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Hier informieren wir Sie durch aktuelle Berichte und News

Ausstrahlung auf ganz Baden
35 Jahre CVJM-Lebenshaus im „Schloss“ Unteröwisheim

Das badische CVJM-Lebenshaus in Kraichtal-Unteröwisheim bei Bruchsal hatte zu einer Feier nach Unteröwisheim eingeladen: 40 Jahre Lebenshausarbeit und 35 Jahre Besitz des „Schloss Unteröwisheim“ im CVJM Baden. Rund 150 Gäste, haben sich im Januar 2026 zu einer dankbaren Begegnung getroffen, zum Erinnern an den Werdegang, aber auch um Impulse zu setzen, wie die Lebenshausarbeit künftig aussehen soll.


Das „Schloss“ war nach einem Großbrand im Jahr 1989 am Rand von Unteröwisheim kein schöner Anblick und die Verwendung ungewiss. Da traf der CVJM Baden auf das stark beschädigte Gebäude. „Es war ein niederschmetternder Eindruck“, erinnert sich Hermann Kölbel an die erste Besichtigung. „Aber eine Steintafel in der Einfahrt mit der Inschrift ‚Soli Deo Gloria‘ – ‚Gott allein die Ehre‘ packte mich damals.“ Vor mehreren hundert Jahren hatten Menschen an diesen Ort Gott zur Ehre gewirkt. Warum sollte das heute nicht wieder möglich sein? Dieser Gedanke ging dem damaligen Generalsekretär, Pfarrer Hermann Traub, und den Verantwortlichen im CVJM Baden nicht mehr aus dem Kopf, und so begann für den ehemaligen Pfleghof des Klosters Maulbronn – das Gebäude ist kein „echtes“ Schloss – ein neues Kapitel seiner langen Geschichte.


Der CVJM Baden kaufte vor 35 Jahren die Brandruine von der Stadt Kraichtal unter Bürgermeister Horst Kochendörfer. Seitdem ist viel Wasser den Kraichbach hinabgeflossen, und viele Menschen haben unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit erbracht, große Spendensummen, insgesamt etwa acht Millionen Euro, investiert sowie zinslose Darlehen von rund zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt für die denkmalgerechte Wiederherstellung und Erhaltung der historischen Anlage. „Vorgabe für die Investition war, dass wir keine zinspflichtigen Darlehen aufnehmen“; sagt der ehemalige Lebenshaus-Leiter Hermann Kölbel (Maulbronn). 


Heute ist das Gebäude geistliches Zentrum des CVJM Baden mit Geschäftsstelle des Verbandes und modernen Übernachtungs- und Tagungsmöglichkeiten. Insgesamt hat der Verband bislang fast zehn Millionen Euro in das Projekt „Lebenshaus“ gesteckt. 


Zum Kern gehört immer noch die Lebenshausarbeit, die vor 40 Jahren im Privathaus von Hermann und Ruth Kölbel in Maulbronn entstanden ist: Begleitung von jungen Menschen, die sich für ein geistliches und soziales Jahr verpflichten im Dienst für andere in Kirchengemeinden, CVJM-Ortsvereinen und letztlich im CVJM-Lebenshaus selbst. 


Die Angebote von Unteröwisheim haben Auswirkungen für die 72 örtlichen CVJM-Vereine mit etwa 12.000 Mitgliedern in ganz Baden vom Main bis zum Bodensee. „Vom Lebenshaus gehen wichtige Impulse aus für die Vereine im Land“, erklärt Ralf Stockenberger vom CVJM Bruchsal und fast von Anfang an engagiert beim Aufbau und der Entwicklung des „Schloss Unteröwisheim“. 


„Mit den Freizeit- und Tagungsangeboten, insbesondere auch mit den Lebenshaus-Wochenenden für CVJM-Ortsvereine im ‚Schloss‘ und den Besuchen von CVJM-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern im Land wirkt sich das Lebenshaus unmittelbar vor Ort aus“, freut sich der CVJM Baden. Er erreicht und begleitet jährlich etwa 40.000 Menschen.


Auch Hermann Kölbel und Ehefrau Ruth, die ersten Lebenshaus-Leiter, freuen sich, dass das seinerzeit „kleine Pflänzchen“ Lebenshausarbeit auch unter ihren Nachfolgern Georg Rühle sowie heute Christian Herbold und Simon Schuh weiterhin wächst und gedeiht, indem junge Menschen in einem Jahresteam motiviert und befähigt werden, ihren Glauben aktiv zu leben und zu gestalten. 


