinieren und Unterkünfte für Obdachlose bauen. (www.DMGint.de/Ecuador)

„Hilfe für Brüder International“ – auch im Erdbebengebiet von Ecuador

STUTTGART. Ganze Dörfer entlang der Küstenregion liegen in Schutt und Asche, berichtet der Entwicklungshelfer Martin Henrich von „Hilfe für Brüder International“ (hfb) aus dem Erdbebengebiet in Ecuador. Knapp ein Jahr nach dem verheerenden Beben in Nepal erschütterte am Abend des 16. April  ein Erdbeben mit der Stärke 7,8 den Westen Ecuadors. Betroffen ist insbesondere die Provinz Manabí. Eine der beiden hfb-Freiwilligen, die in der Region im Kurzzeiteinsatz sind, schreibt: „Meiner Gastfamilie und mir geht es gut. Dafür bin ich Gott unglaublich dankbar. Im Inneren unseres Hauses ist vieles kaputt, aber das Gebäude ist nicht beschädigt. Seit kurzem haben wir auch wieder Strom. Wenn man durch das Stadtzentrum von Portoviejo fährt: Es sieht einfach schrecklich aus. Mehrere Häuser sind komplett eingestürzt, überall liegen Trümmerhaufen, die Straßen haben riesige Risse.“ Zwei Tage nach dem Beben berichten die Nachrichten von 272 Toten und über 2.500 Verletzten. Die Bevölkerung, die generell um die tägliche Gefahr von Erdbeben und Vulkanausbrüchen weiß, steht unter Schock. Mit zwei langjährigen Partner-Kirchen ist „Hilfe für Brüder International“ aktuell in Verbindung, um schnell Nothilfe leisten zu können. Danke, wenn auch Sie diese Nothilfe mit unterstützen, finanziell und im Gebet. Spenden erbittet Hilfe für Brüder International (Schickstraße 2, 70182 Stuttgart, Telefon 0711 210210, Web: www.gottes-liebe-weltweit.de) auf ihr Konto bei der Ev. Bank (IBAN DE89 5206 0410 0000 4156 00, BIC GENODEF1EK1) mit dem Stichwort „Projekt 5133 - Nothilfe Ecuador“. (mk)

Deutscher Evangelist in Indonesien: Große Offenheit für das Evangelium

JAKARTA. Eine große Offenheit für die christliche Botschaft beobachtet der Evangelist und Publizist Alexander Seibel (Wetzlar) unter jungen Menschen in Indonesien. Seibel bereiste das südostasiatische Land zwei Wochen lang und hielt an einer Universität Seminare und Vorträge. Mit zahlreichen Studenten habe er über das Evangelium sprechen können, sagte er nach seiner Rückkehr. „Man muss bei Asiaten nicht betonen, dass die Bibel Gottes Wort ist.“ Bibelkritik sei ihnen fremd. Gott sei selbstverständlich Schöpfer des Himmels und der Erde. Für viele Studenten sei zudem die Botschaft von Liebe und Vergebung sowie der Möglichkeit einer persönlichen Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott anziehend. Seibel: „Die Frage, wie man einen gnädigen Gott bekommt, die vor 500 Jahren die Reformation bewirkte, ist für diese Menschen viel aktueller als im neuheidnischen, antichristlichen Europa.“ Wie Seibel weiter berichtete, stößt die biblische Botschaft in dem islamisch dominierten Land aber nicht überall auf Gegenliebe. Mitunter würden Christen auch angefeindet. Die indonesische Regierung hat die Polizeikräfte aufgestockt, um Kirchen vor möglichen Anschlägen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) zu schützen. Der Einsatz konzentrierte sich vor allem auf die Provinz Nordsumatra. Dorthin waren im Oktober tausende Christen geflohen, nachdem es in der benachbarten Provinz Aceh zu teils schweren Ausschreitungen gegen kirchliche Einrichtungen gekommen war. Zudem hatten Hunderte muslimischer Extremisten von den Regierungsbehörden verlangt, sämtliche Kirchen im Regierungsbezirk Aceh Singkil zu schließen. Sie forderten die Bevölkerung dazu auf, alle Kirchengebäude zu zerstören, die über keine offizielle Baugenehmigung verfügen. Das sind etwa 80 Prozent aller Gebetsstätten im Land, darunter zumeist Moscheen, aber auch Kirchen. „Wir werden nicht aufhören, Christen zu jagen und Kirchen niederzubrennen“, heißt es in einer von muslimischen Extremisten verbreiteten Nachricht. (idea)

