Gott ist treu, durch den ihr (Christen) berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn. 1. Korinther 1, Vers 9
Gott ist treu, durch den ihr (Christen) berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn. 1. Korinther 1, Vers 9

30 Jahre Mauerfall und deutsche Einheit

Die Macht des Glaubens ist stärker als die  Macht der Mächtigen

Er war viele Jahre im Ostharz (DDR) als Geistlicher der Ev. Landeskirche von Anhalt tätig. Seine Erinnerungen hat er in einer Broschüre „Die Macht der Machtlosen“ festgehalten. „Meine Erfahrungen sollen nicht vergessen werden“, sagt der 85-jährige Pfarrer Ernst Stiller, der mit seiner Ehefrau Carin (83) heute in Lemgo (NRW) lebt: „Die Macht des Glaubens kann sich stärker erweisen als die Macht der Mächtigen.“ Er stammt aus einem christlichen Elternhaus in Niederschlesien. Nach der Flucht 1945 über Dresden und Greiz siedelte sich die Familie ab 1947 in Reichenbach im Vogtland (DDR) an. Dort war der Vater nach seiner Entlassung aus englischer Kriegsgefangenschaft als Prediger der Landeskirchlichen Gemeinschaft tätig. 

 

Vom Gärtner zum Pfarrer

Stiller wurde zunächst Gärtner. Bei einer Jugendevangelisation in Reichenbach kam er zum persönlichen Glauben. Sein Ziel fortan: Er wollte Missionar in Brasilien werden. Deshalb bewarb er sich bei der Lutherischen Mission in Leipzig. Er holte das Abitur nach und studierte Theologie. Doch nach Ende des Studiums 1959 war eine Ausreise aus der DDR nicht mehr möglich. Stattdessen sollte er Vikar im Ort Tanne im Harz werden. Aber der Ort lag mitten im Sperrgebiet zur innerdeutschen Grenze. Er und seine junge Frau bekamen keine Zuzugsgenehmigung. Da passte es, dass der Pfarrer aus dem Nachbarort Trautenstein in den Ruhestand ging. Dort wurde Stiller 1961 zunächst Vikar, dann Pfarrer.

Von Anfang an legte er sich mit den Behörden an. Für den Ort Tanne – einen Passierschein bekam er – plante Stiller eine große Weihnachtsfeier. Und zwar im Gasthaus. Doch die SED sagte Nein. Stiller fuhr zum Rat des Kreises nach Wernigerode, trug sein Anliegen vor und drohte damit, dass enttäuschte Kirchenmitglieder eventuell nicht an den nächsten Volkskammerwahlen teilnehmen würden. Tatsächlich erhielt er die Genehmigung. In der Seelsorge machte er jungen Männern Mut, in der Kirche zu bleiben und auf eine Karriere in der Nationalen Volksarmee – und damit auf mehr Geld und bessere Wohnungen – zu verzichten. Ehrenamtlichen Kirchenmitarbeitern, die als Spitzel von der Stasi angeworben werden sollten, empfahl er, den Beamten zu sagen: „Ich muss darüber erst mit meinem Pfarrer reden.“ Meist hätten sie dann Ruhe vor weiteren Anwerbeversuchen gehabt.

 

Mitglied in der Blockpartei CDU

Stiller mischte sich auch ins gesellschaftliche Leben ein. Als Schüler im Sportunterricht vom Lehrer mit den Worten „Schnauze“, „Fresse“ oder „Schwein“ beschimpft wurden, meldete er dies der Schule: Der Lehrer wurde versetzt. Er engagierte sich für eine Konfirmandin, der eine Lehrerin geraten hatte, sich nicht taufen und konfirmieren zu lassen, um sich die Zukunft nicht zu verbauen. Er verbat sich solche Einmischungsversuche, weil es in der DDR offiziell auch Religions- und Gewissensfreiheit gab. Um mehr Freiheiten für die Kirchenmitglieder zu erreichen, trat er in die Blockpartei CDU ein. Seine Erfahrung: „Die Parteimitgliedschaft war oft hilfreich für die Auseinandersetzung vor Ort.“ Er beerdigte sogar den 14-jährigen Sohn eines Parteisekretärs, der sich das Leben genommen hatte, weil seine Eltern erwarteten, dass er sich zehn Jahre für den Dienst in der Volksarmee verpflichten sollte. Der Jugendliche wollte lieber Förster werden. Der Junge war nicht getauft, seine Eltern keine Christen. Dennoch leitete Stiller die Beisetzung – auf Bitte der Eltern: „Manchmal muss man einfach handeln, um nicht vor Gott und Mensch unglaubwürdig zu werden.“ Stiller nimmt am Kongress „30 Jahre Friedliche Revolution“ teil, der vom 20. bis 23. Oktober im Christlichen Gästezentrum Schönblick in Schwäbisch Gmünd stattfindet.

 

Klaus Rösler

ist Redaktionsmitglied der Ev-. Nachrichtenagentur idea in Wetzlar.

