WILLINGEN. Mit einem Abschluss-Gottesdienst ging das einwöchige Oster-Ferien-Festival SPRING zu Ende. Es fand mit rund 3.000 Teilnehmenden vom 6. bis 11. April 2026 in Willingen (Nordhessen) statt. Das Motto in diesem Jahr war „Friede mit dir“. Die Ev. Allianz in Deutschland zog als Veranstalter ein positives Fazit. Vorsitzender Armin Jans sagte, es sei sein Wunsch, dass viele diesen Frieden in ihren Alltag und ihre Beziehungen mitnehmen und weitertragen. Auffällig viele Menschen seien auf ihn zugekommen und hätten ihm von einer starken Wirkung von SPRING auf ihr Leben gesprochen: „Sie haben von tiefen Begegnungen mit Gott berichtet.“ Auch Teilnehmer, die schon jahrelang zu SPRING kommen hätten berichtet, dass ihre Erlebnisse mit Gott in diesem Jahr besonders intensiv gewesen seien. Zufrieden zeigte sich Armin Jans auch mit der Besucherzahl, die auf Vorjahresniveau lag, und mit der Atmosphäre bei SPRING: „Sie war Christus-zentriert und hat sich nicht in Nebensächlichkeiten und Randthemen verloren, sondern Jesus als Mittelpunkt geehrt.“ Die Musik im Abschluss-Gottesdienst kam von der Band Yada Worship und von Arne Kopfermann. Der SPRING-Gospelchor unter der Leitung von Benjamin Steinhoff sang zwei Lieder, die der Chor in den Tagen zuvor einstudiert hatte. SPRING-Veranstalter war die Ev. Allianz in Deutschland. Rund 400 Ehrenamtliche machen das Festival möglich. (mk/ck)
WILLINGEN. „Jesus und Frieden kann man nicht voneinander trennen. Sie gibt es nur im Doppelpack.“ Das sagte der Bischof Yassir Eric (Foto) beim Festival SPRING 2026 in Willingen und berichtete, dass es im Iran die derzeit am schnellsten wachsende christliche Kirche der Welt gebe: „Das letzte Wort wird nicht Gewalt oder Vertreibung haben, sondern Christus.“ Von Christen wünsche er sich, dass sie manchmal etwas gelassener wären: „Interesse an Menschen ist besser als Rechthaberei.“ Fadi Krikor verwies darauf, dass die Zahl der Christen im Nahen Osten derzeit besonders stark sinke. Der Filmemacher Alexander Zehrer sprach in einem multimedialen Vortrag über die Kraft bedeutungsvoller Geschichten. Es ebe ein Überangebot an Unterhaltung, aber einen Mangel an Sinn. Werteorientierte, exzellent erzählte Geschichten seien Mangelware. Dabei sehnten sich Menschen nach guten Geschichten. Auch Jesus sei ein Geschichtenerzähler gewesen. Sein Leben, Sterben und Auferstehen sei die größte Geschichte, die jemals geschrieben wurde. (mk/ck)
WILLINGEN. Ein Gottesdienst mit Abendmahlsfeier, einem Friedensgruß und Friedens-Lichtinstallation waren die Höhepunkt am dritten Tag beim Oster-Festival SPRING. „Wir sind der Überzeugung, dass Frieden von innen nach außen geht“, sagte Vorsitzender Armin Jans. Gemeinsam beteten die Teilnehmer für Frieden im Iran, der Ukraine, im Nahen Osten und Sudan, für die Politiker, Kirchen und Beziehungen. IHL-Rektor Volker Gäckle sagte, dass viele Christen den Eindruck haben, dass ihnen das eigene Land und der eigene Kontinent fremd geworden sind, weil der christliche Glaube dort scheinbar im Rückzug sei: „Das nagt an unserer Seele und unserem Selbstverständnis.“ Es sei wichtig, die aktuelle Situation annehmen zu können. „Erst dann, wenn wir unsere momentane Lebenssituation als eine Berufung Gottes begreifen, können wir einen Sinn in ihr entdecken. Wenn wir einen Sinn entdecken, können wir auch Frieden mit der Situation schließen“, so Gäckle. Auch Christen müssten sich kritisch fragen, wie oft sie über Politiker schimpften und wie oft sie für sie beteten. Für Christen sei es wichtig, sich auf Gott zu verlassen. (mk/ck)
