Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander. Markus 9, 50
Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander. Markus 9, 50

News

Hier informieren wir Sie durch aktuelle Berichte und News.
     

Netzwerk Kirche lädt ein zu Andachten auf der Hornisgrinde

SEEBACH. Zu einem Abendgebet und einer Andacht bei Sonnenaufgang auf dem Bergrücken Hornisgrinde lädt das Netzwerk Kirche im Nationalpark Nordschwarzwald ein. Am Dienstag, 30. August, 18.30 Uhr wandern die Teilnehmer ab der Bushaltestelle Mummelsee an der B 500 bei Seebach (Ortenaukreis) auf den höchsten Berg des Nordschwarzwalds, teilte die Nationalparkverwaltung mit. Am Freitag (2. September) geht es bereits um 5.30 Uhr ab der Auffahrt zur Kapelle am Mummelsee hinauf zur Hornisgrinde. Andächtig mache bereits beim Aufstieg die ruhige, friedliche Stimmung über den Schwarzwaldhöhen und erst recht auf dem Gipfel der weite Blick bis hinüber zu den Vogesen jenseits des Rheins, hieß es in der Mitteilung. Die Andacht zum Sonnenaufgang mit geistlichen Impulsen und Gesang finde aber nur bei klarem Wetter statt. Zu den Ferienangeboten im Nationalpark gehört auch ein Erlebnistag für Kinder von acht bis zwölf Jahren am 1. September am Wilden See und am selben Tag eine Hirten-Führung über die Weideflächen des Schliffkopfs. Am 3. September gibt es eine Tour zum Hohen Ochsenkopf und eine zum Schliffkopf. Einen Tag später folgen Führungen zum Lotharpfad, an den Wilden See, auf den Wildnispfad und eine Gratwanderung. Das Programm ist unter www.schwarzwald-nationalpark.de im Internet abrufbar. (epd)

Ein australischer Christ lässt Afrika wieder etwas grüner werden

BERLIN. Sogar vom Weltall aus lässt sich erkennen, dass Tony Rinaudo ganze Arbeit geleistet hat. Er hat ein Stück von Afrika verändert. Satellitenbilder von Niger und Äthiopien zeigen es: Wo früher Wüste war, ist heute Wald. Der gläubige Australier, „Gottes Waldmacher“ genannt, hat im Kampf gegen die Wüste eine simple, aber wirksame Methode entwickelt. Heute freut er sich, wenn er den Wald von Humbo im Süden Äthiopiens besucht: „Als ich das erste Mal hier war, gab es keinen einzigen Baum“. Denn es wurde gerodet, bis nichts mehr da ist. Der Boden versandet und trocknet aus. In den letzten 50 Jahren sind so 650.000 Quadratkilometer fruchtbarer Boden verloren gegangen. Wüsten breiten sich aus. Tony studierte Landwirtschaft und ließ sich von einer kleinen Mission aussenden. Mit seiner Frau Liz und dem sechs Monate alten Sohn Ben landete der 24-Jährige im Niger, einem der ärmsten Länder der Welt in der Sahelzone in Westafrika. Er entdeckte: Wichtiger als Bäume pflanzen, die im trockenen Boden fast nie Wurzeln schlagen, ist bereits fest verwurzelten Pflanzen zu schützen und mit einer einfachen Beschneidungstechnik großzuziehen. Lange wurde seine Methode nicht anerkannt. Es war medienwirksamer, viele neue Bäume zu pflanzen, egal, was mit ihnen geschah. Erst als das christliche Hilfswerk „World Vision“ den Erfolg der Low-Tech-Wiederaufforstung erkannte, ging es aufwärts. Als Tony nach 17 Jahren den Niger verließ, nannten die Bauern ihn nicht mehr „verrückter weißer Farmer“, sondern den „Chef aller Bauern“ – und viele Bauern nannten ihre Söhne „Tony“. (mk)

„OrgelMarathon 2016“ in nur fünf Tagen mit Kantor der Dresdner Frauenkirche

SALZWEDEL. Die Orgel, von alters her unangefochtene Königin der Instrumente, hat in der Altmark fünf Tage lang den Ton angeben. Die historische Kulturlandschaft im Norden von Sachsen-Anhalt stand im August im Zeichen des „OrgelMarathon Altmark 2016“ mit Matthias Grünert, dem Kantor der Dresdner Frauenkirche. Er ließ 32 besondere Orgeln erklingen – in großen Stadtkirchen und kleinen Dorfkirchen (www.orgelarena.de). Begleitet war er von Orgelfreunden aus ganz Deutschland, der Eintritt war überall frei. Das fünftägige Musikprojekt sollte auf die vielfältige Orgellandschaft aufmerksam machen sollte und wurde in der Marienkirche von Salzwedel eröffnet. In Kirchen und Klöstern erklangen jeweils halbstündige Konzerte mit reichhaltigem Repertoire von klassisch bis modern. Die Reformation in Brandenburg und die Zeit danach bestimmte maßgeblich die Entwicklung dieser Orgellandschaft mit den hier tätigen Orgelbauern. Der sprunghafte Aufschwung im Orgelbau begann in dieser Region aber erst ab 1850. Grund dafür war auch der wachsende wirtschaftliche Wohlstand. Viele Dorfkirchen, die bis dahin ohne Orgel waren, leisteten sich nun erstmals eine Orgel. (mk)

Herzliche Segenswünsche zum 80. Geburtstag von Pfarrer Dieter Fischer

FRIESENHEIM. Der langjährige Vorsitzende des Trägervereins unserer badischen Zeitschrift „hoffen + handeln“, Pfarrer Dieter Fischer (Friesenheim bei Offenburg) durfte am 20. August geistig und körperlich rüstig seinen 80. Geburtstag feiern. Nach Gemeindediensten in Öschelbronn bei Pforzheim und Rastatt war er Vorsteher des Diakonissenhauses Nonnenweier bei Lahr bis zum aktiven „Ruhestand“ im Jahr 2002. Fischer hat die 1973 von badischen Pfarrern und Kirchenältesten gegründete Zeitschrift mit auf den Weg gebracht, um kirchentreuen Christen in Gemeinden biblische Orientierung zu geben. Regelmäßig erinnerte er an die Bibel als das „untrügliche Fundament“ der Kirche. Von 2005 bis 2014 übernahm der vielseitig begabte Theologe die Leitung der Zeitschrift. Auf Anfrage der Ev. Nachrichtenagentur würdigte Redaktionsleiter Martin Kugele (Bretten) den „klaren Durchblick“ Fischers in theologischen und gesellschaftlichen Fragen. Er lese weiterhin Korrektur und gebe wertvolle Anregungen. Körperlich fit halte sich Dieter Fischer durch Wandern und Bergsteigen, auch unternehme er noch immer Studienreisen. Mit seiner Ehefrau Ingeborg, Theologin und von 1991 bis 2009 Vorsitzende des Pfarrfrauenbundes, durfte er 2014 die Goldene Hochzeit feiern. Das Paar hat vier erwachsene Kinder und acht Enkel. Redaktion, Trägerkreis und Verlag gratulierten dem körperlich und geistig fitten Jubilar herzlich und dankten ihm für sein segensreiches Wirken für „hoffen + handeln“. (mk)

Badische Campingkirche erreicht mit ihren Angeboten viele Menschen

PFORZHEIM. Das blauweiße Zelt der badischen Campingkirche beim Campingplatz in Schellbronn bei Pforzheim ist noch bis zum 28. August aufgestellt und lädt auch Gäste aus der Region zu den Angeboten ein. „Campingkirche in Schellbronn heißt, eine schöne Sommerzeit mit Freunden zu verbringen“, betont AMD-Diakon Peter Bauer, der die Campingkirchen für die Abteilung Missionarische Dienste von der Badischen Landeskirche organisiert. Die Campingkirche von Schellbronn lebt nicht nur von Campern, dort sind auch viele Kinder und Erwachsene aus der Umgebung sowie Mitarbeiter der Landeskirche und zahlreiche Ehrenamtliche. Dies ermöglicht, dass die meisten Angebote nichts kosten und ohne Anmeldung genutzt werden können. Dazu gehören ein Kinderprogramm ab 10 Uhr mit biblischen Geschichten, Liedern, Spielen und Bastelaktionen sowie um 19 Uhr das abendliche „Sandmännchen“ für die gesamte Familie mit Liedern, Impulsen und Rätseln. Für Kinder und Jugendliche gibt es vormittags Aktionen, Gespräche und Unternehmungen. Erwachsenen bietet der Gesprächskreis „Glaube und Leben“ die Chance, miteinander ins Gespräch zu kommen über aktuelle Themen, über Bibeltexte und Glaubensfragen. Feste Bestandteile der Campingkirche sind auch der abendliche „Treffpunkt Zelt“ mit Brettspielen, Volleyball, Basteln für Kinder und Erwachsene, ferner Gespräche, Konzerte und das abendliche Lagerfeuer mit Stockbrot oder die Familiengottesdienste am Sonntagmorgen um 10.30 Uhr im Zelt, die oft von mehr als 200 Personen besucht werden. Weitere Einsatzorte der badischen Campingkirche sind am Bodenseee und am Titisee. (mk)

Die neue Weltrekordläuferin: „Mein Doping ist Jesus!“

RIO DE JANEIRO. Die neue Weltrekordlerin über 10.000 Meter, die Äthiopierin Almaz Ayana, hat nach ihrem Erfolg bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ein Glaubensbekenntnis abgelegt. „Mein Doping ist Jesus, sonst nichts“, erklärte sie vor Pressevertretern. Sie reagierte damit auf Vorwürfe, sie habe möglicherweise leistungssteigernde Substanzen genommen. Ayana war zuvor die Strecke über 10.000 Meter in 29 Minuten und 17,45 Sekunden gelaufen. Damit stellte sie einen 23 Jahre alten Weltrekord ein. Damals hatte die Chinesin Wang Junxia die Strecke in 29 Minuten und 31,78 Sekunden zurückgelegt. Wie Ayana in der Pressekonferenz weiter sagte, hat sie ihr Training auf die 5.000 und 10.000 Meter ausgerichtet: „Den Rest hat mir Gott gegeben.“ (idea)

