„Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.“ Psalm 38, Vers 10
„Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.“ Psalm 38, Vers 10

News

Hier informieren wir Sie durch aktuelle Berichte und News.
     

Wittenberger Historiker schaffen Klarheit: Luthers Thesenanschlag fand statt

WITTENBERG. Der von manchen Forschern angezweifelte Thesenanschlag des Reformators Martin Luther (1483–1546) fand tatsächlich statt. Davon sind der Historiker und Theologe Benjamin Hasselhorn und der Historiker und Archäologe Mirko Gutjahr (beide Wittenberg) überzeugt. Die Ergebnisse ihre Recherchen haben sie in dem Buch „Tatsache! – Die Wahrheit über Luthers Thesenanschlag“ (Ev. Verlagsanstalt Leipzig) veröffentlicht. Der Thesenanschlag des Reformators am 31. Oktober 1517 in Wittenberg löste die Reformation aus, die zur Gründung der evangelischen Kirche führte. Wie die beiden schreiben, ist er in der Öffentlichkeit und unter Wissenschaftlern zuletzt immer stärker infrage gestellt worden. Schaue man sich aber die Quellen an, bestehe „kein begründeter Zweifel“, dass Luther die Thesen tatsächlich angeschlagen habe. So gebe es etwa zwei zeitgenössische Quellen, die davon berichteten. Darüber hinaus haben die Autoren einige Indizien zusammengetragen, die in der Forschung bislang nur verstreut oder gar nicht zur Kenntnis genommen wurden. Wie Hasselhorn sagte, können Kirche und Gesellschaft noch heute von Luther profitieren. Bei ihm habe er gelernt, wie christlicher Glaube eigentlich gehe. „Seine Form des Christseins, das für mich aus Gottvertrauen, Hoffnung auf Gnade, Gewissensernst und Mut zum Bekenntnis besteht, ist für mich vorbildhaft.“ Hasselhorn und Gutjahr sind wissenschaftliche Mitarbeiter der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt. (idea)

Christustage in Bayern: Auch Moslems müssen sich vor Gott beugen müssen

MÜNCHEN. Der Zeitgeist darf Christen nicht davon abhalten, Jesus zu bezeugen, steht in einer Erklärung, die der Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC) bei den bayerischen Christustagen am 3. Oktober vorstellte. Die Treffen mit insgesamt 1.800 Besuchern fanden an sieben Orten statt, darunter in München und Regensburg. Ihr Motto: „Bekennen und leben: Gott allein die Ehre“. In der Erklärung heißt es: „Am Bekenntnis zu Jesus Christus entscheidet sich das ewige Geschick des Menschen: Entweder, wir bekennen Jesus als Herrn und sind durch ihn gerettet, oder wir verleugnen ihn und gehen verloren.“ Am Ende gelte die Aussage aus Philipper 2,10-11: „Im Namen Jesu sollen sich alle Knie beugen und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist zur Ehre Gottes des Vaters.“ Das schließe alle Knie ein: „Das Knie jedes Moslems, jedes Buddhisten und jedes Marxisten.“ Man könne Gott nicht ehren, wenn man Jesus verleugne. Pfarrer  Ulrich Parzany (Kassel) sagte an zwei Orten, dass die Zehn Gebote „das ganze wunderbare Evangelium“ enthielten. Aber ohne eine persönliche Beziehung zu Gott hätten sie keine Wirkung. Dann fehle die Antriebskraft, sie umzusetzen. Martin Luther habe klar formuliert: „Wenn der Glaube nicht zur Taufe kommt, ist die Taufe nichts nütze.“ Das Foto zeigt den Vorsitzenden der bekennenden Protestanten in Bayern, Dekan Till Roth.  (nach idea)

Badischer AB-Verband begrüßte Dr. Fritz Wengler als neuen Mitarbeiter

LANGENSTEINBACH. „Nachfolge beginnt mit der Liebe zu Jesus, nicht mit Leistungen, die wir zu bringen haben“ betonte Pastor Kurt Schneck (Schloss Klaus in Österreich) vor den Besuchern des Jahrestreffens 2018 des Badischen Gemeinschaftsverbands AB in Langensteinbach bei Karlsruhe. Jesus sei gekommen, „dass wir werden wie er“. Die Seligpreisungen der Bergpredigt seien eine Beschreibung seines Charakters: „geistlich arm, sanftmütig und barmherzig“. Damit beschenke er seine Nachfolger und befähige sie so zu leben wie er. Achim Kellenberger, Vorsitzender des Gemeinschaftsverbands (im Bild links), und Geschäftsführer Gunther Göttel (Bildmitte) begrüßten Dr. Fritz Wengler (61, rechts im Bild) als neuen Mitarbeiter beim AB-Verband. Er hat die Verwaltungsleitung im Bibelheim „Bethanien“ (Langensteinbach) und die Geschäftsstelle des Verbands übernommen. Dr. Fritz Wengler war zuvor als Geschäftsführer erfolgreich beim Gemeinschaftsverband Herborn aktiv. Der durch die badische Erweckungsbewegung um Pfarrer Aloys Henhöfer im Jahr 1849 entstandene AB-Verband ist mit 180 Gemeinschaften, 15 Gemeinden und 120 Hauskreisen der älteste pietistische Gemeinschaftsverband im Bereich der Ev. Landeskirche in Baden. (mk)

