„Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu, und dient ihm allein.“ Erstes Buch Samuel, Kapitel 7, Vers 3
„Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu, und dient ihm allein.“Erstes Buch Samuel, Kapitel 7, Vers 3

Durch eine gläubige Ärztin im Nahen Osten erreichte Gottes Liebe viele arme Patienten

„Was, Sie haben abgestillt?“, fragte Ärztin Elisabeth auf arabisch die junge Mutter aus dem umkämpften Jemen. Die dunkelhäutige Schönheit hielt ihren zwei Monate alten Säugling im Arm. Es war nur Wochen vor Elisabeth Zuelsdorfs überraschendem Tod, als ich sie in ihrer Praxis im Nahen Osten besuchte und ihre aufopferungsvolle Arbeit vor Ort erlebte. Ihr Team behandelt kostenlos Geflüchtete. Die Praxis der DMG-Mitarbeiterin gehört zu einer Kirche im Nahen Osten. Sie haben eine Praxis für zwei Ärzte, eine Apotheke und ein Wartezimmer und behandeln pro Tag rund 30 Patienten. Mit Elisabeth haben sie eine wunderbare Ärztin verloren.

Elisabeth erklärte der jungen Jemenitin, wo sie Babynahrung kaufen könne und dass sie diese auf keinen Fall strecken dürfe, weil dies dem Baby schadet. „Babynahrung ist teuer – Muttermilch wäre kostenlos“, gab Elisabeth zu bedenken. „Aber viele Frauen meinen, es besser zu wissen, und stillen ab. Dann erwarten sie von uns kostenlose Babynahrung.“ Manches in ihrer Arbeit war frustrierend …

 

Medizinische Hilfe mit Trauma-Seelsorge für Flüchtlinge
Im Nebenzimmer kümmerte sich ein Arzt um Männer: „Unsere Patienten kommen mit allem Möglichen“, sagte der junge Araber. Neben der medizinischen Hilfe haben Elisabeth und ihre Kollegen auch Trauma-Seelsorge angeboten. „Flüchtlinge, Gastarbeiter und Bedürftige kommen in unsere Behandlung. Viele im Nahen Osten können sich keine Krankenversicherung und Medizin leisten“, sagte Elisabeth. „Wir bieten Qualität, sind freundlich und unsere Behandlung, Medikamente und christliche Literatur sind frei. Das spricht sich herum“, erklärte sie und zeigte mir die Apotheke.

„Am schlimmsten ist, wenn ich jemandem nicht helfen kann“, sagte Elisabeth, nachdem sie der Jemenitin im Wartezimmer weitere Anweisungen gegeben hatte. „Kürzlich suchte ein Mann mit Hirntumor hier Behandlung. Es war zu spät – sowas tut weh.“

 

Von Gott berufen, Notleidenden an Leib und Seele zu helfen
Elisabeth ist am 8. Februar 1954 in Berlin zur Welt gekommen. „1971 erkannte ich, dass mir eine persönliche Beziehung zu Jesus fehlte. Ich habe Gott mein Leben anvertraut.“ Doch das hielt nicht lange. Als junge Krankenschwester ist Elisabeth in Abhängigkeit von Medikamenten geraten. „Durch die Not habe ich mich auf den Glauben besonnen und Jesus um Hilfe gebeten. Er hat mich durchgebracht“, erzählte sie. Später hat Elisabeth dann Medizin studiert. 1985 bewarb sie sich bei der DMG in Sinsheim. Sie sah sich berufen, Notleidenden „an Leib, Seele und Geist zu helfen“. Das hat sie in Simbabwe, in den Emiraten und schließlich in Nahost getan.