Goldmedaillen-Gewinner: „Christliches Ratgeberbuch half mir in Sinnkrise!“

RIO DE JANEIRO. Gerade hat er seine 19. Olympische Goldmedaille gewonnen und ist damit der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten: der US-amerikanische Schwimmer Michael Phelps. Dabei gab es Momente, in denen der 31-Jährige nicht mehr leben wollte, bekannte im Fernsehen. Neuen Lebensmut schenkte ihm das Ratgeberbuch „Leben mit Vision“ des Pastors Rick Warren (Kalifornien). 2014 habe er eine schwere Sinnkrise durchlebt, berichtete Phelps. Nachdem er bei einer Fahrt mit 1,4 Promille und überhöhter Geschwindigkeit von der Polizei angehalten worden war, wurde er zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Daraufhin begab er sich für eine Suchttherapie in eine Entzugsklinik. Rückblickend sagt er: „Ich dachte, die Welt würde ohne mich besser zurechtkommen. Das Beste wäre es, mein Leben zu beenden.“ Dann sei er jedoch auf Warrens Buch „Leben mit Vision“ gestoßen. Das habe ihm neue Hoffnung geschenkt. Der Inhalt habe ihn so begeistert, dass er auch anderen Patienten daraus vorgelesen habe. Diese hätten ihm daraufhin den Spitznamen „Prediger-Mike“ verpasst. „Leben mit Vision“ wurde weltweit mehr als 52 Millionen Mal verkauft. (nach idea)

Arabischer Muslim wurde Christ: „Anschläge ließen mich am Islam zweifeln“

BERN. Eigentlich war Al Fadi immer stolz darauf, Muslim zu sein. Der gebürtige Saudi wäre sogar bereit gewesen, für seinen Glauben zu sterben. Doch als er sah, wie viel Terror im Namen Allahs ausgeübt wird, begann er, den Islam und seine bisherige Weltanschauung in Frage zu stellen. Im Interview sagte er: „Mein Leben lang war ich stolz, in Saudi Arabien aufzuwachsen, im Zentrum des Islams. Schon mit drei Jahren lehrten mich meine Eltern, dass nur der Islam die wahre Religion sei.“ Mit 16 schickten ihn die Eltern in die USA, damit er eine bessere Schulbildung bekommt, für ihn „Feindesland“, wo er für den Islam missionieren wollte. Über ein Integrationsprogramm für ausländische Schüler wurde er einer christlichen Familie zugeteilt, durch die er Sprache und Kultur besser kennenlernen sollte. Al Fadi war total erstaunt über ihre Werte und ihre Freundlichkeit: „Jetzt musste ich feststellen, dass auch Christen gute Menschen sein können. Sie schienen, ehrlich gesagt, sogar glücklicher in ihrem Glauben zu sein, als ich es war. Das irritierte mich.“ Nach seinem Abschluss bekam er einen „guten Job“, gewöhnte sich an Land und Leute. Mit einem christlichen Arbeitskollegen diskutierte er oft über den Glauben und war erstaunt, dass er durch die Nachfolge des Propheten Jesus so verändert werden konnte, folgte er doch dem größten aller Propheten nach, Mohammed, und war doch nicht ganz erfüllt. Auch schmerzte es ihn, keine Gewissheit zu haben, ob ich gut genug für Gott war. Auch schockten ihn  die islamistischen Attentate. „Zweifel brachen auf. Ich war mir nicht mehr sicher, ob der Koran wirklich Recht hatte. Aber gleichzeitig sehnte sich etwas in mir nach Gott. Um auszuschließen, dass Christen die Wahrheit glauben, beschloss ich, in die Kirche zu gehen und Bibel zu lesen, obwohl das im Islam eine große Sünde ist. Ich kannte den Koran auswendig, jetzt las ich in der Bibel und war überrascht, wie sehr mich das faszinierte! Ein halbes Jahr lang las ich so viel von Liebe, Hingabe und Freiheit. Ein Gott, zu dem eine Beziehung möglich ist! Das berührte mein Herz und überwältigte mich. Dass der Gott der Bibel mich liebt. Und seinen Sohn für mich hingibt. Dass meine Schuld beglichen ist. Tief in mir spürte ich, dass ich zu Jesus gehören will. So vertraute ihm mein Leben an und wurde Christ. Was für eine Erleichterung. Nie zuvor hatte ich solch eine Freiheit gespürt, wie in dem Moment, als ich mich für Jesus entschied. Jeglicher Druck wich von mir. Ich musste nichts mehr leisten, weil Gott schon alles für mich gegeben und getan hat. Und das war nur der Beginn einer wunderbaren Freundschaft mit Gott.“ (nach livenet.ch)

Wundersames Wiederfinden: Ehering nach 33 Jahren wieder aufgetaucht

KARLSRUHE. Der Ehering, den eine Karlsruherin vor 33 Jahren in der Toilette verloren hat, ist wieder aufgetaucht: in einem Gartengrundstück mehrere Kilometer weit entfernt. Heidi Erne (78) rutschte der Ring vom verschwitzten Finger in die Kloschüssel und verschwand in der Kanalisation. Das goldene Zeichen ihrer Liebe steckte damals bereits seit mehr als 20 Jahren an ihrem Ringfinger. Sie hatte den Ring seit ihrer kirchlichen Trauung 1962 in der Ev. Stadtkirche Karlsruhe-Durlach nie abgelegt. Geblieben war ihr all die Jahre nur der Blick vom Balkon aus auf den Kirchturm, der sie an den „Bund fürs Leben“ erinnerte. Trotz Ärger über das Missgeschick hat sie sich keinen neuen Ring anfertigen lassen, auch nicht zur Goldenen Hochzeit vor vier Jahren. Die Hoffnung auf ein wundersames Wiederfinden war längst geschwunden. Doch jetzt wurde auf einem Schrebergarten-Gelände der Naturfreunde Durlach ein goldener Ring gefunden: Und weil Günter und Heidi Erne seit vielen Jahren bei den Naturfreunden Mitglied sind, erhielt das Ehepaar eine Nachricht. „Wie der Ring dort hingekommen ist, werden wir wohl nie herausfinden können“, so Heidi Erne, die ihn jetzt wieder trägt. In den 1980er Jahren wurde der Klärschlamm der Karlsruher Anlagen noch als Dung verkauft, weiß Ehemann Günter Erne, wahrscheinlich kam der Ring quasi als Beigabe in den Garten der Naturfreunde. (nach einem swr4-Bericht)

Leiter des badischen Verlags „mediaKern“ in die Ewigkeit abgerufen

OFFENBURG. Nach schwerer Krankheitszeit ist der bekannte badische Verlagsleiter Karlheinz Kern (Meißheim bei Offenburg) im Alter von 71 Jahren in die Ewigkeit abgerufen worden. In mehr als 50 Jahren beim renommierten Verlag St. Johannis-Druckerei (Lahr) hat sich der gelernte Schriftsetzer bis zum Verlagsleiter hochgearbeitet. Nach der Insolvenz des Unternehmens ging Kern nicht in den verdienten Ruhestand, sondern gründete als 65-Jähriger noch den kleinen, aber erfolgreichen Verlag „mediaKern“, der durch zahlreiche Hahne-Bestseller über die christliche Szene hinaus bundesweit bekannt wurde. Gesundheitliche und wirtschaftliche Gründe zwangen vor zwei Jahren den erfolgreichen Verleger leider zur Eingliederung seines Lebenswerks an ein anderes Unternehmen. Geistlich verwurzelt war der vielseitig begabte Badener im pietistischen Gemeinschaftsverband AB. Gewissenhaftigkeit und Fleiß, Menschenkenntnis und Weitsicht gehörten ebenso zu seinen Attributen wie Mut und Demut, Aufrichtigkeit und bibelfester Glaube sowie ein Schuss gesunder Humor. Mehr als 50 Jahre wirkte Kern auch als Organist in seiner Heimatkirche. Von 2003 bis 2006 war er Vorsitzender der Vereinigung Ev. Buchhändler und Verleger (VEB). Das Ziel seiner Arbeit sah Kern darin, das Evangelium auf vielfältige Weise unter die Menschen zu bringen. Deshalb bot er prominenten Zeitgenossen ein Forum zur Vermittlung christlicher Werte. Peter Hahne würdigte Kern mit den Worten: „Er gehörte zur Kategorie der Stillen und der Effektiven im christlichen Verlagswesen, im Gegensatz zu manchen Wichtigtuern mit Nullresonanz. Er schmückte sich nicht mit Politikern und Prominenz, er setzte sich für die Verbreitung des Evangeliums auf der Kanzel der Literatur ein. Karlheinz Kern hat keine Schlagzeilen gemacht, aber Spuren für die Ewigkeit hinterlassen.“ Seiner Familie gilt unsere Anteilnahme. Kern war ein Segensträger, seine Bücher biblisch klar, empfohlen in unserer Zeitschrift und mit Gewinn gelesen. Wir danken Gott, dass wir ihn haben durften. (mk)