Straßenprediger trafen sich zum Erfahrungsaustausch in München

MÜNCHEN. 50 evangelische Straßenprediger aus ganz Deutschland haben an drei Stellen in der Münchner Innenstadt bei einer viertägigen Konferenz praktische Erfahrungen gesammelt. Dabei haben sie 800 Neue Testament nach persönlichen Gesprächen an Passanten weitergegeben. Ihr Sprecher, der in einem Kindergarten tätige Erzieher Alan Haufe (Augsburg), predigt seit fünf Jahren an jedem Wochenende auf der Straße. Das Neue Testament sei „das Wichtigste, was wir den Menschen geben können“, sagte er. Straßenprediger müssten einige Regeln beachten. Sie sollten sich vor allem für die Lebenswirklichkeit der Menschen, zu denen sie sprechen, interessieren. Dann würden sie die Erfahrung machen, dass „Gott wirkt“. Der Liedermacher und Evangelist Arno Backhaus (Calden bei Kassel) stellte einige seiner über 50 Straßenaktionen vor. Backhaus. Sein Ziel ist es, dass „Menschen auf mich zukommen und etwas wissen wollen“. So könne man Gespräche über den Glauben ohne Krampf führen. Unter anderem hat Backhaus die Aktion „Ich bin reich beschenkt“ entwickelt, bei der er wie ein Bettler auf der Straße sitzt, aber Geld verteilt. Evangelist Alois Böck (München) ermutigte dazu, einfach weiterzumachen, wenn man beschimpft und angefeindet werde. Ähnlich Erfahrungen hätten bereits die Apostel im Neuen Testament gemacht. Ihm zufolge gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz rund 100 meist nebenberuflich tätige Straßenevangelisten. (nach idea)

Bibel an Bord: Indonesischer Teenager überlebte 49 Tage in Seenot

Ein indonesischer Jugendlicher hat sieben Wochen in Seenot überlebt. Hunger, Selbstmordgedanken und andere Bedrohungen machten ihm zu schaffen. Seine Bibel habe ihm an Bord in besonderer Weise geholfen, am Leben zu bleiben, berichtete er seiner Gemeinde. Seine Geschichte klingt wie ein Abenteuerroman: Der Teenager trieb sieben Wochen lang auf einem Floß mit Fischerhütte allein über den Ozean. Erst dann rettete ihn ein Schiff. Aldi Novel Adilang war spärlich ausgestattet, hatte aber eine Bibel dabei und betete jeden Tag. Das habe ihn am Leben gehalten, erklärte der Teenie, der auf  einer schwimmenden Fischfalle 125 Kilometer draußen auf dem Meer arbeitete. Ein Floß mit kleiner Hütte, gehalten durch Bojen. Jede Woche wurden die Fische geholt und Vorrat gebracht: Nahrung, Gas zum Kochen, sauberes Wasser und Treibstoff für den Generator. Als starker Wind die Fixierung losriss, trieb er im Pazifik und musste um sein Überleben kämpfen. Das Lesen in der Bibel und das Beten gab ihm innere Stärke. Durch das Singen geistlicher Lieder wurden seine Suizidgedanken vertrieben. Mehr als zehn Schiffe sahen ihn nicht. Ein Frachter sah schließlich die Signale und rettete ihn. Aldi hat rund 2.000 Kilometer auf dem Floß zurückgelegt. (mk)

CVJM-Marienhof bei Offenburg wird ein „Kinder- und Jugendbauernhof“

OFFENBURG. Staatssekretärin Gurr-Hirsch vom Ministerium für ländlichen Raum in Baden-Württemberg und Oberkirchenrat Prof. Dr. Schneider-Harpprecht (Karlsruhe) besuchten den CVJM-Marienhof in Hohberg bei Offenburg, wo am 1. Oktober das Projekt „Kinder- und Jugendbauernhof“ begonnen hat. Beide machten sich ein Bild vom Gelände, den Baumaßnahmen, den Tieren sowie den Plänen für die Weiterentwicklung des Hofes. Gurr-Hirsch würdigte besonderes die Verbindung der erlebnispädagogischen Elemente mit christlichen Inhalten. Jugendlichen würde ein niedrigschwelliger Zugang zu landwirtschaftlichen Räumen eröffnet. Marienhof-Leiter Matthias Zeller führte durch das Gelände. Projektmitarbeiterin Christa Müller stellt sich vor. Die Jugendreferentin aus dem Schwarzwald wird als pädagogische Mitarbeiterin die Angebote entwickeln. Unterstützung kommt von der badischen Landeskirche. Durch das Modellprojekt sollen Kinder und Jugendliche neue Zugänge zur Natur und Schöpfung finden. Bei einem Hofzeit-Gottesdienst am 21. Oktober wird der CVJM das Projekt offiziell eröffnen und Christa Müller einführen. (mk)

