Mei­ne Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Ret­ter ge­wor­den. 2. Mose 15,2
Mei­ne Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Ret­ter ge­wor­den.  2. Mose 15,2

Gedanken zum Monatsspruch Juni:

Meine Stärke und mein Lied ist der HERR, er ist mir zur Rettung geworden.   2. Mose 15, 2

Ich mag die Geschichte vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Mich beeindruckt der Durchzug durch das Schilfmeer. Ich lese gerne die Geschichte in 2. Mose 14. In Kapitel 15 folgt das Lied, das dieses Ereignis besingt. Beim Bibellesen habe ich es immer überflogen. Es ist doch alles schon erzählt, dachte ich. Warum noch dieses Lied hinterher? Aber das Lied von Mose ist wichtiger, als ich dachte. Denn es zeigt, was der Durchzug der Israeliten durchs Schilfmeer für uns bedeutet. Es macht aus einem Ereignis in ferner Vergangenheit eine Trostgeschichte für heute. „Der Herr ist meine Stärke“, singt Mose. Israel hat Gottes Stärke erlebt. Mächtige Naturgewalten hat der Schöpfer der Welt in Bewegung versetzt. Wie am Anfang der Weltgeschichte bei der Urflut hat er den Ozean der Chaos-Mächte zurück gedrängt. Mit starker Hand schafft er eine trockene Rettungsgasse mitten im Meer. Mit starker Hand lässt er dann die Wassermassen wieder zurück fluten, um die ägyptische Heeresmacht zu vernichten, die Israel furchterregend hinterher jagt.

 

Gott ist meine Stärke
Auf diesen Gott verlasse ich mich, wenn die Mächte der Natur stärker werden als ich. Wenn die Krankheit meines Körpers mich übermannt, wenn das Chaos meiner Seele mich überwältigen möchte, dann erinnere ich mich an den Schöpfer des Himmels und der Erde. Er hat schon mächtigere Gewalten bezwungen, er hat schon größere Taten vollbracht. Dieser Gott ist meine Stärke. Auf ihn verlasse ich mich, wenn Menschen mir Angst machen. Wenn sie mir drohen, mit mir rechten, mich richten, weiß ich, dass Gott das letzte Wort spricht. In jeder Angelegenheit. Der Herr ist meine Stärke.

„Der Herr ist mein Lied“, singt Mose. Israel hat Grund zu singen. Die Leute sind voller Dank und erfüllt von Jubel. „Wovon das Herz voll ist, davon geht der Mund über“, wird Jesus später sagen (Matthäus 12,34). Mose leitet das Lob und lenkt das Singen. Er ist ein Lobpreisleiter im besten Sinne des Wortes. Denn er lenkt den Dank und den Jubel des Volkes hin zu Gott. Er ist der Retter und kein anderer. Nur wenige Wochen später wird Israel das vergessen haben, um ein Stierbild tanzend singen: „Das ist dein Gott, Israel, der dich aus dem Land Ägypten geführt hat“ (2. Mose 32,4).
 
Jesus ist meine Rettung
Der Monatsspruch will daran erinnern, wer meine Stärke, mein Lied und mein Gott ist. Christus gilt unser Lobpreis. Denn letztlich verdanke ich alles ihm, auch was mir durch Natur und Menschen zuteil wird: Stärkung, Ermutigung, Heilung. „Der Herr ist mir zur Rettung geworden“, singt Mose. Wenn ich „Rettung“ höre, dann denke ich über die Ereignisse am Schilfmeer hinaus – nicht zurück wie Mose, wenn er Gottes Stärke besingt, sondern als Christ voraus auf Jesus. Denn er hat am Kreuz die Chaos-Macht der Sünde besiegt, welche die Menschheit knechtet. Aus ihren Zwängen hat er mich befreit. Jesus rettet davor, in der Flut des ewigen Todes unterzugehen. Er hat mir durch meinen Tod hindurch eine Rettungsgasse geschaffen hinein ins ewige Leben.

Vor diesem Retter werden einmal alle Völker ihre Knie beugen und ihn anbeten, nicht nur Israel und ein paar Ägypter. Gott selbst wird den Lobpreis der Menschheit zu ihm hin leiten. Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, wird wieder ein „Lied des Mose“ gesungen (Offb. 15,3-4). Ich will schon jetzt dem Herrn zujubeln, der meine Stärke, mein Lied und meine Rettung ist.

 

 

 

 

 

Udo Zansinger

ist Studienleiter des Friedrich-Hauß-Studienzentrums (www.fhsz.de) der „Christus-Bewegung Baden“ in Schriesheim bei Heidelberg.

Danken macht glücklich

Wie eine positive Lebenseinstellung hilft, den Alltag zu meistern

Glocken läuten, auf dem Kirchenvorplatz eilen die Gottesdienstbesucher. Plötzlich ein Straucheln, eine ältere Dame geht zu Boden. Zwei Ärzte rennen hin, versorgen ihre Wunden. Der Oberarm ist gebrochen. Sie muss ins Krankenhaus, kann nicht auf eine geplante Reise. „Fassen Sie doch mal in meine Hosentasche“, bittet sie einen der Helfer, „da ist die Kollekte drin, können Sie die bitte noch zur Kirche bringen?“ Ein paar Wochen später bekommen die beiden Ärzte je einen dicken Blumenstrauß und eine Karte: „Vielen Dank für Ihre Hilfe, ich war von Engeln umgeben.“

 

Positive Erlebnisse aufschreiben
Dankbarkeit ist ein Schlüssel zum Glück. Das sagt Martin Seligman, Amerikas berühmtester Glücksforscher. Er empfiehlt, jeden Abend drei positive Dinge aufzuschreiben, die man erlebt hat. Seligmans Rat passt nahtlos zu biblischen Empfehlungen. „Vergiss nicht, was Gott dir Gutes getan hat“, heißt es in Psalm 103.