Fröhliches Schaffen beim „Summer Life Special“ im Lebenszentrum Adelshofen

ADELSHOFEN. Junge Leute auch aus Ungarn, Slowakei und England nahmen am „Summer Life Special“ (SLS) des Lebenszentrums Adelshofen (Eppingen bei Heidelberg) teil. Insgesamt wirkten 45 Jugendliche bei christlichen Aktivfreizeit mit. „Kreativ ausgearbeitete“ Bibelarbeiten, so ein Teilnehmer, standen vormittags auf dem Programm. Gearbeitet wurde täglich im Schnitt fünf Stunden täglich. Die Jugendlichen buddelten und bauten, gruben und fegten, putzten und spülten, strichen Wände, legten im Gelände neue Wege an. Als besonderes Projekt forderte das Mauern eines Hochbeets für Küchenkräuter. „Ich hatte große Freude“, bekannte eine Mitarbeiterin. Spaß machten auch die Tages- und Abendaktionen. Der Beachvolleyballplatz war ein beliebter Treffpunkt. „Sie suchten jede freie Minute die Gemeinschaft mit den andern Teilnehmern“, beobachtete Andreas vom Theologischen Seminar Adelshofen. Für Silas war es „richtig cool: das Mitarbeiten und die Gemeinschaft“. Michael, der aus dem englischen Yateley Hampshire mit seinem Freund Sam angereist war, meinte am Schluss: „Der beste Freizeit meine Lebens!“. Auftanken für Leib und Seele bot auch die sommerliche  Familien- und Singlefreizeit im Lebenszentrum. Für die Kids gab es ein extra Programm. (mk)

Glückspilz des Jahres dankte Gott für Bewahrung seines Lebens

Flugzeug-Crash überlebt, im Lotto gewonnen, jetzt Projektpläne für Notleidende

DUBAI. Der Inder Mohamed Basheer Abdul Khadar (61) strahlt vor Glück und sagt: „Gott hat mir ein zweites Leben geschenkt.“ Seine unglaubliche Geschichte begann am 3. August mit der Bruchlandung einer Emirates-Maschine in Dubai mit 300 Menschen an Bord, Basheer als Passagiere dabei. Passagiere und Crew wurden über Rutschen gerade noch rechtzeitig aus der Boeing 777 gerettet, bevor sie in Flammen aufging. Kaum hatte sich Basheer davon etwas erholt, geschah Tage später wieder etwas, dass sein Leben auf den Kopf stellen sollte: Er gewann eine Millionen US-Dollar in der Dubai Lotterie. Basheer, Fuhrparkmanager bei einem Autohändler in den Emiraten: „Ich habe ein Ritual: Jedes Mal, wenn ich über Dubai reise, kaufe ich mir einen Lotterieschein.“ Anfang Juli hatte er den Schein bei seiner Heimreise gekauft, als er seine Familie besuchte. Ehefrau, Tochter und Sohn kann er wegen seines Jobs nur einen Monat im Jahr sehen. Ein weiterer Schicksalsschlag: Sein Sohn (21) ist querschnittsgelähmt, nachdem er nur wenige Tage nach seiner Geburt auf den Kopf gefallen war. Dennoch will Basheer seinen Gewinn nicht behalten. „Ich habe meiner Tochter am Telefon gesagt, dass uns das Geld nicht zusteht. Es soll den Hilfsbedürftigen in unserem und den umliegenden Dörfern zugutekommen. Allerdings nicht als Spende, das ruft nur Neid und Missgunst hervor.“ Basheer: „Vielleicht werde ich damit eine Farm aufbauen, die Güter für Menschen in Not produziert und auf der Menschen arbeiten können. „Ich habe die Bruchlandung in Dubai überlebt und glaube, Gott hat mir damit ein zweites Leben geschenkt“, so der Inder. „Ich spüre die Verpflichtung, damit etwas Gutes zu tun.“ (bz)

Wissenschaftler: Das Wort „evangelisch“ hat Martin Luther geschaffen

STUTTGART. Ohne Martin Luther gäbe es kein „evangelisch“. Das Wort gehöre zu den Begriffen, die der Reformator eigens geschaffen habe, um das Neue an seiner Theologie herauszustreichen, schreibt der Rostocker Dozent für deutsche Sprach- und Literaturgeschichte des Spätmittelalters, Franz-Josef Holznagel, in der Zeitschrift „Bibelreport“. Auch die Begriffe „Buße“ und „Rechtfertigung“ gehörten zu diesen von Luther eingeführten Begriffen. In seinem Beitrag „Luther und die deutsche Sprache“ erläutert Holznagel, dass Luther mit seinen Schriften der allgemeinen Tendenz im 16. Jahrhundert gefolgt sei, die deutsche Sprache zu vereinheitlichen. Eine Besonderheit des Reformators sei gewesen, dass er statt Latein „das Deutsche zur selbstverständlichen Sprache der Kirche und des theologischen Diskurses“ erhoben habe. Er habe als Bibelübersetzer den deutschen Wortschatz bereichert und viele Redewendungen geprägt, auch ursprünglich ostmitteldeutsche Ausdrücke wie „Lippen“ oder „Ufer“ in ganz Deutschland verbreitet. (nach epd)

Luther jetzt auch im Kaffee: Kirchliche Röstmischungen werben mit dem Reformator

KARLSRUHE. „Markant, kräftig, vollmundig“: Mit diesen Worten lässt sich nicht nur Kaffee charakterisieren, sondern auch Martin Luther. Zwar waren Kaffeebohnen zu Zeiten des Reformators (1483-1546) in Deutschland noch unbekannt. Doch dass dem Lieblingsgetränk der Deutschen zum Reformationsjubiläum 2017 ein besonderer Stellenwert zukommt, scheint zumindest in Baden-Württemberg unstrittig. Hier wurden gleich zwei Luther-Kaffees kreiert: einer im Auftrag der badischen Landeskirche, der andere von einem Kaffeeröster in der württembergischen Kirchengemeinde Mössingen (Kreis Tübingen). Dort hat der Kaffeeröster und Kirchengemeinderat Florian Kühnberger eine würzige Martin-Luther-Kaffeemischung kreiert, der die Charaktereigenschaften des Reformators widerspiegeln soll. Doch weil ein kräftiger Kaffee nicht allen schmeckt, hat Kühnberger auch einen Kaffee nach Luthers Ehefrau Katharina von Bora (1499-1552) benannt. Dieser sei „besser verträglich“ und für viele Gelegenheiten geeignet. Eine Mischung aus südamerikanischen und äthiopischen Arabica-Sorten bildeten das Geschmacksbild. Auch die badische Kirche bietet zum Reformationsjubiläum einen Luther-Kaffee an. „Wenn wir das Volksgetränk mit Luther-Logo anbieten, wollen wir auf die Reformation aufmerksam machen“, erläutert Kirchenrat Wolfgang Brjanzew, landeskirchlicher Beauftragter für die Reformationsdekade. Mit dem badischen „Luther Kaffee“, einer Bio-Mischung von nicaraguanischen und äthiopischen Arabica-Bohnen aus fairem Handel, sollen soziale Projekte unterstützt werden. Weitere Reformationsmischungen gibt es noch nicht, etwa ein Ablasshandel-Kaffee mit feuriger Chili-Note oder ein magenfreundlicher Philipp Melanchthon-Kaffee. (nach epd)

Ferienangebot: Kinderbibeltreffen an den Nordseestränden

BENSERSIEL. In den Sommermonaten laden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bibellesebundes die Kinder an den Stränden der Nordsee zum sogenannten „kibi-Ferientreff“ ein. Mit Handpuppen, lustigen Liedern, Theaterstücken, Spielen und viel Spaß bieten die ehrenamtlichen Teammitglieder ein abwechslungsreiches Programm am Vormittag und begeistern die Kids auch mit biblischen Geschichten in modernen Form. Bei ungünstiger Witterung ist das Angebot im Kirchenzelt, wo die Kinder hinterher auch miteinander die Bibel lesen können. In oder um das Zelt wird jeden Abend ein Tagesschluss mit Liedern und einer Gute-Nacht-Geschichte angeboten. Der überkonfessionelle Bibellesebund arbeitet mit der „Kirche unterwegs“ an den Stränden zusammen - dieses Jahr an sieben Orten mit 119 Ehrenamtlichen. Das Wetter ist wunderbar. In Bensersiel wirkt eine Jugendgruppe mit sieben Personen mit. In Dornumersiel sprechen sogar einige Kinder und Erwachsene kurze Gebete nach der Gute-Nacht-Geschichte. Auf Wangerooge startete der kibi-Ferientreff am ersten Tag mit 20 Kindern, am folgenden waren es fast 40. Eine Mitarbeiterin:„Ich bin immer wieder überrascht und begeistert, wie gut Vierjährige und Zehnjährige zusammen spielen können. Jeden Tag haben wir nach der biblischen Geschichte einige Sätze gesammelt, die die uns ermutigen. Wichtig fanden die Kinder: Jesus ist hilfsbereit. Man kann ihm vertrauen. Wir können ihn um Dinge bitten. Wir können ihm Fragen stellen." (www.kibi-ferientreff.de)

Deutsche Allianzkonferenz eröffnet: Christsein ist Mannschaftssport

BAD BLANKENBURG. Mit dem Aufruf an Christen, geistliche Gemeinschaft über Gemeindegrenzen hinweg zu pflegen, hat die Jahreskonferenz der Deutschen Ev. Allianz am 27. Juli im thüringischen Bad Blankenburg begonnen. Christsein sei ein Mannschaftssport, sagte der frühere Generalsekretär des Gnadauer Verbandes, Theo Schneider (Wittenberg) vor den 1.200 Besuchern des ersten Abends. Unter dem Thema „Freispruch für alle“ geht es dieses Jahr um Texte aus dem Römerbrief des Apostels Paulus. Christsein erfordert laut Schneider (Foto) das Miteinander und den Austausch von Christen und Gemeinden in Ost und West unseres Vaterlandes. Schneider: „Keine Gemeinde sollte allein in ihrer Ecke spielen!“ Es sei ein Grundgedanke der Evangelischen Allianz, dass die Gemeinschaft unter Christen innerlich reich und froh mache. Schneider sprach über die letzte Verantwortung vor Gott: „Wir gehen alle dem Tag entgegen, an dem die Karten auf den Tisch kommen.“ Dann würden alle Menschen nach ihrem Leben gefragt werden. Daran lasse die Bibel keinen Zweifel. Bestehen könne nur, wer auf Jesus und das Evangelium vertraue. Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) bezeichnete in einem schriftlichen Grußwort den christlichen Glauben als einen „wichtigen Anker, der unserer Gesellschaft Halt gibt“. Er freue sich, dass die Allianz in Thüringen, dem Kernland der Reformation, ihre Zentrale habe. Das Programm der Konferenz, die bis zum 31. Juli dauert, umfasst Seminare, Bibelarbeiten und Vorträge zu Glaubensfragen und gesellschaftspolitischer Verantwortung. (nach idea)