Albert Frey: Kirche und Gesellschaft brauchen „kampfesfreudige“ Männer

WALSRODE. Kirche und Gesellschaft brauchen heute „kampfesfreudige“ Männer, die nicht egoistische Interessen an die erste Stelle stellen, sondern für das Gute einstehen, warb der bundesweit bekannte Liedermacher Albert Frey beim Norddeutschen Männertag 2018 im Geistlichen Rüstzentrum (GRZ) Krelingen (Walsrode/Niedersachsen). Jesus Christus habe die vier Archetypen des Mannes in sich vereint: den Kämpfer, den Liebenden, den König und Weisen. Diese vier Eigenschaften könnten darum auch Männer in der Nachfolge von Jesus bei sich selbst entdecken, sie entwickeln und weitergeben. Unsere moderne Welt brauche gläubige Männer, die mit „positiver kämpferischer Energie“ den „guten Kampf des Glaubens“ kämpfen, betonte Frey. Der Liedermacher bat die rund 250 Teilnehmer, liebevolle Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und bereit zu sein, Verantwortung in Familie, Kirche und Gesellschaft zu übernehmen. Acht Seminaren und Gesprächsgruppen folgten. Mit einem „Fireabend“ am Lagerfeuer mit „Feuertopf“ aus einer Gulaschkanone und Brot aus dem Holzbackofen endete der Männertag. (mk)

STH Basel: Eröffnung des Studienjahres mit Verabschiedung der Absolventen

BASEL. Im großen Saal des Landgasthofs Riehen (Basel) wurde vor vielen Gästen das 49. Studienjahr der Staatsunabhängigen Theolog. Hochschule (STH) Basel feierlich eröffnet. Kirchenratspräsident Dr. Lukas Kundert überbrachte die Grüße der Ev.-Reformierten Kirche von Basel-Stadt und freute sich über die 15 Bachelorabsolventen, die drei Masterabsolventen und die fast 20 Studienanfänger. „Enttäuschungen sind ein Segen, denn sie führen uns aus Täuschungen in die Wahrheit“, überraschte der Festredner, Pfarrer Helmut Matthies (Ev. Nachrichtenagentur idea, Wetzlar) die Versammlung. Anhand von Erfahrungsberichten aus dem Christenalltag und seiner eigenen Biografie mit vielerlei Krisen zeigte Matthies, wie das Vertrauen auf Gottes Verheißungen trotz Rückschlägen und Enttäuschungen wachsen kann. Schwierigkeiten und Zweifel im Glaubensleben dürften jedoch nicht verdrängt werden, betonte er. „Wenn wir Schwächen abstreiten, kann unsere Verkündigung krank machen“, gab Matthies den angehenden Pastoren mit auf den Weg. Das Wort Gottes blende die Widrigkeiten des Lebens nicht aus. Die Diplomübergabe durch STH-Rektor Prof. Dr. Jacob Thiessen bildete den Höhepunkt des „Dies academicus“. Die meisten der 15 Bachelorabsolventen (siehe Foto) werden im Masterlehrgang an der STH Basel weiterstudieren. Ein Absolvent macht einen Einsatz in Papua-Neuguinea, ein anderer im Nahen Osten. (www.sthbasel.ch)

Klartext von Missionsleiter Beck beim DMG-Herbstmissionsfest

SINSHEIM. Christen dürfen sich nicht bequem hinter die Mauern ihrer Gemeinde und in ihre Häuser zurückziehen, sondern müssen missionarisch auf ihre Mitmenschen auch die am Rand der Gesellschaft zugehen, forderte der neue DMG-Missionsleiter Dr. Günther Beck (Foto) die 1.200 Besucher des DMG-Herbstmissionsfestes in Sinsheim bei Heidelberg heraus. Er warnte davor, kirchenferne Menschen durch gesetzliche Enge zu verprellen. Auch Groll und Unversöhnlichkeit seien Mauern, die verhinderten, dass andere den Weg in Gemeinden fänden. Selbstgefälligkeit, die auf andere herabschaut,  stehe im Kontrast zum Evangelium. Er kenne eine Gemeinde, in der eine rauchende Christin kritische Blicke ertragen musste, aber sie habe ihre Freunde mitgebracht: „Leute, die von niemandem sonst erreicht worden wären!“. „Raucher können in den Himmel kommen, Selbstgefällige nicht!“, gab Beck zu bedenken. Wie Christen mit einem weiten Herzen die Gräben zwischen Völkern überwinden können, zeigte der stellvertretende Direktor Andrew Howes in seinem Bericht über zwei Stämme im Norden von Burkina Fasos. Durch eine schwäbische Missionarin, die auf offen auf die muslimischen Fulanis zuging und ihnen das Evangelium erklärte, hätten sich zwei Kulturen füreinander geöffnet. „Gott weitet deinen Raum“, lautete das Motto des Tages. (mk)

5.500 Teilnehmer beim „Marsch für das Leben“ in Berlin

BERLIN. Rund 5.500 Menschen aus ganz Deutschland beteiligten sich am 22. September in Berlin am diesjährigen „Marsch für das Leben“ gegen Abtreibung und aktive Sterbehilfe, zu dem 14 Lebensschutzorganisationen aufgerufen haben, auch Lebensrechtler Hartmut Steeb (siehe Bild). Der jährliche Marsch, bundesweit die größte Demo für den Schutz des Lebens, wurde erneut von 1.000 randalierenden Gegendemonstranten mit Trillerpfeifen, Farbbomben und Sprechchören gestört. 500 Polizisten mussten die friedlichen Teilnehmer schützen. Am Wegrand stand auch der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler und rief: „Super, dass ihr hier seid!“ Dies war ein wohltuender Zuspruch im Kontrast nach anderthalb Stunden langer Hetze linker Gruppen. Der lutherische Bischof Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald) rief im Schlussgottesdienst dazu auf, schwangeren Frauen in Notsituationen nicht nur mit Worten beizustehen. (mk)