Direktor Blöcher: Mission gibt Menschen Hoffnung

DMG-Jahresfest: Familien-Event am 24. April auf dem Buchenauerhof

SINSHEIM. Um Mission, also um die Sendung der Christen durch Jesus Christus in alle Welt, geht es beim Jahresfest der DMG am Sonntag, 24. April, auf dem Buchenauerhof (Sinsheim bei Heidelberg. Das christliche Missions- und Hilfswerk mit 350 Mitarbeitern weltweit lädt unter dem Motto „Mission – Gott sei Dank!“ ein zum großen Familienevent in seine Zentrale. Die Predigt im Festgottesdienst um 10 Uhr hält Pfarrer Günther Beck, der in Frankreich für die DMG wirkt. Der Tag gibt Einblicke in kirchliche und soziale Projekte rund um den Globus und hat einen Schwerpunkt auf der Hilfe für Flüchtlinge in Deutschland. Besucher erleben internationales Flair. Ein Podiumsgespräch und Workshops informieren, parallel sind Kinder- und Teenager-Angebote. Das Jahresfest zeigt, wie Mission die Lebensverhältnisse in Asien, Afrika und Lateinamerika verbessert – durch Schulen und Ausbildung, Medizin und landwirtschaftliche Hilfe, durch den Aufbau christlicher Gemeinden, die stabilisieren und ermutigen. DMG-Direktor Dr. Detlef Blöcher: „Christliche Mission schafft menschenwürdige Verhältnisse in den Einsatzländern und baut Ursachen für die Flucht nach Europa vor. Menschen in gefährdeten Weltregionen erhalten neue Hoffnung.“ Deshalb werden Missionare beim Jahresfest über Alphabetisierung in Benin, Aidshilfe in Simbabwe, Seelsorge in Portugal, die Hilfe für Waisenkinder in Thailand berichten und ihre theologisch-pastorale Arbeit vorstellen. Für die musikalische Begleitung sorgt das Duo „Flötastica“ mit modernen Klängen auf Flöte und Piano. Auf die Kids wartet eine Piratenschiff-Hüpfburg und eine Spielstraße. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Programm: www.DMGint.de/Jahresfest. (tv)

Ex-Ministerpräsident Teufel sprach in der Stadtmission über sein Christsein

PFORZHEIM. Wenn Jesus nicht auferstanden wäre, gäbe es kein Christentum, gab der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Erwin Teufel (Spaichingen bei Rottweil), bei einem Abendgottesdienst der Pforzheimer Stadtmission zu bedenken. Mit der Osterbotschaft stehe und falle der ganze christliche Glaube, sagte der CDU-Politiker, der von 1991–2005 an der Spitze des Bundeslandes stand. In einer Gesprächsrunde mit Stadtmissionar Uli Limpf nannte der heute 76-Jährige als eine der prägendsten Kindheitserinnerungen die täglichen Gebete für die Rückkehr seines Vaters aus dem Zweiten Krieg, die auch erhört wurden. Sehr stark beeindruckt habe ihn vor allem seine Mutter, eine „einfache, aber sehr gescheite Bäuerin“. Sie brachte ihn auch zur Politik, weil sie ihm Bücher über den Zweiten Weltkrieg kaufte. „Man muss sich in einer Demokratie aktiv einbringen, dass so etwas in Zukunft verhindert wird“, sei ihm dabei klar geworden, so Teufel. Er ermutigte Jugendliche, sich ehrenamtlich zu engagieren. Als Jungscharleiter beispielsweise lerne man, zu organisieren und vor anderen zu reden. Dass er als Politiker tätig sein konnte, verdanke er aber auch seiner Frau, die ihm den Rücken freihielt. Zur Frage, warum er Christ sei, sagte Teufel, er sei als Kind in diesem Glauben erzogen worden und immer mehr hineingewachsen. Täglich habe er Morgen-, Tisch- und Abendgebete miterlebt. Auch der kirchliche Kindergarten habe ihm Impulse gegeben. Glauben könne man nur in einer Gemeinschaft leben. Deshalb besuche er jeden Sonntagmorgen mit der Familie den Gottesdienst. (idea)