BILD-Reporter Daniel Böcking schrieb über seine Bekehrung zu Jesus

BERLIN. „Ich glaube an Jesus. So richtig. Mit Herz und Verstand und Bibel und allem, was zum Christsein dazugehört“, schrieb BILD-Reporter Daniel Böcking dieser Tage in BILD-Online. „Eigentlich nicht außergewöhnlich“, meinte er: „Schließlich sind auf dem Papier über die Hälfte aller Deutschen christlich.“ Doch ein Glaubensbekenntnis gelte „in den Zeiten von Terror, Islamismus und ISIS nicht gerade als cool oder hip“, so der Pressemann, der vor drei Jahren erst zu Jesus fand: „Ich bin Christ. Glücklich. Vollzeit. In dieser Zeit von Terror und Gewalt möchte ich von meinem Weg zum Glauben erzählen, statt mein Christ-Sein schamvoll zu verschweigen… Immer wieder missbrauchen Terroristen den Namen Gottes für ihre Anschläge. Angst und Unsicherheit wachsen. Doch mein Glaube umarmt das Leben, statt vor diesen Irren zu kuschen. Er gibt mir alles, um trotzdem getrost und zuversichtlich zu sein.“ Im Jahr 2010 war Böcking als Reporter nach dem vernichtenden Beben (316 000 Tote) in Haiti, kurz danach bei der Loveparade in Duisburg, als 21 Menschen in der Massenpanik zerquetscht wurden, dann hauste er über einen Monat lang neben einem Minen-Schacht im Norden Chiles und wartete gemeinsam mit den Angehörigen auf die Rettung von 33 verschütteten Bergleuten. „Trauer, Leid, Hilfe, Hoffnung, Rettung – in all diesen Situationen begegnete mir der Glaube an Gott. In gemeinsamen Gebeten von Helfern und Opfern, im gegenseitigen Trost untereinander. Auch in der Trauer. Mir kam in den Sinn: Wenn du an Gott glaubst, dann darf das nicht nur nebenher passieren. Wenn die Jesus-Botschaft von Frieden, Vergebung und Erlösung stimmt, dann solltest du dein ganzes Leben danach ausrichten. Ich begann, in der Bibel zu lesen, mit Christen zu reden, ehrlich zu beten (statt nur das „Vater unser“ herunterzuleiern). Man kann sagen: Ich probierte den Glauben aus – und lernte Jesus kennen. Es dauerte noch drei Jahre, eh ich ihn zum Mittelpunkt meines Lebens machte, zum Wichtigsten, zu meinem Kompass. Die Zeit seitdem erlebe ich wie ein Wunder.“ Böcking schließt: „Aus der Bibel habe ich gelernt: Es gibt das Böse auf der Welt – und Gott hat keine Freude daran. Die christliche Antwort sollte nicht Verzweiflung sein oder verschüchtertes Schweigen. Sondern Hoffnung, Hilfe und Gebet… Die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod tröstet mich. Terror und Gewalt machen mich nicht ängstlich… Wut und Angst sind nicht das, was Jesus von Christen fordert. Er gibt und will Mut und Zuversicht. Und er will Vertrauen. Meines hat er.“ Über seinen Weg zum Glauben berichtet Daniel Böcking ausführlich in seinem im August erscheinenden Buch „Ein bisschen Glauben gibt es nicht - Wie Gott mein Leben umkrempelt“ im Gütersloher Verlagshaus. (mk)

Mehr als 500 junge Leute beim Jugend-Mission-Event in Sinsheim

SINSHEIM. Die klare und kräftige Tenorstimme des 18-jährigen Tom Schutte gefiel den 500 jungen Gästen auf dem Buchenauerhof bei Sinsheim und sorgt für Standing Ovations. Auf der Bühne präsentierte Tom mit 17 der 38 neuen Kurzzeit-Mitarbeiter des christlichen Hilfswerkes DMG-interpersonal eine neunstimmige A-Cappella-Variation mit gregorianischen Gesang und modernen Barbershopklängen (Foto), Highlight des Wochenendes am 23./24. Juli im DMG-Zentrum: Der Jugend-Missions-Event (JuMi 2016) für 15- bis 25-Jährige gab Impulse für ein Christsein mit Weltverantwortung. Tom Schutte möchte ein Straßenkinderprojekt in Tansania unterstützen. Die krasse Armut und das Projekt haben ihn angesprochen. Ein Song im Radio (du gehst in die falsche Richtung) wurde für ihn zum Ruf Gottes, bekannte er. Die meisten Einsatzstellen für Freiwillige werden staatlich gefördert, so ein Mitarbeiter, ehe sich die 38 jungen Kurzzeitmitarbeiter vorstellten: 15 bleiben in Europa, von Frankreich bis Georgien, acht gehen in Hilfsprojekte nach Asien, zehn nach Afrika und fünf nach Amerika. Sie helfen Flüchtlingen, Behinderten und Kindern, unterrichten als Hilfslehrer im Slum, beispielsweise in Namibia. Jugendreferent Tobias Kley (Heilbronn) fordert die JuMi-Teilnehmer auf, zielstrebig zu leben. Er leitet eine Jugendhilfe für Flüchtlinge und Migranten in Österreich und Deutschland. Bildbericht unter www.dmgint.de/JuMi im Internet. (theo)

Französische Christen: „Nur Gott kann Herzen ändern und Frieden schaffen!“

NIZZA. Evangelikale Christen in Frankreich rufen nach dem Anschlag in Nizza zum Gebet auf. Damit ist auch die Hoffnung verbunden, dass Menschen durch die Ereignisse aus ihrer Gleichgültigkeit gegenüber Religiösem herausfinden. Daniel Liechti, Vizepräsident des evangelikalen Dachverbandes „Conseil National des Evangéliques de France“ (CNEF) und Leiter von France Mission, hat den Angehörigen der Opfer sein Beileid ausgesprochen. Der CNEF, das französische Pendant zur Deutschen Evangelischen Allianz, empfiehlt besondere Gebetszeiten für die Familien, die Angehörigen, die Hilfs- und Polizeikräfte in den Gottesdiensten. Der Schock sitze tief nach dem dritten großen Attentat im Land binnen weniger Monate, so Liechti. Frankreich sei erschüttert. „Wir müssen erkennen, dass nur Gott wirklichen Frieden schaffen und Herzen verändern kann.“ Viele Franzosen seien aufgewühlt und spürten, dass es bei den Anschlägen um einen tieferen Sinn geht, dass man nicht alles durch Organisation und Staat lösen könne. Das Land sei in einer großen Unruhe. „Viele sind unschlüssig, wie man sich gegenüber dem Islam verhalten soll“, sagte Liechti. Die CNEF rief dazu auf, den berechtigten Zorn gegen den Mörder nicht in Hass umschlagen zu lassen. Auch Jeanott Gauggel von „France pour Christ“ äußerte die Hoffnung, dass die angespannte Situation die Gleichgültigkeit vieler Menschen für geistliche Fragen aufbricht. Man bete, dass Politiker und Bevölkerung wieder offener werden und nach Gott fragen. (nach pro)

Frankreichs Vizepräsident der Imame trat zurück:

„Wir müssen die Wahrheit sagen: Islam und Islamismus nicht mehr zu unterscheiden!“

NIMES. Der Vizepräsident der Imame Frankreichs ist wenige Stunden nach dem blutigen Attentat von Nizza zurückgetreten. „Inzwischen ist es schwer, den Islam vom Islamismus zu unterscheiden.“ Mit dieser Begründung gab Hocine Drouiche, der Imam von Nimes, seinen Rücktritt bekannt. „Ich hoffe, dass in den Moscheen über das Attentat gesprochen wird und nicht über Dinge, die nichts damit zu tun haben.“ Drouiche, der auch Kandidat für den Posten des Imams an der Großen Moschee von Paris war, teilte der Öffentlichkeit mit, dass er alle Ämter mit sofortiger Wirkung niederlege. Bereits nach dem Attentat auf die Konzerthalle Bataclan in Paris im November 2015 hat er die islamische Gemeinschaft in Europa gewarnt, sie müsse sich bewusst werden, dass der islamische Extremismus in seine Reihen eingedrungen sei. Die Muslime hätten bislang keinen wirklichen Einsatz gezeigt, eine Lösung für das große Problem der Radikalisierung und des Hasses zu finden. In einer Stellungnahme schrieb auch der katholische Bischof von Passau, Stefan Oster, er wünsche sich von allen friedliebenden Muslimen, dass sie gemeinsam „gegen den Wahnsinn“ aufstehen. Er frage sich, wo die Protagonisten des friedlichen Islams seien: „Wann endlich kommt der kollektive, der große gemeinsame Aufschrei aller friedliebenden und wirklich ihrem Gott ergebenen Muslime der Welt, dass sie ihren Glauben nicht länger im Namen von Terroristen missbrauchen lassen wollen?“ Je weniger sie sich engagierten, desto mehr lassen sie es laut Oster zu, dass „stündlich der Verdacht weiter befeuert wird, dass der Islam eine Religion ist, die der Welt Angst macht und ihr nicht den Frieden bringt“. (mk/idea)