Pfarrer Rösch: „Christen, unterstützt messianische Juden in Israel!“

LÖRRACH. Der theologische Leiter der Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (amzi), der badische Pfarrer Martin Rösch, hat dazu aufgerufen, messianische Juden, die an Jesus als den göttlichen Messias glauben, zu unterstützen. Sie seien Teil der weltweiten Gemeinde Jesu Christi, verstünden sich aber gleichzeitig als Angehörige des jüdischen Volkes: „Die Nachfolge Jesu und das Jude-Sein schließen sich nicht gegenseitig aus“, sagte Rösch bei einer Feier in der Stadtmission Lörrach zum 50-jährige amzi-Bestehen. Die Arbeitsgemeinschaft habe schon 5.000 Besucher nach Israel begleitet, damit sie die wachsende messianische Bewegung kennenlernten und ein Gespür für die „Komplexität der Situation im Nahen Osten“ bekämen. Die Bewegung der messianischen Juden dort umfasse mittlerweile schon 100 Gemeinden mit bis zu 15.000 Angehörigen (weltweit 500.000, rund 1.000 in Deutschland in mehr als 30 Gemeinden). Gäste aus Israel berichteten bei der Feier von ihren Erfahrungen. (www.amzi.org)

50.000 Besucher beim Internationalen Gospelkirchentag in Karlsruhe

KARLSRUHE. Mehr als 5.000 Sängerinnen und Sänger sowie insgesamt 50.000 Besucher zählte der Internationale Gospelkirchentag vom 21. bis 23. September in Karlsruhe. Chöre aus 16 Nationen reisten an. Nach der Eröffnung auf dem Marktplatz präsentierten die 90 Chöre die Vielfalt des Gospel auf Bühnen und Plätzen, in Kirchen und Fußgängerzonen. Neben der Gospel-Nacht war die International Gospel Celebration in der dm-Arena ein Höhepunkt. Die Karlsruher Bürger und ihr Oberbürgermeister konnten sich dem gesungenen Evangelium nicht entziehen und wurden drei Tage lang musikalisch missioniert. Es herrschte eine echt fröhliche Stimmung, die ansteckte. Die Gospels luden zum Mitsingen und Mitmachen ein – auch im abschließenden Festivalgottesdienst. (mk)

VfB Stuttgart erhielt zum 125-jährigen Jubiläum eine besondere Bibel

STUTTGART. Der Fußball und die Bibel gehen in Stuttgart eine enge Verbindung ein. Die in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ansässige Deutsche Bibelgesellschaft hat dem Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart zum 125-jährigen Vereinsjubiläum eine besondere Bibel geschenkt. Es handelt sich um ein Exemplar der einzigartigen limitierten Ausgabe des „Buchs der Bücher“, die von dem Stuttgarter Künstler Willy Wiedmann (1929-2013) geschaffen wurde. Das 1,2 km lange Leporello ist die längste gemalte Bibel. Sie gibt das Alte und Neue Testament in 3.333 Bildern wieder und steht auch im Guinness-Buch der Rekorde. Der VfB erhielt das Exemplar mit der Nummer 1.893 – dem Gründungsjahr des Clubs – in der Vereinsfarbe Rot. Die Wiedmann-Bibel und der VfB haben beide ihre Wurzeln im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt. Die Deutsche Bibelgesellschaft, die sich der Verbreitung der Heiligen Schrift widmet, entstand 1981 durch den Zusammenschluss mehrerer regionaler Bibelwerke. Die Vorläufer gehen auf das Jahr 1812 zurück. Der Sohn des Künstlers, Martin Wiedmann, überreichte zusammen mit Reiner Hellwig von der Bibelgesellschaft die Künstlerbibel an VfB-Präsident Wolfgang Dietrich. (idea)

4.000 Besucher beim Herbstmissionsfest der Liebenzeller Mission

BAD LIEBENZELL. Christen sollen Zeichen setzen, die das Evangelium von Jesus hell aufleuchten lassen - besonders in einer Zeit, in welcher die globalen Krisen und Kriege unser Land erreicht haben, sagte Missionsdirektor Martin Auch vor den 4.000 Besuchern des Herbstmissionsfests der Liebenzeller Mission auf dem „Missionsberg“ in Bad Liebenzell (Nordschwarzwald). Die meisten der Flüchtlinge suchten Schutz und bemühten sich, ein Teil unserer Gesellschaft zu werden. „Als Missionswerk haben wir den Auftrag, neue Schritte zu wagen und unsere Komfortzone zu verlassen.“ Aus diesem Grund habe man mit einer Stiftung die Hoffnungshäuser Bad Liebenzell gebaut. Mittlerweile leben dort 49 Menschen aus sieben Nationen. „So wird das Evangelium praktisch und Integration kann gelingen“, meinte der Direktor, der auch von der Landflucht in Papua-Neuguinea berichtete. In einer der 60 illegalen Stadtrandsiedlungen mit Kriminalität, Drogen, Gewalt, Prostitution kümmern sich Missionsschwestern um Kinder und Eltern. Erfreuliches auch im afrikanischen Malawi, wo die Mission ein duales Ausbildungszentrum gründete. Die Studenten werden als Schreiner und Pastoren ausgebildet, damit sie sich später ihren Unterhalt selbst verdienen können. Jetzt konnte das Zentrum ganz in einheimische Hände übergeben werden. (mk)