Gesundheitskongress: Trösten von Kranken ebenso wichtig wie heilen

KASSEL. Kranke zu trösten ist ebenso wichtig wie sie zu heilen, das weiß Pastor Heinrich Christian Rust (Braunschweig) aus seelsorgerlicher Erfahrung. Der Theologe sprach beim 5. Christlichen Gesundheitskongress in Kassel zur Frage „Was tun, wenn die Heilung ausbleibt?“. Für Rust muss in den christlichen Gemeinden auch die „Tröstekompetenz“ gefördert werden. Kranke Menschen brauchten den Zuspruch des Wortes Gottes und sollten körperliche und soziale Nähe erleben. Trost würde erfahrbar in der Gemeinschaft mit anderen Christen, etwa durch Hausbesuche. Im Gebet mit Kranken habe auch die Klage vor Gott ihren festen Platz. Nach Rusts Worten gilt Gottes Liebe nicht nur den Gesunden, sondern ebenso den Menschen, die durch Krankheit und Vorboten des Todes gekennzeichnet sind. Kranke könnten in gleicher Weise gesegnet sein wie Gesunde. Der Segen Gottes lasse sich nicht vorrangig über die Erfahrung von Gesundheit definieren. Rust forderte auch die Mediziner, Therapeuten, Seelsorger und Begleitpersonen von chronisch Kranken auf, seelsorgerlich zu begleiten. Besonders notwendig sei dies für Angehörige, die in der häuslichen Pflege tätig sind. Sie seien häufig über längere Zeit starken Belastungen ausgesetzt und bräuchten die Unterstützung der Gemeinde. (idea)

Experten prognostizieren Christen in Syrien und dem Irak eine düstere Zukunft

BERLIN. In 30 Jahren wird es in Ländern wie Syrien oder dem Irak wohl kaum noch Christen geben. Diese Einschätzung äußerte der Leiter Weltkirche und Migration der Deutschen Bischofskonferenz, Ulrich Pöner (Bonn), in Berlin auf einer Tagung des Arbeitskreises „Christinnen und Christen in der SPD“ und der SPD-Bundestagsfraktion zum Thema „Die Welt ist aus den Fugen geraten – Friedensethische Grundsätze und politische Verantwortung im 21. Jahrhundert“. Auch der Bundesvorsitzende der Aramäer in Deutschland, Daniyel Demir (Heidelberg), zeigte sich besorgt, dass die Nahe Osten bald christenfrei seien könnte. Dabei seien Christen seit Jahrtausenden ein wichtiger Bestandteil der Zivilbevölkerung. Sollte sich das ändern, würde diesen Ländern etwas von ihrer „kulturellen Identität“ verloren gehen. Der Islam hat seit seiner Gründung vor 1.300 Jahren das Ziel, Christen aus dem Mittleren Osten zu vertreiben, sagte der syrisch-orthodoxe Bischof für die Schweiz und Österreich, Dionysos Isa Gürbüz (Arth/Schweiz) gegenüber der Schweizer Zeitung „Tages-Anzeiger“ (Zürich). Der Genozid an den Christen habe im 7. Jahrhundert im Dunkeln angefangen. Heute finde er im Scheinwerferlicht der Medien statt. Es sei naiv zu glauben, dass sich die muslimischen Flüchtlinge in Europa anpassen und mit den Christen in Frieden zusammenleben. Gürbüz glaubt, dass die Anzahl kinderreicher Muslime schnell wachsen werde und es dann auch hier Verfolgung geben könne: „Was heute im Nahen Osten geschieht, wird auch hier in Europa passieren.“ Damit wolle nicht zum Hass aufrufen. Ihn habe nur die 1.300-jährige Geschichte der Verfolgung gelehrt, Muslimen nicht zu trauen. Sein Geburtsland bezeichnete der aus der Osttürkei stammende Gürbüz als „der Christen Feind“. Hätten an der Grenze zu Syrien zu Beginn des Jahrhunderts noch 230.000 Aramäer gelebt, so seien es heute praktisch keine mehr. (idea)