Badische Kirche bereitet eine „Luther-Zeitreise mit allen Sinnen“ vor

KARLSRUHE. Für das 500-jährige Reformationsjubiläum 1517 laufen auch in Baden die Vorbereitungen an. Ein Nachbau jener Türe der Wittenberger Schlosskirche, an welche die 95 Thesen genagelt wurden, steht derzeit mit weiteren Kulissenteilen wie der Wartburg oder Luthers Studierstube in einer Halle bei Karlsruhe. Hier laufen die Vorbereitungen für die interaktive Ausstellung „Mensch Luther“. Die „Zeitreise mit allen Sinnen“ zeigt das Leben und Wirken von Martin Luther – vom 15. Mai bis zum 28. Juli 2017 in der Schlosskirche Pforzheim und vom 17. September bis zum 20. November in der Matthäuskirche Karlsruhe. Sie will verständlich zeigen, was Martin Luther vor 500 Jahren beschäftigt und bewegt hat, sagt der Projektentwickler Lutz Barth. Begleiter in historischen Gewändern führen durch die Kulissen und lassen Luthers Leben eindrucksvoll Revue passieren (www.sinnenpark.de). Rund 130 große Kulissenteile werden dafür gebaut. Ein Burgtor mit Zugbrücke ist ebenso dabei wie ein mittelalterlicher Markt, ein Schatzraum und eine begehbare Bibel. Hörszenen und zahlreiche Spezialeffekte sorgen bei den einstündigen Führungen für die notwendige Auflockerung. „Gerne hätten wir das Projekt auch noch an weiteren Standorten gezeigt“, sagt Axel Ebert, Leiter der Missionarische Dienste in Baden, aber die räumlichen und zeitlichen Anforderungen seien am Ende wohl zu hoch gewesen. In Pforzheim sei Projekt gut aufgehoben, denn die Melanchthonstadt Bretten sei nicht weit davon entfernt, meinte der stellvertretende Stadtdekan Jens Adam. (mk)

CVJM-Badentreff 2016: Neuer „Aufwind“ für 1.300 junge Leute

KARLSDORF. Der CVJM-Badentreff verbindet Traditionelles mit Neuem, so Projektleiter Albrecht Röther in Karlsdorf bei Bruchsal, wo der christliche Treff zum achten Mal an der Altenbürghalle stattfand. Vertreter der Kirche und des Gemeinderates waren gekommen und grüßten. Für Bürgermeister Sven Weigt ist die Arbeit des CVJM eine „wertvolle Investition in junge Menschen“. Hier wird in einer jugendgemäßen Form ohne Vorbehalte über den Glauben an Jesus Christus gesprochen, erklärte CVJM-Sekretär Röther: „Hier erfährt man Grundlegendes. Hier erleben Jugendliche, dass sie mit ihren Anliegen nicht alleine sind. Sie finden Freunde, erleben christliche Gemeinschaft und feiern miteinander Gottesdienst.“ Interessante Workshops informieren, Musik und Gesang entspannen, biblische Impulse wollen fundieren. „Es lohnt sich mit diesem Jesus zu leben“ ermutigte Andreas Boppart aus der Schweiz. Der in Kairo geborene Michel Youssif berichtete aus seiner arabisch-deutschen Gemeinde in Hannover und von seinem Wirken unter Migranten. In einem Workshop ging es um „echte Liebe“ abseits von großen Worten. Miteinander wurde auch darüber nachgedacht, wie Selbstachtung gewonnen und gelebt wird, wie mit Mobbing, Beleidigungen und Provokationen umzugehen ist. Spaß und Spiel, Sportliches, Kreatives und Integratives - und anderes mehr bestimmten das bunte Programm des sonnigen Wochenendes unter dem Motto „Aufwind“.  (mk/art)

Kreationisten haben in Kentucky die biblische Arche Noah nachgebaut

WILLIAMSTOWN. Am 7. Juli wurde im US-Bundesstaat Kentucky ein riesiger Nachbau der Arche Noah für Besucher eröffnet. Das Projekt in der Nähe von Williamstow im Norden von Kentucky ist aus Tannenholz gebaut, sieben Stockwerke hoch und 152 Meter lang – und damit das größte freistehende Holzbauwerk der Welt. „Da würde das Weiße Haus zweimal reinpassen“, schreibt eine Zeitung über das Projekt Arche (https://arkencounter.com). Die Arche hat knapp 100 Millionen Euro gekostet und soll viele anlocken. Verantwortlich ist Ken Ham, Präsident von „Answers in Genesis“, welche die Bibel-Aussagen über Gott als Schöpfer der Welt ernst nimmt. Der „New York Times“ sagte er: „Wir bauen die Arche nicht als Entertainment. Es ist nicht wie Disney oder Universal, nur dazu da, dass Leute sich amüsieren. Es hat eine religiöse Bedeutung. Wir sind Christen und wollen die christliche Botschaft verbreiten.“ Ham zitiert die Bibel, nach der die Erde damals „voller Frevel“ war und Gott vor 4000 Jahren die Sintflut schickte. Gefahren sieht Ham auch aktuell: „Wir werden immer mehr wie in Noahs Tagen, weil wir unsere Kultur immer mehr säkularisieren.“ Eigentlich sollten viele echte Tiere ins Schiff, aber das wurde zu aufwändig. Nun gibt es nur kleine Tiere sowie Tierstatuen. Spott der Medien fehlt nicht, denn die riesige Arche ist „tausend Kilometer vom Meer entfernt“ und kann nicht schwimmen. (mk)

Badisches Evangelisten-Ehepaar ist im Alter wieder bundesweit aktiv

BAD LIEBENZELL. Nach fünf Jahren Leitung in der Studien- und Lebensgemeinschaft der Liebenzeller Mission geht das bekannte Evangelisten-Ehepaar Klaus-Dieter und Ulrike Mauer wieder zurück in die missionarische Basisarbeit in Deutschland. Klaus-Dieter Mauer kam 1973 direkt nach dem Abitur nach Bad Liebenzell, wo er am Theologischen Seminar studierte. Anschließend war er bis 1983 LGV-Pastor im Bezirk Stuttgart, die meiste Zeit seines Berufslebens jedoch als Reiseevangelist zwischen Berlin, Basel, Flensburg und Salzburg unterwegs. In dieser Zeit war er 18 Jahre lang auch Leiter der Zeltmission und absolvierte einen Master of Arts in Missiologie über die Akademie für Weltmission an der Columbia International University in den USA und anderes mehr. Bei der Verabschiedung sagte Mauer: „Aus der Evangelisation kommend durften meine Frau Ulrike und ich diejenigen prägen, die selbst einmal Pastoren und Missionare werden. Für so vieles sind wir in den letzten Jahren dankbar, denn wir waren nicht nur Mentoren, sondern haben in der Studentenschaft auch so manch neue Freunde gewonnen. Nun gehen wir selbst wieder in den Einsatz für die Menschen. Darauf freue ich mich, denn ich bin von Herzen Evangelist.“ Seit dem 1. Juli befindet sich das Ehepaar Mauer zurück im Evangelisationsdienst und wohnt in Remchingen bei Pforzheim. (mk)

Kommunikativer Erlebnisgarten des Lebenszentrums Adelshofen eröffnet

ADELSHOFEN. Rund 250 kleine und große Gäste feierten mit dem Lebenszentrum Adelshofen (LZA) die Eröffnung seines Erlebnisgartens. Mit erlebnispädagogischen Stationen wie Niederseilgarten, Teamwippe oder Kletterwand sollen hier vor allem Konfirmandengruppen, Jugendkreise und Schulklassen in dem völlig umgestalteten parkähnlichen Garten des Zentrums ihre Teamfähigkeit und gegenseitiges Vertrauen einüben. Nach dem Open-Air-Gottesdienst zum Thema „Entdecke, was in dir steckt“ von Ortspfarrer Martin Moehring stellte der technische LZA-Leiter Martin Hauber das große Projekt vor und dankte den vielen Freunden, die dieses Werk begleitet und unterstützt haben. „Unsere Vision ist es, dass Jugendliche das Miteinander einüben, sich gegenseitig unterstützen und so in ihrer Persönlichkeit wachsen“, erklärte LZA-Jugendreferent Christoph Kaiser. Den Abschluss der zweistündigen Erlebnis-Einheit bildet die „Gartenkirche“ mit Barfußrundweg zur Reflektion und Besinnung. Dabei werden auch Fragen aufgeworfen wie „Was gibt mir Halt?“ und „Wofür bin ich dankbar?“ mit Bezug zum Glauben und der Einladung zum Vertrauen auf Gott. Auf dem Beachvolleyballfeld kann das Erleben dann sportlich ausklingen. LZA-Leiter Br. Matthias Böker hob die gute Zusammenarbeit der Handwerker mit den vielen ehrenamtlichen Helfer hervor und erklärte, dass der Erlebnisgarten eine zeit- und jugendgemäße Sprache sei, um zu erfahren, dass Gott uns zusammengestellt hat und Gaben zu gemeinsamen Lösungen gibt. (mk)