Liveübertragung: Über 8.500 Internetnutzer sahen Evangelisation mit Parzany

KREUTAL. Bis zu 350 Besucher pro Abend kamen zu einer Evangelisation mit dem Vorsitzenden des Netzwerks „Bibel und Bekenntnis“, Ulrich Parzany (Kassel), in Kreuztal bei Siegen. Veranstalter der acht Abende im September waren die Evangelischen Gemeinschaften der Region mit der Siegerland Volksmission und der Stadtmission. Die Veranstaltungen wurden live im Internet übertragen. Die Übertragungen wurden von über 8.500 Nutzern aus 48 Ländern weltweit angeklickt. Sogar in Saudi-Arabien sind die Übertragung von elf Nutzern aufgerufen worden. Menschen fanden zum persönlichen Glauben. Für Kinder gab es eigene Angebote mit einem Kinderevangelisten. Die Aufzeichnungen der Abendveranstaltungen sollen mindestens ein Jahr lang im Internet abrufbar bleiben. (idea)

Führender Bischof: Die Kirche braucht eine geistliche Erneuerung

WETZLAR. Die Kirche braucht eine geistliche Erneuerung, sagte der Ratsvorsitzende der Ev. Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), bei seinem Besuch in der Zentrale der Ev. Nachrichtenagentur idea in Wetzlar in Mittelhessen (vorne links im Bild). Alle Sitzungen und Debatten führten nicht weiter, wenn die geistliche Kraft fehle, hat der Bischof richtig erkannt. Die eigentliche Erneuerung könne nur der Heilige Geist bewirken. Über den Geist könne eine Kirchenleitung jedoch nicht verfügen, sicherte sich der Ratsvorsitzende ab. Erfreulich: Der Ratsvorsitzende wünschte sich, dass die Christen wieder ihre eigenen Quellen entdeckten (Bibel, reformatorische Bekenntnisse), ihren Glauben leidenschaftlicher lebten und bezeugten, ohne aufdringlich oder gesetzlich zu sein. Dies alles wünschen sich aber auch viele Christen im Land von ihren Bischöfen und Kirchenleitungen. Bedford-Strohm meinte: Etwas Schöneres als die Gelassenheit eines Menschen, der sich in Gottes Hand wisse, gebe es nicht. (idea)

150 Brunnen in Afghanistan dank eines christlichen Hilfswerks

KABUL. Auch Afghanistan leidet in diesem Sommer unter extremer Dürre und Wasserknappheit. Erfreulich: Derzeit entsteht der 150. Brunnen. Spender aus Deutschland haben ihn über das christliche Hilfswerk Shelter Now gestiftet. Durch die Brunnen kriegten bisher über 30.000 Menschen den Zugang zu sauberem Wasser. Seit 2012 haben christliche Familien, Schulen, Kindergärten und Kirchengemeinden jeweils mindestens 1.000 Euro bereitgestellt (den Rest legt Shelter Now dazu), damit afghanische Dörfer sauberes Trinkwasser bekommen. Ein Brunnen kostet etwa 1.900 Euro. Dank der Brunnen müssen Dorfbewohner nicht mehr Behälter mit Wasser kilometerweit schleppen oder das oft verschmutzte Wasser aus Flüssen trinken. Die Brunnen-Aktion geht auf eine Familie zurück, die jedem ihrer drei Kinder zum Geburtstag einen Brunnen in Afghanistan schenken wollte. Shelter Now setzte die Idee um. Aus den Spenden finanziert Shelter Now das erforderliche Material, die Gerätschaften für die Bohrung und den Bau der Brunnen. Dem Hilfswerk gehört unsere Anerkennung und unser Dank. (nach idea)

„Hirtenhütte“ auf der Landesgartenschau Lahr hat großen Zulauf

LAHR. Mehrere hundert Andachten und Gottesdienste wurden auf der Landesgartenschau 2018 im südbadischen Lahr bereits gefeiert. Das Angebot „Hirtenhütte“ und „Hirtenweg“ hat großen Zulauf, berichtete die kirchliche Beauftragte, Pfarrerin Henriette Gilbert. Noch bis 14. Oktober ist das Angebot zur Einkehr und Begegnung geöffnet. Derzeit kümmern sich 85 Ehrenamtliche um Besucher. „Hirtenhütte“ und „Hirtenweg“ sind angelehnt an den Psalm 23 in der Bibel: „Der Herr ist mein Hirte“. Elemente aus dem Psalm wie das „finstere Tal“ oder der „rechte Weg“ sind in Teilen des Gartens umgesetzt worden. Sechs Schafe werden in einem Projekt täglich von Schülern versorgt. Die Führungen auf dem Hirtenweg haben großen Zuspruch. Fürbitten, die im „finsteren Tal“ gesammelt werden, finden Aufnahme in die Abendgebete. Führungen über den Hirtenweg finden samstags und sonntags um 14 Uhr statt sowie auf Anfrage. Täglich um 12, 15 und 18 Uhr wird in der Hirtenhütte eine Andacht gefeiert, mittwochs um 18 Uhr in Form einer musikalischen Serenade. Sonntags ist um 10 Uhr ein Gottesdienst auf der Hauptbühne, den Chöre und Bands mitgestalten. (http://landesgartenschau-lahr2018.de/)