In der arabischen Gemeinde, zu der die Praxis gehört, steht über dem Altar 1. Könige 9,3: „Der Herr sprach: Ich habe dein Flehen gehört, das du vor mich gebracht hast, und habe dieses Haus geheiligt … und meine Augen und mein Herz sollen da sein allezeit.“ Wenn ich heute daran denke, wird mir bewusst: Gottes Herz war wirklich in dieser Kirche. Auch wegen Elisabeth! Sie kümmerte sich liebevoll um Menschen aus Krisengebieten und beschenkte sie mit Medizin, Fürsorge und Hoffnung. Ihr Tod hat überrascht. Mitten in ihrem Wirken wurde sie von Gott abgerufen. Friedlich ist sie in ihrem Bett entschlafen. Dankbar schauen wir zurück. Sie hat ein großartiges Erbe hinterlassen: viele an Leib und Seele geheilte Menschen, die ihren Einsatz nicht vergessen.

 

Theo Volland

Elisabeth Zuelsdorf wuchs in Berlin auf und hat an der dortigen Freien Universität studiert. In einer landeskirchlichen Gemeinschaft fand sie ihr geistliches Zuhause. Dort wurde sie ermutigt, Missionsärztin zu werden. Denn sie sah sich berufen, Menschen in Armut und Krankheit ganzheitlich zu helfen. Liebevoll kümmerte sie sich um Kranke in Krisengebieten und gab ihnen Hoffnung. Ihren Angehörigen und Freunden gilt unsere Anteilnahme.

Ausgabe Februar-März 2019

CVJM Baden
 

Am Samstag, 23. Feb., von 10 Uhr bis 18 Uhr Seminartag „Gebet - Beziehung mit Jesus leben“ im CVJM-Marienhof bei Offenburg mit Pastor Johannes Lanz aus Heidelberg.

Am Sonntag, 24. Feb.  um 18 Uhr Hofzeit-Gottesdienst im CVJM-Marienhof bei Offenburg. Los geht es um 17.30 Uhr mit einem Imbiss. Anschließend gibt es die Möglichkeit sich segnen oder für sich beten zu lassen. Es gibt eine Übertragung für Eltern mit Babys sowie Kinderbetreuung.

 

(www.cvjmbaden.de)

Staatsunabhängige Theolog. Hochschule (STH), Basel

 

Am Samstag, 6. April, von 9.30 bis 15.00 Uhr Schnupperstudientag für Interessierte in der STH Basel (Mühlestiegrain 50, CH-4125 Riehen). Der Tag bietet reichlich Möglichkeiten, um etwa auf folg. Fragen eine Antworten zu finden: Was heißt Theologie studieren? Wie läuft ein solches Studium ab? Für welche Berufe brauche ich ein Theologiestudium? Welche Rolle spielt die Haltung zur Bibel? Was bedeutet die Akkreditierung der STH Basel konkret für mich (Stipendien und Fördermöglichkeiten)? Der Tag bietet Kurzvorlesungen mit Diskussionsmöglichkeiten, Gelegenheit für Gespräche mit Studierenden und Professoren. Weitere Infos und Anmeldung im Internet.

 

Kongress Christlicher Führungskräfte in Karlsruhe:
 

Vom 28. Febr. bis 2. März Kongress christlicher Führungskräfte in der Messe Karlsruhe für Führungskräfte aus Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft, die eines gemeinsam haben: Sie wollen in der Arbeitswelt nach christlichen Werten leben. Programm, Anmeldung und mehr unter www.kcf.de im Internet.

OM-Deutschland (Mosbach):

 

Vom 25.-28. April Kunstforum 2019 in der OM-Deetken-Mühle in Mosbach. Näheres im Internet.

 

(www.d.om.org)

Aufgegriffen:
Schwieriger Dialog

Gut gemeint ist häufig das Gegenteil von gut gemacht. Diese bittere Erfahrung macht derzeit der evangelische Oberkirchenrat in Karlsruhe. Da hatte man es gut gemeint mit der Herausgabe eines Gesprächspapiers zum Dialog zwischen Christen und Muslimen. Aber bereits der erste Entwurf musste nach Vorlage bei der  Landessynode überarbeitet werden.

 

 

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