LKW-Aufschrift: „Jesus hat jede Menge Anhänger!“

Trucker-Kirche kümmert sich um Lkw-Fahrer aus ganz Europa

KIRCHHEIM UNTER TECK. Sonntags herrscht Fahrverbot für die meisten Lastwagen. Auf dem Autohof an der A8 nach Kirchheim unter Teck steht Ekkehart Fischer auf einem Lastwagenanhänger und predigt. Der 70-jährige Gründer der „Trucker-Church“, der „Kirche für LKW-Fahrer“, kommt einmal pro Jahr auf diesen Autohof. Dann tut er, was er am liebsten tut: von Gottes Liebe erzählen. An jedem letzten Sonntag im Monat – das nächste Mal am 26. Juni – sind ansonsten andere ehrenamtliche Mitarbeiter bei Trucker-Andachten im Einsatz. Fischer kennt das Truckerleben. Er war bis zu seiner Pensionierung als Unternehmensberater für Fuhrunternehmen tätig. Er erlebte die finanzielle Not, den enormen psychischen Leistungsdruck für die Fahrer, und deren Einsamkeit. Sie kommen aus vielen verschiedenen Nationen haben aufgrund ihrer Arbeitsbedingungen „nie die Chance, die Botschaft von Gottes Liebe in der Kirche zu hören“, so Fischer. Er will das ändern und geht deshalb zu ihnen auf die Rastplätze und Autohöfe. Seine Teams helfen im Notfall auch ganz konkret mit dem Geldbetrag für den Besuch der Toilette oder einen Kaffee. Ehrenamtliche beten für einen von Kreuzschmerzen geplanten Fahrer aus Litauen und erleben staunend, wie der nach Jahren erstmals schmerzfrei und fröhlich aus dem Fahrerhaus steigt. „Solche Erlebnisse machen auch uns Mut“, sagt Fischer. Sein Kirchen-Truck hat eine Plane, auf der zu lesen ist „Jesus hat jede Menge Anhänger“. Davor sitzen rund 60 Fahrer aus allen Herren Ländern und lauschen der Geschichte vom Vater und seinen Söhnen aus dem Lukasevangelium. Helfer übersetzen die Predigt in die jeweiligen Heimatsprachen der an Biertischen sitzenden Gäste. Darunter sind Deutsche, Polen, Letten, Russen und Albaner. Fischer ist dankbar für die Chance, an dieser Stelle einen Gottesdienst feiern zu können und seelsorgerlichen Dienst zu tun. Er beruft sich auf das „allgemeine Priestertum aller Gläubigen“ der Reformatoren und hat auch schon mal ein Paar getraut. Aber außerhalb der verfassten Kirche stehen oder eigene Ortsgemeinden gründen will er nicht. „Wenn einer sein Leben Gott anvertraut, braucht er die Gemeinschaft von Christen“, so Fischer. (nach epd)

Im Nordschwarzwald öffnet jetzt Deutschlands erste „Café-Kapelle“

BAD LIEBENZELL. Die Idee ist bislang einzigartig in Deutschland: Das „Café Monbachtal“ bei Bad Liebenzell im Nordschwarzwald bietet neben leckeren Kaffee- und Kuchenspezialitäten bald auch eine Kapelle an, in der die Gäste die Stille genießen und neue Kraft schöpfen können. Die Einweihung ist am Sonntag, 10. Juli, um 14.30 Uhr. Hinter dem Angebot steht der Gedanke, dass Gäste eines christlichen Cafés in diesem idyllischen Schwarzwaldtal wohl mehr wollen, als nur eine Schwarzwälder Kirschtorte und einen Cappuccino genießen. Die Kapelle lädt ein, zur Ruhe zu finden, so Armin Jans, Leiter der Christlichen Gästehäuser Monbachtal, zu denen das Café gehört. Den Anstoß für die Kapelle gaben die Autobahnkirchen. Dort können Autofahrer kurz anhalten, zur Ruhe kommen und mit Gott in Verbindung treten, erklärte Jans. Das Angebot der Café-Kapelle richte sich auch an die vielen Wanderer, die ins Monbachtal kommen. In der Kapelle soll auch ein kleines Heft mit Impulsen zum Nachdenken aufliegen, mit Gebeten und einer Anleitung zur Stille. Bei der Einweihungsfeier werden auch der Liebenzeller Bürgermeister und der Gemeindepfarrer mitwirken. (mk)

CVJM Baden: „Schlosstag“ mit Rückblick auf 25 Jahre „Schloss“-Geschichte

KRAICHTAL. „Soli Deo Gloria - Allein Gott die Ehre“ steht auf einer alten Steintafel in der Toreinfahrt zum „Lebenshaus“ (LH) des CVJM Baden in Unteröwisheim (Kraichtal bei Bruchsal). Dieses alte Motto ist auch das Anliegen und die Zielrichtung des CVJM Baden, sagt LH-Leiter Georg Rühle. Vor 25 Jahren, im Jahr 1991, hat der CVJM Baden den Bau als Brandruine von der Stadt Kraichtal gekauft und das Risiko der Restaurierung gewagt. Rund 100.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden sind beim Wiederaufbau geleistet worden, so Rühle bei der Jubiläumsfeier. Das mächtige und beeindruckende Bauwerk wird von den CVJM-Mitgliedern liebevoll und etwas stolz „Schloss Unteröwisheim“ genannt. Einst diente der Bau als „Pfleghof“ (Fronhof) zur Versorgung des Klosters Maulbronn. Durch den Bau zweier neuer Gebäude sind jetzt 120 Übernachtungsplätze, Seminarräume nebst dem großen Gewölbekeller als Veranstaltungsraum vorhanden. Rund 700 Gästen feierten das Jubiläum im Schlosshof unter freiem Himmel. Talkgäste ließen die Geschichte noch einmal lebendig werden. Die Lebenshausarbeit, die CVJM-Sekretär Hermann Kölbel und seine Frau Ruth bereits vor 30 Jahren begonnen haben, gibt dem CVJM-Zentrum eine große Ausstrahlung. Mehr als 250 junge Leute konnten bisher bei einem Freiwilligen Sozialen Jahr hier mit den für die LH-Arbeit vom CVJM angestellten Hauptamtlichen mitleben, mitarbeiten und erfahren, was lebendiger Glaube ist. Für Friedrich Bladt, Vorsitzender des CVJM Baden, ist dies das „Herzstück der CVJM-Arbeit“ in Baden. Den Abschluss des Jubiläums bildete ein Dankgottesdienst. (mk)

Bundesweiter Pfarrfrauenbund feierte sein 100-jähriges Jubiläum

BURBACH. Viele Pfarrfrauen nutzen auch heute noch die Chance, das Leben in ihren Gemeinden engagiert mitzugestalten, sagte die Vorsitzende des Pfarrfrauenbundes, Renate Karnstein (rechts im Bild mit der langjährigen Vorsitzenden Ingeborg Fischer), in einem Interview anlässlich der Feier zum 100-jährigen Jubiläum in Burbach bei Siegen. Schwerpunkte der Arbeit seien nach wie vor die seelsorgliche Begleitung, das gemeinsame Gebet und die Fürbitte. In regionalen Kreisen fänden regelmäßige Begegnungen statt: „Wir bieten einen geschützten Raum zum persönlichen Austausch. Karnstein zufolge ist im Pfarrhaus zwischen Privatem und Beruflichem häufig nur schwer zu trennen. Das Büro befinde sich meistens im selben Haus, der Pfarrer sei in Notsituationen immer ansprechbar: „Es ist für die Familie nicht immer leicht, damit umzugehen.“ So sieht Karnstein es als Chance, sich bei den Treffen über die Herausforderungen durch Familie, Gemeinde und Gesellschaft auszutauschen. Das Bild der Pfarrfrau habe sich, so Karnstein, jedoch stark gewandelt. Heute seien Pfarrfrauen meist berufstätig. Dennoch brächten sich viele mit ihren Gaben in die Gemeindearbeit ein. Den Festvortrag bei der Tagung hielt Theologieprofessor Hans-Joachim Eckstein. Zum Pfarrfrauenbund gehören rund 700 Ehefrauen von Pfarrern sowie Pfarrwitwen. (mk)

„Operation Transit“: Christen überreichen Nordafrikaner an den Fähren eine Bibel

MARSEILLE/MALAGA. Hunderte von Bibeln erreichen jeden Tag die für das Evangelium verschlossenen Länder Nordafrikas, weil Christen in Spanien, Frankreich und Italien mehrsprachige Bibeln und Materialien an Reisende verteilen, die in den Sommerferien ihre Familien in Nordafrika besuchen. Nicht wenige nehmen es dankbar an. Die in Europa arbeitenden Nordafrikaner nutzen den Sommer, um ihr Heimatland zu besuchen, meisten mit dem Auto. Sie setzen mit einer Fähre von einer der Hafenstädte über nach Nordafrika. Christen vor Ort nutzen dies, um so Schriften nach Nordafrika zu bringen. „Wir verteilen zweisprachige Neue Testamente, den Jesusfilm und den Videofilm ‚Magdalena‘, Kinderbücher und das Buch ‚Mehr als ein Zimmermann‘ von Josh McDowell“, so Al Stahl, Leiter von „Operation Transit“, Die Päckchen werden verteilt, während die Fahrer in der Autoschlange vor den Fähren warten. Dabei kommt es immer wieder zu guten Gesprächen. Manche Verteiler können die Sprache der Reisenden sprechen. Ihr Dienst läuft in einigen Häfen ganze 24 Stunden, in anderen nur tagsüber. Erfreuliches Ergebnis: Mehr als 40.000 Buchpakete wurden auf diese Weise bereits im letzten Jahr verteilt. Das Interesse der Nordafrikaner wächst, berichtete Al Stahl. „Gerade gestern standen Männer aus vier verschiedenen Autos beisammen und sich unterhielten, jeder von ihnen nahm ein Paket an.“ Natürlich lehnen auch viele ab. Dennoch ist der Einsatz lohnend. Durch Muslime und sogar Atheisten kommt so Gottes Wort nach Nordafrika, wo es ihr Leben verändern kann, aber auch das Leben ihrer Familien und Nachbarn. (mk)

