Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Matthäus-Evangelium, Kapitel 16, Vers 26
Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Matthäus-Evangelium, Kapitel 16, Vers 26

IT-Spezialist aus dem Allgäu wirkt als „Petrus“ für weltweites christliches Radio auf der Insel Zypern

Wir sitzen über einem altgriechischen Amphitheater an der Küste Zyperns und blicken aufs Meer: Peter Fuß und ich, sein Gast aus Deutschland. Der 31-jährige Missionar aus dem Allgäu arbeitet seit zwei Jahren als Senior IT-Administrator beim christlichen Radiosender „Trans World Radio“ (TWR) auf der Insel. Er hat die Ruhe weg, nicht nur in der Natur. Dabei ist jeder Tag, den er hier arbeitet, ein Wunder. Fachinformatik und Systemintegration hat er gelernt. Jetzt ist er zuständig „für alles, was einen Stecker hat und ausfällt“: Telefon, Rechner oder Kaffeemaschine! Peter kümmert sich von Zypern aus um 80 Computerarbeitsplätze, verteilt über ganz Europa. Dank Skype und E-Mail ist dies möglich.

Er ist das erste Mal bei den antiken Ruinen, obwohl er schon ein Dreivierteljahr hier am Ende Europas lebt. Er kommt selten weg von seinen Rechnern, eingebunden ins weltweite TWR-Netz. Er muss oft abends verfügbar sein, wenn die Kollegen in North Carolina, wo es Morgen ist, den ersten Kaffee schlürfend ihre Computer hochfahren. Peter hält sich dann müde an einer Tasse türkischem Feigentee fest. Lösung von Problemen kann bis in die Nacht gehen. Er repariert Fehler, versorgt Kollegen mit Geräten. „Nicht einfach, hier einzukaufen! Es gibt keinen Laden für unseren speziellen Bedarf“, erklärt er. „Unser Zweig von TWR ist zuständig für Europa, den Nahen Osten, Zentralasien und Nord-afrika.“ Ein riesiger Bereich. Und das mit ein paar Büros und nur einem Studio. Ich frage: „Kann man so christliches Radio für die halbe Welt machen?“ Geduldig erklärt Peter: „Wir tun unseren Dienst im Hintergrund, damit in anderen Teilen der Welt die Sendungen produziert und ausgestrahlt werden können. Etwa die wunderschönen Programme von ‚Women of Hope‘ in einem Studio im Nahen Osten. Sie geben unterdrückten arabischen Frauen eine Stimme.“

„Er macht einen super Job“, sagt der TWR-Leiter für Europa. Man schätzt seine Offenheit, seine ehrliche und freudige Art. Probleme serviert er mit Humor. Ein Kollege: „Er arbeitet durch, bis alles gelöst ist.“ Ein Techniker: „Peter hat eine feine Art und ist beständig, der einzige IT-Experte, den ich kenne, der extrovertiert ist.“ Peters 15 Kollegen sind sich einig: Trans World Radio wäre ärmer ohne ihn. Dabei ist es ein Wunder, dass Peter überhaupt nach Zypern kam. Er wollte eigentlich auf ein Missionsschiff. Die Koffer waren so gut wie gepackt, drehte er schnell noch eine Runde mit seinem Motorrad. Da knallte es. Ein Auto hatte das Stoppschild übersehen und war ihm direkt vors Motorrad gefahren. Statt zwei Jahre auf dem Missionsschiff jetzt zwei Jahre Krankenhaus und Reha: Schmerzen, im Bett liegen, neu laufen lernen. Wahnsinn. Nichts war wie vorher. Was sollte werden?

Nach langem Ringen und viel Gebet begann er seine Umschulung zum Fachinformatiker. Peter bekam Spaß daran und blieb offen für Mission. Doch konnte ein gebrochener Mensch noch groß etwas leisten für Jesus? „In meiner theologischen Ausbildung durfte ich Jesus tiefer kennenlernen. Er heilte meine Seele!“ Die Mediziner sprachen von einem Wunder. „Jesus ist größer als jede Situation. Ich musste dies auf die ganz harte Tour lernen“, sagt er heute. Dass er nicht aufgibt, sondern in Schwachheit – oft mit Schmerzen – einen genialen Job macht, ist für seine Kollegen ermutigend. „Gott gibt mir, was nötig ist, dass ich heute tun kann, was heute dran ist, – nicht mehr, nicht weniger“, erzählt er strahlend. Beim Abschied nach zwei intensiven Tagen stehen wir am Strand. Lachend zeigt er in Richtung Ägypten, wo viele Hörer von TWR Arabic leben, die dank Peter und seinem Team die Sendungen hören können. Ich betrachte die Kalkfelsen der Bucht. Dann schau ich in Peters fröhliches Gesicht. Das Wort von Jesus in Matthäus 16 fällt mir ein: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ So einer ist Peter, dort in Zypern.

 

Theo Volland

 

 

 

„Trans World Radio“ (TWR) ist ein weltweit arbeitendes Radio-Missionswerk. Seine ersten Sendungen kamen 1954 als „Stimme von Tanger“ aus Marokko per Kurzwelle nach Europa und Afrika. Der Evangeliums-Rundfunk übernahm 1959 die deutschen Sendungen. Heute sendet TWR von mehreren Stationen weltweit rund um den Globus. Auch Peter Fuß aus dem Allgäu bringt seine Gaben hier ein. Theo Volland hat ihn besucht und stellt ihn hier vor.