Badische Synode entscheidet über Segnungsgottesdienste von Partnerschaften

BAD HERRENALB. Die badische Landessynode wird sich auf Ihrer Tagung vom 19. bis 23. April 2016 in Bad Herrenalb auch mit der Frage beschäftigen, ob Menschen in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften in Zukunft auch in einem öffentlichen Gottesdienst gesegnet werden können. Das „Netzwerk evangelischer Christen in Baden“ hat dazu eine Eingabe formuliert. Mit ausführlicher biblisch-theologischer Begründung wird darin gebeten, an dem Beschluss vom Jahr 2003 festzuhalten, der die Begleitung solcher Paare der Seelsorge zuweist. Über 60 Mitglieder des Netzwerkes, darunter zahlreiche Pfarrerinnen und Pfarrer, haben sich namentlich dieser Eingabe angeschlossen, auch die landeskirchlichen Gemeinschaften. Weitere Eingaben von besorgten Kirchenmitgliedern gingen im Synodalbüro ein. Allerdings setzen sich starke Minderheiten innerhalb der Landeskirche lautstark für einen öffentlichen Segnungsgottesdienst ein. Auf der Internetseite des Netzwerkes (www.netzwerk-baden.de) finden sich neben dem Wortlaut der Eingabe des Netzwerks auch zahlreiche Artikel sowie Hintergrundinfos zu diesem Thema, ferner Antworten zu häufig gestellten Fragen. Als hilfreich und wegweisend in der Auseinandersetzung mit der Homosexualität empfiehlt das Netzwerk das neue Buch „Biblische Leitlinien, ethische Überzeugungen, seelsorgerliche Perspektiven“ im Brunnen Verlag (ISBN 3-7655-2060-0, Preis: 14,99 Euro) mit zehn Leitsätzen, welche die Ev. Allianz in Großbritannien erarbeitet hat. Die Tagesordnung der Frühjahrssynode und aktuelle Infos finden sich unter www.ekiba.de, ein Kommentar unter www.cbb-baden.de im Internet. (mk)

Klarstellung von Papst Franziskus: „Zu einer Familie gehören Mann und Frau“

ROM. „Die Freude der Liebe, die in den Familien gelebt wird, ist auch die Freude der Kirche“, beginnt das päpstliche Lehrschreiben „Amoris Laetitia“ (Die Freude der Liebe), das der Vatikan am 8. April 2016 veröffentlicht hat. In neun Kapiteln fasst das Kirchenoberhaupt seine Schlussfolgerungen aus den Bischofssynoden der letzten beiden Jahre auf 260 Seiten zusammen. Die Kirche müsse zwar die große Vielfalt familiärer Situationen anerkennen, die einen gewissen Halt bieten könnten: „Doch die eheähnlichen Gemeinschaften oder die Partnerschaften zwischen Personen gleichen Geschlechts ... können nicht einfach mit der Ehe gleichgestellt werden.“ Der Papst legt Wert darauf, dass jeder Mensch in seiner Würde geachtet wird. Die Synode von 2015 habe aber festgehalten, dass zwischen homosexuellen Lebensgemeinschaften und dem Plan Gottes für Ehe und Familie keine Analogien ( = Übereinstimmungen) hergestellt werden könnten. Franziskus übte auch „heilsame Selbstkritik“: Die Kirche habe die Bedeutung der Fortpflanzung für die Ehe überbetont und ein übertriebenes theologisches Ideal von ihr vertreten. Bei der Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Eucharistie plädiert er dafür, sie im Einzelfall gewissenhaft zu prüfen. Es müsse mehr seelsorgerlicher Raum für Gewissensentscheidungen geben. Der Papst beschäftigt sich ferner mit der Gender-Ideologie. Sie leugnet für Franziskus die Unterschiede von Mann und Frau und stellt eine Gesellschaft ohne Geschlechterdifferenz in Aussicht. Es sei beunruhigend, dass versucht werde, solche Ideologien als einzige Denkweise durchzusetzen. Man dürfe sie nicht akzeptieren: „Verfallen wir nicht der Sünde, den Schöpfer ersetzen zu wollen! Wir sind Geschöpfe, wir sind nicht allmächtig.“ (mk)