Operation Josua 2016: 130.000 Neue Testamente für 530 Dörfer und Städte

SINSHEIM. Seit dem Start der „Operation Josua“ im Jahr 2004 waren 2.671 Christen aus aller Welt in Griechenland unterwegs und haben mehr als 800.000 Neue Testamente und christliche Schriften an den Türen weitergegeben. Auch in diesem Sommer sind wieder Christen auf den Inseln und dem Festland unterwegs, um Gottes Wort in modernem Griechisch in Häuser und Herzen zu tragen. Bischöfe der Orthodoxen Kirche haben das Neue Testament autorisiert und sogar Grußworte in die Bibeln eindrucken lassen. Das hat im letzten Jahr sehr geholfen, um Türen zu öffnen. Durch „Operation Josua“ ist Neues gewachsen. Beispielsweise gibt es jetzt Haus- und Bibelkreise auf dem Peloponnes, die regelmäßig von einer Gruppe junger griechischer Mitarbeiter betreut werden. Jetzt steht der nächste Bibelverteil-Einsatz an, die neunte „Operation Josua“: Vom 6. bis 14. Juli wollen die Teams mehr als 500 Städte und Dörfer im Norden Griechenlands an der bulgarisch-albanischen Grenze mit 130.000 Neuen Testamenten beschenken. Gesucht werden noch Spenden für die Literaturpakete: Unkosten 2,50 Euro pro Tüte. Die DMG in Sinsheim hilft: www.dmgint.de/helfen.html, Stichwort P-30613. Begleiten auch Sie im Gebet diese Aktion. (www.operationjoshua.org)

Kirchen auf Baden-Württemberg-Gartenschau laden zum Glauben ein

ÖHRINGEN. Mit über 400 Veranstaltungen beteiligen sich Kirchen und landeskirchliche Gemeinschaftsverbände an der baden-württembergischen Landesgartenschau in Öhringen (bei Heilbronn). Auf dem 30 Hektar großen Gelände werden bis zum 9. Oktober rund 750.000 Besucher erwartet. Die Angebote der Christen stehen unter dem Motto „Kreuz + mehr“. Der Besinnungsweg „Grenzenlos“ mit sieben Stationen beispielsweise vermittelt Impulse zu einer lebendigen Gottesbeziehung. Dort können Zettel mit Gebeten beschriftet und in Stämme gesteckt werden. An der Station „Godly Play“ werden Geschichten von Gott und den Menschen spielerisch vermittelt. Darüber hinaus gibt es eine Ausstellung mit Kreuzesdarstellungen. Die christlichen Angebote befinden sich in einem aus Holzpalisaden gebildeten Kreuz. Der nach oben und zu den Seiten offene Kirchenraum besteht aus 280 Baumstämmen. Um 15 Uhr gibt es dort täglich eine zwanzigminütige Andacht. Der Gemeinschaftspastor der pietistischen Süddeutschen Gemeinschaft in Öhringen, Carsten Pantle, berichtete bereits, dass jeweils bis zu 100 Besucher kommen. Die Andachten seien somit eine „hervorragende missionarische Möglichkeit“. Jeden Sonntag findet zudem um 10 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst statt. Kirchenkonzerte werden sonntagabends angeboten, unter anderem am 17. Juli mit dem Liedermacher Albert Frey und seiner Frau, der Sängerin Andrea Adams-Frey (Wüstenrot bei Heilbronn). An jedem Tag stehen Christen für Gespräche zur Verfügung. Insgesamt arbeiten rund 300 Ehrenamtliche mit. (idea), (www.laga2016.de)

SAT-7: Das größte TV-Netzwerk für Nahost seit 20 Jahren auf Sendung

SINSHEIM. Von anfangs zwei Stunden auf 840 Stunden pro Woche, von einem 24-Stunden-Satellitenkanal auf fünf davon, von einer zu heute drei Sprachen, und das alles in nur 20 Jahren: Die Entwicklung des christlichen Fernsehsenders SAT-7 in Nikosia auf Zypern kann sich sehen lassen. 1996 wurde das erste zweistündige Programm in arabischer Sprache ausgestrahlt. Heute verfolgen Millionen Menschen im Nahen Osten und Nordafrika die Sendungen: neben Arabisch auch in Türkisch und Farsi. SAT-7 feierte jetzt diesen Meilenstein mit einem großen Festival in Ägypten, zu dem neben 700 Gästen auch Vertreter der ägyptischen Regierung und Kirchenführer vieler Konfessionen geladen waren. Gründer Dr. Terence Ascott erinnerte an die ersten Jahre, an anfängliche Skepsis: „Die Regierungen im Nahen Osten werden christliches Fernsehen nicht erlauben, die Finanzierung dieses Projektes ist unmöglich“, habe es geheißen. Heute sorgen 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, dass SAT-7 für 840 Stunden die Woche professionell auf Sendung ist. „Was wir erlebt haben, ist ein einziges Wunder“, so Ascott. Er würdigte den Mut arabischer Christen, vor laufender Kamera ihren Glauben zu bezeugen. Die erste Sendung entstand in einem nur stundenweise angemieteten Studio, kaum Personal. Aber die Mitarbeiter hatten eine Vision: Sie wollten die Arabische Welt mit Gottes Liebe bekanntmachen, die christlichen Minderheit dort unterstützen. Inzwischen gibt es auch einen christlichen Kinderkanal in arabischer Sprache. (tv)

Picknick des Jugendkongresses „Christival“ im Schlosspark Karlsruhe

KARLSRUHE. Mit einem Sendungsgottesdienst endete der fünftägige Jugendkongress „Christival“ Anfang Mai in Karlsruhe. Unter dem Motto „Jesus versöhnt“ kamen in der Messe und an anderen Orten rund 15.000 Teilnehmer zu 480 Einzelveranstaltungen mit biblischer Wegweisung zusammen. Tausende versammelten sich auch am letzten Abend im Schlossgarten zum Picknick in unzähligen Kleingruppen. Für jede Gruppe waren Christen aus der Stadt und der Region verantwortlich, die Essen und Getränke mitbrachten. Teppiche waren ausgelegt. Die jungen Leute saßen darauf, boten im Park bei sommerlichem Wetter ein beeindruckendes Bild. Im Schlussgottesdienst rief Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg (Lüdenscheid) dazu auf, sich mit Gott versöhnen zu lassen und selbst zum Botschafter seiner Liebe zu werden, das Evangelium „hinauszutragen in unser Land und weit darüber hinaus“. Mehr Tagesgäste als erwartet kamen zu den Angeboten, Dauerteilnehmer aus Nachbarländern wie Frankreich, Niederlande, Österreich und Schweiz. Insgesamt waren 20 Nationalitäten vertreten, auch 50 Flüchtlinge, die mit deutschen Jugendgruppen angereist sind. Einige Teilnehmer haben auch Kinderprogramme in Flüchtlingsunterkünften mitgestaltet. Andere suchten die Seelsorge oder ließen für sich beten oder sich segnen. Viele Jugendliche erkannten, dass die „alten Texte“ der Bibel „hochaktuell“ in unsere Welt und in ihr persönliches Leben hineinsprechen. Das fröhliche Festival hat auch die Karlsruher Bürger herausgefordert, über den christlichen Glauben tiefer nachzudenken. Die Medien haben die Botschaft dieser Tage werbend ins ganze Land getragen. Stadt und Polizei stellten den Teilnehmern ein gutes Zeugnis aus. Anerkennendes Lob kam auch vom Oberbürgermeister und von der badischen Landeskirche, die mitwirkte. (mk)

Stuttgarter Konferenz für Weltmission: Die weltweite Gemeinde wächst

STUTTGART. Während sich in Deutschland die evangelische Kirche selbst demontiert, wächst weltweit die Gemeinde Gottes rapide, sagte der Direktor der Entwicklungsdienste „Christliche Fachkräfte International“ und „Hilfe für Brüder“, Ulrich Weinhold (Foto), bei der Konferenz für Weltmission am Fest Christi Himmelfahrt in Stuttgart. Vor rund 1.000 Besuchern bezeichnete er kirchliche Beschlüsse, gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu trauen, als „ein Erdbeben, das die Säulen der Kirche zerreißt“. Gottes Wort werde so beschädigt, obwohl die Bibel zum Heil und zur Orientierung dienen solle. Als Beispiele für das Wachstum der Christenheit nannte er den Himalaya-Staat Nepal und China. In Nepal habe sich die Zahl der Christen auf 375.000 verdreifacht. In China gebe es 130 Millionen Christen bei steigender Tendenz. „Hilfe für Brüder“, das die Verbreitung des Evangeliums fördert, hat eine Bibelübersetzung in der Tigrai-Sprache im Norden Äthiopiens mitfinanziert, von der schon 57.000 Exemplare verteilt wurden. Ein Missionar berichtete, dass zurzeit 65 Evangelisten in den Slums von Nairobi (Kenia) ausgebildet werden. Sie sollen mit Hilfe von Posaunenchören bald das Evangelium im Südsudan, im Kongo, in Kenia und im Tschad verbreiten. Zum Abschluss der Stuttgarter Konferenz wurden zwölf Entwicklungshelfer, drei Praxis-Studenten und 35 Kurzzeit-Helfer ausgesandt. (mk)

Lutherischer Bischof: „Christen, lasst euch von der Mission nicht abhalten!“

GREIFSWALD. Christen dürfen die Mission nicht aufgeben, denn sie seien dazu von Gott in diese Welt gesandt, betonte der Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald) in seinen „Informationen“ für die Mitglieder der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Für evangelische Christen stellte er klar: „Wir sind nicht frei, um des lieben interreligiösen Friedens willen auf Mission, die allen Menschen gilt, zu verzichten.“ Dies müsse besonders heute in einer Zeit, in der die Frage nach der Wahrheit gerne ausgeklammert werde, deutlich herausgestellt werden. Die Mission bleibe auch künftig von zentraler Bedeutung für den christlichen Glauben. Bei ihr geht es laut Abromeit nicht um ein „Rechthabenwollen“, sondern um Treue zum Auftrag Jesu Christi. Der Bischof rief die aktiven Gemeindeglieder auf, das Evangelium in „kleinen Geschichten“ zu erzählen. Denn es sei interessant und nicht verwerflich, wenn Christen ihren Mitmenschen sagten, was ihrem Leben einen festen Halt und ein Fundament gebe. (mk)