Seltsam: Das Schlechte brennt sich in unsere Seelen ein, und oft halten wir selber den Brand am Lodern. Setzen Sie sich einmal nachmittags in ein Café. Die Unterhaltungen an den Nachbartischen klingen wie eine Galerie des Schreckens. Meist geht es um Krebs, Krankenhäuser, Rheuma, Rücken. Warum konservieren wir das Schlechte so genüsslich?

 

Der Blickwinkel ist entscheidend
Der Schriftsteller Max Frisch (1911–1991) hat einmal gesagt: Jeder Mensch erfindet im Laufe der Zeit eine Geschichte, die er für sein Leben hält. Es ist also allein meine Entscheidung, wie ich meine Geschichte erzähle. Bekömmlicher ist es, sie aus dem Blickwinkel der Dankbarkeit zu schildern.
Als Kinder machten meine Schwestern und ich oft Hüpfspiele auf den Blechabdeckungen von Klärgruben. Einmal gab so ein Blech unter mir nach und ich fiel hinein. Ich sank immer tiefer in der Jauche und kam nicht mehr heraus. Schließlich rettete mich der Milchmann, der gerade da war, und zog mich aus der Grube. Er übergab mich unserer Haushaltshilfe, welche die eben gekaufte Butter schnell in ihre Schürze wickelte. Seit jenem Tag schickten mich meine Eltern jedes Jahr mit einem Blumenstrauß zu dem Milchmann, um ihm zu danken.

 

Nicht alles so wichtig nehmen
In den Psalmen singt einer: Gott „zog mich aus der grausigen Grube, aus lauter Schmutz und Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels“ (Psalm 40,3). Grund genug also zu danken.

Und die gestürzte alte Dame? Bei einem Besuch einige Zeit später sagt sie: „Es ist mir immer so gut gegangen, denken Sie nur an meinen Unfall: Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen.“ Und der Arm? Schmerzt er noch? „Ach, wissen Sie, da achte ich nicht drauf, sonst nimmt der sich zu wichtig.“

 

 

 

 

 

 

Luitgardis Parasie
ist Pastorin in Northeim bei Göttingen

Ausgabe Juni / Juli 2016

DMG-Interpersonal, Sinsheim:
 

Am 23./24. Juli Jugend-Missions-Event mit Tobias Kley mit Übernachtung im Gelände des Buchenauerhof (Sinsheim) unter dem Motto: „Die Welt liegt dir zu Füßen.“ Für ungewöhnliche Sportaktivitäten sorgt SRS (Sportler ruft Sportler). Infos und Anmeldung: www.jumi.online

(www.DMGint.de)

 

Liebenzeller Mission und Verband:

 

Am 24./25. Juni 2016 Symposium über Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit und christlicher Glaube an der Internationalen Hochschule Liebenzell mit MdB Volker Kauder, Prof. Thomas Schirrmacher, Prof. Heinzpeter Hempelmann, Prof. Ulrike Schuler, Dr. Friedmann Eißler und anderen.

 

Vom 22.-25. Juni Jufa-Aufbaufreizeit des EC-Verbandes Südwest im Freizeitzentrum Dobel, am 24. Juni ab 22 Uhr TeenNight 2016 im Freizeitzentrum Dobel, vom 18.-26. Aug. ProCamp 2016 des SWD-EC und des SV-EC für 13- bis 17-Jährige in Sulz am Eck.

 

(www.lgv.org) (www.liebenzell.org)

 

Pforzheimer Stadtmission:

Vom 31. Juli bis 6. August KidsCamp - Zeltlager für Jungs und Mädchen auf dem Dobel (Nordschwarzwald) unter dem Motto „Planet Lumoo - Deine Reise durchs Weltall!“. Eingeladen sind alle Jungs und Mädchen im Alter von 7 bis 11 Jahren.

(www.pforzheimer-stadtmission.de)

 

Aufgegriffen:
Konzilien können irren

Die Synode der Badischen Landeskirche hat beraten und beschlossen: Jetzt können homosexuelle Paare getraut werden. Selten wurde ein Beschluss so rasch den Pfarrämtern mitgeteilt wie dieser. Wir fühlten uns erinnert an Schabowskis legendäre Bemerkung zur Grenzöffnung: „Ab sofort, unverzüglich.“ Und kaum ein Beschluss ruft so viele Irritationen und Fragen hervor wie dieser.
Zum Beispiel: Warum wird eine so wichtige Frage in der Landessynode behandelt und entschieden, ohne dass vorher ein Beratungsprozess in den Gemeinden, Bezirkssynoden und unter den Pfarrern stattfindet? Hat man Angst vor der Basis? Immerhin bedeutet eine solche Trauung den eklatanten Bruch mit biblischen Aussagen, bisher geltender Ethik, der zweitausendjährigen Tradition der Kirche und der ökumenischen Gemeinschaft.

 

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