Transplantationsmediziner: Ich spreche mit Patienten über Jesus Christus

KASSEL. „Ich spreche mit Patienten über Christus“, bekannte der Transplantationsmediziner Prof. Dr. Eckhard Nagel (Bayreuth) im Ev. Wochenmagazin „ideaSpektrum“ vom 13. April. Nagel ist Direktor des Instituts für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth, Mitglied des Ethikrats und einer der Hauptreferenten beim 5. Christlichen Gesundheitskongress vom 14. bis 16. April in Kassel. Sterben sei ein Teil des Lebens, betonte Nagel. Deshalb müsse ein Arzt, der einem christlichen Menschenbild folge, dem Sterbenden auch als Therapeut begegnen. Denn neben dem körperlichen müsse auch das seelische Leiden des Patienten aufgefangen werden. Dazu gehöre auch, ihm in seiner Angst und bei seinem Ringen um das Leben beizustehen sowie die „Hindernisse des körperlichen, geistigen und seelischen Abschiednehmens wahrzunehmen“. Vor diesem Hintergrund sei es für die Patienten wichtig zu wissen, woran ihr behandelnder Arzt glaube, so Nagel. Deswegen spreche er mit ihnen nicht nur über das Sterben, sondern auch von seinem Glauben „an das von Christus erlöste Leben nach dem Tod“. (idea)

Fazit: Die badischen Ostergärten lockten insgesamt 27.000 Besucher an

KARLSRUHE. In diesem Jahr haben insgesamt 27.000 Menschen in Baden einen Ostergarten besucht. Dies ist eine Art Erlebnisreise ins Israel zur Zeit Jesu, die von den Missionarischen Diensten der badischen Landeskirche entwickelt wurde. Der Ostergarten gehört zu verschiedenen Projekten im Rahmen des kirchlichen Sinnenparks (www.sinnenpark.de), der bald auch die Reformationszeit von Martin Luther erlebbar machen will. Die „Zeit- und Gefühlsreise“ des Ostergartens führt zu verschiedenen Stationen in den letzten Tagen von Jesus und lädt ein, sich auf interaktive Elemente einzulassen, so die Entwickler des Ostergartens, Lutz und Annette Barth. In den Ostergarten in Sinsheim kamen dieses Jahr 8.000 Besucherinnen und Besucher, nach Sinzheim bei Baden Baden 2.500 und in den Ostergarten nach Pforzheim 16.500. In Sinsheim bei Heidelberg arbeiteten 18 Kirchengemeinden mit. In Sinzheim bei Baden-Baden wurde das Projekt erstmals in ökumenischer Trägerschaft angeboten, in Pforzheim wurde die Stadtmission zum vierten Mal aktiv. „Glauben neu zugänglich und erlebbar zu machen, ist ein Anliegen der Kirche, und die Besucherzahlen spiegeln, dass das auch ankommt“, freuen sich die Missionarischen Dienste unter Leitung von Kirchenrat Axel Ebert. (mk)

CVJM Baden: Digitaler Jugendmitarbeiterkongress ganz „vorbildl.ICH“

KRAICHTAL. „B.I.S.S.“ heißt der digitale Jugendmitarbeiterkongress des CVJM Baden im CVJM-Lebenshaus (Kraichtal). In diesem Jahr ging es um das Vorbild-sein mit der Parole „vorbildl.ICH“. CVJM-Generalsekretär Matthias Kerschbaum entfaltete das Thema vor den rund 160 Teilnehmern im „Schloss Unteröwisheim“ (Foto). CVJM-Sekretär Ralf Zimmermann: „Durch die Nutzung der modernen Kommunikationsmöglichkeiten, der ‚Digital Transformation‘, wollen wir das Netzwerk unter den Mitarbeitern in der Jugendarbeit stärken!“ Zimmermann war mit seinem jungen Team für die vier Tage verantwortlich. „B.I.S.S. ist eine ganzheitliche Mitarbeiterschulung, die Leib, Seele und Geist umfasst“, betonte er. Die vier Großbuchstaben stehen für „Bibel, Inspiration, Specials (Seminare) und Service“. Die „Digitale Transformation“ des Kongresses vernetzte die Teilnehmer vor Ort mit vielen Mitarbeitern im badischen Land, die per Live-Stream und Chat sowie einer Bildergalerie verbunden waren. Sie konnten sich mit einer App, die ein Mitarbeiter dafür entwickelt hat, sogar an bestimmten Punkten einklinken. Die Inhalte des Kongresses gingen auf diese Weise zeitgleich ins ganze Land, zeigte sich Ralf Zimmermann erfreut. Landesweit käme so in den CVJMs ein Erfahrungsaustausch zustande. Zum Kongress gehörten auch praxisnahe Seminare, Sport und Spiel, die Lektüre von Bibeltexten (auch in Kleingruppen) sowie ein Gottesdienst und fröhliche Festlichkeit. Ein Highlight war die Begegnung mit internationalen Gästen. Ihre Erfahrungsberichte, darunter über ein Schulprojekt an der türkisch-syrischen Grenze, gaben wegweisende Impulse. (mk)

