Pfarrer Lothar Mößner
Vorsitzender der ChristusBewegung Baden
Kleinsteinbach (Pfinztal bei Karlsruhe)

Monatsspruch für Oktober 2026
„Zur Freiheit hat uns Christus befreit!
So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“
Brief des Apostels Paulus an die Galater, Kapitel 5, Vers 1
+ Was ist das für eine „Freiheit“, zu der uns Christus befreit hat? Freiheit bedeutet gerade nicht „Ungebundenheit“ sondern eine BEZIEHUNG / BINDUNG, in der sich mein ganzes Leben entfalten kann (Gal 5, 4-7). Darin gilt es „festzustehen“, d.h. das ist im wahrsten Sinne des Wortes mein „Standpunkt“, mein Fels, auf dem ich stehe und nicht gleiten oder abrutschen werde. Es ist zunächst und zuletzt: Jesus und ich – Jesus suchen, auf ihn mich fokussieren, in Jesus ruhen, ihn festhalten.
+ Und dann kommt das „Tun“: entweder das Falsche oder das Richtige. Das Falsche wäre, sich „wieder das Joch der Knechtschaft auflegen“ zu lassen. Was könnte das in unserer Zeit sein? Zum Beispiel einer von vielen Begierden und ihren Verheißungen nachgeben. „Wenn du das oder das tust, jene Meinung vertrittst, auf folgendes deine Aufmerksamkeit fokussierst … dann wirst Du noch mehr Freude finden und die ultimative Freiheit erleben.“ Jedes „Joch der Knechtschaft“ kommt in einer schönen Verpackung daher, die uns verspricht, mehr, intensiver und besser zu leben. Doch wir erleben es immer wieder: Wenn wir der Verlockung nachgeben, löst sich das „mehr, intensiver und besser“ schnell auf und hinterlässt ein „weniger, oberflächlicher und schlechter“.
+ Was wäre also zu raten – und zu tun?
1) Feiere die Freiheit in Jesus Christus. Die Freiheit in und mit Jesus Christus besteht in deiner Kindschaft zu Gott. 2) Stehe fest! Es braucht nichts weiter, es gibt keinen besseren „Standpunkt“ oder Grund, um zu stehen – keine Regeln, keine geheimen Krafttricks. Alle „Alternativen“, die meist attraktiv daherkommen, befreien uns nicht, sondern legen uns wieder ein schweres Joch aufs Herz. 3) Nach dem Hinfallen: Stehe auf! Keiner kommt ohne Hinfallen durch die Woche. Aber weil Jesus uns und unsere Gemeinde leitet, wissen wir, dass wir uns immer wieder neu an ihn persönlich wenden dürfen. Er hält an unserer Beziehung fest! Und das macht uns frei.
Übrigens: Wer wissen möchte, wie unsere Mitbürger aktuell „Freiheit“ verstehen, der kann bei einer KI folgenden Prompt eingeben: Wie definieren heutzutage „Normal-Bürger“ in Deutschland „Freiheit“?
Pfarrer Lothar Mößner
Vorsitzender der ChristusBewegung Baden
Kleinsteinbach (Pfinztal bei Karlsruhe)