Kein Lehrermangel im Verband Evangelischer Bekenntnisschulen

KARLSRUHE. Die rund 130 Ausbildungsstätten im Verband Evangelischer Bekenntnisschulen in Deutschland (VEBS) sind ohne Lehrermangel in das neue Schuljahr gestartet, berichtete der Vorsitzende, Prof. Wolfgang Stock (Karlsruhe) nach den Sommerferien. Diese Tatsache sei „bemerkenswert“, da an staatlichen Schulen viele Stellen nicht besetzt werden könnten. In Baden-Württemberg sind dies etwa 30 Prozent. Dabei seien die Anforderungen bei freien Bekenntnisschulen höher, weil die Lehrer die gleichen Qualifikationen wie an staatlichen Schulen erfüllen und zusätzlich ein klares Bekenntnis vertreten müssten. Die an biblischer Lehre und Ethik orientierten VEBS-Ausbildungsstätten (www.vebs.de) seien beliebt. Die meisten hätten in diesem Jahr ihr Angebot erweitert. Trotzdem übersteige die Nachfrage das Angebot. Um den vielen Eltern gerecht zu werden, die sich für ihre Kinder Plätze in Schulen mit intensiver Wertvermittlung wünschten, suche man „bundesweit weiter qualifizierte und gläubige Lehrer“. Der Verband Ev.Bekenntnisschulen vertritt derzeit 143 Bildungseinrichtungen an 81 Standorten. Die Geschäftsstelle befindet sich in Karlsruhe. Die Gründung freier, konfessioneller Schulen ist im Grundgesetz als Grundrecht verankert. (nach idea)
 

In Ägypten wurde erstmals eine Christin zur Gouverneurin ernannt

KAIRO. In Ägypten ist erstmals eine Christin zur Gouverneurin ernannt worden. Am 30. August hat der ägyptische Präsident, Abdel-Fattah al-Sisi, 22 neue Gouverneure eingeschworen, unter ihnen die Koptin Manal Awad Mikhail. Sie leitet in Zukunft die Provinz Damietta, eine Küstenregion im Norden. Mikhail ist erst die zweite Frau in der ägyptischen Geschichte, die einen solchen Posten bekleidet. Zuvor war sie Stellvertreterin des Gouverneurs von Giza. Der ägyptische Präsident wird von Christen geschätzt. Seine Wiederwahl in diesem Jahr unterstützten viele von ihnen. In Ägypten bilden die schätzungsweise bis zu zehn Millionen orthodoxen Kopten die größte Kirche. Rund 90 Prozent der 94,8 Millionen Ägypter sind Muslime. (idea)

Ural-Bischof: In Russland herrscht große Offenheit für das Evangelium

MARBURG. In Russland gibt es eine große Offenheit für das Evangelium, berichtete der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Ural, Sibirien und Ferner Osten, Alexander Scheiermann (Omsk), bei einem Missionstag in Marburg. Scheiermann leitet das flächenmäßig größte evangelische Bistum der Welt, zu dem 5.000 Christen in 136 Gemeinden gehören. Es reicht vom Ural bis zum Pazifischen Ozean und erstreckt sich über neun Zeitzonen. Wie Scheiermann sagte, gehören zwar 75 Prozent der 144 Millionen Einwohner Russlands zur russisch-orthodoxen Kirche, doch selbst an hohen christlichen Feiertagen besuchten höchstens zehn Prozent die Gottesdienste. Die meisten Bürger seien völlig säkularisiert. Dabei machten seine Mitarbeiter und er die Erfahrung, dass die Menschen durchaus interessiert an der Frage nach Gott seien. Nach Angaben leben noch rund 500.000 deutschsprachige Einwohner in Russland. (idea)

Predigt zum Jubiläum der Badische Verfassung: Glaube gibt Mut für Morgen

KARLSRUHE. „Ein fester Glaube gibt Mut für die Zukunft“, betonte Oberkirchenrat i.R. Klaus Baschang (Karlsruhe) in einer beeindruckenden Predigt in einem Abendgottesdienst in Karlsruhe. Dabei griff er geistliche Hintergründe der Badischen Verfassung auf, deren 200-jähriges Jubiläum im August in der Fächerstadt gefeiert wurde. Diese Verfassung galt in jener Zeit als eine Staatsordnung, die sich demokratischen Prinzipien stark geöffnet hat, hob Baschang lobend hervor. Durch sie sei Baden damals zum „Musterländle“ geworden. Ideengeber und Motor sei ein Jurist von besonderem Format gewesen: Johann Nikolaus Friedrich Brauer. Der hoch geschätzter Berater der badischen Regenten habe aber der Nachwelt auch einen christlichen Choral hinterlassen, der bis heute im Badischen Gesangbuch zu finden sei: „Gott, mein Trost und mein Vertrauen“. Diesen Choral entfaltete Baschang in einer Liedpredigt und betonte. alle fünf Strophen endeten mit dem Versprechen: „Gott erfüllt, was er verspricht, dies ist meine Zuversicht!“. Die letzte Strophe hebe die „starke Hoffnung auf die Ewigkeit“ hervor, die aus dieser „Zuversicht“ erwachse. (mk)