Südosteuropa: Jugendliche kommen über Sportangebote in Kontakt mit Jesus

STUTTGART. Vor zehn Jahren begann in Moldawien (Südosteuropa) die Sportarbeit des Missionsbundes „Licht im Osten“ (Stuttgart). Eine Gruppe von Christen traf sich regelmäßig auf dem Sportplatz in einem Stadtpark, um Volleyball zu spielen. Dabei luden sie Jugendliche, die im Park herumlungerten, zum Mitspielen ein. Christliche Lieder wurden bald gesungen, und einige erzählten von Jesus Christus und seiner Bedeutung für ihr Leben. Kontakte zu den Teens aus dem Park entstanden. Einem professionellem Volleyballspieler, der in dieser Zeit zum Glauben kam, legte es Gott aufs Herz, durch eine missionarische Sportarbeit junge Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Seither leitet Alexander Pulew diese christliche Sportarbeit mit seiner Frau Mascha, die selbst durch die ersten Spiele im Park zum Glauben gekommen ist. Heute gibt es nicht nur Volleyball-Angebote, sondern auch für Fußball, Radfahren und andere Sportarten. Ganze Trainingseinheiten laufen inzwischen. Dazu kommen viele Jugendliche, die noch nie das Evangelium von Jesus Christus gehört haben. Zu jeder Trainingsrunde gehört neben der sportlichen Leistung auch das gemeinsame Bibellesen und das Durcharbeiten eines Glaubenskurses, der von „Licht im Osten“ unter dem Titel „Christsein konkret“ verfasst wurde. Auf diese Weise kommen junge Leute mit Jesus Christus in Kontakt und finden eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. So werden aus Verlierern der Gesellschaft dann Sieger des Lebens. (mk)

Moldawien: Gläubige Lehrer vermitteln biblische Werte in öffentlichen Schulen

KISCHINJOWIN. In Moldawien gibt es Ethikunterricht an öffentlichen Schulen. Das nutzen gläubige Lehrer und erzählen Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament in den Grundschulen. Durch biblische Personen und deren Leben vermitteln sie so das Evangelium. In den höheren Klassen sprechen die Lehrer über die Folgen eines ausschweifenden Lebens, über die Gefahren des Rauchens, des Alkohol- und Drogenkonsums, über die Folgen von Sexualkontakten und den Umgang mit HIV, auch die Kriminalität und die Gefahr, Opfer von Menschenhandel zu werden. Sie geben den Schülern gute Anleitung zur individuellen Lebensgestaltung und verweisen dabei auf christliche Werte. Die Unterrichtsstunden werden an verschiedenen Orten im Land gehalten. Immer mehr Anfragen gehen ein, weil viele Schüler ins Nachdenken über ihr Leben kommen. Sie äußern sich dankbar für die Denkanstöße, die sie aus dem Unterricht mitnehmen, auch für das authentische Vorbild ihrer Lehrerinnen und Lehrer. (mk)