WILLINGEN. „Auch Papst Leo nimmt sich jede Woche einen Tag frei“, sagte die ACK-Geschäftsführerin Dr. Verena Hammes in einer SPRING-Talkrunde zum „Geheimnis des inneren Friedens“. Es brauche innere Ruhepunkte besonders in Phasen, in denen es einem nicht gut gehe. Coach Matthias Berg meinte, dass Stress nicht grundsätzlich schlecht sei: „Unsere besten Phasen haben wir, wenn wir herausgefordert sind.“ Körperlich sei das zwar Stress, aber nur im grünen Bereich zu arbeiten, sei ein viel schlimmerer Stress. Gleichzeitig sei Dauerstress natürlich nicht gut. Es sei wichtig, sich über den Tag hinweg Pausen zu gönnen: „Wenn wir tagsüber zu wenig Pausen machen, sind wir abends sehr erschöpft“, so der ehemalige Leistungssportler. Laut Fadi Krikor, Gründer einer Hilfsorganisation, ist Unfriede der normale Zustand der Welt. Friede fange zuhause an. „Man kann unterschiedlicher Meinung sein. Das darf aber nicht dazu führen, andere Menschen abzulehnen.“ Gottes Friede bedeute, Unfrieden auszuhalten: Der aramäische Christ Luwai Vargos bestätigte, dass es für ihn lange Zeit eine schwierige Vorstellung war, dass Gott Menschen liebt, die er selbst hasst. „Das Kreuz Jesu ist die einzige Lösung für die eigene Bitterkeit“, sagte er. Am Nachmittag genossen viele das schöne Wetter im Kurpark und auf den Höhen. Für die Kinder gab es Sport- und Bastelangebote. Für die Erwachsenen standen später Seminare und Workshops auf dem Programm (mk/ck)
MANNHEIM. Nahezu 120 Christen machten von Gründonnerstag bis Ostermontag einen Ostereinsatz in Mannheim. Sie kamen aus ganz Deutschland, aber auch aus Frankreich, Schweden und Großbritannien. Der OM-Einsatz fand mit dem christlichen Netzwerk „Gemeinsam für Mannheim“ statt. Die Gemeinden haben sich darüber gefreut. Die Einheit und das Miteinander waren „sehr schön“, hieß es. Für gute Kontakte sorgten auch kreative Elemente sowie Musik, Kunst, Spiele und ein Segensrad. Viele Menschen blieben stehen, um am Rad zu drehen. Sie bekamen je nach Ergebnis ein kleines Geschenk, ein Gebet, einen Segen oder einen Keks, in dem ein Bibelvers war. An einem Stand wurden kl. Kunstwerk auf die Hand gemalt. Die Künstlerin erzählte dazu die passende biblische Geschichte. Immer wieder ergaben sich Gespräche über den Glauben an Jesus. Für alle interessierten und zum Glauben gekommenen Personen wurde Kontakt mit Mannheimer Gemeinden hergestellt. Für sie war es sehr ermutigend zu sehen, wie alles durch das Miteinander in ihrer Stadt möglich ist. Parallel fand auch ein Ostereinsatz in Berlin statt, an dem 130 Christen aus Deutschland und anderen Ländern teilnahmen. (mk)
35 Jahre CVJM-Lebenshaus im „Schloss“ Unteröwisheim
Das badische CVJM-Lebenshaus in Unteröwisheim (Kraichtal bei Bruchsal) blickt zurück: 40 Jahre Lebenshausarbeit und 35 Jahre Besitz des „Schloss Unteröwisheim“ im CVJM Baden. Das „Schloss“ war nach einem Großbrand 1989 am Rand von Unteröwisheim eine Ruine. Der CVJM Baden zeigte Interesse. „Auf einer Steintafel in der Einfahrt stand ‚Soli Deo Gloria‘ – ‚Gott allein die Ehre‘. Dieser Impuls ging dem damaligen Generalsekretär, Pfarrer Hermann Traub nicht mehr aus dem Kopf, und so begann für das Gebäude ein neues Kapitel. Es ist heute das geistliche Zentrum des CVJM Baden, Geschäftsstelle des Verbandes und Tagungszentrum mit Gästezimmern. Insgesamt hat der Verband bislang fast zehn Millionen Euro in das Projekt „Lebenshaus“ gesteckt, nebst dem Einsatz viele ehrenamtlicher CVJM-Christen aus dem ganzen Land.