Missionarische Strandgottesdienste am Ballermann lockten Tausende an

PALMA. Die Strandgottesdienste am Ballermann hatten wieder ein großes Echo. Der neuntägige Einsatz von 90 jungen Christen im August lockte bis zu 400 Leute jeden Abend zu zwei fröhlichen Gottesdiensten an der Promenade. Sie vermittelten, dass der Glaube an Jesus alles andere als uncool ist. Das bunte Programm mit Musik, kurzen Impulsen und Lebensberichten war tiefgründig und voller Lebensfreude. Die meisten Leute reagierten überrascht und sehr positiv. Viele Urlauber hatten solch einen Gottesdienst noch nie erlebt. Alkohol- und Partnerschaftsprobleme kamen in persönlichen Gesprächen zur Sprache. Viele Urlauber hatten zentrale Fragen und erzählten aus ihrem Leben. Sie wollten sich aussprechen und einem Seelsorger anvertrauen. Einige weinten bei den Gebeten, ehe sie Jesus im Glauben ihr Leben anvertrauten. An einem Abend zog ein Teammitglied einen völlig betrunkenen Mann aus dem Meer. Er lud ihn und seine Freunde zum nächsten Gottesdienst ein. Und sie kamen tatsächlich vorbei und waren so begeistert, dass sie andere an der Promenade einluden und ihre Erlebnisse auf ihrer Facebook-Seite teilten. Auch Partybibeln wurden verteilt. Junge Männer meinten dazu: „Wir sind hier geflogen zum Partymachen. Aber unser Kumpel liegt jetzt nur noch am Pool rum und liest die ganze Zeit in eurer Bibel!“ (mk)

Summer Life Special im Lebenszentrum Adelshofen hinterließ tiefe Eindrücke

ADELSHOFEN. 45 junge Leute nahmen am Summer Life Special (SLS) 2018 im evangelischen Lebenszentrum Adelshofen (Eppingen bei Heidelberg) teil, davon vier aus England, einer aus dem Irak und zwei aus Österreich. Eine Teilnehmerin: „Schnell entwickelte sich eine gute Gemeinschaft, in der man offen reden konnte, obwohl viele neu waren und sich erst kennenlernten.“ Zum SLS gehörten tägliche Arbeitseinsätze an verschiedenen Projekten im LZA, etwa die Neuanlegung eines Teiches im Erlebnisgarten, ein Bachlauf, die Renovierung des Hauses „Glaubensfreude“. Die Tage motivierten aber auch zu fröhlichem Glauben und zum Christsein im Alltag. Die Bibelarbeiten gaben dazu Hilfen. Ein buntes Programm mit Spaß und Spiel fehlte nicht. Ein froher Geist bestimmte die sommerlichen Tage. (www.lza.de)

9.000 „Metal-Bibel“ wurden beim Heavy-Metal-Festival in Wacken verteilt

WACKEN. Rund 40 Christen waren am Rand des Heavy-Metal-Festivals 2018 in Wacken (Schleswig-Holstein) im Einsatz, um Bibeln zu verteilen und mit Besuchern zu sprechen, mit Interessierten zu beten. Rund 9.000 Exemplare der „Metal-Bibel“ wurden verteilt. Viele Besucher erzählten, dass sie nach Gesprächen in den Vorjahren begonnen haben, die Bibel zu lesen. Ein Langzeitarbeitsloser berichtete, dass er nach dem Gebet für ihn eine Arbeitsstelle gefunden habe. Team: „Wir erleben auch, dass Menschen ihr Leben Jesus in einem Gebet anvertrauen. Wir verstehen uns aber zunächst als Leute, die Gottes Wort unter die Menschen bringen, um sie zu motivieren, darin zu lesen und sich auf die Suche nach Gott zu machen, der sich gern finden lässt.“ Nur selten erleben die Verteiler offene Ablehnung. Einige Fans haben mal eine Bibel verbrannt. „Aber davon lassen wir uns nicht provozieren“, so einer der Teammitglieder. (mk)

Teenagerkongress „TeenStreet 2018“ lud dazu ein, näher mit Jesus zu leben

OLDENBURG. Rund 3.200 Personen, darunter 1.800 Teenies und 1.400 Mitarbeiter, viele davon als freiwillige Helfer, nahmen am internationalen Teenager-Kongress „TeenStreet 2018“ teil, der im Juli/August in der Messe Oldenburg stattfand. Verkündiger des Evangeliums entfalteten das Thema „Closer“ („Näher“). Ihre Botschaft wollte die Teilnehmer näher zu Gott als ihrem himmlischen Vater, bringen. Das Vaterunser-Gebet wurde betrachtet und gefragt: „Wie würde unsere Welt aussehen, wenn Gottes Reich uns näher stünde? Wie würden unser eigenes Leben aussehen, wenn wir näher bei Gott wären?“ In Kleingruppen wurde alles vertieft. Die Teenies ließen sich ermutigen, ihren Alltag mit Gott im Gebet zu besprechen und ihre Erkenntnisse darüber in ihre Schulen, Familien und Arbeitsplätze mitzunehmen. Ein sog. „Global Village“ (globales Dorf) sorgte für interaktive Missionserfahrungen und weckte das Bewusstsein für die 2,8 Milliarden Menschen, die Jesus noch nicht kennen, um für sie zu beten. Bei ihren Einsätzen verteilten Teenager in der Stadt Oldenburg (Niedersachsen) Blumen mit biblischen Impulsen. Andere warben mit Schildern für kostenlose Umarmungen als Zeichen christlicher Liebe oder boten Fürbittgebete an. Mehr als 40 Nationen waren beim Kongress vertreten, jede Hauptveranstaltung wurde in elf Sprachen übersetzt. Mehr unter www.teenstreet.de im Internet. (mk/tobi)

