Der Herr gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wem ich will, und ich schenke Erbarmen, wem ich will. (2. Mose 33, 19 / Einheitsübersetzung)
Der Herr gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wem ich will, und ich schenke Erbarmen, wem ich will.  (2. Mose 33, 19 / Einheitsübersetzung)

Gedanken zum Monatsspruch Juli:

Der Herr gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wem ich will, und ich schenke Erbarmen, wem ich will. (2. Mose 33, 19 / Einheitsübersetzung)

 

Juri Gagarin, der erste Mensch im Weltall, hat, kaum dass er wieder irdischen Boden unter den Füßen hatte, im Einklang mit der atheistischen sowjetischen Staatsdoktrin vollmundig getönt, er habe da oben keinen Gott gesehen. Der christliche Philosoph C. S. Lewis erklärte seinerzeit dazu: In den Weltraum zu fliegen, um Gott zu sehen, das sei etwa so, wie wenn Hamlet auf den Dachboden seines Schlosses steigen würde, um Shakespeare zu sehen. Recht hat er. Ein Gott, den man mit etwas Glück zwischen den Galaxien herumhuschen sehen könnte, der wäre nicht der Schöpfer, sondern nur ein Teil der Schöpfung.
 
Gott ist Gott: Darum kann ihn niemand sehen
„Niemand hat Gott je gesehen“, dieser Satz stammt nicht etwa aus einem Buch des Atheisten Richard Dawkins, sondern aus dem Johannes-Evangelium. Doch Mose, mit dem Gott redete wie mit einem Freund, der hatte den Wunsch, Gott von Angesicht zu sehen. Ein gefährlicher Wunsch: Den direkten Anblick des heiligen Gottes hätte auch ein Mose nicht überlebt. Doch Gott findet einen Kompromiss: Mose wird in eine Felsspalte gestellt, Gott hält die Spalte mit seiner Hand hinter ihm zu und geht mit seiner ganzen Herrlichkeit an ihm vorüber. Und dann wird er die Hand wegnehmen, und Mose darf ihm von weitem hinterher sehen. Sein Angesicht darf  auch er nicht sehen. Aber doch weit mehr, als wir Normalsterblichen. Oder?
 
Jesus Christus zeigt uns, wer und wie Gott ist
Damit Hamlet seinem Schöpfer Shakespeare begegnen kann, so C. S. Lewis sinngemäß, müsste dieser für sich selbst eine Rolle in dem Schauspiel schreiben. Und genau so hat es Gott gemacht. In Jesus Christus ist er selbst Mensch geworden. Hat die Hauptrolle übernommen in dem großen Drama, das zwischen Himmel und Erde spielt. „Wer mich sieht, sieht den Vater“, hat Jesus seinen Jüngern erklärt. Und damit haben diese und viele Andere viel mehr von Gott gesehen, als es selbst Mose je konnte. Und nicht nur das. Wir wissen seitdem auch weitaus mehr von Gottes Charakter und seinen Plänen, als es Mose tat. Mose kannte den Gott, der gerechte Gebote gab, der sein Volk aus der Sklaverei holte, der das ägyptische Heer unbarmherzig vernichtete, aber auch eine Menge ungehorsame Mitglieder des eigenen Volkes. Ein harter, konsequenter Gott. Aber auch ein gnädiger. Zumindest in Einzelfällen: Ich gewähre Gnade, wem ich will, und ich schenke Erbarmen, wem ich will. Mose durfte mal schauen. Die Anderen nicht.
 
Gottes Gnade öffnet Türen, um ihn zu schauen
Seit Christus wissen wir: Dieser Gott will, dass alle gerettet werden. Dir und mir gilt sein Angebot. Allen will er seine Gnade gewähren und sein Erbarmen schenken. Sehen können wir Gott immer noch nicht. Aber denen, die reinen Herzens sind, hat der Herr Jesus es in der Bergpredigt ausdrücklich versprochen: Sie werden Gott schauen. In der Ewigkeit. In seiner ganzen Herrlichkeit.

 

 

 

 

Thomas Hilsberg
ist Pfarrer der badischen Landeskirche und wohnt in Radolfzell am Bodensee.