Zu den weiteren Jubiläumsveranstaltungen gehört eine große Feier mit öffentlichem Gottesdienst und Familienangeboten am 1. Mai sowie am 23. September die Feier 20 Jahre Event-Café im CVJM-Lebenshaus. (mk)
MANNHEIM. Vom 2. bis 6. April 2026 treffen sich Christen aus Deutschland und Europa zu einem OM-Ostereinsatz in Mannheim, um gemeinsam zu lernen und anderen von Jesus zu erzählen. Denn die Osterbotschaft des auferstandenen Jesus gilt auch für die nordbadische Rheinmetropole. Der Einsatz findet zusätzlich zum langjährigen Ostereinsatz in Berlin statt und drei Ziele: Man möchte Menschen mit dem Evangelium erreichen, Jesus-Nachfolger trainieren und missionarisch zurüsten, die Gemeinschaft und Einheit unter Christen fördern. Der OM-Einsatz geschieht in Verbindung mit „Gemeinsam für Mannheim“, einem Netzwerk von Christen, Gemeinden, Kirchen und Initiativen, die gemeinsam der Stadt Mannheim, der Metropolregion und ihren Bewohnern auf vielfältige Weise das Evangelium von Gottes Liebe mit Wort und Tat weitergeben wollen. Der Einsatz ist eingebettet in die evangelistische Aktion von „Gemeinsam für Mannheim“, in der Gemeinden zu Veranstaltungen einladen. In Mannheim leben 300.000 Menschen, von denen ein Drittel einen Migrationshintergrund haben. Die Einsatz-Teilnehmer erwartet ein vielseitiges Programm der Mannheimer Gemeinden, Training, Grundlagen und Workshops für Evangelisation und Jüngerschaft, Gebets- und Lobpreiszeiten, Gemeinschaft sowie natürlich evangelistische Einsätze in Mannheim am Ostersamstag und Ostersonntag. (www.om.org/de/ostereinsatz-mannheim)
In diesem Jahr fiel der muslimische Fastenmonat Ramadan in die christliche Fastenzeit, auch Passionszeit genannt. Während die Politik in Deutschland den Ramadan mit Respekt und guten Wünschen begleiteten, blieb eine kritische Auseinandersetzung mit dem Islam aus. Wünsche für die Christen gab es keine. Doch während hierzulande Lichterketten mit „Happy Ramadan“ aufgehängt wurden, riskierten Menschen im Iran ihr Leben. Die religiöse Praxis dort ist nicht nur Glaubenssache, sondern politisches Machtinstrument. Der Ramadan wird zum Gradmesser der Loyalität gegenüber einem System, das Andersdenkende brutal unterdrückt. Weltweit sind Christen in vielen muslimischen Ländern unterdrückt. All das blendet die deutsche Ramadan-Romantik aus. (nach idea)
HAMBURG. Die Bibel TV Stiftung hat unter dem Namen „Die Erinnerung 2026“ eine bundesweite evangelistische Kampagne gestartet. Auf rund 30.000 Großflächenplakaten (Foto) in ganz Deutschland sollen bewusst platzierte „Inspirationen“ auf Gott hinweisen. Die Wirkung soll durch gezielte Online-Anzeigen und Inhalte auf thematischen Internetseiten verstärkt werden. Ziel ist es, Menschen an Gott zu erinnern, zum Kirchgang zu motivieren und die öffentliche Aufmerksamkeit auf den christlichen Glauben zu lenken. Während in den 50er Jahren noch über 90 Prozent der Bevölkerung Mitglied einer Kirche waren, seien Christen heute eine Minderheit im Land, erklärte Bibel TV dazu. Parallel verschwänden christliche Traditionen, Feste und Bräuche. Dadurch würden Menschen im Alltag immer seltener an Gott erinnert. Gleichzeitig prasselten an jedem einzelnen Tag Tausende von Werbe- und Medienbotschaften auf jeden ein, die eher vom Eigentlichen ablenken. Dem wolle man jetzt etwas entgegensetzen. Die Aktion umfasst sowohl Großstädte als auch kleinere Kommunen. Gemeinden werden eingeladen, die Kampagne für ihre Angebote zu nutzen und dafür zu beten. (www.bibeltv.de)