 

Peter Fuß arbeitet seit zwei Jahren im Auftrag der DMG Sinsheim als Senior IT-Administrator bei TWR auf Zypern. Das Radiomissionswerk, von US-Missionaren gegründet, sendet nach dem Rauswurf aus Tanger seit 1960 über eine Kurzwellen-Station in Monte Carlo. Mittelwelle kam dazu und weitere Sendeanlagen in Übersee: Niederländische Antillen für Lateinamerika, Zypern, Guam, Sri Lanka, Swasiland, Südafrika und Armenien. Nach der Öffnung von Osteuropa wurde es möglich, dort Programme über lokale Radiostationen auszustrahlen. 1992 folgten Sendungen über Radio Tirana ins atheistische Albanien. Heute sendet TWR mit nationalen Partnern 1.800 Stunden wöchentlich über 13 große Sender und über Satelliten in mehr als 160 Länder, Programme in über 190 Sprachen und Dialekten.

Link: www.twr.org

Ausgabe Aug-Sept 2019
Missions- u. Hilfswerk DMG Interpersonal (Sinsheim):
 
Am Sonntag, 22. Sept., ab 10 Uhr Herbstmissionsfest 2019 als Feier für die ganze Familie auf dem Buchenauerhof, Motto: „Der Mensch im toten Winkel.“ Die Predigt im Festgottesdienst hält Missionsleiter Pfr. Dr. Günther Beck über den „unsichtbaren Nächsten“. Nachmittags spricht Nahostexperte Dr. Robert Miner über „Die Völker im Blick.“ Der Aidlinger Chor unter Leitung von Kerstin Pfeiffer begleitet das Herbstmissionsfest musikalisch. Besonderer Gast ist Bischof Jean-Pierre Kokole  aus dem Kongo, Präsident der eine Million Mitglieder zählenden CECA20-Kirche, einem langjährigen Partner der DMG in Afrika.
 

Haus Frieden (Steinen):

 
Vom 14.-18. Okt. Woche „Israel Aktuell“, um die Zeichen der Zeit zu erkennen, mit Pastor Winfried Rudloff, Urs Käsermann und Team von Ebenezer Schweiz. Das Haus-Frieden-Team schreibt: Wir stehen in großen Herausforderungen, auch in Europa; die Israel-Woche mit Gebet, Bibelarbeiten und Freizeit in traumhafter Umgebung will auf das vorbereiten, was kommen wird.
 

(www.haus-frieden.de)

 

Gemeinschaftsverband AB:
 

Am Feiertag, 3. Okt, ab 10 Uhr Landesjahresfest im Bibelheim Langensteinbach zum 170-jährigen Bestehen des AB-Verbandes in Baden, Thema „Beschenkt, um zu beschenken“ mit Referent Reto Pelli, dem Musikevangelisten Waldemar Grab und Projektchören, parallel separates Programm für Kinder und Jugendliche.
 
 
 
Henhöferheim Neusatz:
 
Vom 27.-29. Sept. Sing-WE mit Liedern aus dem Gesangbuchs zu Natur und Schöpfung mit Kirchenmusikerin Hiltrud Schmückle und KR Dr. Werner Schmückle.
 
 Vom 1.-3. Okt. Kleine Pilzkunde mit Kirchenrat i.R. Horst Punge und Birgit Wörz.
 
Vom 6.-10. Okt. Oasentage für Frauen jeden Alters mit Pfarrerin Ruth Lauer aus Mosbach und Team.
 
Vom 14.-18. Okt. Urlaubstage für Senioren mit dem beliebten Diakon Reinhard Losch.
 

Tagungszentrum Schönblick:

 

Vom 19.-22. Sept. Israel-Kongress im Tagungszentrum Schönblick in Schwäbisch Gmünd. Infos und Anmeldung: www.schoenblick.de/israelkongress.

 

Vom 10.-13. Nov. Kongress zur Christenverfolgung heute unter dem Thema „Gedenket der Märtyrer“ mit zahlreichen Referenten, Frühbucherrabatt bis 31. August. Weitere Infos und Anmeldung: www.schoenblick.de

(Rubrik: Christenverfolgung)

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Gedankenblitz

Es ist grundsätzlich gut, wenn sich die beiden großen Kirchen in unserem Land Gedanken über „niederschwellige“ Angebote für kirchenfremde Menschen machen. In Ostdeutschland haben sie mit einem besonders starken Desinteresse zu kämpfen. In der evangelischen Kirche gehen die Anmeldungen zur Konfirmation stark zurück. Die in der einstigen DDR verbreitete Jugendweihe ist manchen Menschen zu teuer.

So kamen die Kirchen auf die Idee, eine Art „Segenshandlung“ als Ritual des Erwachsenwerdens anzubieten. Auch Jugendliche, die sich selber als Atheisten bezeichneten, fanden dieses Angebot persönlich akzeptabel. Und eine Theologin bemühte sich mitzuteilen, dass man dann aber nicht gleich mit dem „lieben Gott“ um die Ecke komme. Die Radiomoderatorin brachte es in ihrer Schlussbemerkung auf den Punkt: „Ein Segen mit viel Effekt und wenig Kirche.“

 

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