Zu den weiteren Jubiläumsveranstaltungen im „Schloss Unteröwisheim“(www.cvjmbaden.de) in diesem Jahr gehören am 1. Mai die große Jubiläumsfeier mit öffentlichem Gottesdienst und Familienangeboten sowie am 23. September die Feier 20 Jahre Event-Café im CVJM-Lebenshaus. 


MK nach Martin-Stock-Bericht 

www.cvjm-lebenshaus.de

Missionarischer Ostereinsatz von Christen im nordbadischen Mannheim

MANNHEIM. Vom 2. bis 6. April 2026 treffen sich Christen aus Deutschland und Europa zu einem OM-Ostereinsatz in Mannheim, um gemeinsam zu lernen und anderen von Jesus zu erzählen. Denn die Osterbotschaft des auferstandenen Jesus gilt auch für die nordbadische Rheinmetropole. Der Einsatz findet zusätzlich zum langjährigen Ostereinsatz in Berlin statt und drei Ziele: Man möchte Menschen mit dem Evangelium erreichen, Jesus-Nachfolger trainieren und missionarisch zurüsten, die Gemeinschaft und Einheit unter Christen fördern. Der OM-Einsatz geschieht in Verbindung mit „Gemeinsam für Mannheim“, einem Netzwerk von Christen, Gemeinden, Kirchen und Initiativen, die gemeinsam der Stadt Mannheim, der Metropolregion und ihren Bewohnern auf vielfältige Weise das Evangelium von Gottes Liebe mit Wort und Tat weitergeben wollen. Der Einsatz ist eingebettet in die evangelistische Aktion von „Gemeinsam für Mannheim“, in der Gemeinden zu Veranstaltungen einladen. In Mannheim leben 300.000 Menschen, von denen ein Drittel einen Migrationshintergrund haben. Die Einsatz-Teilnehmer erwartet ein vielseitiges Programm der Mannheimer Gemeinden, Training, Grundlagen und Workshops für Evangelisation und Jüngerschaft, Gebets- und Lobpreiszeiten, Gemeinschaft sowie natürlich evangelistische Einsätze in Mannheim am Ostersamstag und Ostersonntag. (www.om.org/de/ostereinsatz-mannheim)

Ramadan-Romantik unter Lichterketten – Berlin und Freiburg

Am Aschermittwoch begann die christliche Fastenzeit, auch Passionszeit genannt. Ebenfalls am Abend des 18. Februar begann für die Muslime der Fastenmonat Ramadan. Der erste Fastentag war der 19. Februar. Während Politik und Kirchen in Deutschland den Ramadan mit Respekt und guten Wünschen begleiten, bleibt eine kritische Auseinandersetzung oft aus. 


Ein Kommentar von IDEA-Leiter Dennis Pfeifer


Ramadan in Deutschland: Parteien senden Grußbotschaften, Kirchen posten Segenswünsche, in Frankfurt am Main leuchtet zum dritten Mal eine festliche Ramadan-Beleuchtung über der Einkaufsstraße „Freßgass“. Das Signal ist klar: Wertschätzung für muslimische Mitbürger, Respekt vor ihrer religiösen Praxis. 

Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn Politiker und Kirchenvertreter sich für ein gutes Verhältnis zwischen Christen und Muslimen einsetzen. Doch während hierzulande Lichterketten mit der Aufschrift „Happy Ramadan“ aufgehängt werden, gehen im Iran Menschen ein anderes Risiko ein. 

Wie die „Tagesschau“ berichtet, verweigern sie das Fasten als Protest gegen das Mullah-Regime. Wer dort öffentlich isst oder trinkt, muss mit Strafen rechnen: Religiöse Praxis ist nicht nur Glaubenssache, sondern politisches Machtinstrument. Der Ramadan wird zum Gradmesser der Loyalität gegenüber einem System, das Andersdenkende brutal unterdrückt.


Christen in muslimischen Ländern unter Druck

Und noch etwas gehört zur Wahrheit: Für viele Christen in mehrheitlich muslimischen Ländern ist der Fastenmonat keine Zeit besinnlicher Spiritualität, sondern erhöhter Anspannung. Hilfswerke wie „Open Doors“ berichten Jahr für Jahr von wachsendem Druck, verstärkter Überwachung und zunehmenden Übergriffen in dieser Zeit. 