MOSBACH. Missionarische, sich multiplizierende Zellgruppen sind ein Weg, Evangelisation auf natürliche und beziehungsorientierte Weise zu leben, Jüngerschaft zu erfahren und miteinander zu wachsen. Um zu sehen, wie Evangelisation und Jüngerschaft heute in Deutschland möglich sein können, findet am 23. und 24. Januar 2026 in Marburg die dritte Zellgruppenkonferenz statt. „Wir möchten durch diese Konferenz viele Gemeinden zusammenbringen, voneinander lernen und die Zellgruppenbewegung in Deutschland stärken“, erklärt Andreas Eckel, Mitarbeiter von OM Deutschland und Teil der Leitung von DNA Deutschland, Organisator der Zellgruppenkonferenz. „Wir sind davon überzeugt, dass Zellgruppen eine Methode sind, in der heutigen Gesellschaft die Menschen mit dem Evangelium zu erreichen.“ Die Sprecher der Konferenz sind Simon Hoffmann (Zellgruppenbewegung), Jürgen Justus (Pastor der Plattform http://www.xn--jnger-machen-dlb.de/) sowie Dr. Joel Comiskey, Berater und Sprecher im Bereich Zellkirchen. Er begleitet seit Jahrzehnten viele Gemeinden weltweit. Bei der letzten Zellgruppenkonferenz im Januar 2025 haben 400 Personen teilgenommen. Infos und Anmeldung unter: http://www.multiplikation.net im Internet. (mk)
BRETTEN. Nach Ansicht des Theologieprofessors Christian Neddens gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Imkerei und Theologie. So habe der Reformator Philipp Melanchthon (1497-1560) den Fleiß, die Eintracht und die Tapferkeit von Bienen als Vorbild für die Menschen gesehen, sagte der Direktor der Europäischen Melanchthon-Akademie bei einem Vortrag im Melanchthonhaus in Bretten. Zudem habe Melanchthon Metaphern rund um das Bienenleben als Bilder für die Kirche verwendet. Den Bienenstaat habe der Reformator als ein Musterbeispiel der „Wohlorganisiertheit, der Arbeitsteiligkeit, Gleichheit und Königstreue“ angesehen, so Neddens. Bienen seien für Melanchthon „Sinnbild für das Christenvolk“. Das Tier selbst habe der Reformator als Metapher eines frommen Predigers und „Ikone der Auferstehungshoffnung“ verstanden. Fasziniert habe ihn auch der „süße Saft, mit dem sie ihre Kinderstuben füllen und der in exakt geometrischen Waben reift“. Wegen der „Vorliebe des Brettener Gelehrten für Metaphern aus der Welt der Bienen und natürlich der Süße seiner Redekunst“ hätten ihn seine Freunde auch „Honigblum aus schwartzer erd“ genannt. Melanchthon sei die Übersetzung seines Familiennamens „Schwarzerdt“ (melas chthonos). Zudem stecke darin der Name für Honigblume (meli anthos), erläuterte Neddens. (epd)
RUDOLFSTADT. Mit einem Theaterstück über den Reformator Martin Luther brachten der badische Religionspädagoge Lutz Barth und seine Frau Annette (Linkenheim bei Karlsruhe) dessen Erkenntnis von Gottes Liebe heutigen Zuschauern nahe. Unter dem Titel „Luther schlägt zu“ sind die Eheleute seit 2018 regelmäßig in Deutschland unterwegs. Jetzt traten sie in Rudolstadt (Thüringen) auf, wo Barth im Allianzzentrum in Bad Blankenburg ein Seminar hielt und Luther mit all seinen Stärken und Schwächen zur Sprache brachte. Luther sei oft schwer krank gewesen, damals das Leben hart und kurz, der Tod allgegenwärtig, die Menschen voller Angst vor einem strengen und strafenden Gott. Die Vorstellung von weiteren Leiden nach dem Sterben müsse entsetzlich gewesen sein. Doch Luther habe gesagt, Gott sei ein „glühender Backofen voller Liebe“, so Barth mit einem roten Glasstein veranschaulichend in der Hand. Blicke man durch ihn hindurch, sehe man alles anders. Barth: „Wer Gott als glühenden Backofen voller Liebe erkennt, sieht jetzt alles geprägt durch seine Liebe!“ Als Erinnerung durften jeder Besucher einen roten Glasstein mit nach Hause nehmen. Lutz Barth wirkte vor dem Ruhestand viele Jahre als Leiter der kirchlichen Sinnenarbeit (etwa Ostergarten) in Baden. (mk - Foto: Christina Heger)