Keine Angst vor dem Scheitern – es kann hilfreich sein

Scheitern befreit aus Sackgassen, macht barmherzig und eröffnet neue Horizonte

„Vom Tellerwäscher zum Millionär“, so beginnen große Erfolgsgeschichten. Viele, die heute ganz oben sind, fingen ganz unten an. Oscar-Preisträgerin Halle Berry wohnte als 21-Jährige in einer Obdachlosenunterkunft, weil ihre Mutter ihr jegliche Unterstützung verweigerte. Brad Pitt lief als Huhn verkleidet durch Fußgängerzonen, um sich sein Schauspielstudium zu finanzieren. Das Leben vieler Menschen kennt nur eine Richtung: Nach oben! Ich kann das verstehen. Wer will schon bedeutungslos sein? Mittelmäßigkeit fühlt sich nicht gut an. Wir wissen es nicht erst seit dem Kultsong von Abba: „The winner takes it all.“ Zweite und dritte Plätze zählen nicht viel im Leben.

Was viele übersehen: Das Leben hat auch für die Sieger nie nur Erfolge. Das ist das Goliath-Prinzip. Der unbesiegbare Riese Goliath wurde niedergestreckt von der Schleuder eines einfachen Hirtenjungen. Erfolgreiche Menschen sitzen immer auf dem Schleudersitz! Die Abgeschlagenen und Schlechtweggekommenen, die Gescheiterten und Hinterbänkler sind immer in der Mehrheit. Ist das schlimm? Nicht unbedingt. Scheitern ist nie nur Sackgasse. Es gibt ein Leben nach dem Scheitern, ein Leben, das sich lohnt, gelebt zu werden.

 

Ausgabe Juni / Juli 2016

DMG-Interpersonal, Sinsheim:
 

Am 23./24. Juli Jugend-Missions-Event mit Tobias Kley mit Übernachtung im Gelände des Buchenauerhof (Sinsheim) unter dem Motto: „Die Welt liegt dir zu Füßen.“ Für ungewöhnliche Sportaktivitäten sorgt SRS (Sportler ruft Sportler). Infos und Anmeldung: www.jumi.online

(www.DMGint.de)

 

Seelsorgezentrum „Haus Frieden“ in Steinen:

 

Vom 1.-3. Juli Wochenende mit der Bibel unter dem Thema „So macht Gott Mut“ mit Pfarrer Winrich Scheffbuch (Stuttgart), vom 4.-7. Juli Woche der biblisch-reformatorischen Botschaft zum Reformationsjubiläumsjahr 2017 mit Prälat em. Dr. Hans Pfisterer (Heidelberg) unter dem Motto „Was wirklich zählt! Glaube und Leben im Horizont“.

 

Am 10. Juli um 9.30 Uhr Israel-Gottesdienst mit Pfr. Martin Rösch vom Israelwerk AMZI (St. Chrischona) zum Thema Israels Wiederherstellung. Beobachtungen in der Bibel, in der Geschichte und in der Gegenwart“. Vom 11.-16. Juli Studientage zu den Wundern des Propheten Elisa im zweiten Buch der Könige mit Gunter und Andrea Keine, langjährige Mitarbeiter der Fackelträger (Leiter der Klostermühle). Am Sonntag, 24. Juli, Haus-Frieden-Tag mit Hartmut Steeb (Stuttgart), Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz.

 

(www.haus-frieden.de)

 

Pforzheimer Stadtmission:

Vom 31. Juli bis 6. August KidsCamp - Zeltlager für Jungs und Mädchen auf dem Dobel (Nordschwarzwald) unter dem Motto „Planet Lumoo - Deine Reise durchs Weltall!“. Eingeladen sind alle Jungs und Mädchen im Alter von 7 bis 11 Jahren.

(www.pforzheimer-stadtmission.de)

 

Aufgegriffen:
Konzilien können irren

Die Synode der Badischen Landeskirche hat beraten und beschlossen: Jetzt können homosexuelle Paare getraut werden. Selten wurde ein Beschluss so rasch den Pfarrämtern mitgeteilt wie dieser. Wir fühlten uns erinnert an Schabowskis legendäre Bemerkung zur Grenzöffnung: „Ab sofort, unverzüglich.“ Und kaum ein Beschluss ruft so viele Irritationen und Fragen hervor wie dieser.
Zum Beispiel: Warum wird eine so wichtige Frage in der Landessynode behandelt und entschieden, ohne dass vorher ein Beratungsprozess in den Gemeinden, Bezirkssynoden und unter den Pfarrern stattfindet? Hat man Angst vor der Basis? Immerhin bedeutet eine solche Trauung den eklatanten Bruch mit biblischen Aussagen, bisher geltender Ethik, der zweitausendjährigen Tradition der Kirche und der ökumenischen Gemeinschaft.

 

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