Wer sich nicht am Fasten beteiligt oder geheim als Konvertit lebt, gerät leichter ins Visier. Hauskirchen sagen Treffen ab, Christen vermeiden öffentliche Sichtbarkeit aus Angst vor Denunziation.


Islamische Religionspolizei in Deutschland

Und auch in Deutschland wächst der Druck. Lehrer berichten, dass gläubige Jugendliche Mitschüler bedrängen, sich an das Fastengebot zu halten. Der Leiter des Zentrums für Islamische Theologie der Universität Münster, Mouhanad Khorchide, warnt gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur: 

„Manche Jugendliche spielen dann eine Art Religionspolizei.“ Khorchide weiter: „Sie werten Mitschüler ab, die nicht fasten wollen oder können, setzen sie emotional unter Druck oder mobben sie mit Sätzen wie: ‚Was für ein Muslim bist du?‘“


Für Muslime beten

All das blendet die deutsche Ramadan-Romantik aus. Wer hier gratuliert, sollte die gesamte Wirklichkeit im Blick behalten: die Religionsfreiheit der Muslime, eine Instrumentalisierung des Ramadans durch den politischen Islam auch in Deutschland und die fehlende Religionsfreiheit von Christen in islamisch geprägten Staaten. 

Zu meiner Religionsfreiheit als Christ zählt übrigens auch, dass ich dafür beten darf, dass Muslime Jesus Christus kennenlernen. Etwas, das die Kirchen in ihren Ramadan-Botschaften komplett vermissen lassen. Aber vielleicht kehrt der ein oder andere dazu um – es ist ja schließlich auch Passionszeit. 


Dennis Pfeiffer


(IDEA-Kommentar für Februar/März 2026)

Bibel TV startet eine bundesweite evangelistische Plakatkampagne

HAMBURG. Die Bibel TV Stiftung hat unter dem Namen „Die Erinnerung 2026“ eine bundesweite evangelistische Kampagne gestartet. Auf rund 30.000 Großflächenplakaten (Foto) in ganz Deutschland sollen bewusst platzierte „Inspirationen“ auf Gott hinweisen. Die Wirkung soll durch gezielte Online-Anzeigen und Inhalte auf thematischen Internetseiten verstärkt werden. Ziel ist es, Menschen an Gott zu erinnern, zum Kirchgang zu motivieren und die öffentliche Aufmerksamkeit auf den christlichen Glauben zu lenken. Während in den 50er Jahren noch über 90 Prozent der Bevölkerung Mitglied einer Kirche waren, seien Christen heute eine Minderheit im Land, erklärte Bibel TV dazu. Parallel verschwänden christliche Traditionen, Feste und Bräuche. Dadurch würden Menschen im Alltag immer seltener an Gott erinnert. Gleichzeitig prasselten an jedem einzelnen Tag Tausende von Werbe- und Medienbotschaften auf jeden ein, die eher vom Eigentlichen ablenken. Dem wolle man jetzt etwas entgegensetzen. Die Aktion umfasst sowohl Großstädte als auch kleinere Kommunen. Gemeinden werden eingeladen, die Kampagne für ihre Angebote zu nutzen und dafür zu beten. (www.bibeltv.de)

OM-Konferenz über multiplikative Jüngerschaft und Zellgruppen

MOSBACH. Missionarische, sich multiplizierende Zellgruppen sind ein Weg, Evangelisation auf natürliche und beziehungsorientierte Weise zu leben, Jüngerschaft zu erfahren und miteinander zu wachsen. Um zu sehen, wie Evangelisation und Jüngerschaft heute in Deutschland möglich sein können, findet am 23. und 24. Januar 2026 in Marburg die dritte Zellgruppenkonferenz statt. „Wir möchten durch diese Konferenz viele Gemeinden zusammenbringen, voneinander lernen und die Zellgruppenbewegung in Deutschland stärken“, erklärt Andreas Eckel, Mitarbeiter von OM Deutschland und Teil der Leitung von DNA Deutschland, Organisator der Zellgruppenkonferenz. „Wir sind davon überzeugt, dass Zellgruppen eine Methode sind, in der heutigen Gesellschaft die Menschen mit dem Evangelium zu erreichen.“ Die Sprecher der Konferenz sind Simon Hoffmann (Zellgruppenbewegung), Jürgen Justus (Pastor der Plattform http://www.xn--jnger-machen-dlb.de/) sowie Dr. Joel Comiskey, Berater und Sprecher im Bereich Zellkirchen. Er begleitet seit Jahrzehnten viele Gemeinden weltweit. Bei der letzten Zellgruppenkonferenz im Januar 2025 haben 400 Personen teilgenommen. Infos und Anmeldung unter: http://www.multiplikation.net im Internet. (mk)