 

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In diesem Herbst feiert Deutschland das Jubiläum des Falls der Berliner Mauer im Jahr 1989. Anlässlich des historischen Ereignisses sind in der Hauptstadt eine Vielzahl an Veranstaltungen und Ausstellungen, die sich mit dem Bau der Berliner Mauer, der Teilung, dem Kalten Krieg und der Friedlichen Revolution von 1989 beschäftigen. Eine große Feier ist am Abend des 9. November am Brandenburger Tor. Eher im Hintergrund und fast vergessen ist das Wirken treuer Christen in der DDR, die mit Gebeten und mutigem Bekenntnis mit zum Fall der Mauer beitrugen. Hier exemplarisch ein kleiner Einblick in das Leben eines Pfarrers.

 

Pfarrer Ernst Stiller (85), oben im Bild mit Ehefrau Carin (83), erlebte das Eingreifen Gottes bereits bei der Flucht aus Schlesien (das schon früh in der Reformationszeit vom Evangelium erfasst wurde). Es verschlug ihn und seine Mutter nach Dresden. Wenige Tage bevor die Stadt im Februar 1945 von den Alliierten bombardiert wurde, erhielt die Familie ein Telegramm von einer Tante, die als Diakonisse im Landeskrankenhaus in Greiz tätig war. Sie schrieb: „Kommt nach Greiz.“ Das taten sie. „Tante Emmchen hat uns das Leben gerettet“, so Stiller bewegt. Was heute fast vergessen ist: Die Christen in der DDR litten unter gezielter Unterdrückung. Der Staat drängte mit Repressalien den Einfluss der Kirchen zurück und sorgte für die Entchristlichung der Bevölkerung. Heute gehört die Mehrheit in den neuen Bundesländern keiner Kirche an.

 

Ausgabe Dez-Jan 2020

ChristusBewegung Baden:
 

Am Samstag, 25. Januar von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr Theologie-Schulung mit Pfr. Paul-Ludwig Böcking im CVJM-Zentrum Eutingen-Mäuerach (Schwalben-straße 4, 75181 Pforzheim-Eutingen), Thema: „Der historische Jesus und der geglaubte Christus – Wie Jesus sich selbst verstanden hat“. Eine kurze Nachricht der Teilnahme ist hilfreich. Mail an Paul-Ludwig Böcking (pboecking@t-online.de) oder Telefon 07231 5896058.
 
Am Samstag, 8. Februar, von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr Theologie-Schulung mit CBB-Pfarrer Paul-Ludwig Böcking im Ev. Gemeindezentrum Eutingen (Fritz-Neuert-Str.32, 75181 Pforzheim-Eutingen), Thema: „Und dann hat Gott zu mir gesagt – Wie Gott heute zu uns spricht“. Bitte auch weitersagen und einladen im Freundes- und Bekanntenkreis. Eine kurze Nachricht der Teilnahme ist hilfreich. Mail an Paul-Ludwig Böcking (pboecking@t-online.de) oder Telefon 07231 5896058.
 
Am Samstag, 22. Februar, von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr Theologie-Schulung mit Pfr. Paul-Ludwig Böcking im Ev. Gemeindezentrum Eutingen (Fritz-Neuert-Str.32, 75181 Pforzheim-Eutingen), Thema: „Sie werden lachen: die Bibel ! – Bibel lesen und verstehen ohne Krampf und Langeweile“. Eine kurze Nachricht der Teilnahme ist hilfreich. Mail an Paul-Ludwig Böcking (pboecking@t-online.de) oder Telefon 07231 5896058. 

 

Christusgemeinde Bretten:

 

Am Samstag, 1. Febr. um 19.30 Uhr biblisch-prophetischer Vortrag „Wozu die Wiederkunft Jesu dringend notwendig ist“ von Norbert Lieth im AB-Zentrum inBretten (Christusgemeinde), „Im Brückle“ am Steiner Hang, am Sonntag, 2. Februar, um 10 Uhr Gottesdienst zum Thema „Die Botschaft des Propheten Hesekiel“ mit Predigt von Norbert Lieth in der Christusgemeinde (AB) in Bretten, „Im Brückle“ am Steiner Hang.

 

Seminar über Tod und Ewigkeit mit Pfr. Dr. Christoph Morgner:

 

Am Samstag, 1. Februar, von 10 Uhr bis 16.30 Uhr Tagesseminar über Tod und Ewigkeit mit Pfarrer Dr. Christoph Morgner im EFG-Gemeindezentrum in Bretten am Husarenbaum. Sein Thema: „An der Schwelle zur Ewigkeit: Gott setzt Lebenszeichen“. Morgner (Jahrgang 1943) war 14 Jahre lang Gemeindepfarrer in Niedersachsen, von 1989 bis 2009 Präses des Ev. Gnadauer Verbandes, Promotion an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er sagt: Nach dem Leben kommt der Tod. Das weiß jeder. Doch als Christen drehen wir den Spieß um: Nach dem Tod kommt das Leben. Deshalb müssen wir den Gedanken an den Tod nicht verdrängen, sondern können uns der Tatsache stellen - nachdenklich, tiefgründig und ermutigend. Die Teilnehmer werden um eine Spende von zehn Euro für die Unkosten gebeten. Programm: https://www.efg-bretten.de/?p=7289.