„Vergebungshelden“ als Vorbilder für 5.200 Kinder bei Kindermissionsfest

BAD LIEBENZELL. Was ein „Vergebungsheld“ ist, erfuhren 5.200 Kinder in Bad Liebenzell bei zwei parallelen Kindermissionsfesten der Liebenzeller Mission mit identischem Programm. Das Motto „Vergebungsheld“ wurde gewählt, weil der Umgang mit Streit und Ärger für Kinder ein wichtiges Thema ist, hieß es. Es sei wichtig, sich mit anderen zu versöhnen und nach einem Streit zu vergeben. Auch dieses Jahr gab es wieder ein aufwändig gestaltetes Bühnenprogramm mit Actionspielen, fetziger Musik und einem extra für das Fest geschriebenen Theaterstück. In den Szenen wurden drei Schulkinder von älteren Schülern gehänselt und beleidigt. Sie schmieden einen fiesen Racheplan, der aber scheitert. Die drei Kinder bemerkten, dass ihr Racheplan der falsche Weg ist und vergaben ihren Mitschülern. In der Mittagspause erfreute eine riesige Spielstraße mit mehr als 50 Stationen. Missionare aus Papua-Neuguinea, Bangladesch und Ecuador berichteten später, was sie zum Thema „Vergebung“ in ihren Einsatzländern erlebt haben. Auch in diesem Jahr reisten viele Kinder wieder mit ihren Eltern oder mit Kindergottesdienst-Mitarbeitern oder Jungschargruppen aus dem ganzen Bundesgebiet sowie einigen Nachbarländern an. Rund 200 ehrenamtliche Mitarbeiter halfen im Vorfeld und an den beiden Veranstaltungstagen mit. (ck)

Seit dem Syrienkrieg ist die Nachfrage nach Bibeln enorm gestiegen

DAMASKUS. In Syrien, wo seit fünf Jahren ein Krieg tobt, ist die Nachfrage nach Bibeln stark gestiegen. Das berichtete die Deutschen Bibelgesellschaft (Stuttgart). Vor Beginn des blutigen Konflikts im 2010 habe die Syrische Bibelgesellschaft knapp 15.000 Exemplare der Heiligen Schrift verbreitet. 2014 seien dort fast 159.000 Bibeln weitergegeben worden. Der Leiter der Syrischen Bibelgesellschaft sagte: „Der Hunger der Christen nach der Heiligen Schrift ist in den unruhigen Zeiten, die wir hier erleben, noch größer geworden. Die letzten fünf Jahre waren für alle Syrer traumatisch, aber ganz besonders für die Christen. Jede Familie weiß eine traurige Geschichte zu erzählen. In dieser hoffnungslosen Zeit wenden sich die Menschen Gottes Wort zu, das ihnen Trost und neuen Mut spendet.“ Die Bibelverbreitung erfolgt über Buchläden, Klöster, Kirchen und freiwillige Helfer. Der Bibelladen in der Hauptstadt Damaskus blieb während des ganzen Krieges geöffnet. In den Laden von Aleppo ist eine Rakete in die zweiten Etage eingeschlagen, wo sich die Buchhandlung befindet, explodierte aber nicht und richtete so keinen großen Schaden an. Dennoch sind die Mitarbeiter dort gefährdet. Auf dem Weg zur Arbeit lauern Scharfschützen. Auch der Bibeltransport in abgelegenen Gegenden ist riskant. Die Busse geraten nicht selten zwischen die Fronten. (mk)

Gesundheitskongress: Trösten von Kranken ebenso wichtig wie heilen

KASSEL. Kranke zu trösten ist ebenso wichtig wie sie zu heilen, das weiß Pastor Heinrich Christian Rust (Braunschweig) aus seelsorgerlicher Erfahrung. Der Theologe sprach beim 5. Christlichen Gesundheitskongress in Kassel zur Frage „Was tun, wenn die Heilung ausbleibt?“. Für Rust muss in den christlichen Gemeinden auch die „Tröstekompetenz“ gefördert werden. Kranke Menschen brauchten den Zuspruch des Wortes Gottes und sollten körperliche und soziale Nähe erleben. Trost würde erfahrbar in der Gemeinschaft mit anderen Christen, etwa durch Hausbesuche. Im Gebet mit Kranken habe auch die Klage vor Gott ihren festen Platz. Nach Rusts Worten gilt Gottes Liebe nicht nur den Gesunden, sondern ebenso den Menschen, die durch Krankheit und Vorboten des Todes gekennzeichnet sind. Kranke könnten in gleicher Weise gesegnet sein wie Gesunde. Der Segen Gottes lasse sich nicht vorrangig über die Erfahrung von Gesundheit definieren. Rust forderte auch die Mediziner, Therapeuten, Seelsorger und Begleitpersonen von chronisch Kranken auf, seelsorgerlich zu begleiten. Besonders notwendig sei dies für Angehörige, die in der häuslichen Pflege tätig sind. Sie seien häufig über längere Zeit starken Belastungen ausgesetzt und bräuchten die Unterstützung der Gemeinde. (idea)

Moldawien: Gläubige Lehrer vermitteln biblische Werte in öffentlichen Schulen

KISCHINJOWIN. In Moldawien gibt es Ethikunterricht an öffentlichen Schulen. Das nutzen gläubige Lehrer und erzählen Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament in den Grundschulen. Durch biblische Personen und deren Leben vermitteln sie so das Evangelium. In den höheren Klassen sprechen die Lehrer über die Folgen eines ausschweifenden Lebens, über die Gefahren des Rauchens, des Alkohol- und Drogenkonsums, über die Folgen von Sexualkontakten und den Umgang mit HIV, auch die Kriminalität und die Gefahr, Opfer von Menschenhandel zu werden. Sie geben den Schülern gute Anleitung zur individuellen Lebensgestaltung und verweisen dabei auf christliche Werte. Die Unterrichtsstunden werden an verschiedenen Orten im Land gehalten. Immer mehr Anfragen gehen ein, weil viele Schüler ins Nachdenken über ihr Leben kommen. Sie äußern sich dankbar für die Denkanstöße, die sie aus dem Unterricht mitnehmen, auch für das authentische Vorbild ihrer Lehrerinnen und Lehrer. (mk)

Ausgabe Aug. / Sept. 2016

Badische Landeskirche:
 

Am Samstag, 24. Sept., von 11 Uhr bis 18 Uhr Innovationstag 2016 (Henhöfertag Baden) in Linkenheim bei Karlsruhe zum Thema „Kirche: Geistreich“ mit Pfarrer Hans-Hermann Pompe (57), Leiter des Zentrums „Mission in der Region“ der Ev. Kirche in Deutschland (Redner am Vormittag), und Pfarrer Hans-Peter Wolfsberger, Leiter vom „Haus der Besinnung“ in Betberg bei Freiburg (Redner am Nachmittag, 15:20 Uhr) – und neun Workshops um 13:30 Uhr, parallel Bühnen-Programm „Martin Luther und sein Knecht“, eine Zeitreise mit Annette und Lutz Barth, ab 10:30 Uhr Ankommen bei Kaffee und Brezel. Internet: http://ekiba.de/html/content/innovationstag.html

(www.ekiba.de)

 

Seelsorgezentrum „Haus Frieden“ in Steinen:

 

Vom 3.-10. Sept. Herbstwanderwoche „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ mit Rainer und Beate Zelewske, vom 10.-17. Sept. Tage mit Gottes Verheißungen aus Jesaja 40-45 mit Pfarrer Dieter und Sabine Schneider, vom 17.-25. Sept. Woche mit Prof. Detschko Sivilenov zum Thema „Wachstum im Glauben – wie geschieht das?“.

 

(www.haus-frieden.de)

 

DMG-Interpersonal, Sinsheim:

Am 25. Sept. ab 10 Uhr Herbstmissionsfest 2016 unter dem Motto „Mission – Gemeinden sei Dank!“ mit Prof. Dr. Peter Penner, der Christen in Osteuropa theologisch ausbildet und einen slawischen Bibelkommentar herausgegeben hat. Er spricht im Festgottesdienst um 10 Uhr zum Thema „Ohne Gemeinde geht es nicht!“ Parallel ist ein buntes Kinderprogramm.

 

(www.DMGint.de)

 

Aufgegriffen:
Konzilien können irren

Die Synode der Badischen Landeskirche hat beraten und beschlossen: Jetzt können homosexuelle Paare getraut werden. Selten wurde ein Beschluss so rasch den Pfarrämtern mitgeteilt wie dieser. Wir fühlten uns erinnert an Schabowskis legendäre Bemerkung zur Grenzöffnung: „Ab sofort, unverzüglich.“ Und kaum ein Beschluss ruft so viele Irritationen und Fragen hervor wie dieser.
Zum Beispiel: Warum wird eine so wichtige Frage in der Landessynode behandelt und entschieden, ohne dass vorher ein Beratungsprozess in den Gemeinden, Bezirkssynoden und unter den Pfarrern stattfindet? Hat man Angst vor der Basis? Immerhin bedeutet eine solche Trauung den eklatanten Bruch mit biblischen Aussagen, bisher geltender Ethik, der zweitausendjährigen Tradition der Kirche und der ökumenischen Gemeinschaft.

 

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