Theologe: Melanchthon sah Bienen als Vorbild für die Menschen

BRETTEN. Nach Ansicht des Theologieprofessors Christian Neddens gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Imkerei und Theologie. So habe der Reformator Philipp Melanchthon (1497-1560) den Fleiß, die Eintracht und die Tapferkeit von Bienen als Vorbild für die Menschen gesehen, sagte der Direktor der Europäischen Melanchthon-Akademie bei einem Vortrag im Melanchthonhaus in Bretten. Zudem habe Melanchthon Metaphern rund um das Bienenleben als Bilder für die Kirche verwendet. Den Bienenstaat habe der Reformator als ein Musterbeispiel der „Wohlorganisiertheit, der Arbeitsteiligkeit, Gleichheit und Königstreue“ angesehen, so Neddens. Bienen seien für Melanchthon „Sinnbild für das Christenvolk“. Das Tier selbst habe der Reformator als Metapher eines frommen Predigers und „Ikone der Auferstehungshoffnung“ verstanden. Fasziniert habe ihn auch der „süße Saft, mit dem sie ihre Kinderstuben füllen und der in exakt geometrischen Waben reift“. Wegen der „Vorliebe des Brettener Gelehrten für Metaphern aus der Welt der Bienen und natürlich der Süße seiner Redekunst“ hätten ihn seine Freunde auch „Honigblum aus schwartzer erd“ genannt. Melanchthon sei die Übersetzung seines Familiennamens „Schwarzerdt“  (melas chthonos). Zudem stecke darin der Name für Honigblume (meli anthos), erläuterte Neddens. (epd)

Lutz Barth als Martin Luther: „Gott ist ein glühender Backofen voller Liebe!“

RUDOLFSTADT. Mit einem Theaterstück über den Reformator Martin Luther brachten der badische Religionspädagoge Lutz Barth und seine Frau Annette (Linkenheim bei Karlsruhe) dessen Erkenntnis von Gottes Liebe heutigen Zuschauern nahe. Unter dem Titel „Luther schlägt zu“ sind die Eheleute seit 2018 regelmäßig in Deutschland unterwegs. Jetzt traten sie in Rudolstadt (Thüringen) auf, wo Barth im Allianzzentrum in Bad Blankenburg ein Seminar hielt und Luther mit all seinen Stärken und Schwächen zur Sprache brachte. Luther sei oft schwer krank gewesen, damals das Leben hart und kurz, der Tod allgegenwärtig, die Menschen voller Angst vor einem strengen und strafenden Gott. Die Vorstellung von weiteren Leiden nach dem Sterben müsse entsetzlich gewesen sein. Doch Luther habe gesagt, Gott sei ein „glühender Backofen voller Liebe“, so Barth mit einem roten Glasstein veranschaulichend in der Hand. Blicke man durch ihn hindurch, sehe man alles anders. Barth: „Wer Gott als glühenden Backofen voller Liebe erkennt, sieht jetzt alles geprägt durch seine Liebe!“ Als Erinnerung durften jeder Besucher einen roten Glasstein mit nach Hause nehmen. Lutz Barth wirkte vor dem Ruhestand viele Jahre als Leiter der kirchlichen Sinnenarbeit (etwa Ostergarten) in Baden. (mk - Foto: Christina Heger)

Drei Kirchenbezirke feierten grenzübergreifend die Reformation

PFORZHEIM. Erstmals haben die drei evangelischen Kirchenbezirke im Enzkreis (Raum Pforzheim) – nämlich der „Badischer Enzkreis“ und die schwäbischen Bezirke Mühlacker und Neuenbürg – gemeinsam den Reformationstag gefeiert - mit dem schwäbischen Prälaten Ralf Albrecht (Heilbronn) an der badischen Grenze zu Württemberg, in der Ev. Marienkirche Niefern bei Pforzheim am 31. Oktober 2025. Vor den 120 Besuchern zitierte er Luthers These: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“ Die Konsequenz daraus lautet für Albrecht: Die Menschen sind nicht dazu berufen, ein „Volk der Nörgler“ oder „Machenmüsser“ zu sein. Christus habe davon befreit. Doch aus dieser geschenkten Freiheit erwachse auch Verantwortung. Jeder Christ solle in seinem Bereich viel Gutes tun und damit ein Zeichen von Gottes Liebe setzen. Die Reformationsfeier wurde auch im Internet übertragen und kann auf dem YouTube-Kanal der Ev. Kirchengemeinde Niefern nachgeschaut werden. (mk)