PFORZHEIM. Erstmals haben die drei evangelischen Kirchenbezirke im Enzkreis (Raum Pforzheim) – nämlich der „Badischer Enzkreis“ und die schwäbischen Bezirke Mühlacker und Neuenbürg – gemeinsam den Reformationstag gefeiert - mit dem schwäbischen Prälaten Ralf Albrecht (Heilbronn) an der badischen Grenze zu Württemberg, in der Ev. Marienkirche Niefern bei Pforzheim am 31. Oktober 2025. Vor den 120 Besuchern zitierte er Luthers These: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“ Die Konsequenz daraus lautet für Albrecht: Die Menschen sind nicht dazu berufen, ein „Volk der Nörgler“ oder „Machenmüsser“ zu sein. Christus habe davon befreit. Doch aus dieser geschenkten Freiheit erwachse auch Verantwortung. Jeder Christ solle in seinem Bereich viel Gutes tun und damit ein Zeichen von Gottes Liebe setzen. Die Reformationsfeier wurde auch im Internet übertragen und kann auf dem YouTube-Kanal der Ev. Kirchengemeinde Niefern nachgeschaut werden. (mk)
GRABEN-NEUDORF. Der Ev. Kirchenbezirk Karlsruhe-Land feierte den Thesenanschlag Martin Luthers mit einer zentralen Feier am 31. Oktober 2025 in der großen Ev. Kirche von Graben bei Bruchsal. Zum herausfordernden Thema „Es gibt nur einen Gott! …, dem ich mich anvertrauen kann“ predigte Dekan Dr. Martin Reppenhagen (Ettlingen bei Karlsruhe), die Liturgie hielt Gemeindepfarrer Dr. Michael Willunat. Bezirkschor und Bläser wirkten mit. Dass das Gotteshaus in dieser frommen Gemeinde trotz Werktag vollbesetzt war, erstaunte die „Badischen Neuesten Nachrichten“, die ihren Lesern die Bedeutung der Reformation erklärte. Luther habe kirchliche Missstände angeprangert und das kirchliche Leben nachhaltig verändert, so die Reporterin Simone Tonka. Dekan Reppenhagen hob in seiner Predigt hervor, dass der reformatorische Glaube im persönlichen Vertrauensverhältnis zu Jesus Christus gründet. Nebst festlichen Klängen ertönte Luthers Trutzlied „Eine feste Burg ist unser Gott“. Diese Hymne der protestantischen Frömmigkeit rufe auch heute zum evangelischen Bekenntnis, so Ortspfarrer Willunat und meinte, dass Reformation auch ein Stück Revolution bedeute. (mk)
BRETTEN. Im Glauben geht es immer um eine Beziehung zwischen Gott und uns Menschen, betonte Prof. Christian Neddens, Direktor der Europäischen Melanchthon-Akademie Bretten, bei der Reformationsfeier 2025 in Bretten. Neddens sprach im Melanchthonhaus Bretten über ein zentrales Glaubensbekenntnis im Alten Testament aus dem fünften Buch Mose (Kapitel 6) und den Satz: „Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft“ (Vers 5) und verwies darauf, dass Gottes menschenzugewandte Liebe auf eine Antwort warte. Der Reformator habe die Glaubensaussagen über Gott im Apostolikum in einen persönlichen Bezug gebracht. Im ersten Artikel vom Schöpfer: „Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat“, im zweiten: „Ich glaube, dass Jesus Christus, wahrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Maria geboren, sei mein Herr, der mich verlorenen und verdammten Menschen erlöset hat“, und im dritten Artikel vom Hl. Geist: „Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann.“ Auch heute sei der persönliche Bezug zum dreieinigen Gott das Kennzeichen eines evangelischen Christen und der tragende Grund für den evangelischen Glauben. (mk)
ADELSHOFEN. Was ist „essential“? Um diese Frage drehte sich alles bei der ChurchNight 2025 am Abend des 31. Oktober im Lebenszentrum Adelshofen (Eppingen bei Heidelberg). Rund 600 Jugendliche nahmen in der großen Halle daran teil. In seinem geistlichen Impuls ermutigte Dominik Link aus Bad Wimpfen zu einer konsequenten Nachfolge von Christus, in der Jesus der essentielle Mittelpunkt des Lebens ist. In der Pause verteilten sich die Jugendlichen auf das ganze Gelände des Lebenszentrums zu leckerem Essen und verschiedensten Angeboten. Von Action bis ruhiger Gebetszeit war alles dabei. Nach dem Pausen-Programm nahm die Band „zwei-oder-drei“ mit hinein in die Anbetung des dreieinigen Gottes und führte das Thema damit weiter. „Es war ein gesegneter Abend“, so die Verantwortlichen, ein Abend voller Freude, guter Begegnungen und der Ermutigung zu einem Leben in bewusster Jesus-Nachfolge. (mk)