Aufbruch in der Uckermark: Eine Gemeinde plant eine „geistliche Tankstelle“

FÜRSTENWERDER. Die Uckermark im Osten Brandenburgs gehört zu den am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands. Zwar ist der Landkreis mit 3.000 Quadratkilometern größer als das Saarland. Mit 129.000 Einwohnern hat er aber nur halb so viele Einwohner wie der Berliner Stadtteil Neukölln. Die Uckermark ist auch stark entkirchlicht. Nur rund 15 % der Menschen gehören einer Kirche an. Der theologisch konservative evangelische Pfarrer Christian Hering ist für sieben Gemeinden in 20 Ortschaften zuständig und scheut weder Zeit noch Mühe, um Menschen mit der Botschaft von Jesus Christus zu erreichen. Er feiert Gottesdienste, macht Hausbesuche, hält Bibelstunden. In der „Heilandskirche“ in Fürstenwerder versammelt sich seit 2008 jeden Abend um 18 Uhr eine kleine Gemeinde zum Gebet für die Uckermark. „Wir sind überzeugt, dass viele Menschen in unserer Region, die nichts mehr oder noch nichts vom christlichen Glauben wissen, doch auf der Suche nach Gott sind“, sagt Hering. Deshalb plant die Gemeinde jetzt ein christliches Einkehrhaus, das „Rasthaus Guter Hirte“. Es soll suchenden Menschen nach Herings Worten Rast für Leib und Seele bieten und Alltagshilfe (Gesprächsangebot, administrative Unterstützung, diakonische Dienste, Tafel, Suchtberatung …) mit der Frohen Botschaft des Evangeliums verbinden. Der Gemeinderaum im Pfarrhaus aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, der bislang für Begegnungen genutzt wird, sei wegen vieler Stufen sowie veralteter Sanitär- und Elektroanlagen nicht mehr geeignet. Für das neue Projekt stehen der Gemeinde 50.000 Euro Eigenkapital zur Verfügung. Der Ev. Kirchenkreis Uckermark hat ebenfalls Unterstützung in Aussicht gestellt. Dennoch fehlen der Gemeinde noch 100.000 Euro. Hering: „Das ist viel Geld. Aber es geht letztlich um nicht weniger als die Rettung von Seelen.“ (idea, www.pfarrsprengel-fuerstenwerder.de)

Ausgabe April / Mai 2016

Am 26. Mai (Fronleichnamstag) ab 9.30 Uhr Badische Christustage 2016 in der Ev. Kirche Gochsheim bei Bretten mit Frank Claus, Karsten Strohhäcker und Jürgen Lauer, in der Ev. Kirche Ihringen am Kaiserstuhl (bei Freiburg) mit Ernst Günter Wenzler, Cornelia Mack und Lothar Mössner, im Bibelkonferenzzentrum Langensteinbacher Höhe in Karlsbad bei Karlsruhe mit Andreas Schäfer und Ulrich Parzany, in der Paul-Gerhardt-Kirche Mannheim mit Udo Zansinger und Detlef Krause. Weitere Infos unter www.christustag.de im Internet.

 

Liebenzeller Mission und Verband:
 

Am 15. Mai ab 9.30 Uhr PfingstMissionsFest 2016 zum Thema „Mission mit Aussicht“ auf dem Missionsberg mit Gästen und Missionaren aus aller Welt. Am 16. Mai LGV-Gemeinschaftstag in Bad Liebenzell. Vom 27.-29. Mai TeenagerMissionsTreffen (TMT) auf dem Missionsberg in Bad Liebenzell.

 

Seelsorgezentrum „Haus Frieden“ in Steinen:

Vom 13.-21. Mai Pfingstfreizeit mit Bob und DeEtta Janz über „Engel – Gottes Geheimagenten“, parallel zu den Bibelarbeiten ein Kinderprogramm.

(www.haus-frieden.de)

 

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Aufgegriffen:
Zum Wegwerfen?

Wir glaubten es schon immer zu wissen: Die Hersteller technischer Geräte bauen absichtlich in ihr Produkt kurzlebige Teile ein, die nach Ablauf der Garantiezeit zum Funktionsverlust führen. Typisches Beispiel: der Toaster. Kaum sind zwei Jahre vorbei, rastet er nicht mehr ein (und der Benutzer dafür aus). Das Ding wird zum Elektroschrott geworfen. Inzwischen hat man für diesen Sachverhalt einen Begriff gefunden, der einem alten Wort zu neuer Blüte verhalf; man spricht von „geplanter Obsoleszenz“.

 

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