 

Vesperkirchen in Baden

 

Vom 6. Jan. bis 2. Febr. von 11 Uhr bis 15 Uhr Vesperkirche Mannheim in der CityKirche Konkordien, vom 12. Jan. bis 9. Febr. von 11 Uhr bis 16 Uhr Vesperkirche Karlsruhe in der Johanniskirche, vom 19. Jan. bis 16. Febr. Vesperkirche Pforzheim wochentags von 10.30 Uhr bis 15.15 Uhr in der Stadtkirche, vom 12-26. Jan. Vesperkirche in Singen am Hohentwiel von 11.30 Uhr bis 14 Uhr in der Lutherkirche.

 

Lebenszentrum Adelshofen:

 

Am 24. Febr. von 10 Uhr bis 15.45 Uhr Kindertag am Rosenmontag für 6- bis 11-Jährige mit viel Musik, Anspielen und Theater, spannenden Geschichten, Spielstraße und vielem mehr.

 

Parallel am 25. Febr. von 10 Uhr bis 15.456 Uhr Kindertag am Fastnachtsdienstag mit gleichem Programm. Anmeldung erbeten: per Brief, E-Mail oder Telefon mit Teilnehmerzahl und Begleitpersonen Mailbox: info@lza.de, Telefon: 07262 6080.

 

Am Fastnachtsdienstag, 25. Febr., von 10.00 Uhr bis 15. 45 Uhr Teenagertag 2020 im Dorfgemeinschaftshaus Adelshofen mit Musik, Sketchen, Action, Message, Mittagsworkshops und mehr. Anmeldung mit Teilnehmerzahl und Begleitpersonen an info@lza.de oder Telefon 07262 6080.

 

(www.lza.de)

Ev. Landeskirche in Baden:

 

Vom 5.-19. Febr. Sinnenpark-Kompakt „Menschen begegnen Jesus“ im Ev. Gemeindehaus Blankenloch (Karlsruhe-Land), am 9. Febr. um 10 Uhr Gottesdienst mit Sinnenpark-Leiter AMD-Diakon Lutz Barth in den Kulissen des Sinnenparks.

(www.sinnenpark.de)

 

Vom 27.-29. Febr. Willow-Creek-Leitungskongress zum Thema „LK 20 – richtungsweisend“ in der dm-Arena Karlsruhe. Der Kongress wird von Karlsruhe aus auch live an 15 Orte in der ganzen Bundesrepublik übertragen. Drei richtungsweisende Tage für Haupt- und Ehrenamtliche in Gemeinden, für junge Menschen, die unsere Welt von morgen prägen, für alle, die sich eine Neubelebung ihres Glaubens wünschen.

(www.willowcreek.de/kongresse/

leitungskongress/willkommen/)

 

Vom 7.-22 März Sinnenpark-Kompakt „Menschen begegnen Jesus“ in Mannheim. Am 29. März um 10 Uhr Gottesdienst in der Ev. Kirche Linkenheim bei Karlsruhe zu „20 Jahre Sinnenarbeit in Baden“.

(www.sinnenpark.de)

 

Aufgegriffen:

 

Automatische Organspende: Enteignung des Körpers

 

Die Autonomie des eigenen Körpers und der eigenen Daten wird in Deutschland normalerweise großgeschrieben. Ohne explizites Einverständnis darf man als Arzt keine Spritze Verabreichen; laut Datenschutz keinen Newsletter ohne Einwilligung des Empfängers zustellen und in Zeiten von #metoo keine Frau mehr ungefragt anfassen.

 

„Nein heißt Nein“ ruft man uns überall entgegen, nur ein explizites „Ja“ sei ein echtes Ja – überall, außer- bei der Organspende, wenn sich demnächst im Bundestag der Vorschlag der sogenannten „Widerspruchslösung“ von Gesundheitsminister Jens Spahn und SPD-Mann Karl Lauterbach durchsetzen sollte und der Staat dann ohne explizite Einwilligung eines Menschen zum Wohl der Allgemeinheit über dessen Organe verfügen kann.

 

Dann wäre Schweigen plötzlich ein „]a“. Juristisch ein Novum unseres gesamten Rechtssystems, und es gälte selbst für Kinder ab 16 Jahren. Es ist nahe am ethischen Abgrund, wenn der Staat sich anmaßt, über die Körper seiner Bürger verfügen zu können. Die Automatisierung zum Organspender ist dann auch keine „selbstlose Spende“ mehr, sondern die faktische Enteignung des menschlichen Körpers. Der Sozialismus, macht auch vor dem Totenbett nicht halt. Wer stirbt, soll gefälligst noch für das Kollektiv nützlich sein.

 

Birgit Kelle

wohnt in Kempen am Niederrhein und kämpft als Autorin, Publizistin und Kolumnistin in Zeitungen für christliche Grundwerte.

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