Zentrale Feier zu Luthers Thesenanschlag: Reformation bedeutet auch Revolution

GRABEN-NEUDORF. Der Ev. Kirchenbezirk Karlsruhe-Land feierte den Thesenanschlag Martin Luthers mit einer zentralen Feier am 31. Oktober 2025 in der großen Ev. Kirche von Graben bei Bruchsal. Zum herausfordernden Thema „Es gibt nur einen Gott! …, dem ich mich anvertrauen kann“ predigte Dekan Dr. Martin Reppenhagen (Ettlingen bei Karlsruhe), die Liturgie hielt Gemeindepfarrer Dr. Michael Willunat. Bezirkschor und Bläser wirkten mit. Dass das Gotteshaus in dieser frommen Gemeinde trotz Werktag vollbesetzt war, erstaunte die „Badischen Neuesten Nachrichten“, die ihren Lesern die Bedeutung der Reformation erklärte. Luther habe kirchliche Missstände angeprangert und das kirchliche Leben nachhaltig verändert, so die Reporterin Simone Tonka. Dekan Reppenhagen hob in seiner Predigt hervor, dass der reformatorische Glaube im persönlichen Vertrauensverhältnis zu Jesus Christus gründet. Nebst festlichen Klängen ertönte Luthers Trutzlied „Eine feste Burg ist unser Gott“. Diese Hymne der protestantischen Frömmigkeit rufe auch heute zum evangelischen Bekenntnis, so Ortspfarrer Willunat und meinte, dass Reformation auch ein Stück Revolution bedeute. (mk)

Reformationsfeier 2025 in Bretten: Gott möchte eine Beziehung zu uns haben

BRETTEN. Im Glauben geht es immer um eine Beziehung zwischen Gott und uns Menschen, betonte Prof. Christian Neddens, Direktor der Europäischen Melanchthon-Akademie Bretten, bei der Reformationsfeier 2025 in Bretten. Neddens sprach im Melanchthonhaus Bretten über ein zentrales Glaubensbekenntnis im Alten Testament aus dem fünften Buch Mose (Kapitel 6) und den Satz: „Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft“ (Vers 5) und verwies darauf, dass Gottes menschenzugewandte Liebe auf eine Antwort warte. Der Reformator habe die Glaubensaussagen über Gott im Apostolikum in einen persönlichen Bezug gebracht. Im ersten Artikel vom Schöpfer: „Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat“, im zweiten: „Ich glaube, dass Jesus Christus, wahrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Maria geboren, sei mein Herr, der mich verlorenen und verdammten Menschen erlöset hat“, und im  dritten Artikel vom Hl. Geist: „Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann.“ Auch heute sei der persönliche Bezug zum dreieinigen Gott das Kennzeichen eines evangelischen Christen und der tragende Grund für den evangelischen Glauben. (mk)

Rund 600 Jugendliche besuchten die ChurchNight in Adelshofen

ADELSHOFEN. Was ist „essential“? Um diese Frage drehte sich alles bei der ChurchNight 2025 am Abend des 31. Oktober im Lebenszentrum Adelshofen (Eppingen bei Heidelberg). Rund 600 Jugendliche nahmen in der großen Halle daran teil. In seinem geistlichen Impuls ermutigte Dominik Link aus Bad Wimpfen zu einer konsequenten Nachfolge von Christus, in der Jesus der essentielle Mittelpunkt des Lebens ist. In der Pause verteilten sich die Jugendlichen auf das ganze Gelände des Lebenszentrums zu leckerem Essen und verschiedensten Angeboten. Von Action bis ruhiger Gebetszeit war alles dabei. Nach dem Pausen-Programm nahm die Band „zwei-oder-drei“ mit hinein in die Anbetung des dreieinigen Gottes und führte das Thema damit weiter. „Es war ein gesegneter Abend“, so die Verantwortlichen, ein Abend voller Freude, guter Begegnungen und der Ermutigung zu einem Leben in bewusster Jesus-Nachfolge. (mk)