Zum Beten hinaus auf See: Andachten auf einem ostfriesischen Krabbenkutter

NEUHARLINGERSIEL. „Auf hoher See sind wir alle in Gottes Hand“ glaubt man an der Nordseeküste. Ein trügerischer Traum und zugleich eine Chance für die Kirche, die Urlaubern in Ostfriesland eine Kutter-Andacht anbietet. Gleich hinter der Hafenmole von Neuharlingersiel fährt der Krabbenkutter „Gorch Fock“ zu einer abendlichen Andacht hinaus auf die Nordsee. Rund 50 Urlauber sind an Bord. Normalerweise spritzt die Gischt über die Reling, weiß Urlauberseelsorgerin Heike Pendias und lacht: „Da wird man auch mal etwas nass!“ Seit 2002 fährt Heike unter dem Kommando von „Käpt'n Willy“ mit der Gorch Fock alle 14 Tage zwischen Juni und August hinaus zur Abendandacht auf der Nordsee - solange Seegang und Wetter mitspielen. Die Karten für die 50 Plätze gibt es nur im Kirchenzelt auf dem Campingplatz. Sie sind immer ruckzuck vergeben. Auf dem Meer ist es für viele Menschen leichter, sich auf ein Gebet oder eine Andacht einzulassen, hat die Diakonin beobachtet, die in der Zeltkirche auf dem Campingplatz mitarbeitet. „Wenn es ans Beten geht, können sich die Männer nicht schnell verdrücken!“, schmunzelt sie und greift zur Gitarre. Zwei Stunden dauert die Fahrt in Richtung Spiekeroog und Langeoog. Im Windschatten der Inseln stoppt „Käpt'n Willy“ den Motor. Bei den Gästen siegt jetzt die Begeisterung über das leichte Unwohlsein - jetzt, wo Hände und Augen keinen Halt mehr brauchen. „Wir sollen Gott vertrauen und unser Leben in seine Hände geben“, sagt die 18-jährige Tabea aus Remscheid, die mit ihrer Mutter die Andacht hält. Die beiden verstärken dieses Jahr das Kirchenteam auf dem Campingplatz. Die Rückfahrt geht vorbei an den Seehundbänken vor Langeoog. Robben genießen hier die letzten Strahlen der bald untergehenden Sonne. Ein Vater aus Hannover ist mit seiner Familie zum ersten Mal bei der Kutter-Andacht. „Das war schon ein spezielles Erlebnis. Selten hat mich etwas so angerührt“, sagt er. Nach dem Törn fällt der Gang auf dem festen Boden nicht ganz leicht. Doch Heike Pendias ist glücklich: „So etwas bleibt auch im Alltag nach dem Urlaub im Gedächtnis.“ (mk/epd)

Ausgabe Oktober-November 2018

Badische Landeskirche


Am Samstag, 20. Okt. von 10.30 Uhr bis 15 Uhr Fachtag „Gottesdienst erleben“ der Missionarischen Dienste (AMD) im Gemeindehaus der Stadtkirche Karlsruhe, um den Gottesdienst „für sich selbst“ neu zu entdecken und befähigt zu werden, andere anzusprechen und einzuladen.

 

(www.ekiba.de)

Christus-Bewegung Baden (CBB):

 

Am Samstag, 13. Okt., von 10 Uhr bis 15 Uhr Studientag „Digitaler Turmbau zu Babel“ über den Technikwahn und seine Folgen im Ambrosius-Blarer-Haus, Reuteweg 11, in Kleinsteinbach (Pfinztal bei Karlsruhe) mit dem Netzwerk evangelischer Christen in Baden (NeCiB) und dem Theologen Dr. Werner Thiede, wwei Vorträge mit Aussprache. Reinschnuppern möglich, Teilnahme mit Anmeldung besser und erwünscht im Blick auf das Mittagessen und Kaffeetrinken: E-Mail: l.moessner@gmx.net, Info-Telefon: 07240 1738 (Pfarramt Kleinsteinbach).


(www.cbb-baden.de)

DMG-Interpersonal, Sinsheim:

 

Vom 30. März bis 8. April 2019  Jordanienreise mit DMG-Missionar Gerd Sigrist, vom 17.-27. Okt. 2019 Israelreise mit DMG-Missionar Gerd Sigrist. Weitere Infos bei Gerd Sigrist, Telefon 07265 959 117 oder 07265 861, E-Mail: Gerd.Sigrist@gmx.net


(www.DMGint.de)

Aufgegriffen:
Der Bauer

„Abel wurde ein Schäfer. Kain aber wurde ein Ackermann.“ Bereits auf den ersten Seiten der Bibel werden uns zwei uralte Berufe vorgestellt. Das hat einen schlichten Grund: Sie sind überlebensnotwendig. In diesem trockenen Sommer ist manchem bewusst geworden, dass Getreide nicht im Supermarkt wächst und die Milch nicht von Edeka kommt. In vielen Landstrichen muss-ten Bauern erhebliche Ernteeinbußen hinnehmen. Gelbe, ausgetrocknete Maisfelder sah man. Von ungeplanten Schlachtungen des Viehs wegen Futtermangel wurde berichtet. In manchen Gottesdiensten wurde plötzlich wieder das Gebet um eine gesegnete Ernte entdeckt.

 

 

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